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Galina
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Anzahl der Antworten 46
zuletzt 15. Juli

Wo kann mein Hund endlich frei laufen?

Mein Hund aus dem Tierschutz hat über die Jahre leider trotz intensiver Trainings zu sämtlichen Themen viele Ängste entwickelt. An der kurzen Leine hat er ständig Angst, läuft aber artig nebenher und hört auf jeden Befehl (Dr. Jekyll). An der langen Schleppleine hingegen wird er „aggressiv“ und stellt Menschen und vor allem Fahrräder, um sie fernzuhalten (Mr. Hide). Autos auf den Straßen sind kein Problem, aber kommt eins unvorhergesehen im Wald zum Beispiel der Förster, dann rennt er direkt vor das Auto. Es gab schon einige böse Unfälle (für mich vorallem) mit der langen Leine und ich muss mich dauerhaft konzentrieren und bin angespannt. Diesen Trieb kriegen wir nicht mehr raus aus ihm. Er hat dann eine andere Persönlichkeit und dennoch muss er laufen dürfen, er liebt es, über Felder zu rennen, aber gibt wirklich immer irgendwo jemanden oder etwas, weshalb wir immer mitrennen müssen, wodurch wir ihm niemals gerecht werden können. Jetzt meine Frage: Was gibt es für Möglichkeiten, damit mein Hund frei laufen kann in seinem Tempo und vielleicht sogar in kleineren Gruppen mit Artgenossen? Hundeschulen bieten zwar oft das richtige Ambiente, allerdings wollen wir kein Training und keine Mitgliedschaft. Hundeparks sind aufgrund seiner Unsicherheit auch ausgeschlossen, wenn wir die Situation bzw. die Hunde nicht aussuchen können. Ich wünsche mir, dass er richtig ausgelassen Hund sein darf, dass er nicht seine Umgebung abscannen muss und einfach spielen kann, anstatt angespannt zu sein. Im Übrigen hat er noch nie ein anderes Lebewesen gebissen oder verletzt.
 
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Tina
14. Juli 19:39
Zumindest wirkt er entspannter im ersten Moment. Wenn er Möglichkeiten hat auszuweichen, versucht er grundsätzlich nicht, hinzulaufen, aber er passt die meiste Zeit schon auf, ob etwas am Horizont zu sehen ist. Wenn er dann Kilometer entfernt jemanden auf dem Fahrrad sieht, hört er auf zu toben und bleibt wie angewurzelt stehen. Dann ist das Spielen auf dem Feld vorbei. Ein eingezäunter Bereich zum Toben, in dem er sich sicher fühlt und andere passende Hunde begrüßen kann, wäre daher meine Wunschidee.
Vielleicht auch mal etwas für Martin -Rüter.
Soll ja schon vielen Mensch und Tier geholfen haben .
Mensch 🤔
 
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Tina
14. Juli 19:46
Danke Tina. Capper ist auf jeden Fall eine ganz liebe, sensible Seele 🥰
🍀🐕🍀
 
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Sebbi
14. Juli 20:02
Ich dachte, du würdest verstehen, dass damit das gleiche gemeint ist. Ich erkläre es dir aber gern noch einmal ganz einfach ☺️ kein Training gewünscht oder gesucht bedeutet nicht, dass wir NICHT trainieren. Und zum Thema Resignation: Hunde aus dem Tierschutz/ Ausland haben oft andere Bedürfnisse und Dinge akzeptieren, wie sie sind heißt nicht automatisch aufzugeben, sondern zur richtigen Zeit, das richtige tun und vorallem Geduld zu haben. Und nun lass gerne Platz im Chat für hilfreiche Tipps, die wirklich auf meine Anfrage eingehen 😉
Es obliegt nicht mir, zwischen dem zu unterscheiden, was du schreibst, und dem, was du eigentlich meinst.
Wenn du explizit schreibst, dass kein Training gewünscht ist, darfst du dich nicht wundern, wenn dich der ein oder andere Mensch beim Wort nimmt.

Dass du dann versuchst, mich mit Sätzen wie „ich erkläre es dir noch einmal ganz einfach“ herablassend zu belehren, zeigt eigentlich nur, dass ich hier gerade deine persönliche Frustration abbekomme. Ich kann sehr gut zwischen den Zeilen lesen und merke, dass sich deine Wut über die Situation nun gegen mich richtet, obwohl ich dir lediglich helfen wollte. Du erwartest hier hellseherisches Verständnis für deine ungenaue Ausdrucksweise, lässt im Gegenzug aber deine dünnen Nerven an mir aus und zeigst somit null Verständnis🤔

Es macht ohnehin den Eindruck, als suchtest du gar keine echten Lösungen für die Baustellen deines Hundes, sondern lediglich Absolution und Tipps, wie du dich mit den Problemen arrangieren kannst. Dass du professionelle Hilfe von Trainern Hundeschulen oder Vereinen so vehement ausschließt, wirkt dabei wie ein bequemer Vorwand – sei es aus Kostengründen oder weil du glaubst, es selbst am besten zu wissen. Wer eigentlich gar nichts verändern will, empfindet ehrliche Ratschläge natürlich schnell als Kritik.

Da ich auf sarkastische Weise feststellen musste, dass dein geschriebener Text nicht zu 100%
dem entspricht, was du denkst, gebe ich dem Ganzen aber noch mal eine Chance.
Hier mal meine Sichtweise und meine Tipps. Auch wenn ich damit rechnen muss, dass sie deiner nicht würdig sind🤷

Wenn ich die Problematik mit meinem Hund hätte, würde ich versuchen, ihm vor allem durch ganz viel Struktur und Ruhe im Alltag zu helfen. Ich würde mich herantasten, wo seine genaue Wohlfühldistanz liegt, und ihn anfangs nur in diesem entspannten Bereich mit seiner Umwelt vertraut machen. Um ihm die Angst zu nehmen, würde ich jeden noch so kleinen Auslöser sofort positiv verknüpfen – am besten mit einem richtig tollen Super-Leckerli oder ein Zergel nur fürs Training, damit er lernt, dass fremde Reize eigentlich etwas Schönes ankündigen. Zu Hause würde ich ihm eine kuschelige, absolut ungestörte Wohlfühloase einrichten, in der er in aller Ruhe sein Stresslevel senken kann. Draußen würde ich versuchen, ihm durch meine eigene Ruhe Sicherheit zu vermitteln und mich im Zweifel einfach schützend vor ihn stellen, um ihm zu zeigen, dass ich die Situation für ihn regele. Oft bewirken schon wenige Minuten so ein positives, entspanntes Miteinander am Tag viel mehr als lange, stressige Runden. = Kurze Kurze Einheiten - immer mit Erfolg abschließen!

Gerade im Wald ist es natürlich wichtig, die Augen offen zu halten. Wenn man ein herannahendes Auto zu spät bemerkt, bringt das einen selbst und den Hund unnötig in Bedrängnis. Das Schleppleinentraining ist da zwar ein tolles Hilfsmittel, erfordert aber eben auch unsere ganze Aufmerksamkeit und höchste Konzentration. Wenn der Hund nämlich mit Schwung ins Leinenende rennt, ist das nicht nur unschön für ihn, sondern verknüpft sich im schlimmsten Fall negativ mit dem eigentlichen Auslöser. Ich halte Schleppleinentraining deshalb sehr kurz. Maximal fünf Minuten. Mit ein bisschen mehr Fokus auf die Umgebung und vorausschauendem Handeln lässt sich dieser Stress für den Hund aber super vermeiden.

Übrigens handelt es sich bei dieser Kommunikationsform nicht um einen Chat, sondern um ein Forum. Ebenfalls ein kleiner, aber dennoch feiner Unterschied 😉 Und du glaubst gar nicht, wie viele Beiträge so ein Thread verkraftet. Du brauchst also keine Angst zu haben, dass hier ein Limit erreicht wird und kein Platz mehr für andere da ist.

👍🏼 Dranbleiben, das wird schon😉
 
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Steffi
14. Juli 20:03
Hallo Galina, woran machst Du fest, dass sein Verhalten ausschließlich auf diversen Ängsten beruht? Und wovor habt ihr Angst, d.h. warum traut ihr euch nicht, ihn in relativ reizarmer Umgebung frei laufen zu lassen? Das er wegläuft, Menschen belästigt, ist er unverträglich mit Hunden?
 
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Galina
14. Juli 20:21
Hallo Galina, woran machst Du fest, dass sein Verhalten ausschließlich auf diversen Ängsten beruht? Und wovor habt ihr Angst, d.h. warum traut ihr euch nicht, ihn in relativ reizarmer Umgebung frei laufen zu lassen? Das er wegläuft, Menschen belästigt, ist er unverträglich mit Hunden?
Hi Steffi. Die Angst ist offensichtlich, zumindest an der kurzen Leine ☝🏻 er erschreckt richtig und springt an den Wegesrand. Er hat eine eingezogene Rute, wenn wir kurz innehalten oder stehenbleiben und er fokussiert dabei die ganze Zeit alle möglichen Richtungen und Wege. Ich vermute, dass solche unbemerkten schnellen Fahrrad-Situationen von früher heute dafür sorgen, dass er so reagiert, wie er reagiert. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht hat er einmal diesen Hormonrausch bekommen bei der „Jagd“ und will das jetzt immer haben, ich weiß es nicht. An der langen Leine ist es aber wahrscheinlich keine Angst, sondern ein Impuls für Angriff und Verteidigung. Fährt das Fahrrad weiter, wird es eine Jagd. Also eine wirklich wirklich unschöne Situation, wenn diese wirklich zustande kommt. Im Freilauf wäre es fast genau das gleiche. Erstmal würde er sofort ins Gebüsch springen. Sein Vertrauen in uns ist so gering, dass er nicht bei uns Schutz suchen würde, sondern im Unterholz. Er würde in unserer Nähe bleiben und versucht nicht wirklich abzuhauen, aber er kommt dann immer mal wieder an einem vorbeigerauscht und rennt dann wieder ins Gebüsch. Dann kann man nur hoffen, dass kein Fahrrad oder Jogger vorbeikommt, da rennt er dann hinterher, verschwindet wieder im Gebüsch und wenn diese Person sich weiterhin fortbewegt, wird wieder gejagt und gestellt. Das haben wir schon einige Male beim Training in der Hundeschule erlebt. Er hat die Schleppleine aktuell nur auf weit einsehbaren Feldern, wo meistens auch kein Fahrrad mehr kommt. So brauchen wir uns nicht alle 10 Sekunden umdrehen, sondern nur 30-60 Sekunden…
Training mit Leckerlis ist übrigens unmöglich, weil er vor lauter Aufregung keine annimmt. Das hat er noch nie gemacht unterwegs. Zuhause kann man mit Spielzeug und Futter trainieren, aber unterwegs gibt es einfach nichts, was ihn mehr überzeugen könnte, diese Sachen zu lassen und sich für etwas „besseres“ entscheiden.
 
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Galina
14. Juli 20:40
Es obliegt nicht mir, zwischen dem zu unterscheiden, was du schreibst, und dem, was du eigentlich meinst. Wenn du explizit schreibst, dass kein Training gewünscht ist, darfst du dich nicht wundern, wenn dich der ein oder andere Mensch beim Wort nimmt. Dass du dann versuchst, mich mit Sätzen wie „ich erkläre es dir noch einmal ganz einfach“ herablassend zu belehren, zeigt eigentlich nur, dass ich hier gerade deine persönliche Frustration abbekomme. Ich kann sehr gut zwischen den Zeilen lesen und merke, dass sich deine Wut über die Situation nun gegen mich richtet, obwohl ich dir lediglich helfen wollte. Du erwartest hier hellseherisches Verständnis für deine ungenaue Ausdrucksweise, lässt im Gegenzug aber deine dünnen Nerven an mir aus und zeigst somit null Verständnis🤔 Es macht ohnehin den Eindruck, als suchtest du gar keine echten Lösungen für die Baustellen deines Hundes, sondern lediglich Absolution und Tipps, wie du dich mit den Problemen arrangieren kannst. Dass du professionelle Hilfe von Trainern Hundeschulen oder Vereinen so vehement ausschließt, wirkt dabei wie ein bequemer Vorwand – sei es aus Kostengründen oder weil du glaubst, es selbst am besten zu wissen. Wer eigentlich gar nichts verändern will, empfindet ehrliche Ratschläge natürlich schnell als Kritik. Da ich auf sarkastische Weise feststellen musste, dass dein geschriebener Text nicht zu 100% dem entspricht, was du denkst, gebe ich dem Ganzen aber noch mal eine Chance. Hier mal meine Sichtweise und meine Tipps. Auch wenn ich damit rechnen muss, dass sie deiner nicht würdig sind🤷 Wenn ich die Problematik mit meinem Hund hätte, würde ich versuchen, ihm vor allem durch ganz viel Struktur und Ruhe im Alltag zu helfen. Ich würde mich herantasten, wo seine genaue Wohlfühldistanz liegt, und ihn anfangs nur in diesem entspannten Bereich mit seiner Umwelt vertraut machen. Um ihm die Angst zu nehmen, würde ich jeden noch so kleinen Auslöser sofort positiv verknüpfen – am besten mit einem richtig tollen Super-Leckerli oder ein Zergel nur fürs Training, damit er lernt, dass fremde Reize eigentlich etwas Schönes ankündigen. Zu Hause würde ich ihm eine kuschelige, absolut ungestörte Wohlfühloase einrichten, in der er in aller Ruhe sein Stresslevel senken kann. Draußen würde ich versuchen, ihm durch meine eigene Ruhe Sicherheit zu vermitteln und mich im Zweifel einfach schützend vor ihn stellen, um ihm zu zeigen, dass ich die Situation für ihn regele. Oft bewirken schon wenige Minuten so ein positives, entspanntes Miteinander am Tag viel mehr als lange, stressige Runden. = Kurze Kurze Einheiten - immer mit Erfolg abschließen! Gerade im Wald ist es natürlich wichtig, die Augen offen zu halten. Wenn man ein herannahendes Auto zu spät bemerkt, bringt das einen selbst und den Hund unnötig in Bedrängnis. Das Schleppleinentraining ist da zwar ein tolles Hilfsmittel, erfordert aber eben auch unsere ganze Aufmerksamkeit und höchste Konzentration. Wenn der Hund nämlich mit Schwung ins Leinenende rennt, ist das nicht nur unschön für ihn, sondern verknüpft sich im schlimmsten Fall negativ mit dem eigentlichen Auslöser. Ich halte Schleppleinentraining deshalb sehr kurz. Maximal fünf Minuten. Mit ein bisschen mehr Fokus auf die Umgebung und vorausschauendem Handeln lässt sich dieser Stress für den Hund aber super vermeiden. Übrigens handelt es sich bei dieser Kommunikationsform nicht um einen Chat, sondern um ein Forum. Ebenfalls ein kleiner, aber dennoch feiner Unterschied 😉 Und du glaubst gar nicht, wie viele Beiträge so ein Thread verkraftet. Du brauchst also keine Angst zu haben, dass hier ein Limit erreicht wird und kein Platz mehr für andere da ist. 👍🏼 Dranbleiben, das wird schon😉
Ach Rainer, so viel Zeit deines Abends in diese Nachricht gesteckt 😂 tatsächlich sind deine „Tipps“ und tollen Ratschläge nicht hilfreich für mich. Warum? Weil du dir zu allem eine eigene Geschichte ausgedacht hast, so wie sie DIR passt. Du hast dir so viel ausgedacht, was ich gar nicht gesagt habe und so viel hineininterpretiert. Es ist ein Forum, aber es ist MEIN Thema und ich entscheide, was mir und meinem Hund hilft. Im Übrigen hat sonst jeder meine Nachricht richtig verstanden, du solltest es also nicht so pauschalisieren und akzeptieren, dass ich daher begründet dir nochmals netterweise erläutert habe, worum es mir geht 😉✌🏻Ich weise dich sehr gern ganz genau auf alles hin, was du falsch verstanden hast, ob es so da steht oder du selbst „zwischen den Zeilen“ gelesen hast. Ich kann dir gern alles in einem privaten Austausch erläutern, es sei denn, es ist herablassend, dass ich dich korrigiere. ICH will hier nämlich niemanden zurechtweisen 🫶🏼 da ist mir meine Zeit einfach zu kostbar für ☺️
 
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Lisa-Eileen
15. Juli 02:12
Hallo Ilona, danke für die Tipps mit den unterschiedlichen Leinen bzw. Längen. Das haben wir soweit alles durch. Capper legt wirklich einen Schalter um bei der langen Leine. Er weiß genau, wann er die lange Leine hat und reagiert ganz anders, als alles, was fest trainiert sitzt an der kurzen Leine. In der Hundeschule, in der er seit Welpe schon angefangen hat zu trainieren, lief es auch drei Jahre lang gut. Wir konnten auf den öffentlichen Wegen im Wald trainieren mit ihm und ihn abrufen. Irgendwann kam der Moment, wo er verstanden hat, dass er beim Abruf seines Namens auch in eine andere Richtung laufen kann und seither ist er immer abgehauen. Immer in Reichweite von uns, aber auch immer „nach mir die Sinnflut“. Und so ist’s auch an der Schleppleine.
Muss man halt auch durchsetzen, hört er nicht wird er kommentarlos rangeangelt.
Privilegien gibts nur wenn er sich benimmt.
Ist einfach die Verbindlichkeit die er nie gelernt hat das sie auch mit Abstand gilt.
Anfang der Pubertät hatte Rocket so Spielchen auch versucht, Schleppi dran und durchgesetzt, fix war das geklärt.
Später dann ohne Schleppi wenn er doch mal getestet hat gabs dann wieder Leine für paar Meter oder noch später nur Freifolge.
Kommt halt immer auf den Hund drauf an, je nach dem wie stark er sich daneben benimmt oder Fehler ausnutzt usw muss man stärker einschränken.
 
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Lisa-Eileen
15. Juli 02:23
Rennt er dann auch zum Fahrrad hin oder bleibt er einfach angewurzelt stehen ? Und wie verhaltet ihr euch dann in dem Moment? Wenn ihr das Anzeigen, das dort etwas ist, lobt und verständlich macht, dass ihr es auch seht und das alles in Ordnung ist, bekommt er in dem Moment Sicherheit und kann vll auch weiter laufen. Aber das ist nur eine Vermutung. Ich kann mir gut vorstellen dass er selbst bei einer eingezäunten, gemieteten Hundeweise oder Halle so reagieren kann. Viel Erfolg beim ausprobieren 😉
Nur ergänzend dazu:

Ich hatte so Momente mit Rocket damals auch mit plötzlich auftauchenden Tutnix/ Hörtnix.
Solche Momente sind extrem schwer für Hunde, der sogenannte Startle Effekt (Schockmoment, der Hund springt direkt auf 180).
Deswegen hatte ich die Pubertät hindurch dann die Schleppi dran, das war damals noch zu viel für ihn.
Wenn so eine Situation eintrat hab ich ihn abgerufen, hat er nicht direkt reagiert hab ich ihn ruhig rangeangelt.
Dadurch hat er gelernt sich umzuorientieren zu mir und bei Reizen egal wie schwer für ihn von selbst an meine Seite zu kommen.

Wichtig auch nochmal: der der näher am Reiz ist ist dafür verantwortlich, ein Hund der das noch nicht kann bzw noch nicht gelernt hat damit gut umzugehen muss halt noch an die Hand genommen werden.
Wenn er also vor mir läuft und von vorne kommt ein Reiz ist er dafür zuständig.
Nun will man ja das er die Verantwortung abgibt und nicht selbst regelt (hinrennen) also muss man ihn abrufen/ zu sich holen und abgewandt vom Reiz positionieren.
Ist man fertig mit der Situation und der Radfahrer oder was auch immer weg darf der Hund den Raum vor einem wieder einnehmen.
Entweder der Hund braucht generell so viel Rahmen in diesen Situationen und man wird ihn immer neben sich holen müssen oder er lernt wie Rocket diese Dinge nicht regeln zu müssen und dackelt entspannt dran vorbei.
Solang der Hund das aber noch nicht kann muss er halt rangeholt werden.
Er muss lernen das der Mensch das regelt und er es nicht machen muss.
 
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Maria
15. Juli 05:43
Auch wenn die Eingangsfrage eine andere war: Ich habe den Eindruck, du bist Ersthundehalterin und projizierst deine sehr menschlichen Vorstellungen auf den Hund (Der Hund möchte Freiheit)

Schade finde ich es vor allem, weil es so klingt, als würdest du den Hund lieber in Unverbundenheit frei laufen lassen - was eigentlich nur eine Entlastung für dich bedeutet, nicht für den Hund - als gemeinsam mit ihm in Verbundenheit seine Bedürfnisse nach Bewegung zu befriedigen. Aber das ist natürlich um einiges anstrengender.

Und das Argument “Tierschutzbund” empfinde ich als fadenscheinig. Schau mal auf YouTube nach Maya Nowak und Pauline. Pauline war bei ihrer Ankunft schwer traumatisiert, hat schon beim Transport um sich gebissen und gekotet, hat sich drei Jahre lang nicht anleinen lassen, etc. und lässt sich trotzdem führen.

In meinen Augen hast du in Bezug auf Hunde einfach noch sehr viel zu lernen.
 
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Galina
15. Juli 08:56
Auch wenn die Eingangsfrage eine andere war: Ich habe den Eindruck, du bist Ersthundehalterin und projizierst deine sehr menschlichen Vorstellungen auf den Hund (Der Hund möchte Freiheit) Schade finde ich es vor allem, weil es so klingt, als würdest du den Hund lieber in Unverbundenheit frei laufen lassen - was eigentlich nur eine Entlastung für dich bedeutet, nicht für den Hund - als gemeinsam mit ihm in Verbundenheit seine Bedürfnisse nach Bewegung zu befriedigen. Aber das ist natürlich um einiges anstrengender. Und das Argument “Tierschutzbund” empfinde ich als fadenscheinig. Schau mal auf YouTube nach Maya Nowak und Pauline. Pauline war bei ihrer Ankunft schwer traumatisiert, hat schon beim Transport um sich gebissen und gekotet, hat sich drei Jahre lang nicht anleinen lassen, etc. und lässt sich trotzdem führen. In meinen Augen hast du in Bezug auf Hunde einfach noch sehr viel zu lernen.
Was ich weiß, ist, wann Capper Freude empfindet und weniger Anspannung ausstrahlt und das ist aktuell an der Schleppleine. Deshalb suche ich nach Lösungen, wie ich ihm das alternativ bieten kann. Das bedeutet nicht, dass es kein Training mehr gibt und Baustellen nicht weiter angegangen werden. Allerdings kann ich sagen, dass die Schleppleine nur für ihn ist. Für mich wäre es dauerhaft an der kurzen Leine mit ihm viel einfacher. Die Schleppleine bedeutet unnötigen zusätzlichen Stress und Risiko. Das ist tatsächlich keine Entlastung für mich. Ich mag nur sein freudiges Gesicht beim Rennen mit uns und wie er sein Hinterteil einzieht für zoomies über die Wiese. Dafür gebe ich ihm die Möglichkeit, die er sonst nicht hat. Capper und ich wachsen beide zusammen. Mit den vermeintlichen Rassen, die in ihm stecken, wäre er bei einem Profi sicherlich besser aufgehoben gewesen, aber er ist bei mir gelandet und ich lerne ebenfalls mit ihm. Ich versuche ihm trotz all der Ängste und Missvertrauen in andere Menschen gerecht zu werden, das kann also durchaus sein, dass der ein oder andere Gedanke zu menschlich gedacht ist.