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Dogorama
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heute 19:06

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
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Katrin
10. Aug. 13:21
Stimmt, aber für mich kein schlagendes Argument für einen Kauf bei einem Züchter.
Für dich nicht für andere ja. Menschen sind wie gesagt verschieden.
 
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Li
10. Aug. 13:21
Nein,,das ist kein Kindergartenniveau. Das ist alles schon dagewesen. Du kannst planen,wie du willst, es kann immer anders kommen.
Ich würde meinen Hund behalten und würde ihm versuchen zu helfen, indem ich mich in seine Lage versetze und Dinge meide, die ihn triggern und Spaziergänge dorthin verlege, wo ich alles im Blick habe.
 
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Birgit
10. Aug. 13:21
Man ändert die Situation aber auch nicht wenn man rettet und der Hund dann nicht ins Leben passt. Menschen leben nunmal unterschiedlich und haben andere Vorstellung vom zusammenleben mit Hund und ob und was er auch leisten können soll. Bei manchen muss er gar nicht leisten können, andere haben da andere Vorstellungen.
Das hört sich für mich leider nicht sehr empathisch an. Was ist denn mit einem Hund aus einer guten Zucht, der dann nicht das Anforderungsprofil erreicht???
 
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SandrA
10. Aug. 13:21
@Katrin:
Ich glaube, du beantwortest noch immer eine andere Frage als die, die ich stelle. 😉

Ich rede nicht davon, dass ein BC in einer Wohnung gestresst ist, weil sein Halter ihn dreimal um den Park führt. Und ich rede auch nicht davon, dass ein schlechter Züchter einen wesensschwachen Hund produziert.

Mein Punkt ist viel grundsätzlicher; nämlich wann ein Verhalten selbst zum Zuchtproblem wird.

Also wenn man eine ursprünglich sinnvolle Eigenschaft, wie Arbeitsmotivation, Reaktivität, Menschenbezogenheit, Jagdverhalten, Erregbarkeit etc., durch Selektion so weit verstärkt, dass die Ausprägung für den Hund selbst zur Belastung wird.

Wenn das so ist, dann ist „der Halter muss den Hund eben richtig auslasten“ für mich keine Antwort auf die züchterische Frage.

Denn dann diskutieren wir nicht mehr darüber, ob der Halter dem Hund gerecht wird, sondern darüber, ob der Hund überhaupt noch in einem Ausmaß genetisch auf Leistung oder ein bestimmtes Verhalten selektiert werden sollte, das ein normales Leben außerhalb dieses ursprünglichen Arbeitskontextes so schwierig macht (und auch innerhalb des Kontextes Leid nicht ausgeschlossen ist).

Und deshalb trifft dein Satz „nicht der Hund oder der Züchter ist das Problem, sondern der Halter“ meinen Punkt nicht.

Der Halter kann einen ungeeigneten Hund für sein Leben auswählen. Aber der Züchter entscheidet, welche Eigenschaften in diesem Hund maximiert werden - und das teilweise bis ins Absurde

Wenn wir körperliche Merkmale bis ins Extreme züchten und der Hund darunter leidet, nennen wir das Qualzucht.

Warum sollte bei Verhalten grundsätzlich eine andere Logik gelten?

Wenn ein Merkmal züchterisch erzeugt oder immer weiter verstärkt wird und seine extreme Ausprägung für den Hund selbst zur Belastung wird, dann ist für mich genau diese züchterische Entscheidung das Problem und nicht erst der unfähige Halter danach.

Das ist mein Punkt. Nicht nur „falsche Haltung macht Hunde krank“ - bei sichtbaren QZ Merkmalen scheint das offensichtlich einfacher zu verstehen zu sein als bei augenscheinlich unsichtbaren wie dem Verhalten.
 
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Sabine
10. Aug. 13:23
@Katrin: Ich glaube, du beantwortest noch immer eine andere Frage als die, die ich stelle. 😉 Ich rede nicht davon, dass ein BC in einer Wohnung gestresst ist, weil sein Halter ihn dreimal um den Park führt. Und ich rede auch nicht davon, dass ein schlechter Züchter einen wesensschwachen Hund produziert. Mein Punkt ist viel grundsätzlicher; nämlich wann ein Verhalten selbst zum Zuchtproblem wird. Also wenn man eine ursprünglich sinnvolle Eigenschaft, wie Arbeitsmotivation, Reaktivität, Menschenbezogenheit, Jagdverhalten, Erregbarkeit etc., durch Selektion so weit verstärkt, dass die Ausprägung für den Hund selbst zur Belastung wird. Wenn das so ist, dann ist „der Halter muss den Hund eben richtig auslasten“ für mich keine Antwort auf die züchterische Frage. Denn dann diskutieren wir nicht mehr darüber, ob der Halter dem Hund gerecht wird, sondern darüber, ob der Hund überhaupt noch in einem Ausmaß genetisch auf Leistung oder ein bestimmtes Verhalten selektiert werden sollte, das ein normales Leben außerhalb dieses ursprünglichen Arbeitskontextes so schwierig macht (und auch innerhalb des Kontextes Leid nicht ausgeschlossen ist). Und deshalb trifft dein Satz „nicht der Hund oder der Züchter ist das Problem, sondern der Halter“ meinen Punkt nicht. Der Halter kann einen ungeeigneten Hund für sein Leben auswählen. Aber der Züchter entscheidet, welche Eigenschaften in diesem Hund maximiert werden - und das teilweise bis ins Absurde Wenn wir körperliche Merkmale bis ins Extreme züchten und der Hund darunter leidet, nennen wir das Qualzucht. Warum sollte bei Verhalten grundsätzlich eine andere Logik gelten? Wenn ein Merkmal züchterisch erzeugt oder immer weiter verstärkt wird und seine extreme Ausprägung für den Hund selbst zur Belastung wird, dann ist für mich genau diese züchterische Entscheidung das Problem und nicht erst der unfähige Halter danach. Das ist mein Punkt. Nicht nur „falsche Haltung macht Hunde krank“ - bei sichtbaren QZ Merkmalen scheint das offensichtlich einfacher zu verstehen zu sein als bei augenscheinlich unsichtbaren wie dem Verhalten.
Ich würde da mal als Beispiel den Malinois anführen.
 
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Li
10. Aug. 13:24
Wo? Wo sind die plötzlich aggressiven Labbis die vorher wesensfest waren? Gibt es da Zahlen?
Stimmt, bei dir muss ja alles über wissenschaftliche Studien belegt werden...😅

Du willst mir also sagen, dass ein Labrador nie beißen wird.
Hast du da Zahlen drüber?
 
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Ulli mit
10. Aug. 13:24
Ich teile Deine Sicht... @Ulli mit Gemma im ❤️. Das ist erst der Anfang.. ..vieles hat sich tatsächlich drastisch geändert.. einiges zum Guten.. einiges zum Schlechten.. Mein Rocky kommt ja vom Schäfer.. in mehreren Besuchen lernte ich den Hof, die Geschwister meines Schatzes, die Elterntiere, die Schafe, Rinder und Pferde und ca 15 Katzen 😘 kennen.. und... .. der Schäfer wollte erst bei Abholung Geld.. Er weigerte sich eine Anzahlung anzunehmen und ich handelte nicht im Ansatz, als er mir den Preis nannte.. Rocky war alles andere als günstig.. Einen, gesunden, tüchtigen Hund zu übergeben, war für ihn Ehrensache. Nichts ist für einen Schäfer schlimmer, als seinen guten Ruf vor Ort zu verlieren.. als ich mit Rocky vom Hof fuhr winkten uns mehrere Generationen zum Abschied und ein weinender Junge war auch dabei.. ok.. das war alles vor etwa 5,5 Jahren.. genug also der Nostalgie.. nur ein Punkt bleibt für mich bis heute unverzichtbar, das persönliche Vorabprüfen vor Ort ..so weit das irgend möglich ist.. keine Papiere oder was auch immer für Zertifikate, können und dürfen das persönliche vor Ort sein ersetzen. Niemals darf ein Hund am Telefon oder auf dem Parkplatz verkauft bzw gekauft werden. Vllt noch ein interessantes Detail.. über "Rasse" sprachen wir damals nicht einmal.. Nur von guten ❤️ Hunden..
Dass man die Möglichkeit haben muss, das Tier erstmal kennenzulernen, ist auch bei mir eine Grundvoraussetzung. Als uns Gemma angeboten wurde war ich nicht sofort extrem begeistert, allein schon wegen der ganzen Auflagen bei einem Listenhund. Aber die Zeit, uns anzunähern und zu prüfen, ob die Chemie stimmt, haben wir bekommen und ausgiebig genutzt.

Von Tierschutzvereinen, die Hunde aus dem Ausland quasi per Katalog anbieten und dann findet hier in Deutschland auf irgendeinem Parkplatz eine Übergabe statt, halte ich absolut nichts.
 
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Bettina
10. Aug. 13:29
Stimmt, bei dir muss ja alles über wissenschaftliche Studien belegt werden...😅 Du willst mir also sagen, dass ein Labrador nie beißen wird. Hast du da Zahlen drüber?
Leider weiß ich aus persönlicher Erfahrung dass Labradore sehrwohl beissen🫪...und ich rede nicht von einem
...wenn ich einen nur aus der Ferne sehe geh ich woanners lang...Fehlzucht...Fehlprägung...Fehler in der Erziehung? Das kann ich natürlich nicht wissen...leider gibt es hier bei uns sehr viele...ist wohl ein Mode.Hund🥴
 
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Kirsten
10. Aug. 13:31
@Katrin: Ich glaube, du beantwortest noch immer eine andere Frage als die, die ich stelle. 😉 Ich rede nicht davon, dass ein BC in einer Wohnung gestresst ist, weil sein Halter ihn dreimal um den Park führt. Und ich rede auch nicht davon, dass ein schlechter Züchter einen wesensschwachen Hund produziert. Mein Punkt ist viel grundsätzlicher; nämlich wann ein Verhalten selbst zum Zuchtproblem wird. Also wenn man eine ursprünglich sinnvolle Eigenschaft, wie Arbeitsmotivation, Reaktivität, Menschenbezogenheit, Jagdverhalten, Erregbarkeit etc., durch Selektion so weit verstärkt, dass die Ausprägung für den Hund selbst zur Belastung wird. Wenn das so ist, dann ist „der Halter muss den Hund eben richtig auslasten“ für mich keine Antwort auf die züchterische Frage. Denn dann diskutieren wir nicht mehr darüber, ob der Halter dem Hund gerecht wird, sondern darüber, ob der Hund überhaupt noch in einem Ausmaß genetisch auf Leistung oder ein bestimmtes Verhalten selektiert werden sollte, das ein normales Leben außerhalb dieses ursprünglichen Arbeitskontextes so schwierig macht (und auch innerhalb des Kontextes Leid nicht ausgeschlossen ist). Und deshalb trifft dein Satz „nicht der Hund oder der Züchter ist das Problem, sondern der Halter“ meinen Punkt nicht. Der Halter kann einen ungeeigneten Hund für sein Leben auswählen. Aber der Züchter entscheidet, welche Eigenschaften in diesem Hund maximiert werden - und das teilweise bis ins Absurde Wenn wir körperliche Merkmale bis ins Extreme züchten und der Hund darunter leidet, nennen wir das Qualzucht. Warum sollte bei Verhalten grundsätzlich eine andere Logik gelten? Wenn ein Merkmal züchterisch erzeugt oder immer weiter verstärkt wird und seine extreme Ausprägung für den Hund selbst zur Belastung wird, dann ist für mich genau diese züchterische Entscheidung das Problem und nicht erst der unfähige Halter danach. Das ist mein Punkt. Nicht nur „falsche Haltung macht Hunde krank“ - bei sichtbaren QZ Merkmalen scheint das offensichtlich einfacher zu verstehen zu sein als bei augenscheinlich unsichtbaren wie dem Verhalten.
Mal abgesehen vom Kontext außerhalb der Arbeit. Benötigt es zwingend Hunde *hust Terrier* die bewusst so gezüchtet wurden, dass sich sich auch unter absolut lebensbedrohlicher Verletzung sich im Hormonpegel lieber für dranbleiben entscheiden würden, als für den Rückzug? Im aktuellen Zeitalter? Ist das noch vertretbar?

Oder darf das auch unter absurd fallen?
 
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SandrA
10. Aug. 13:31
Ich würde da mal als Beispiel den Malinois anführen.
Das ist ein sehr gute Beispiel aber es geht auch „subtiler“ Ich kenne zB mittlerweile auch einige Labradore, sozial derart hoch motiviert dass die vor lauter Hampelei und Fiddelei nicht mehr zur Ruhe kommen ohne Unterstützung. Sie stehen dauernd unter Strom.