Home / Forum / Zucht / Qualzucht-Verbot bei der Welthundeausstellung in Österreich?

Verfasser-Bild
Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 419
heute 05:20

Qualzucht-Verbot bei der Welthundeausstellung in Österreich?

Im Mai 2027 findet in Tulln die Welthundeausstellung statt – 20.000 Hunde werden erwartet. 😳 Züchter, Richter und Besucher aus aller Welt küren die „besten" Hunde der Welt. Jetzt macht dem Veranstalter ein neues Rechtsgutachten mächtig Druck. ⚠️ Das österreichische Tierschutzgesetz verbietet die Ausstellung von Hunden mit Qualzuchtmerkmalen. Und das Gutachten des Wiener Tierschutz-Kampagnenbüros „Shifting Values" ist eindeutig: Nicht nur Aussteller, sondern auch der Veranstalter selbst haftet. Betroffen wären bspw. Mops, Französische und Englische Bulldogge, Cavalier King Charles Spaniel – Hunde, bei denen Atemprobleme, Gelenkschäden und neurologische Leiden rassebedingt sind. Aber das eigentliche Problem sitzt tiefer: Was feiern wir auf solchen Ausstellungen eigentlich? Hunde, die nicht mehr natürlich gebären können, bei Hitze kollabieren, ihr Leben lang röcheln – preisgekrönt. Dazu kommt: solche Shows heizen den kommerziellen Rassehundehandel weiter an, das Idealbild siegt über das Tierwohl – während die Tierheime voll sind. 😔 Was denkt ihr? 👇 🏆 Ist das Konzept der Welthundeausstellung überhaupt noch zeitgemäß? 💰 Heizt die Show den kommerziellen Rassehundehandel an – auf Kosten der Tierheime? 😤 Solange solche Rassen gezüchtet und verkauft werden dürfen – was bringt dann ein Ausstellungsverbot? Quelle: QUALZUCHT IM VISIER: Mops-Verbot bei der Welthundeausstellung? Katharina Lattermann, Tierecke. Krone.at. 20.08.2026
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
23. Aug. 12:32
Immer wieder Mops und Französische Bulldogge als wären das die einzigen Hunde auf diesem Planeten. Wenn wir wirklich über Tierwohl reden wollen, dann bitte konsequent und nicht selektiv. Was ist mit Deutschen Schäferhunden mit extrem abfallenden Rückenlinien? Mit Dackeln und ihren durch die Körperform begünstigten Rückenproblemen? Mit Cavalier King Charles Spaniels und ihren erheblichen gesundheitlichen Belastungen? Mit Doggen, deren enorme Körpergröße selbst zum Problem werden kann? Mit extrem kleinen Chihuahuas? Mit Shar-Peis, bei denen extreme Hautfalten gesundheitliche Probleme verursachen können? Mit Bernhardinern, Mastiffs oder anderen Riesenrassen, bei denen die extreme Größe ebenfalls Folgen für die Gesundheit haben kann? Aber nein Mops und Französische Bulldogge sind offenbar praktischer. Zwei Rassen herauspicken, empört sein, ein bisschen moralische Überlegenheit verteilen und fertig ist der Tierschutz. Dabei müsste man viel grundsätzlicher fragen: Ist jede Hundehaltung automatisch artgerecht? Muss ein Hund wirklich in eine kleine 1oder 2-Zimmer Wohnung passen, nur weil der Mensch unbedingt einen Hund haben möchte? Reichen Futter, Körbchen und zweimal um den Block tatsächlich aus? Und wenn wir schon dabei sind, wird es richtig unbequem: Was ist mit Menschen, die sich lautstark über Qualzucht empören, aber gleichzeitig täglich Fleisch essen? Was ist mit Massentierhaltung, Tiertransporten und Tieren, die letztlich nur deshalb geboren, gehalten und getötet werden, damit wir sie essen können? Tierwohl endet schließlich nicht beim Mops. Entweder wir meinen es wirklich ernst mit dem Schutz von Tieren und hinterfragen unseren gesamten Umgang mit ihnen oder wir suchen uns einfach die Fälle heraus, bei denen die eigene Lebensweise nicht zur Diskussion steht. Das wäre dann allerdings kein konsequenter Tierschutz, sondern ziemlich bequeme Empörung.
Naja während viele Rassen unter einzelnen Extremmerkmalen leiden, vereinen Mops und Französische Bulldogge meist ein Multipack an Qualzuchtmerkmalen..Atemnot (BOAS), Deformationen der Wirbelsäule (Keilwirbel), Augenprobleme (Exophthalmus) und Temperaturregulationsstörungen und vieles mehr.

Und wenn nach deiner Auffassung ein Hund in einer 1-2 Zimmer Wohnung nicht gehalten werden darf, dann müssten wir alle Hunde in Tierheimen einschläfern. Die haben nämlich noch viel weniger Platz als jemand mit einer 1- Zimmerwohnung. Und wer sagt, dass der Hund 2 mal um den Block kommt? Gehst du nur 2 mal um den Block, dass du das als Maßstab nimmst?

Massentierhaltung/ Fleischkonsum und dergleichen ist aber nun mal gerade nicht das Thema in dem Forum. Dann musst du dir Plattformen suchen, um dort darüber zu diskutieren. Es sind nun mal auch die Regeln dieser App, bei dem Thema größtenteils zu bleiben. 🤷🏻‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
23. Aug. 12:34
Es ist so und so befremdlich, wie der Mensch sich in die Natur einmischt ‼️Dennoch vertrete ich die Meinung, dass die Geschöpfe, die nunmal auf der Welt sind, es verdienen, ein liebevolles zu Hause und ein gutes Leben zu haben.
Und so dreht sich das Karussell weiter. Solange solche Hunde weil sie beim Züchter nunmal da sind gekauft werden wird sich nix ändern. Über den TS gerne. Wer sich dort eine Qualzucht holt um ihr ein gutes Leben zu bieten (inkl. medizinischer Versorgung und Vorsorge) hat echt meinen vollen Respekt. Wer jedoch heute noch immer direkt vom Züchter sich ein Tier mit Qualzuchtmerkmalen holt ist meiner Meinung ein Teil des Problems.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
23. Aug. 12:45
Und so dreht sich das Karussell weiter. Solange solche Hunde weil sie beim Züchter nunmal da sind gekauft werden wird sich nix ändern. Über den TS gerne. Wer sich dort eine Qualzucht holt um ihr ein gutes Leben zu bieten (inkl. medizinischer Versorgung und Vorsorge) hat echt meinen vollen Respekt. Wer jedoch heute noch immer direkt vom Züchter sich ein Tier mit Qualzuchtmerkmalen holt ist meiner Meinung ein Teil des Problems.
Ich sehe das Problem NUR beim Käufer. Keine Käufer = keine Nachfrage
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Clivia Marie
23. Aug. 12:49
Qualzuchten nein! Aber was hat das mit Rassehunden zu tun? Es gibt durchaus Rassen die keine Qualzuchten sind. Und das ewige Tierheim gegen Rassehunde (vom verantwortungsvollen Züchter) nervt.
Ich verstehe das nicht ganz. Meinst du, dass es bei Rassehunden keine Qualzuchten gibt (tatsächlich?) , oder dass Qualzuchten der Rassestandard aberkannt wird bis wieder ein „normales“ Niveau erreicht wird (wäre für mich erstrebenswert)?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Cäcilia
23. Aug. 12:51
Genau . Solange es einen Markt gibt , werden sie gezüchtet .
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Cäcilia
23. Aug. 12:56
Faludschas Rasse ist der Urschäferhund , 51cm hoch , 22kg , grade Rücken , gesunde Gelenke , perfektes Immunsystem. Wenn ich mir überlege , dass daraus ein fast doppelt so großer und schwerer Hund gezüchtet wurde , wundert mich nichts mehr
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Clivia Marie
23. Aug. 13:03
Es gibt zahlreiche Bestrebungen zur Rückzüchtung von Rassen, und ich empfinde die aktuelle Kampagne gegen Bulldoggenliebhaber als unangemessen. Konsequenterweise dürften dann auch Rassen wie Dackel, Collies oder Schäferhunde nicht mehr ausgestellt werden. Die wiederkehrende Diskussion um dieses Thema ist zunehmend ermüdend. Wenn nicht gerade sogenannte "Kampfhunde" diffamiert werden, sind es nun andere Rassen. Dabei sind es doch wunderbare Tiere, und es ist der Mensch, der sie abrichtet und negativ beeinflusst. Der Mensch ist auch für die Veränderungen bei Rassen wie Mops und Bulldogge verantwortlich.
Das stimmt, es ist ermüdend aber wohl leider auch sehr notwendig! Und es stimmt auch, dass es mehr Qualzuchten gibt als die, die so publik sind. Aber wenn es denn SO ermüdend und lästig ist, warum gibt es denn dann Möpse, denen das Auge herausspringt wenn sie vom Sofa springen, King Charles mit fürchterlichen neurologischen Problemen weil das Hirn nicht genügend Platz hat, ebenso Chihuahuas bei denen sich die Fontanelle auch aus Platzmangel nicht schließt und die Kurzschnäuzler, ein Leben lang nah am Erstickungstot?!?!?! Die gibt es doch, weil ein Teil der Menschheit den Hals nicht vollkriegt auf Kosten der Tiere und ein anderer Teil eben diese Tiere KAUFT und sich weigert, dieses Keid einzugestehen!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
23. Aug. 13:30
Ich sehe das Problem NUR beim Käufer. Keine Käufer = keine Nachfrage
Dazu gehören immer beide Seiten. Einer der es möchte und einer der bereit ist das gewünschte zu züchten. Ich persönlich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren Tiere mit Qualzuchtmerkmalen zu züchten ganz egal wie gut ich dafür Abnehmer finden würde.

Dementsprechend gibt es für mich auch keinen seriösen Züchter solcher Rassen, egal ob nun im VDH oder außerhalb. Wer Qualzucht fördert/vermehrt handelt für mich jenseits von dem was Zucht eigentlich tun sollte nämlich gesunde, wesensfeste und leistungsfähige Hunde züchten.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Doreen
23. Aug. 14:05
Ich war nie auf Hundeausstellungen und kann mir auch kein Urteil darüber erlauben, ob das für die Hunde eher belastend ist oder nicht.

Für Züchter macht es sicherlich Sinn zum Erfahrungsaustausch, Kontakte knüpfen und sehen wo man mit der eigenen Zucht im Vergleich mit anderen steht.

Für interessierte Menschen die sich einen Rassehund anschaffen wollen und sich nicht sicher sind welche Rasse es werden soll, finde ich das allerdings auch nicht ganz so verkehrt. Verschiedene Rassen und Züchter können ja direkt gesehen bzw angesprochen werden.

Wenn dann auch keine Qualzucht zu sehen ist, kann das doch schon positiv in die richtige Richtung gewertet werden. Ausstellungen dienen der Information.

Ich versuche mir vorzustellen wie das Leben mit einem Hund ist, der tagtäglich schwer Luft bekommt. Und dann muss ich an meinen schlimmsten Asthmaanfall denken... Diese Hunde tun mir nicht nur leid. Ich bin fassungslos über Menschen die dieses Leid produzieren und absolut verständnislos darüber, dass das als normal empfunden wird.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
23. Aug. 14:08
Mops und Bulldoggenwettrennen

Zitat

Werden nur zum rennen zugelassen wenn sie gut atmen können...

Und dann hockt da hechelnd mit hochgeklappter Zunge der nasenlose Hund.

https://youtu.be/9oaR2cFjkRA?is=tFzoc3hdinGwssqv

Und genau deswegen sind Verbote wichtig. Weil es die Leute schlicht selber gar nicht mehr richtig registrieren das der Hund leidet.