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Marie-Christin
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heute 13:05

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Yvonne
16. Jan. 20:48
Ganz frisch zum Thema „Kleine Hunde hochheben“, hat Melanie Lippisch, eine Hundetrainerin aus Potsdam, ein sehr hilfreiches Video hochgeladen.

Hier der Link:
https://youtu.be/NgwpvYOa0GM?si=8cLi38PThyM2NY8e

Ich verfolge Melanie Lippisch schon lange auf YouTube und kann sie guten Gewissens empfehlen 👍
 
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Ivonne
16. Jan. 21:59
Ich habe super viele Anfeindungen bekommen, weil ich meinen kleinen Hund in manchen Situationen hoch gehoben habe. Von „mit einem großen Hund kann man das ja auch nicht machen“, über „der muss da alleine durch „, bis hin zu „so erziehst du dir einen verwöhnten Kläffer“. Tja und jetzt? Ist er ein kleiner, souveräner Hund, der weiß, dass er sich auf mich verlassen kann. Egal wie lieb der andere Hund war der in uns rein geprescht ist, mein Hund hatte fürchterliche Angst. Und er ist klein genug, dass ich ihn halt hoch nehmen kann. Für ihn war das während des nebenbei stattfindenden kontrollierten Trainings die beste Idee. Und ich würde es immer wieder so machen 🙃. Warum umständlich, wenns auch einfach geht. Jetzt ist es ja schon lange nicht mehr nötig. Außer!! Wir gehen wandern… dann kann es sein, dass am Ende einer Tour mein Kleiner auf dem Rucksack sitzt. Da haben wir aber dann schon paar Tage und etliche Kilometer hinter uns. Wenn er nicht mehr kann helfe ich ihm. Er läuft das drei fache meiner Großen. Und nur, weil andere meinen man soll kleine Hunde nicht hoch nehmen, werde ich ihn nicht zu Hause sitzen lassen, dass er das Abendteuer verpasst.
Ich bin auch totaler Gegner vom hochheben kleiner Hunde. Ich finde man macht sie dadurch zur Beute.
In meiner Jugend gab es in der Familie einen sehr tragischen Vorfall, in dem die schwangere Tochter des Lebensgefährtens meiner Mutter, die ihren Yorki bei Sichtung eines großen schweren Hundes hochnahm von diesem angesprungen wurde, damit er an den Kleinen kommt. Die Wucht des Aufpralls gegen den Bauch war so stark, das das Ungeborene gestorben ist.

Eine andere Situation hatte ich mit meiner kleinen Hündin. Superlieb zu Mensch und Tier. Einer unserer Kaninchen war ihr "Lieblinghase" sie haben sogar nebeneinander gesessen und sich ein Salatblatt geteilt. Habe ich ihn aber hochgehoben, ist sie an mir hochgesprungen und wollte nach ihm schnappen.

Ich würde niemals jemanden anfeinden, weil ein Hund hochgehoben wird, ihr müsst selbst wissen was ihr macht. Für mich jedoch kommt das nicht in Frage. Ich kann einen Hund auch besser blocken, wenn ich keinen Hund auf dem Arm hab, sondern wenn mein Hund hinter mir auf dem Boden ist und ich dem anderen Hund entgegenstehen kann.
 
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Ivonne
16. Jan. 22:27
Wenn ich versuche zu beschreiben, wie ich das angehe, dann wirst Du Dir mit Sicherheit ein falsches Bild machen, weil jeder Geschriebenes anders interpretiert. Ganz grob umschrieben, erzeuge ich einen Schreckreiz um die Aufmerksamkeit des anstürmenden Hundes auf mich zu lenken und dann drohe ich körpersprachlich. Ich fixiere den Hund mit dem Blick, bleibe steif und mit dem Schwerpunkt nach vorne gerichtet. Also alles so, wie es auch ein Hund machte, wenn er nicht möchte, dass man näher kommt. Dann positioniere ich mich so, dass ich immer zwischen dem fremden Hund und meiner Hundegruppe bleibe. Und ganz wichtig: ich bin mir sicher bei dem, was ich tu und überzeugt davon, dass das funktioniert und zweifel nicht dran. Das strahle ich dann auch aus und das alleine überzeugt die Hunde schon. Jedenfalls in den bisherigen Fällen. Die Hunde bleiben auf Kommando „Bei mir“, hinter mir und überholen mich nicht. Auch nicht, bei Außenreizen. Das ist allerdings eine Sache ständigen Trainings mit vielen, vielen Wiederholungen.
Ich versteh was du meinst und genauso habe das auch schon ein.. zwei Mal machen müssen, allerdings gings da immer nicht gegen meine Kleine, sondern gegen meinen Großen.
Bei meiner Kleinen hab ich eher das Problem, das sie immer gut riecht und andere Hunde dann so sehr "in Love" sind, das bei manchen das Hirn aussetzt und sie auf gar nix reagieren😂 naja, die sind dann aber ja auch nicht aggressiv, sondern äußerst freundlich zu ihr🤭 und DAS regelt sie immer selbst😂 und sehr deutlich..
 
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Waltraud
16. Jan. 22:44
Ganz frisch zum Thema „Kleine Hunde hochheben“, hat Melanie Lippisch, eine Hundetrainerin aus Potsdam, ein sehr hilfreiches Video hochgeladen. Hier der Link: https://youtu.be/NgwpvYOa0GM?si=8cLi38PThyM2NY8e Ich verfolge Melanie Lippisch schon lange auf YouTube und kann sie guten Gewissens empfehlen 👍
Super. Vor längerer Zeit habe ich auch einige Videos von Melanie gesehen, die manche guten Tipps zeigten. Sehr praxisnah und gut erklärt.
 
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Susa
16. Jan. 22:56
Also ich finde dieses Thema hier wirklich spannend und ich habe auch meistens mitgelesen aber es hat mich auch sehr nachdenklich gemacht! Wir selber haben eigentlich nie blöde Hunde Begegnungen obwohl meine Hunde klein sind, da sie keinen Konflikt suchen und ich auch nicht durch großartiges Geschreie oder Gehampel auf mich aufmerksam mache. Die Hunde die mir so begegnen machen mir ehrlich gesagt wenig Kopfschmerzen aber was ich hier so gelesen habe bekomme ich langsam Angst vor manchen Haltern und habe Bedenken dass meine Hunde oder ich plötzlich mit irgendwelchen Sachen oder Pfeffersprays angegriffen werden. Ich hoffe dass ich hier in der Bubble wirklich nur ein kleiner Teil der Hundehalter tummelt, denen ich im wahren Leben hoffentlich niemals begegne. Und falls es mal wirklich einen ernsthaften Hundeangriff geben sollte nutzen weder Geschrei noch Gehampel irgendetwas denn das geht ganz schnell und lautlos! Ich habe einmal einen Hundekampf auf Leben und Tod erlebt da gab es kein gebelle oder irgendetwas dieser Kampf war ganz leise und und alles ging blitzschnell, zum Glück konnten wir die Hunde trennen und beide waren zwar verletzt aber es hat zum Glück gut geendet.
Es gibt ja unter Rüden auch die sogenannten Kommentkämpfe. Das hört sich gefährlich an bzw. ist sehr laut, sieht gefährlich aus, aber zu Schaden kommt dabei meistens keiner. Für einen kleinen Hund kann das natürlich trotzdem gefährlich werden durch den Größenunterschied.
Ich will damit nicht sagen, dass das irgendwie okay ist oder das "die Hunde das unter sich ausmachen".
Ich hab anfangs Situationen oft viel schlimmer eingeschätzt, als es tatsächlich war.
Und als mein Hund dann wirklich gebissen wurde, habe ich gar nicht damit gerechnet.

Wahrscheinlich muss man sich wirklich um die leisen Hunde Sorgen machen. Bei uns auf der Hundewiese gibt es einen, der fixiert stark und pirscht sich dann so geduckt an, das sieht aus wie bei einer Raubkatze.
Wenn der Hund da ist trauen wir uns nicht auf die Wiese.
Wegen der Hunde, die lautstark bellend am Zaun stehen mache ich mir da weniger Sorgen.
 
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Ivonne
16. Jan. 23:14
Es gibt ja unter Rüden auch die sogenannten Kommentkämpfe. Das hört sich gefährlich an bzw. ist sehr laut, sieht gefährlich aus, aber zu Schaden kommt dabei meistens keiner. Für einen kleinen Hund kann das natürlich trotzdem gefährlich werden durch den Größenunterschied. Ich will damit nicht sagen, dass das irgendwie okay ist oder das "die Hunde das unter sich ausmachen". Ich hab anfangs Situationen oft viel schlimmer eingeschätzt, als es tatsächlich war. Und als mein Hund dann wirklich gebissen wurde, habe ich gar nicht damit gerechnet. Wahrscheinlich muss man sich wirklich um die leisen Hunde Sorgen machen. Bei uns auf der Hundewiese gibt es einen, der fixiert stark und pirscht sich dann so geduckt an, das sieht aus wie bei einer Raubkatze. Wenn der Hund da ist trauen wir uns nicht auf die Wiese. Wegen der Hunde, die lautstark bellend am Zaun stehen mache ich mir da weniger Sorgen.
Das hört sich irgendwie nach einem Hütehund an.

Mein Großer ist ein HuskyBordercolliMix und macht das auch, aber komischerweise nur bei seinen Kumpels. Ducken, fixieren, hinschleichen und wie durch ein nicht hörbares Signal hinstürmen aneinander hochspringen und zusammen lostoben. Naja jetzt macht er das auch nicht mehr, aber als er noch jünger war.
Eine Kumpeline war auch ein HütehundMix, die beiden haben sich quasi gespiegelt ..gleichzeitig geduckt, gleichzeitig fixier...etc.
 
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Susa
16. Jan. 23:38
Das hört sich irgendwie nach einem Hütehund an. Mein Großer ist ein HuskyBordercolliMix und macht das auch, aber komischerweise nur bei seinen Kumpels. Ducken, fixieren, hinschleichen und wie durch ein nicht hörbares Signal hinstürmen aneinander hochspringen und zusammen lostoben. Naja jetzt macht er das auch nicht mehr, aber als er noch jünger war. Eine Kumpeline war auch ein HütehundMix, die beiden haben sich quasi gespiegelt ..gleichzeitig geduckt, gleichzeitig fixier...etc.
In dem Fall ist es ein Dalmatiner, also kein Hütehund. Und er zeigt das Verhalten nur gegenüber meinem Hund, mit allen anderen Hunden hat der kein Problem.
Manchmal können sich Hunde einfach gegenseitig nicht ausstehen, keine Ahnung wieso.
 
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Ivonne
17. Jan. 00:25
In dem Fall ist es ein Dalmatiner, also kein Hütehund. Und er zeigt das Verhalten nur gegenüber meinem Hund, mit allen anderen Hunden hat der kein Problem. Manchmal können sich Hunde einfach gegenseitig nicht ausstehen, keine Ahnung wieso.
Ach ich glaub das gibt's überall, das es Antisympathien gibt. Ich mag auch viele nicht, gut, ein Hund wird das an anderen Dingen festmachen als ich..aber manchmal ist das so
 
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Carola
17. Jan. 03:18
Es gibt ja unter Rüden auch die sogenannten Kommentkämpfe. Das hört sich gefährlich an bzw. ist sehr laut, sieht gefährlich aus, aber zu Schaden kommt dabei meistens keiner. Für einen kleinen Hund kann das natürlich trotzdem gefährlich werden durch den Größenunterschied. Ich will damit nicht sagen, dass das irgendwie okay ist oder das "die Hunde das unter sich ausmachen". Ich hab anfangs Situationen oft viel schlimmer eingeschätzt, als es tatsächlich war. Und als mein Hund dann wirklich gebissen wurde, habe ich gar nicht damit gerechnet. Wahrscheinlich muss man sich wirklich um die leisen Hunde Sorgen machen. Bei uns auf der Hundewiese gibt es einen, der fixiert stark und pirscht sich dann so geduckt an, das sieht aus wie bei einer Raubkatze. Wenn der Hund da ist trauen wir uns nicht auf die Wiese. Wegen der Hunde, die lautstark bellend am Zaun stehen mache ich mir da weniger Sorgen.
Kommentkämpfe finden tatsächlich hauptsächlich unter Halbstarken Rüden statt aber auch Hündinnen lassen sich da durchaus mal drauf ein.
Wenn die Hunde sich kennen kann man das auch ruhig mal zulassen allerdings kann es wirklich bei einem sehr großen Größenunterschied doch zu unbeabsichtigten Verletzungen kommen darum sollte man das dann natürlich unterbinden aber gefährlich ist es grundsätzlich nicht.
Viele halten so etwas tatsächlich für einen echten Hundekampf.
Abducken und beobachten und sich dann auf den "Gegner " stürzen kann allerdings auch zu einem Kommentkampf gehören und muss nicht etwas mit Aggression zu tun haben. Viele Hütehunde ducken ab ohne dass es etwas mit Aggression zu tun hat. Mein eines Spitzmädchen duckt auch oftmals im Spiel ab und stürzt sich dann ins Getümmel. Und ja ein Spiel unter Hunden kann durchaus mal sehr körperlich und auch laut sein aber bei gleichmäßiger Kräfteverteilung ist das nicht gefährlich. Ist ein erheblicher Größenunterschied vorhanden darf man es nur zulassen wenn die Hunde sich gut kennen.
Leider fehlt bei vielen Haltern einfach die Sachkunde und das Wissen um die Kommunikation von Hunden und dadurch werden oft durch die Menschen Konflikte ausgelöst die überhaupt nicht sein müssen.

Gestern sind wir mal wieder einem kleinen Flexi Monster begegnet welches sich todesmutig wild klaffend auf einen OEB stürzen wollte, meine Hunde waren auch dabei und natürlich ignorierten sie ebenso wie der OEB dieses wild kläffende Hündchen.
Soweit so gut! Was ich allerdings nicht verstehen konnte war dass der Halter den Hund immer wieder und wieder zu uns ließ anstatt ihn kurz zu nehmen oder einen kleinen Bogen zu laufen... wir liefen einen Bogen und er kam immer näher zu uns. Warum hilft man seinem kleinen Hund nicht in so einer Situation? Vermutlich wenn jedes Wissen um Hundeverhalten und Hunde Kommunikation fehlt.
 
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Carola
17. Jan. 05:03
In dem Fall ist es ein Dalmatiner, also kein Hütehund. Und er zeigt das Verhalten nur gegenüber meinem Hund, mit allen anderen Hunden hat der kein Problem. Manchmal können sich Hunde einfach gegenseitig nicht ausstehen, keine Ahnung wieso.
Jetzt mal ehrlich! Wir können auch manchmal irgendjemanden nicht ausstehen und wissen auch nicht warum. Das gibt es hin und wieder nun mal auch unter Hunden.