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Marie-Christin
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heute 19:02

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Alissa
4. Jan. 20:36
Ganz ehrlich: Würde jemand wie du mit einer Schreckschusspistole auf meinen Hund ballern, würde ich komplett ausrasten! Dann müsste der nächste Schuss gegen mich gehen. Ich glaube, viele würden das so sehen. Und für dich bedeutet das leider eine größere Gefahr, als nur durch einen Hundebiss verletzt zu werden.
Ich geh mal davon aus das sie nicht einfach so rum ballert sondern gezielt in Extrem Situation wenn alles andere nichts bringt !
Weil ganz ehrlich wenn ein anderer Hund mit ernsthafter Beschädigungs Absicht ankommt egal ob gros oder klein dann ist mir jedes Mittel recht um meine eigenen zu beschützen
 
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Alissa
4. Jan. 20:37
Und ich hatte in meinem Text geschrieben, dass wir immer Hundebegnungen hatten, sowohl mit großen, als auch mit kleinen und ich bin immer offen, nett und freundlich und bin generell ein sehr kontaktfreudiger Mensch. Da ABER mein Hund jetzt schon das zweite Mal von großen Hunden angegriffen wurde, bin ich nun vorsichtiger und habe lediglich um Tipps oder Ratschläge gebeten, wie ich meinen Hund beschützen kann. Und die meisten Besitzer, die wir so treffen, sind leider meilenweit von ihren Unangeleinten Hunden entfernt und lachen dir nur blöd ins Gesicht und da ist bei mir auch irgendwann mal die Grenze erreicht!
Wie sagt mein Go to Tipp ist Leckerlis in die Richtung des anderen Hundes werfen so nimmt man erstmal Spannung raus
 
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Babs
4. Jan. 20:38
Und ich hatte in meinem Text geschrieben, dass wir immer Hundebegnungen hatten, sowohl mit großen, als auch mit kleinen und ich bin immer offen, nett und freundlich und bin generell ein sehr kontaktfreudiger Mensch. Da ABER mein Hund jetzt schon das zweite Mal von großen Hunden angegriffen wurde, bin ich nun vorsichtiger und habe lediglich um Tipps oder Ratschläge gebeten, wie ich meinen Hund beschützen kann. Und die meisten Besitzer, die wir so treffen, sind leider meilenweit von ihren Unangeleinten Hunden entfernt und lachen dir nur blöd ins Gesicht und da ist bei mir auch irgendwann mal die Grenze erreicht!
Es hilft Euch nicht weiter. Ich habe bereits einige Tips gegeben. Was denkst Du eigentlich, wie oft ich angefeindet wurde, weil ich 2 belgische Schäferhunde habe? OK, ich werde nicht ausgelacht. Aber, wenn ich mich von Anfeindungen hätte aus der Ruhe bringen lassen, wären auch meine Hunde unruhig geworden.

Beispiel: Ich ging mit meinem Rüden an der 5 Meter Schleppleine auf einem 2 Meter breiten Feldweg spazieren. Uns kam eine Frau mit einem kleinen Hund entgegen. Von weitem brüllte sie mir zu:" Nehmen Sie Ihren Hund kurz und verlassen sie den Feldweg. Meiner wurde schon mal von so einem wie Ihren gebissen." Ich wechselte auf Führleine (1 Meter) und wich ins Feld aus. Dies reichte jedoch nicht. Sie brüllte weiter:" Packen Sie ihren Hund fest ins Halsband." Mein Rüde saß zu diesem Zeitpunkt neben mir und schaute sich den an uns vorbeistolzierenden kleinen Hund an. Glaubst Du, ich fand das schön, dass jemand meinen Hund so beleidigt? Ich liebe meine Hunde auch 😉. Ich habe die Angst der HF ernst genommen und bin ausgewichen. Hätte ich meinen Hund in dieser negativen Stimmung ins Halsband gefasst, wäre die Situation jedoch eskaliert. Und ehrlich? Wäre ich auf dem Feldweg geblieben, hätte mein Hund aufgrund der negativen Stimmung schon reagiert.

Es ist echt wichtig, dass Du Dich nicht von anderen beeinflussen lässt. Deinem Hund zuliebe. Ich kann Dir das jetzt 1000 mal schreiben.
 
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Annabell
4. Jan. 20:42
Naja ich denke das war auf extrem Begegnungen bezogen 🙃 wenn ein Hund wirklich ernst ankommt und meine Hunde beschädigen will dann greife ich auch zu solchen Methoden ! Natürlich nicht bei den alltäglichen „ tut nix“ Kontakten
Genau in meinem Fall war der Hund nur wenige Meter von uns entfernt als er von "ich trödel mit einem Stock im Maul etwas entfernt neben meinem Menschen her", zu "hey ich lass mich nicht anpöbeln, Attacke" umschlug. Viel Zeit zum Handeln hatte ich also nicht und es war eindeutig keine freundliche Annäherung. Sonst kann man sich hier eigentlich relativ sicher darauf verlassen, dass Hunde, die nicht angeleint werden, wenn andere (angeleinte) Hunde entgegen kommen, auch nicht zu diesen hinlaufen geschweige denn attackieren.
Allgemein bin ich bei freilaufenden Hunden auch immer relativ entspannt, solange mein Hund entweder auch frei läuft, oder ich genug Zeit habe ihn, wenn es die Situation zulässt, abzuleinen. So kann er frei kommunizieren, denn Hundebegegnungen mit fremden Hunden an der Leine gehen mit Cinni fast immer schief, weshalb ich diese zur Sicherheit nicht mehr zulasse.
Wie gesagt hier haben wir eigentlich sehr selten Probleme mit unangeleinten Hunden. Der letzte Hund der in Cinni nicht freundlich reingebrettert ist war ein Labbi der sich losgerissen hat. Da es hinter uns passiert ist, hab ich es auch erst wahrgenommen, als der Labbi schon in Cinni reinbretterte. Zum Glück blieb er auf Abstand bis die Halterin ihn wieder eingesammelt hatte. Ich hab meinen nun natürlich pöbelnden Hund (bevor in ihn reigebrettert wurde hatte er zu dem Zeitpunkt nicht gepöbelt und auch nicht fixiert) hinter mich verfrachtet und den Labbi währenddessen körpersprachlich so gut es geht geblockt, der machte aber zum Glück keinen zweiten Versuch Cinni anzugreifen (vermutlich war er durch die Flexileine, die er am Halti hinter sich hergezogen hat🤦‍♀️ und immer noch an ihm dranhing irritiert😑).
Auch bei bellenden und knurrenden Hunden schau ich genauer hin (wenn die Situation es zulässt) und entscheide dann ob ich eingreife, denn bellen und knurren ist erstmal Kommunikation und manche, so wie meiner, geben solche Laute auch beim Spielen von sich ohne aggressiv zu sein. Ich bin allgemein also eher entspannt solange alle beteiligten Hunde sich im Freilauf befinden, doch wenn ein Hund sich ganz offensichtlich auf Angriff meinem nähert, dann beschütze ich meinen Hund. Wie gesagt vermute ich nach wie vor, dass die meisten Hunde eben nicht in die wirbelnde Leine laufen würden oder nach ihr schnappen würden, sondern mindestens kurz dadurch irritiert wären und hoffentlich aus ihrem Tunnel rauskommen.
 
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Oliver
4. Jan. 20:44
Ich stelle mal meine Meinung auch mal zu Diskussion, auf Grund meiner Hundebegegnungserfahrung.

1. Wenn mein Hund im Freilauf ist, z. B. im Feld, ohne Leine, dann beobachte ich das Verhalten meines Hundes und und die Umgebung. Der Hund ist dabei immer zw. 20-30 Meter in Sichtweite. Bzgl. Der Umgebung halte ich immer Ausschau nach anderen Hunden bzw. Tieren, um ihn so frühzeitig wie möglich abrufen zu können. Ich mache das auch, wenn ich mit anderen HH und deren Hunden Gassi gehe. Ich beobachte das Verhalten der Hundegruppe, um frühzeitig einschätzen zu können, ob es brenzlig werden könnte.

2. Kommt ein Hund auf mich zu, den ich nicht kenne, dann nehme ich meinen Hund an die Leine. Bei der Hundebegegnung bin ich wachsam und bin immer zwischen meinem Hund und dem anderen. Läuft die Hundbegegnung ok, dann darf natürlich geschüffelt und deduddelt werden.

3. Meine Labradorhündin war bis 3 Jahre Freund mit fast jedem. Mittlerweile hat sich das Verhalten geändert und sie bellt zurück, wenn sie angepöbelt wird. Interessant ist, dass sie sich genau merkt wer sie angepöbelt hat. Es gibt Hunde, die gelernt haben souverän und entspannt an pöbelnden Hunden vorbeizugehen. Ich denke das hat was mit dem souveränen, überlegenen Verhalten des HH, damit der Hund sich so verhalten kann. Das ist eines meiner Ziele mit meinem Hund.

4. Meine Erfahrung mit anderen HH ist, dass sie ihre Hunde nicht richtig kennen, bzw. sich nicht wirklich mit ihrem Hund beschäftigen, und somit das Verhalten von diesem nicht einschätzen können. Es gibt Leute, die bleiben einfach mit ihrem kleinen Kläffer stehen und meinen die anderen müssten die Situation für sie entschärfen. Andere schreien schon 20 km vorher das man seinen Hund an die Leine nehmen soll, da ihrer schon 5 Mal (!!!) gebissen wurde. Wichtig ist schnell aus dieser Situation herauszukommen, da Diskussionen sinnlos sind. Die Wahrnehmungen der Menschen sind unterschiedlich und es fehlt all zu oft an gesundem Menschenverstand.

Ich hatte, Gott sei Dank, noch keine wirklich brenzlig Situation, da mein Hündin sich meistens empathisch souverän verhält und ich mir dieses Gedankenkonzept (Punkt 1 bis 4) zurecht gelegt habe.

Und ja, ich bin auch mäßig bewaffnet, obwohl mir klar ist, dass in den meisten Fällen, wenn es ein Problem mit einem Hund gibt, dieses im Verhalten des HH zu suchen ist. Aber trotzdem gibt es Leute die mit aggressiven Hunden unterwegs sind und diese nicht unter Kontrolle haben. Ein Hund ist, auch wenn es sich durch das empathische und kluge angepasste Verhalten des Hundes gegenüber dem Zeibeiner anders anfühlt, kein Kuscheltier, Kindersatz oder anderes, sondern eben ein domestiziertes Raubtier.
 
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P.
4. Jan. 20:48
Ich finde die Aggressivität, wie hier teilweise über Hunde gesprochen wird (Vieh, wegkicken ...) echt erschreckend und dann die Hilfsmittel ... . Es sind immer noch Hunde, die wir doch alle grundsätzlich toll finden, sonst hätte man ja keinen. Ich denke immer, wer weiß was der andere Hund für ein Leben hat oder hatte und auch welche Folgen meine Handlungen haben könnten. Das bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass ich mich oder meine Hunde verletzen lasse. Hunde können nun mal verletzen, wie Menschen auch. Mich wundert nur teilweise die aggressive Grundeinstellung fremden Hunden gegenüber. Es wird so viel über Tierschutz geredet und gleichzeitig liest man hier, wie schlecht man über Hunde denkt.
Da könnte man denken, das ist bei einigen nur Laber-Rababer
 
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P.
4. Jan. 20:51
Warst du das nicht mit der Schreckschuss Waffe. Ganz ehrlich das geht weit über erschrecken hinaus. Und hast du dir mal Gedanken gemacht das dies für ein Hund Taubheit heißen kann wenn dies zu dicht abgefeuert wird. Nicht nur für den Fremdhund sondern auch für den eigenen.
Und Traumata
 
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Mel und
4. Jan. 20:52
Ich geh mal davon aus das sie nicht einfach so rum ballert sondern gezielt in Extrem Situation wenn alles andere nichts bringt ! Weil ganz ehrlich wenn ein anderer Hund mit ernsthafter Beschädigungs Absicht ankommt egal ob gros oder klein dann ist mir jedes Mittel recht um meine eigenen zu beschützen
Wer sagt dir denn, dass sie eine Situation überhaupt richtig einschätzen kann?
Wann ist eine Situation denn wirklich gefährlich ?
Das ist doch genau das Problem. Einschätzungen sind subjektiv und fehleranfällig. Und dann mit einer Schreckschusswaffe auf Hunde ballern zu wollen?
Absolute Katastrophe!
Ich glaub ich spinne.

Und nochmal: Wer eine Waffe zieht, macht sich selbst zum potenziellen Opfer derjenigen, die sich oder ihre Hunde schützen wollen.
 
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P.
4. Jan. 20:55
Ich denke überhaupt nicht schlecht über Hunde !!! Aber ich habe jetzt meinen Hund, den ich über alles liebe, fast verloren durch ignorante Hundehalter die ihre aggressiven Hunde nicht in den Griff bekommen und ja für mich ist es dann ein aggressives Vieh wenn mein kleiner ganz doll Angst hat, schon zittert und der Zähne fletschend auf meinen Hund draufspringt. Da empfinde ich doch nicht Aufrichtigkeit oder Zuneigung für den anderen Hund!
Dann überleg doch mal wie der Halter mit dem Hund umgeht. Von alleine ist kein Hund aggressiv. Es gibt immer Gründe, wofür der Hund nichts kann
 
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P.
4. Jan. 20:56
Könnt ihr bitte etwas mehr auf die Verständlichkeit eurer Beiträge achten? Es ist teilweise wirklich schwer nachzuvollziehen, was genau gemeint ist. Außerdem solltet ihr alle mal eine Runde Gassi gehen und runterfahren. Ohne Handy! ☝🏼
😎