Sinna hat da ein schönes Beispiel gebracht und ich finde das Super wenn ihr Rüde erstmal Recht neutral mit der Situation umgeht und nicht gleich in Gegenwehr verfällt. Er scheint erstmal eine gute Kontrolle über seine eigene Befindlichkeit zu haben. Und sieht eine Dynamische Annäherung nicht gleich als Grund für eine Gegenreaktion. Was nicht heißt das er sich in Dauerschleife Beträgen lassen muss. Von dieser art Hund gibt es nur sehr wenige. Ich bin vollkommen auf Yvonne Seite das es unhöflich ist vom Hund wenn er in andere Hund Menschen Teams Rein rennt. Aber ich finde das Verhalten von Sinna ihrem Rüden als souveräner an.
Bei Sinnas Hund müsste man jetzt wissen ob da der Rüde ein Unterschied sieht bei der Größe oder Rasse oder Örtlichkeit. Wenn er immer egal auf Umstände so reagiert, top.
Es hängt von so vielen Faktoren ab, wie ich reagiere. Es rennt nicht automatisch jeder Hund in andere rein. Und wenn ein Hund bremst, dann macht der das nicht 10 cm vorher, sondern das kündigt sich über ein paar Meter an. Da muss man auch nichts großartig machen, außer vielleicht in ruhigem Ton ein „Laaangsaaaam!“ zu sagen.
Wenn ich Hunde stoppe, dann heißt das nicht, dass die wie angewurzelt stehen bleiben, sondern deutlich langsamer werden, einen Bogen laufen, die Richtung ändern und den anderen dadurch Zeit geben, selbst zu schauen, wer kommt denn da.
Meistens fangen die ankommenden Hunde auch an deeskalierendes Schnüffeln zu zeigen, erstmal irgendwo zu markieren oder zu fiddeln.
Nur wenn man vorher nicht mal kurz „Hey, benimm Dich!“ signalisiert, dann kann der Hund in seiner Idee (evtl. einfach „Das ist hier mein Weg!“) fixiert bleiben und haut dem anderen einfach eine runter.
Scheint ja aus den Beiträgen hier, einigen so schonmal passiert zu sein.
Außerdem sieht man dem anderen Hund oft an, wie der drauf ist.
Ein Hund, der einfach nur freudig angerannt kommt, der hat einen lockeren, weichen Körper und ein, zwar aufmerksamen, aber lockeren Gesichtsaudruck. Die Bewegungen sind weich, schaukelig und manchmal hängt die Zunge wackelnd seitlich raus.
Ein Hund der abcheckt trabt eher, macht sich groß, ist zwar angespannter, wechselt aber die Kopfhaltung oft von hoch oben zu nach vorne schnüffelnd tiefer und zeigt immer mal wieder Blickvermeidung, ist nicht fixiert, sondern überblickt den gesamten Bereich. Der markiert vorher gerne und entfernt sich aufrecht ein bisschen von der Markierung.
Ein Hund mit blöder Absicht, der rennt komplett steif auf sein „Opfer“ zu, der Kopf ist tief nach vorne gerichtet, der Blick aufs Ziel fixiert, Ohren vorne, Falten zwischen den Augen, Fang geschlossen und absolut steif, angespannt und zielgerichtet.
So ein Verhalten lässt darauf schließen, dass dieser Hund keine Kompromisse machen wird.
Der bremst mit Sicherheit nicht!
Man kann so pauschal nur sagen, wie man es theoretisch löst, aber es kommt wirklich auf die jeweilige, EINZIGARTIGE Situation an.
Auch die eigenen Hunde zeigen unterschiedliche Reaktionen auf unterschiedliche Hunde und in unterschiedlichen Situationen.
Und auf die gleichen Hunde in unterschiedlichen Situationen, sowie auf unterschiedliche Hunde in gleichen Situationen.
So, jetzt sind wir alle maximal verwirrt 🤪