Naja, wenn Du Frühdienst arbeitest und Dein Freund spät anfängt, sind es 5 - 6 Std. (09.00 bis ca. 14.00 Uhr)... Du Spätdienst arbeiätest und er früh sind es 3- 4 Stunden ( ca.12.00 bis 16.00 Uhr)... die Zeiten für Gassi, Pipirunden usw. bleiben ja relativ gleich, wenn ihr euch abwechselt... als ich noch Schichtdienst gearbeitet habe, hatten die Leute auch Hunde... da, wo der Hund jetzt ist, hat er auch nicht ständig jemanden um sich herum und ich bin der Meinung, dass ein eigenes Zuhause auf Lebenszeit besser ist, als garkeines oder noch mehr Jahre an der Kette, auch wenn ihr Vollzeit arbeitet... allerdings wird das sehr anstrengend... eure gesamte Freizeit ist dann für den Hund... ihr braucht ein Backup, der im Notfall auch mal einen längeren Zeitraum auf den Hund aufpassen kann und einen Plan B, falls der Hund nicht so lange alleine bleiben bzw. bis er es kann... manche lernen Alleinebleiben nie... plant am Besten den gesamten Jahresurlaub für die Eingewöhnung ein, also hintereinander, nicht gleichzeitig... so dass er sich an eure Abläufe gewöhnen kann und ihr das von Anfang an üben könnt... und von Anfang an darauf achten, dass er drinnen nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt, sondern hauptsächlich draußen, dass ihr kommentarlos die Türen hinter euch schließt, wenn ihr z.B. ins Bad geht... irgendwann bringt ihr den Müll runter, geht kurz Einkaufen... nicht unbewusst Schlüsselreize aufbaut, usw. ... wenn ihr in Miete lebt, habt ihr sonst ein riesengroßes Problem und der Hund wird wieder abgegeben und muss die unüberlegte Anschaffung ausbaden... auch ein ausreichend finanzielles Polster (mind. 5.000 - 10.000 €) für den Tierarzt, zusätzlich zur mind. OP-Versicherung, sollte vorhanden sein... wenn das nicht gegeben wäre, würde ich es nicht machen, denn dann glaube ich, würdet ihr dem Hund und euch keinen Gefallen tun... auch nicht, wenn eigentlich nur einer den Hund wirklich will und der andere überredet werden muss und am Ende nicht richtig unterstützt... ihr müsst den Hund auch erstmal bekommen... manche Orgas sind ziemlich streng, bevor sie den Hund am jemanden vermitteln... auch wenn er gerade ein Leben an der Kette fristet, ist es das was er kennt und ihm Sicherheit vermittelt... der Umzug in eine Wohnung/ familiäres Umfeld wird komplett neu sein... es bleibt am Ende ein Überraschungspaket und ihr solltet euch darauf einstellen, dass ihr einen Hund mit Baustellen und Narben auf der Seele bekommt, die vielleicht auch für immer bleiben... ich bin froh, dass ich mich damals für meinen Hund entschieden habe... man darf sich nichts vormachen, dass man dem Hund in den ganzen Jahren immer 100 % gerecht werden kann... so ist das Leben nicht... aber es ist ein lebenslanges Versprechen an den Hund... in guten, wie in schlechten Zeiten... niemals würde ich sie nochmal hergeben....