Wenn ich den Text so lese, dann glaube ich nicht, dass hier "Pülverchen" die Lösung sind.
Die Frage nach Präparaten und der Hinweis auf eine strengere Erziehung deutet sehr darauf hin, dass hier nur Symptome bekämpft wurden und nicht die Ursache. Es liest sich auch so, dass ein schneller Erfolg gewünscht ist.
Wenn es bereits im Alltag so massive Probleme gibt, dann muss man dort ansetzen und die Ursachen finden. Ich weiß nicht ob hier ein generelles Vertrauens- und Bindungsproblem vorliegt, was durch Strenge verschlimmert wurde. Oder ob es Unsicherheit ist oder er die Situation kontrolliert, weil er sich auf sein Halter nicht verlassen kann. Das könnten Ursachen sein, die sich aber nicht "heraus lesen" lassen. Auch körperliche und gesundheitliche Probleme könnten eine Rolle spielen.
Ich denke hier müsste die ganze Alltagsstruktur hinterfragt werden und mit Managementmethoden von vorne begonnen werden. So dass der Hund wieder Vertrauen aufbauen kann. Das dauert und man braucht natürlich professionelle Hilfe. Ihr braucht einen gut ausgebildeten Trainer, der erst einmal abseits vom klassischen "Sitz, Platz usw." eure Körpersprache analysiert. Dort muss man ansetzen.
Mir scheint auch der Tipp des Tierarztes mit den Magnesiumtabletten sehr fragwürdig.
Für den akuten Notfall würde ich mich tierärztlich beraten lassen, ob ihr ein beruhigendes Medikament bekommen könnt, dass ihr bereits zu Hause vor dem Tierarzttermin geben könnt.
Wenn der Alltag besser klappt und er zu Hause "Untersuchungen" zu lässt, dann startet mit Tierarzt-Training. Besucht die Praxis mehrmals ohne, dass etwas gemacht wird und belohnt ruhiges Verhalten.