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Franziska
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Anzahl der Antworten 33
zuletzt 20. Mai

Hund schreit/ brüllt nachts

Ich suche nach Rat und nach Menschen, die vielleicht schon einmal etwas Ähnliches erlebt haben. Es geht um unseren fünfjährigen Rüden, den wir damals von der Straße aufgenommen haben. Seit Jahren hat er nachts plötzlich extreme „Schreianfälle“, eine Mischung aus Jaulen und lautem Schreien. Wenn man ihn anspricht oder berührt, beruhigt er sich sofort wieder. Teilweise passiert es im Schlaf, teilweise wach. Tagsüber zeigt er ähnliches Verhalten manchmal auch beim Alleinbleiben. Das macht er seit Jahren fast jede einzelne Nacht und es hat kurz nachdem wir ihn von der Straße aufgenommen haben angefangen Wir haben bereits vieles abgeklärt und ausprobiert: Tierarzt, Untersuchungen, Medikamente, Homöopathie, Hundetrainer usw. Medizinisch scheint alles unauffällig zu sein, aber niemand hatte bisher eine Idee, was dahinterstecken könnte und bisher hat wirklich NICHTS geholfen Deshalb wollte ich fragen, ob jemand so etwas schon einmal erlebt hat oder irgendeinen Ansatz kennt, der helfen könnte.
 
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Sina's
19. Mai 22:00
Ich habe zwar nichts Vergleichbares selbst erlebt, aber beim Lesen sind mir noch ein paar Gedanken gekommen, die vielleicht zusätzlich helfen könnten.

Mich würde tatsächlich interessieren, wie genau dieses Schreien/Jaulten klingt. Eher panisch/verzweifelt, abruptes Aufschrecken, eher wie Schmerz, langgezogenes Heulen oder eher orientierungslos? Das klingt erstmal banal, aber manchmal steckt darin schon eine wichtige Richtung.

Und weil das Ganze ja schon so lange läuft: Falls möglich, würde ich tatsächlich versuchen, mehrere Nächte hintereinander per Kamera/Ton aufzunehmen – nicht nur den eigentlichen „Anfall“, sondern auch die Zeit davor. Also ruhig 1–2 Minuten vorher und nachher mit anschauen. Vielleicht gibt es einen Trigger,

(bspw.
*Heizungsrohre, die nachts knacken
*Bewegungsmelder vom Nachbarn
*Katze vorm Fenster
*bestimmte Uhrzeiten mit Lieferverkehr
*Müllabfuhr
*Kirchenglocken
*sogar Gerüche/Wetterdruck)

den man im Halbschlaf gar nicht mitbekommt: bestimmte Geräusche, Uhrzeiten, Bewegungen, Tiefschlafphasen, Unruhe vorher etc. Gerade wenn es fast jede Nacht passiert, könnte da ein Muster sichtbar werden.

Was mir außerdem noch in den Kopf kam: Hat jemand schon einmal wirklich konsequent ausprobiert, ihn testweise für 1–2 Wochen direkt im Schlafzimmer bzw. in unmittelbarer Nähe schlafen zu lassen? Nicht nur eine Nacht, sondern wirklich als kleines „Experiment“, um zu schauen, ob sich Häufigkeit oder Intensität verändert. Vor allem weil er sich laut Beschreibung durch Ansprache/Berührung sofort beruhigt und tagsüber beim Alleinbleiben teils Ähnliches zeigt.

Die Idee mit Box/geschütztem Bereich finde ich grundsätzlich nachvollziehbar – gerade auch wegen der Lautstärke für euch und die Nachbarn. Ich würde da nur etwas vorsichtig sein, solange man noch nicht weiß, was genau dahinter steckt. Manche Hunde empfinden eine geschützte, höhlenartige Umgebung als extrem sicher. Andere – gerade wenn Unsicherheit/Stress ein Thema sein könnte – könnten sich dadurch eventuell eher isoliert fühlen. Das kommt wahrscheinlich sehr auf den Hund an.

Und nur als Gedanke zum Thema Schlaf/REM: Ich wäre vorsichtig, automatisch davon auszugehen, dass jede Episode zwangsläufig REM-Schlaf ist oder dass „nicht wecken“ immer die richtige Lösung sein muss. Wenn der Hund teils auch wach oder beim Alleinbleiben ähnlich reagiert, könnte da vielleicht mehr als nur ein Schlafphänomen dahinterstecken.
🍀🍀🍀
 
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Alexa
20. Mai 05:58
Hallo, ich kann nur von unserem Hund berichten. Auch ein Hund aus dem Tierschutz. Unserer hat "nur" Bellattacken. Das war zum Anfang fast jede Nacht so, da standen wir manchmal vor schreck im Bett. Er hat sich damals auch kaum beruhigen können. Wir wohnen übrigens fast im Wald in einem EFH. Über die Jahre haben wir dann festgestellt das unserer Hund sehr feine Ohren hat. Wenn draußen Wildschweine aktiv sind hört er das. Ganz schlimm ist es wenn er ein Käutzchen kreischen hört, dann bekommt es sich fast nicht mehr ein. Bei unserem scheint es eine Art Verunsicherung zu sein. (Er hat lange auf der Straße gelebt und verbindet damit so einige Geräusche). Mittlerweile geht es aber. Ich weiss nicht ob ihnen diese Informationen weiterhilft. Aber anscheinend hat ihr kleiner schlimmes Erlebt. Lg
 
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Frank
20. Mai 07:07
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Zitat:
[.......] "Und nur als Gedanke zum Thema Schlaf/REM: Ich wäre vorsichtig, automatisch davon auszugehen, dass jede Episode zwangsläufig REM-Schlaf ist oder dass „nicht wecken“ immer die richtige Lösung sein muss. Wenn der Hund teils auch wach oder beim Alleinbleiben ähnlich reagiert, könnte da vielleicht mehr als nur ein Schlafphänomen dahinterstecken."
🍀🍀🍀
Zitat-Ende
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Da stimme ich dir gerne zu, vor allem was auch andere mögliche Trigger betrifft.

Das Schlafthema mit seinen
Erholungs- und Entgiftungsfunktionen ist äusserst komplex.
Es ist jedoch schon so das "lebhafte, intensive" Träume mit körperlichen Anzeichen (deutliche Lautgebung, Zucken & Rollen der Augen, zucken der Gliedmaßen) ein deutlicher Hinweis auf eine REM-Phase sind. [Edit]Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch.

Bei gesunden Hunden sehe ich da auch kein Problem wenn sie da ab und zu mal sanft beruhigt werden.

Im Fall von Franziskas Hund
sehe ich das jedoch deutlich strenger, zumindest solange keine anderen Trigger gefunden werden.

Ich hätte mir da einen erfahrenen Spezialisten gesucht.
Währe auch mein Rat an Franziska.
LG 🌻