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Becky
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Anzahl der Antworten 13
zuletzt 2. Aug.

Plötzliche Aggression gegenüber anderen Hunden

Hallo zusammen :) Ich habe vor ca. zwei Wochen direkt vom Transport einen Hund aus dem rumänischen Tierschutz übernommen. Dort hat er 8 Monate lang in einer Pflegestelle mit vielen Hunden, aber natürlich nicht unbedingt idealen Umständen gewohnt. Als er herkam war er gut sozialisiert. Er war zwar ängstlich, kam mit fremden Hunden aber augenscheinlich gut klar. Es gab keine Konflikte und er war immer ruhig. Nun hat er sich in den bisherigen zwei Wochen an viele Dinge gewöhnt, sodass sie kaum noch problematisch zu sein scheinen (z.B. Straßenverkehr). Dafür zeigt er sich plötzlich aggressiv gegenüber anderen Hunden. Er "rastet völlig aus" - er wirft sich in die Leine, bäumt sich auf, fletscht die Zähne, knurrt, ... Er macht keinerlei Anstalten, mich zu beißen, ich weiß aber natürlich nicht, wie er gegenüber dem Hund in dem Moment bei direktem Kontakt reagieren würde. Kennt jemand eine solch krasse 180° Wendung? Vielleicht wichtig: - Er ist nicht kastriert. - Er wurde nach dem Transport innerhalb meiner Familie wieder mit seinem Bruder zusammengeführt, von dem er ca. 2 Monate getrennt war. Der Bruder ist viel ängstlicher. Alles in allem verstehen sich die beiden ganz gut, hatten aber auch schon eine ernste Auseinandersetzung. Versucht er vielleicht, seinen Bruder zu schützen? Ist es ihm vielleicht zu viel, ständig mit dem Bruder zusammen zu sein? Zeigt er vielleicht jetzt erst seinen wahren Charakter, was die Sozialisation angeht? Ist er vielleicht überfordert mit der Bewältigung/Verarbeitung der anderen Ängste? Nächste Woche habe ich einen Termin in einer Hundeschule. Mich würden nur vorher eure Erfahrungen interessieren... Danke :)
 
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Sabine
Beliebteste Antwort
1. Aug. 20:27
Hallo Becky👋 herzlichen Glückwunsch zum Familienzuwachs 💐

Zu deinem Hund fallen mir folgende Dinge ein:

1. Pubertät: er probiert aus, was geht. Wie alle Kinder in dem Alter. Ohne Grenzen wird das nicht besser.

2. Er ist aus einem Rudel gekommen, in dem er augenscheinlich nicht die Aufgabe hatte, Dinge zu regeln. Jetzt ist er bei dir und du bist innerhalb von 2 Wochen in seinen Augen noch keine kompetente Rudelführerin geworden. Deshalb regelt er die Dinge jetzt selbst. Da hilft, wenn du dich grundsätzlich VOR deinen Hund stellst bei jeder Fremdhundebegegnung, so daß er hinter dir ist. Schicke den Fremdhund körpersprachlich weg. Das wird ihm deine Kompetenz zeigen. Lasse keinerlei Kontakte mit anderen Hunden zu. Suche dir Leute für Social Walks an der Leine ohne Kontakt. Er muss begreifen, daß du über diese Dinge bestimmst und diese auch zu seiner Sicherheit regeln kannst. Noch hat er diesbezüglich kein Vertrauen in deine Fähigkeiten.

3. Dein Hund kommt aus einem intakten Rudel, da geht man nicht frontal aufeinander zu. Ist unhöflich unter Hunden. Gehe in großen Bögen an anderen Hunden vorbei, so große, daß dein Hund sich erst gar nicht aufregen muss. Hund auf der abgewandten Seite.

4. Mit dem Bruder wäre ich jetzt vorsichtig. 2 Rüden in der Pubertät werden schnell mal zu Konkurrenten. Dann kann das Spiel kippen. Da musst du schon die Körpersprache lesen können, um den Kipppunkt nicht zu verpassen.

5. Natürlich versucht er sein Rudel zu beschützen, wenn niemand anderes diese Aufgabe übernehmen will. Du bist aber auch Teil des Rudels.

6. Zu rassetypischen Verhaltensweisen beim Shar Pei kann ich nix wirklich zu sagen. Ich meine, die sind eigenständige und selbstentscheidende Hunde. Aber da kann ich auch falsch liegen.

Pubertät geht irgendwann auch wieder vorbei! Und bis dahin hast du in der Hundeschule bestimmt gelernt, ihn zu führen.

Viel Spaß euch zwei auf dem Weg zum Team! Und immer dran denken: der Weg ist das Ziel!

LG Sabine und Obelix 💖 🐾
 
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W
1. Aug. 17:42
Zur Hundeschule zu gehen ist eine gute Sache. Ohne vorgreifen zu wollen kann es sein das ihr dem Hund engere Grenzen setzen müsst. Vorausschauend Ausrasten vermeiden, eingreifen, im Keim ersticken. Aus der Situation rausgehen ohne Erfolge zu zu lassen. Selbst ruhig und klar bleiben. Vorschriften und Regeln wo der Hund lernt und sich ein findet so daß es da auch Erfolge für ihn gibt. Besser wird die Hilfe vor Ort sein.
 
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Tina
1. Aug. 17:48
In einem ersten Schritt ist Eure Sicherheit und die anderer am wichtigsten. Ggf. doppelte Leinenführung und/oder mit Maulkorbtraining beginnen. Plötzliche Aggression kann viele Ursachen haben. Empfehlenswert ist immer auch eine tierärztliche Abklärung, um Schmerzen auszuschließen.
Wenn möglich in der Zwischenzeit Hundebegegnungen meiden. Bis Ihr kompetent vom Hundetrainer beraten worden seid.
 
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Maria
1. Aug. 17:51
Biscotti hat im Shelter in Portugal nie gebellt. Dass er es überhaupt kann, zeigte sich während der ersten 2 Wochen nur im Schlaf. Nach 2Wochen dann das erste Bellen und er hat sich zu einem richtigen Bruellaffen entwickelt.

Der Hund ist in einer neuen Situation, die neue Anforderungen stellt. Daran passt er sich an. Jetzt geht es darum, das neue Leben so zu gestalten, dass er unerwünschte Verhaltensweisen nicht mehr braucht.

Viel Spaß mit dem neuen Familienmitglied.
 
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Sabine
1. Aug. 20:27
Hallo Becky👋 herzlichen Glückwunsch zum Familienzuwachs 💐

Zu deinem Hund fallen mir folgende Dinge ein:

1. Pubertät: er probiert aus, was geht. Wie alle Kinder in dem Alter. Ohne Grenzen wird das nicht besser.

2. Er ist aus einem Rudel gekommen, in dem er augenscheinlich nicht die Aufgabe hatte, Dinge zu regeln. Jetzt ist er bei dir und du bist innerhalb von 2 Wochen in seinen Augen noch keine kompetente Rudelführerin geworden. Deshalb regelt er die Dinge jetzt selbst. Da hilft, wenn du dich grundsätzlich VOR deinen Hund stellst bei jeder Fremdhundebegegnung, so daß er hinter dir ist. Schicke den Fremdhund körpersprachlich weg. Das wird ihm deine Kompetenz zeigen. Lasse keinerlei Kontakte mit anderen Hunden zu. Suche dir Leute für Social Walks an der Leine ohne Kontakt. Er muss begreifen, daß du über diese Dinge bestimmst und diese auch zu seiner Sicherheit regeln kannst. Noch hat er diesbezüglich kein Vertrauen in deine Fähigkeiten.

3. Dein Hund kommt aus einem intakten Rudel, da geht man nicht frontal aufeinander zu. Ist unhöflich unter Hunden. Gehe in großen Bögen an anderen Hunden vorbei, so große, daß dein Hund sich erst gar nicht aufregen muss. Hund auf der abgewandten Seite.

4. Mit dem Bruder wäre ich jetzt vorsichtig. 2 Rüden in der Pubertät werden schnell mal zu Konkurrenten. Dann kann das Spiel kippen. Da musst du schon die Körpersprache lesen können, um den Kipppunkt nicht zu verpassen.

5. Natürlich versucht er sein Rudel zu beschützen, wenn niemand anderes diese Aufgabe übernehmen will. Du bist aber auch Teil des Rudels.

6. Zu rassetypischen Verhaltensweisen beim Shar Pei kann ich nix wirklich zu sagen. Ich meine, die sind eigenständige und selbstentscheidende Hunde. Aber da kann ich auch falsch liegen.

Pubertät geht irgendwann auch wieder vorbei! Und bis dahin hast du in der Hundeschule bestimmt gelernt, ihn zu führen.

Viel Spaß euch zwei auf dem Weg zum Team! Und immer dran denken: der Weg ist das Ziel!

LG Sabine und Obelix 💖 🐾
 
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L.🐾
1. Aug. 21:04
Unser vorheriger Hund kam aus Gran Canaria und war als sozial und verträglich zu uns vermittelt worden.
War er auch! Aber nicht am Anfang. Er war völlig überfordert, ging aus Angst ziemlich aggro nach vorne bei anderen Hunden.
Mit uns war kein Problem.
Ich hab ihn solange aus Hundebegegnungen raus gehalten, wie es nötig war.
Nach ca. 6 Monaten war sein erster Freund ein Dackel und dann war das Eis gebrochen und die Hunde wurden LANGSAM grösser im Freundeskreis.
Jeden fremden Hund hab ich weggeschickt in den ersten Monaten.
Später lief er im Rudel....
Er war sehr sensibel und war anfangs völlig überfordert. Das Leben im Haus etc. er kannte ja nix
Aber den Bruder habt ihr auch noch?
Er ist gar nicht mehr im Profil zu sehen?
 
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Christa &Letty🐕
1. Aug. 21:20
Hallo Becky ,ich habe deine beiden hübschen gesehen 🤗ich persönlich würde in deinem Fall ,einen Hundetrainer ins Haus holen ,damit er / sie ,sich die Situation vor Ort anguckt...spontan habe ich im Kopf ..2 Brüder ,mit dicken Eiern 😆😂😂
 
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Katharina
2. Aug. 06:26
Das ist ganz oft der Fall. Der Hund zeigt im schelter natürlich hochangepasstes Verhalten weil es für ihn eine furchtbare Situation ist. Er kommt jetzt langsam bei dir an und so kommt auch sein innerster Zustand zum Vorschein. Zum einen merkt er das alle wichtigen Punkte wie Essen Schlafplatz usw. nun regelmäßig vorhanden sind. Jetzt kann sein Körper weg vom Überlebensmodus umstellen auf: wo bin ich eigentlich, wer bin ich, was will ich usw. Evtl reagiert er so übermäßig weil er nun die Ressourcen dafür hat und zum ersten Mal wieder wahrnehmen kann statt nur zu überleben. Es ist ein wichtiger Prozess. Du solltest dir dringend eine gute Hundetrainerin suchen die dich angemessen durch diesen Prozesse führt. Denn jetzt braucht er Hilfe von dir. Also gib nicht auf auch wenn er sich jetzt anders zeigt wie du ihn kennenlernt hat. Eigentlich ist es ein schöner Prozess weil es zeigt das er jetzt auftauen kann. Auch wenn er es nicht schön zeigt weil er total überfordert ist aber mit Liebe, Geduld und richtigen Umgang in den heiklen Situationen wird das schon. Manchmal beginnt dieser Prozess erst nach sechs bis acht Wochen manchmal sogar erst nach drei Monaten. Aber fast jeder Hund macht so etwas in mehr oder weniger starken Ausprägung durch, der aus überaus schlechten Bedingungen kommt. Ich glaube man kann es als Auftauen mit anschließendem Kulturschock bezeichnen 🤣
 
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Sabine
2. Aug. 08:05
Das ist ganz oft der Fall. Der Hund zeigt im schelter natürlich hochangepasstes Verhalten weil es für ihn eine furchtbare Situation ist. Er kommt jetzt langsam bei dir an und so kommt auch sein innerster Zustand zum Vorschein. Zum einen merkt er das alle wichtigen Punkte wie Essen Schlafplatz usw. nun regelmäßig vorhanden sind. Jetzt kann sein Körper weg vom Überlebensmodus umstellen auf: wo bin ich eigentlich, wer bin ich, was will ich usw. Evtl reagiert er so übermäßig weil er nun die Ressourcen dafür hat und zum ersten Mal wieder wahrnehmen kann statt nur zu überleben. Es ist ein wichtiger Prozess. Du solltest dir dringend eine gute Hundetrainerin suchen die dich angemessen durch diesen Prozesse führt. Denn jetzt braucht er Hilfe von dir. Also gib nicht auf auch wenn er sich jetzt anders zeigt wie du ihn kennenlernt hat. Eigentlich ist es ein schöner Prozess weil es zeigt das er jetzt auftauen kann. Auch wenn er es nicht schön zeigt weil er total überfordert ist aber mit Liebe, Geduld und richtigen Umgang in den heiklen Situationen wird das schon. Manchmal beginnt dieser Prozess erst nach sechs bis acht Wochen manchmal sogar erst nach drei Monaten. Aber fast jeder Hund macht so etwas in mehr oder weniger starken Ausprägung durch, der aus überaus schlechten Bedingungen kommt. Ich glaube man kann es als Auftauen mit anschließendem Kulturschock bezeichnen 🤣
Sehr schön geschrieben. Dazu befindet er sich in einer sowie für ihn verwirrenden Phase der Pubertät und die Rasse der Brüder muss auch im Hinterkopf behalten werden. Ich würde die Beiden zurzeit auf gar keinen Fall zusammenführen, nur mit Anleitung durch gute Trainer. Wenn die Situation zwischen den Beiden einmal richtig eskaliert, habt ihr sonst vielleicht ein Dauerthema in der Familie. Ich hatte dir auf der Pinnwand schon mal geschrieben, dass ich dass für eine respektabel schwierige Aufgabe halte, der Beitrag wurde leider gelöscht.
 
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Ela
2. Aug. 08:42
Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Familienzuwachs.
Es kommen sehr viele Gründe für das Verhalten deines Vierbeiners in Betracht. Aus diesem Grund rate ich dir, einen kompetenten Trainer zu kontaktieren. Es kostet dich zwar Geld, doch auf lange Sicht vermeidest du somit, dir und deiner Fellnase viel Herzschmerz und Sorgen. Und du wirst dich später darüber freuen. Viel Spaß auf eurer gemeinsamen Reise. 😃
 
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L.🐾
2. Aug. 10:03
Ich weiß gar nicht, ob die Thread Stellerin überhaupt noch mit liest🤔🤫
Es erscheint nirgends unter einem Beitrag ein Pfötchen von ihr....?