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Marie-Christin
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Anzahl der Antworten 510
heute 09:11

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Sebbi
6. Jan. 17:11
ah klar, weibliche Hundehalter sind oft nicht souverän. Wenn wir schon bei dummen Vorurteilen sind, männliche Hundehalter überschätzen oft ihre Einschätzungsfähigkeit und verharmlosen Situationen "war doch nichts" bis tatsächlich etwas passiert. 🙃
Die ganze Diskussion erübrigt sich doch, wenn jeder Rücksicht auf den anderen nimmt.

Wenn jemand mit einem Hund an der Leine entgegenkommt, wird der eigene Hund ebenfalls angeleint.
Warum das Gegenüber angeleint ist, kann man ja dann freundlich fragen. Vielleicht entsteht daraus ja eine lustige Runde Toberei. Wenn nicht, ist es auch gut.

Aber man sollte nicht einfach für das Gegenüber mitentscheiden.
Die Gründe für das Anleinen sind bekanntlich äußerst vielfältig. Es ist einfach nicht der Moment, um zu zeigen, wie toll der eigene Hund nebenherläuft oder im „Sitz“ oder „Platz“ bleibt. Wenn jemand sich dadurch in seinem Ego angekratzt fühlt, ist das schlicht und einfach sein Problem.

Sebbi funktioniert auch super. Wenn uns allerdings ein angeleinter Hund entgegenkommt, nutze ich eine von zwei Optionen:
* Ich weiche mit ihm aus und lasse ihn in einer sicheren Distanz absitzen.
* Ich leine ihn ebenfalls an.

Ich habe mir auch schon mal einen Spaß erlaubt: Im Sommer kam mir bei der Abendrunde ein Paar mit einem Kampfzwerg entgegen. Sebbi war im Freilauf. Sobald sie uns sahen, wurde der „Herrscher der Welt“ hochgenommen.
Das habe ich mir ein paar Mal angesehen und mich dann auf den Moment vorbereitet: Dieses Mal habe ich Sebbi auf den Arm genommen. Ich glaube, ich habe noch nie solche Gesichter gesehen! 😳🤭
Wenn mir das Gegenüber gestresst erscheint, mache ich auch mal beides.


Also, was gibt es da zu diskutieren?
Kommt ein angeleinter Hund entgegen, kommt der eigene Hund auch an die Leine – und fertig.
 
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W
6. Jan. 17:12
Ich finde das auch befremdlich. Wenn ein Hund aggressiv ist, wirken Fußtritte sicher nicht beruhigend auf ihn. Aber lass sie mal den falschen Hund treffen. Den wird sie, wenn überhaupt nur einmal treten.
Ich halte auf alle Fälle zum Hund.
 
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Christa
6. Jan. 17:14
Es sind ja keine Waffen, Waffen sind zum töten da und sowas trägt man nur mit Waffenschein. Solche Sachen hab ich aber ja nicht dabei. Du sagst wir würden übertreiben, aber fass dir doch mal an die eigene Nase.🤷🏼‍♀️
Ein Kubotan kann richtig eingesetzt zu lebensgefährlichen Verletzungen führen.
 
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Babs
6. Jan. 17:20
Ein Kubotan kann richtig eingesetzt zu lebensgefährlichen Verletzungen führen.
Ich musste das erst mal googeln 😳.
 
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Kirsten
6. Jan. 17:37
Als Halterin einer kleinen Hündin mit vielen großen Hundefreunden und auch Bekanntschaften würde ich mir häufig weniger abwertende Sprache gegenüber den Hunden wünschen.

Wenn ich so etwas lese stimmt es mich traurig, egal ob es sich nun um einen „Kampfzwerg“ oder einen „aggressiven großen Hund“, „den „bösen Listenhund“, „so einem wie ihren Hund“ oder sonstiges handelt. Wenn ich die Texte dazu lese, erweckt es in mir den Eindruck, als würde das Problem nur sehr selten wirklich im Verhalten des Hundes liegen.

Sicher passt nicht immer jede Begegnung für alle. Nicht jeder Hund ist mit jedem kompatibel. Das ist ja auch völlig in Ordnung so. Manchmal sind die Menschen auch nicht kompatibel, kommt vor.
Schöner wäre es, wenn geschaut werden würde, ob sich die Hunde wohlfühlen und zueinander finden können, oder ob sie Hilfe benötigen, oder ob man sich eben einfach nur mit nötigem Abstand passiert.

Vielleicht ist es wert drüber nachzudenken, wie sehr man mit der eigenen Sprache dazu beiträgt den Graben zwischen Klein und Groß zu vertiefen 🐾
 
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Jörg
6. Jan. 17:52
Als Halterin einer kleinen Hündin mit vielen großen Hundefreunden und auch Bekanntschaften würde ich mir häufig weniger abwertende Sprache gegenüber den Hunden wünschen. Wenn ich so etwas lese stimmt es mich traurig, egal ob es sich nun um einen „Kampfzwerg“ oder einen „aggressiven großen Hund“, „den „bösen Listenhund“, „so einem wie ihren Hund“ oder sonstiges handelt. Wenn ich die Texte dazu lese, erweckt es in mir den Eindruck, als würde das Problem nur sehr selten wirklich im Verhalten des Hundes liegen. Sicher passt nicht immer jede Begegnung für alle. Nicht jeder Hund ist mit jedem kompatibel. Das ist ja auch völlig in Ordnung so. Manchmal sind die Menschen auch nicht kompatibel, kommt vor. Schöner wäre es, wenn geschaut werden würde, ob sich die Hunde wohlfühlen und zueinander finden können, oder ob sie Hilfe benötigen, oder ob man sich eben einfach nur mit nötigem Abstand passiert. Vielleicht ist es wert drüber nachzudenken, wie sehr man mit der eigenen Sprache dazu beiträgt den Graben zwischen Klein und Groß zu vertiefen 🐾
Also ich kann das schon verstehen das klein Hunde Halter nicht möchten das ein großer Hund über den kleinen drüber bügeln. Anderseits wünsche ich mir auch das kleine bzw kein Hund in meinen Reinrennet.
 
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Regina
6. Jan. 17:53
Ich musste das erst mal googeln 😳.
Ich auch....
 
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Christa
6. Jan. 18:04
Die ganze Diskussion erübrigt sich doch, wenn jeder Rücksicht auf den anderen nimmt. Wenn jemand mit einem Hund an der Leine entgegenkommt, wird der eigene Hund ebenfalls angeleint. Warum das Gegenüber angeleint ist, kann man ja dann freundlich fragen. Vielleicht entsteht daraus ja eine lustige Runde Toberei. Wenn nicht, ist es auch gut. Aber man sollte nicht einfach für das Gegenüber mitentscheiden. Die Gründe für das Anleinen sind bekanntlich äußerst vielfältig. Es ist einfach nicht der Moment, um zu zeigen, wie toll der eigene Hund nebenherläuft oder im „Sitz“ oder „Platz“ bleibt. Wenn jemand sich dadurch in seinem Ego angekratzt fühlt, ist das schlicht und einfach sein Problem. Sebbi funktioniert auch super. Wenn uns allerdings ein angeleinter Hund entgegenkommt, nutze ich eine von zwei Optionen: * Ich weiche mit ihm aus und lasse ihn in einer sicheren Distanz absitzen. * Ich leine ihn ebenfalls an. Ich habe mir auch schon mal einen Spaß erlaubt: Im Sommer kam mir bei der Abendrunde ein Paar mit einem Kampfzwerg entgegen. Sebbi war im Freilauf. Sobald sie uns sahen, wurde der „Herrscher der Welt“ hochgenommen. Das habe ich mir ein paar Mal angesehen und mich dann auf den Moment vorbereitet: Dieses Mal habe ich Sebbi auf den Arm genommen. Ich glaube, ich habe noch nie solche Gesichter gesehen! 😳🤭 Wenn mir das Gegenüber gestresst erscheint, mache ich auch mal beides. Also, was gibt es da zu diskutieren? Kommt ein angeleinter Hund entgegen, kommt der eigene Hund auch an die Leine – und fertig.
Herrlich 😂🤣
 
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Waltraud
6. Jan. 18:21
Das kann man so halten aber was hat das mit der Kommunikation der Hunde untereinander zu tun?
Kommunikation unter Hunden sollte entspannt geübt werden, und nicht bei einer Zufallsbegegnung, wo ein freilaufender Hund den eigenen bedrängt.
Da muß man reagieren und nicht Hundekommunikation studiert haben. Schließlich hat der Mensch die Verantwortung und steht in der Pflicht.
 
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Laura
6. Jan. 18:38
Ich meine das wirklich nicht abwertend, aber genau diese Denkweise halte ich für problematisch. 99,99 % aller Hundebegegnungen sind absolut harmlos – unabhängig von der Größe des Hundes. Hunde kommunizieren nicht über Körpergewicht, sondern über Körpersprache. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein „großer Hund“ automatisch eine Gefahr für einen „kleinen Hund“ ist, entsteht vor allem eins: Panik auf Menschenseite. Und genau diese Panik – hektisches Hochheben, Schreien, waffen, Pfefferspray – ist das, was Situationen erst eskalieren lässt. (Ein super Beispiel,war das Video im "genervt"Thread letztens). Kleine Hunde sind nicht automatisch hilflos. Umgekehrt sind große Hunde nicht automatisch grobmotorische Angreifer. Größe sagt nichts über Aggressionsbereitschaft aus. Natürlich gibt es Ausnahmen, und natürlich muss man im Ernstfall eingreifen. Aber wenn man jede Begegnung schon im Kopf als Gefahr abspeichert, überträgt man diese Anspannung direkt auf den eigenen Hund – und das erhöht das Risiko deutlich mehr als es schützt.
Ja, Du hast absolut recht.
Meine pöbelt je nach Standort gerne mal an der Leine und wäre ungemütlich, wenn ein fremder unangeleinter Hund kommen würde. Falls ich das mitbekomme, das sich jemand nähert der nicht mehr abrufbar ist, lasse ich Rosie von der Leine. Es gab dann noch nie Probleme, auch nicht bei ganz Kleinen.