ah klar, weibliche Hundehalter sind oft nicht souverän. Wenn wir schon bei dummen Vorurteilen sind, männliche Hundehalter überschätzen oft ihre Einschätzungsfähigkeit und verharmlosen Situationen "war doch nichts" bis tatsächlich etwas passiert.
🙃
Die ganze Diskussion erübrigt sich doch, wenn jeder Rücksicht auf den anderen nimmt.
Wenn jemand mit einem Hund an der Leine entgegenkommt, wird der eigene Hund ebenfalls angeleint.
Warum das Gegenüber angeleint ist, kann man ja dann freundlich fragen. Vielleicht entsteht daraus ja eine lustige Runde Toberei. Wenn nicht, ist es auch gut.
Aber man sollte nicht einfach für das Gegenüber mitentscheiden.
Die Gründe für das Anleinen sind bekanntlich äußerst vielfältig. Es ist einfach nicht der Moment, um zu zeigen, wie toll der eigene Hund nebenherläuft oder im „Sitz“ oder „Platz“ bleibt. Wenn jemand sich dadurch in seinem Ego angekratzt fühlt, ist das schlicht und einfach sein Problem.
Sebbi funktioniert auch super. Wenn uns allerdings ein angeleinter Hund entgegenkommt, nutze ich eine von zwei Optionen:
* Ich weiche mit ihm aus und lasse ihn in einer sicheren Distanz absitzen.
* Ich leine ihn ebenfalls an.
Ich habe mir auch schon mal einen Spaß erlaubt: Im Sommer kam mir bei der Abendrunde ein Paar mit einem Kampfzwerg entgegen. Sebbi war im Freilauf. Sobald sie uns sahen, wurde der „Herrscher der Welt“ hochgenommen.
Das habe ich mir ein paar Mal angesehen und mich dann auf den Moment vorbereitet: Dieses Mal habe ich Sebbi auf den Arm genommen. Ich glaube, ich habe noch nie solche Gesichter gesehen! 😳🤭
Wenn mir das Gegenüber gestresst erscheint, mache ich auch mal beides.
Also, was gibt es da zu diskutieren?
Kommt ein angeleinter Hund entgegen, kommt der eigene Hund auch an die Leine – und fertig.