Ich habe zwar nichts Vergleichbares selbst erlebt, aber beim Lesen sind mir noch ein paar Gedanken gekommen, die vielleicht zusätzlich helfen könnten.
Mich würde tatsächlich interessieren, wie genau dieses Schreien/Jaulten klingt. Eher panisch/verzweifelt, abruptes Aufschrecken, eher wie Schmerz, langgezogenes Heulen oder eher orientierungslos? Das klingt erstmal banal, aber manchmal steckt darin schon eine wichtige Richtung.
Und weil das Ganze ja schon so lange läuft: Falls möglich, würde ich tatsächlich versuchen, mehrere Nächte hintereinander per Kamera/Ton aufzunehmen – nicht nur den eigentlichen „Anfall“, sondern auch die Zeit davor. Also ruhig 1–2 Minuten vorher und nachher mit anschauen. Vielleicht gibt es einen Trigger,
(bspw.
*Heizungsrohre, die nachts knacken
*Bewegungsmelder vom Nachbarn
*Katze vorm Fenster
*bestimmte Uhrzeiten mit Lieferverkehr
*Müllabfuhr
*Kirchenglocken
*sogar Gerüche/Wetterdruck)
den man im Halbschlaf gar nicht mitbekommt: bestimmte Geräusche, Uhrzeiten, Bewegungen, Tiefschlafphasen, Unruhe vorher etc. Gerade wenn es fast jede Nacht passiert, könnte da ein Muster sichtbar werden.
Was mir außerdem noch in den Kopf kam: Hat jemand schon einmal wirklich konsequent ausprobiert, ihn testweise für 1–2 Wochen direkt im Schlafzimmer bzw. in unmittelbarer Nähe schlafen zu lassen? Nicht nur eine Nacht, sondern wirklich als kleines „Experiment“, um zu schauen, ob sich Häufigkeit oder Intensität verändert. Vor allem weil er sich laut Beschreibung durch Ansprache/Berührung sofort beruhigt und tagsüber beim Alleinbleiben teils Ähnliches zeigt.
Die Idee mit Box/geschütztem Bereich finde ich grundsätzlich nachvollziehbar – gerade auch wegen der Lautstärke für euch und die Nachbarn. Ich würde da nur etwas vorsichtig sein, solange man noch nicht weiß, was genau dahinter steckt. Manche Hunde empfinden eine geschützte, höhlenartige Umgebung als extrem sicher. Andere – gerade wenn Unsicherheit/Stress ein Thema sein könnte – könnten sich dadurch eventuell eher isoliert fühlen. Das kommt wahrscheinlich sehr auf den Hund an.
Und nur als Gedanke zum Thema Schlaf/REM: Ich wäre vorsichtig, automatisch davon auszugehen, dass jede Episode zwangsläufig REM-Schlaf ist oder dass „nicht wecken“ immer die richtige Lösung sein muss. Wenn der Hund teils auch wach oder beim Alleinbleiben ähnlich reagiert, könnte da vielleicht mehr als nur ein Schlafphänomen dahinterstecken.
🍀🍀🍀