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Kerstin
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zuletzt 1. Juni

Hund ist eifersüchtug auf Menschen?

Mein kleiner Pudel stört sich anscheinend daran wenn er merkt, dass ich andere Menschen mag bzw wenn andere Menschen meine volle Aufmerksamkeit bekommen. Dann beginnt er förmlich zu schreien und will den Personen in die Hosenbeine oder irgendein Kleidungsstück beißen. Es waren auch schon mehrere Trainer an der Sache dran. Von Korrigieren, ignorieren, dominieren etc pp hatten wir schon alles. Das einzige was ein wenig funktioniert ist, wenn er beginnt, geb ich der Person die Leine und geh weg, das will er natürlich nicht und stoppt sofort und starrt mich an. Wenn er brav ist und sich setzt , komm ich zurück. Hält aber meist nur kurz. Ansonsten zieh ich ihm einen Maulkorb an, das bremst ihn dann aus, weil er weiß, er kann die Person nicht beißen. Natürlich begrenze ich ihn, wenn möglich, aber der quirlige Kerl windet sich überall weg. Also nochmal, es passiert nur wenn er merkt ich mag die Person (en) Ich freu mich über Gedanken dazu. Danke Kerstin mit Muffin
 
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Sina's
Beliebteste Antwort
1. Juni 20:33
Puh, das klingt wirklich anstrengend – vor allem, weil es dich ja offenbar auch sozial ziemlich einschränkt 😔

Beim Lesen hatte ich einen Gedanken: Bist du sicher, dass es wirklich „Eifersucht“ ist? Für mich liest es sich eher so, als hätte Muffin das Gefühl, Situationen rund um dich regulieren oder kontrollieren zu müssen – besonders dann, wenn Dynamik entsteht (Bewegung, Gespräch, neue Person bekommt Aufmerksamkeit).

Was mich darauf bringt: Im Auto scheint es ja erstmal ruhig zu sein, solange alles statisch ist. Erst wenn Bewegung reinkommt, kippt es. Das klingt für mich weniger nach „ich mag die Person nicht“ und mehr nach „ich halte das gerade nicht aus / ich muss eingreifen“.

Bitte nicht falsch verstehen – das soll keine Schuldzuweisung sein ❤️ Aber manchmal geraten Mensch und Hund in so eine Schleife: Der Hund scannt alles, Mensch merkt schon kleinste Anzeichen („gleich passiert’s“), wird innerlich angespannt und der Hund bestätigt sich dadurch noch mehr in seinem Gefühl, dass er jetzt übernehmen muss.

Vielleicht wäre ein Ansatz, weniger zu versuchen, ihn in der Eskalation runterzuholen (da ist er vermutlich schon komplett drüber), sondern viel früher anzusetzen. Also Situationen so aufzubauen, dass Muffin lernen kann: „Frauchen regelt das. Ich muss hier nichts übernehmen.“

Zum Beispiel:

- viel größere Distanz, bevor er hochfährt
- kurze, gut planbare Begegnungen statt lange Situationen
- klare Aufgaben für ihn (z. B. Decke, ruhiges Beobachten, Orientierung an dir)
- nicht erst reagieren, wenn er schon „schreit“, sondern schon bei den ersten kleinen Zeichen
- und vor allem: möglichst viel eigene Ruhe und Selbstverständlichkeit ausstrahlen, auch wenn’s schwer ist

Und noch ein Gedanke: Dass es funktioniert, wenn jemand anderes die Leine übernimmt, finde ich total spannend. Das könnte ein Hinweis sein, dass bei euch tatsächlich viel über Verantwortung/soziale Zuständigkeit läuft und weniger über echte Unverträglichkeit mit Menschen.

Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass Muffin „böse kontrollieren“ will. Eher, dass er sich für irgendwas zuständig fühlt, was ihn komplett überfordert. Und das kann man oft verändern – aber wahrscheinlich eher mit einem guten Blick auf eure Dynamik als mit „Grenzen setzen“ im Eskalationsmoment.
 
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Ulrike
1. Juni 18:33
Uff. Hast du mal versucht was passiert wen die andere Person das Superleckerchen gibt? Oder für den Hund einen Futterbeutel versteckt? Vielleicht findet Muffin die Person dann besser. Ansonsten würde ich Muffin in akzeptabler Entfernung Sitz und beib oder Platz und bleib beibringen. Wenn das klappt, sind wenigsten die Personen ausser Zahnreichweite. Das Leckerchen oder das Spiel würde ich versuchen langsam bis ans Ende der Begegnung herauszuzögern. Erst am Anfang etwas Gutes, wenn der Hund sagt, wo bleibt den mein Leckerchen, etwas Sitz o.ä. dann Leckerchen aber nur wenn er dann ruhig ist. Die Übung etwas länger dauern lassen bevor das Leckerchen kommt u.s.w. ist Mühselig und die Menschen müssen mitspielen. Das Sitz in der Entfernung kannst du allein üben.
 
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Ulrike
1. Juni 18:34
Und wenn du in die Stadt gehst und dauern Leute nach der Zeit fragst.
 
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Kerstin
1. Juni 20:17
Uff. Hast du mal versucht was passiert wen die andere Person das Superleckerchen gibt? Oder für den Hund einen Futterbeutel versteckt? Vielleicht findet Muffin die Person dann besser. Ansonsten würde ich Muffin in akzeptabler Entfernung Sitz und beib oder Platz und bleib beibringen. Wenn das klappt, sind wenigsten die Personen ausser Zahnreichweite. Das Leckerchen oder das Spiel würde ich versuchen langsam bis ans Ende der Begegnung herauszuzögern. Erst am Anfang etwas Gutes, wenn der Hund sagt, wo bleibt den mein Leckerchen, etwas Sitz o.ä. dann Leckerchen aber nur wenn er dann ruhig ist. Die Übung etwas länger dauern lassen bevor das Leckerchen kommt u.s.w. ist Mühselig und die Menschen müssen mitspielen. Das Sitz in der Entfernung kannst du allein üben.
Hallo Ulrike, danke für das Feedback. Er mag die Personen. Es hat nichts mit den Menschen zu tun sondern damit, dass es ihn stört, dass sie meine Aufmerksamkeit bekommen.
Leckerchen geht nicht, Abstand geht nicht.
Du musst dir vorstellen , dass Muffin schreit und wild versucht mit allen Mitteln an die Person heran zu kommen.
Ich schaff es nicht ihn aus dieser Erregung heraus zu holen, außer ich verpasse ihm einen Maulkorb oder ich gehe weg wie beschrieben.
Leckerchen interessieren ihn nicht, weil der Reiz zu groß ist und das passiert leider recht zügig.

Ich gebe ein anschauliches Beispiel: vor kurzem bin ich mit Muffins Hundefreund und dessen Frauchen - die ich noch nicht kannte- zusammen in ihr Auto gestiegen, die Hunde hinten. Ich rede vorne angeregt mit der mir neuen und sympathischen Person und sehe im Augenwinkel wie Muffin mich aufmerksam beobachtet. Ich wusste sofort was kommen wird. Wir waren kaum aus dem Auto raus, schon startet er das schreien (und ich meine wirklich schreien) und ist nicht mehr zu beruhigen, außer wenn sie sich mindestens >5 Meter entfernt.

Zuhause mit einer Freundin hab ich es mit Maulkorb und Grenze ziehen geschafft, dass er sie nicht attakiert.

Beide Situationen sind maximal unentspannt 🤷🏻‍♀️🫣
 
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Kerstin
1. Juni 20:20
Ps.: erstaunlich ist auch, das er im Auto nicht beginnt zu schreien, da es eine statische Situation (sitzend) ist, er beginnt mit dem schreien sobald die andere Person sich bewegt. Es muß also auch was mit Kontrolle zu tun haben.

Mein Fazit: er will nicht, dass jemand meine volle Aufmerksamkeit hat und er will die Situation vollkommen kontrollieren. Deshalb tickt er aus.
 
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Kerstin
1. Juni 20:24
Und wenn du in die Stadt gehst und dauern Leute nach der Zeit fragst.
Ich lebe mitten in Berlin. Ich habe viele Kontakte mit denen ich spaziere, aber manchmal reagiert er so. Komischerweise noch nie bei Männern...
Wenn es passiert gehe ich meist aus der Situation, denn bisher weiß ich keinen Ausweg. Wie gesagt, es hilft nur, der anderen Person dann die Verantwortung für die Leine zu übertragen
 
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Kerstin
1. Juni 20:29
Anderes Beispiel: ich wollte mich mit mehreren Personen in einem kleinen Kreis zu einem Gesellschaftlichen Thema austauschen.
Alle saßen im Kreis, ich kam dazu, Hund hinter mir auf der Decke abgelegt. Alles klappt , er liegt und ist still. Eine Rednerin beginnt mit der Einführung, alle , auch ich(!) , hören interessiert zu eine Weile. Dann bewegt die Rednerin sich und Muffin kommt schreiend hinter mir raus geschossen. (Ich übertreibe nicht) und ab da ist es vorbei, ich kann ihn nur beruhigen indem ich mich von der Person entfernen sie meine Aufmerksamkeit hatte... Es ist zermürbend (und isolierend!!)
 
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Sina's
1. Juni 20:33
Puh, das klingt wirklich anstrengend – vor allem, weil es dich ja offenbar auch sozial ziemlich einschränkt 😔

Beim Lesen hatte ich einen Gedanken: Bist du sicher, dass es wirklich „Eifersucht“ ist? Für mich liest es sich eher so, als hätte Muffin das Gefühl, Situationen rund um dich regulieren oder kontrollieren zu müssen – besonders dann, wenn Dynamik entsteht (Bewegung, Gespräch, neue Person bekommt Aufmerksamkeit).

Was mich darauf bringt: Im Auto scheint es ja erstmal ruhig zu sein, solange alles statisch ist. Erst wenn Bewegung reinkommt, kippt es. Das klingt für mich weniger nach „ich mag die Person nicht“ und mehr nach „ich halte das gerade nicht aus / ich muss eingreifen“.

Bitte nicht falsch verstehen – das soll keine Schuldzuweisung sein ❤️ Aber manchmal geraten Mensch und Hund in so eine Schleife: Der Hund scannt alles, Mensch merkt schon kleinste Anzeichen („gleich passiert’s“), wird innerlich angespannt und der Hund bestätigt sich dadurch noch mehr in seinem Gefühl, dass er jetzt übernehmen muss.

Vielleicht wäre ein Ansatz, weniger zu versuchen, ihn in der Eskalation runterzuholen (da ist er vermutlich schon komplett drüber), sondern viel früher anzusetzen. Also Situationen so aufzubauen, dass Muffin lernen kann: „Frauchen regelt das. Ich muss hier nichts übernehmen.“

Zum Beispiel:

- viel größere Distanz, bevor er hochfährt
- kurze, gut planbare Begegnungen statt lange Situationen
- klare Aufgaben für ihn (z. B. Decke, ruhiges Beobachten, Orientierung an dir)
- nicht erst reagieren, wenn er schon „schreit“, sondern schon bei den ersten kleinen Zeichen
- und vor allem: möglichst viel eigene Ruhe und Selbstverständlichkeit ausstrahlen, auch wenn’s schwer ist

Und noch ein Gedanke: Dass es funktioniert, wenn jemand anderes die Leine übernimmt, finde ich total spannend. Das könnte ein Hinweis sein, dass bei euch tatsächlich viel über Verantwortung/soziale Zuständigkeit läuft und weniger über echte Unverträglichkeit mit Menschen.

Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass Muffin „böse kontrollieren“ will. Eher, dass er sich für irgendwas zuständig fühlt, was ihn komplett überfordert. Und das kann man oft verändern – aber wahrscheinlich eher mit einem guten Blick auf eure Dynamik als mit „Grenzen setzen“ im Eskalationsmoment.
 
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Kerstin
1. Juni 20:42
Puh, das klingt wirklich anstrengend – vor allem, weil es dich ja offenbar auch sozial ziemlich einschränkt 😔 Beim Lesen hatte ich einen Gedanken: Bist du sicher, dass es wirklich „Eifersucht“ ist? Für mich liest es sich eher so, als hätte Muffin das Gefühl, Situationen rund um dich regulieren oder kontrollieren zu müssen – besonders dann, wenn Dynamik entsteht (Bewegung, Gespräch, neue Person bekommt Aufmerksamkeit). Was mich darauf bringt: Im Auto scheint es ja erstmal ruhig zu sein, solange alles statisch ist. Erst wenn Bewegung reinkommt, kippt es. Das klingt für mich weniger nach „ich mag die Person nicht“ und mehr nach „ich halte das gerade nicht aus / ich muss eingreifen“. Bitte nicht falsch verstehen – das soll keine Schuldzuweisung sein ❤️ Aber manchmal geraten Mensch und Hund in so eine Schleife: Der Hund scannt alles, Mensch merkt schon kleinste Anzeichen („gleich passiert’s“), wird innerlich angespannt und der Hund bestätigt sich dadurch noch mehr in seinem Gefühl, dass er jetzt übernehmen muss. Vielleicht wäre ein Ansatz, weniger zu versuchen, ihn in der Eskalation runterzuholen (da ist er vermutlich schon komplett drüber), sondern viel früher anzusetzen. Also Situationen so aufzubauen, dass Muffin lernen kann: „Frauchen regelt das. Ich muss hier nichts übernehmen.“ Zum Beispiel: - viel größere Distanz, bevor er hochfährt - kurze, gut planbare Begegnungen statt lange Situationen - klare Aufgaben für ihn (z. B. Decke, ruhiges Beobachten, Orientierung an dir) - nicht erst reagieren, wenn er schon „schreit“, sondern schon bei den ersten kleinen Zeichen - und vor allem: möglichst viel eigene Ruhe und Selbstverständlichkeit ausstrahlen, auch wenn’s schwer ist Und noch ein Gedanke: Dass es funktioniert, wenn jemand anderes die Leine übernimmt, finde ich total spannend. Das könnte ein Hinweis sein, dass bei euch tatsächlich viel über Verantwortung/soziale Zuständigkeit läuft und weniger über echte Unverträglichkeit mit Menschen. Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass Muffin „böse kontrollieren“ will. Eher, dass er sich für irgendwas zuständig fühlt, was ihn komplett überfordert. Und das kann man oft verändern – aber wahrscheinlich eher mit einem guten Blick auf eure Dynamik als mit „Grenzen setzen“ im Eskalationsmoment.
Du hast vollkommen recht, das schrieb ich auch weiter unten, ich hab das falsch benannt. Es ist Kontrolle. Aus welchem Beweggrund wage ich nun nicht zu beurteilen.

Zu deinen Vorschlägen: wie du vielleicht an der einen story mit dem Sitzkreis lesen kannst, erwischt es mich oft ganz unvermittelt!
Im Auto hatte ich es geahnt, weil ich seinen Blick sah.
Ich will damit sagen, dass ich 100% glaube, dass es Kontrolle ist, aber nicht aus MEINEM Gefühl heraus, also nicht wegen meiner Unsicherheit.
Es scheint ihn zu stören, dass jemand anders meine Aufmerksamkeit hat, deshalb nannte ich es Eifersucht.

Vielleicht muß ich noch erwähnen, dass wir allein sind, also ich sein Mensch und dann gibt es noch seine Dogwalkerin, da regt er sich auch auf wenn ein anderer Mensch mit ihr mit läuft.
Er ist Besitzergreifend 😂 , vermutlich Verlustangst. Wurde als Welpen viel durchgereicht bis er endlich bei mir ankam
 
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Kerstin
1. Juni 20:48
Puh, das klingt wirklich anstrengend – vor allem, weil es dich ja offenbar auch sozial ziemlich einschränkt 😔 Beim Lesen hatte ich einen Gedanken: Bist du sicher, dass es wirklich „Eifersucht“ ist? Für mich liest es sich eher so, als hätte Muffin das Gefühl, Situationen rund um dich regulieren oder kontrollieren zu müssen – besonders dann, wenn Dynamik entsteht (Bewegung, Gespräch, neue Person bekommt Aufmerksamkeit). Was mich darauf bringt: Im Auto scheint es ja erstmal ruhig zu sein, solange alles statisch ist. Erst wenn Bewegung reinkommt, kippt es. Das klingt für mich weniger nach „ich mag die Person nicht“ und mehr nach „ich halte das gerade nicht aus / ich muss eingreifen“. Bitte nicht falsch verstehen – das soll keine Schuldzuweisung sein ❤️ Aber manchmal geraten Mensch und Hund in so eine Schleife: Der Hund scannt alles, Mensch merkt schon kleinste Anzeichen („gleich passiert’s“), wird innerlich angespannt und der Hund bestätigt sich dadurch noch mehr in seinem Gefühl, dass er jetzt übernehmen muss. Vielleicht wäre ein Ansatz, weniger zu versuchen, ihn in der Eskalation runterzuholen (da ist er vermutlich schon komplett drüber), sondern viel früher anzusetzen. Also Situationen so aufzubauen, dass Muffin lernen kann: „Frauchen regelt das. Ich muss hier nichts übernehmen.“ Zum Beispiel: - viel größere Distanz, bevor er hochfährt - kurze, gut planbare Begegnungen statt lange Situationen - klare Aufgaben für ihn (z. B. Decke, ruhiges Beobachten, Orientierung an dir) - nicht erst reagieren, wenn er schon „schreit“, sondern schon bei den ersten kleinen Zeichen - und vor allem: möglichst viel eigene Ruhe und Selbstverständlichkeit ausstrahlen, auch wenn’s schwer ist Und noch ein Gedanke: Dass es funktioniert, wenn jemand anderes die Leine übernimmt, finde ich total spannend. Das könnte ein Hinweis sein, dass bei euch tatsächlich viel über Verantwortung/soziale Zuständigkeit läuft und weniger über echte Unverträglichkeit mit Menschen. Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass Muffin „böse kontrollieren“ will. Eher, dass er sich für irgendwas zuständig fühlt, was ihn komplett überfordert. Und das kann man oft verändern – aber wahrscheinlich eher mit einem guten Blick auf eure Dynamik als mit „Grenzen setzen“ im Eskalationsmoment.
Deine Ansätze werde ich weiter so versuchen, aber ich bin da ja schon lange dran und zwischendurch sah es mal vielversprechend aus. (Vermutlich weil ich das Thema bei allen durchgearbeitet hatte, wo es schon mal schief ging)
Aber wie kann ich vermeiden, dass er es bei jeder neuen Person tut?
Seufz
Ich kann doch nicht sein Hundeleben lang jede menschliche Begegnung so strapazieren und erst alles vorplanen müssen. Soviel Macht darf der 3kg Mann nicht haben 😂😂😂😂
 
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Sina's
1. Juni 20:53
Ich verstehe deinen Frust total 😅 Und nein – ich glaube auch nicht, dass du jetzt lebenslang jede Begegnung generalstabsmäßig planen musst oder dein 3kg-Mann die Weltherrschaft übernehmen darf 😂

Aber ein Gedanke: Vielleicht geht es gar nicht darum, jede neue Person perfekt vorzubereiten, sondern darum, dass Muffin grundsätzlich lernt: „Neue Menschen + Frauchen spricht/interagiert = kein Job für mich.“

Dass es zwischendurch schon mal besser war, finde ich übrigens einen total wichtigen Hinweis! Das zeigt ja, dass Veränderung grundsätzlich möglich ist. Vielleicht lohnt es sich zu überlegen: Was war in dieser Phase anders? Warst du entspannter? Waren die Begegnungen kleinschrittiger? Hatte er mehr Orientierung?

Und wegen der neuen Personen: Ich glaube, ich würde versuchen, gar nicht erst in Situationen zu gehen, wo er direkt in volle soziale Dynamik muss („eng, neu, Gespräch, Bewegung, wenig Abstand“), sondern ihm erstmal Erfolgserlebnisse verschaffen.

Also eher: Neue Person = locker zusammen laufen, nichts wollen, kein direkter Fokus, kein „soziales Event“. Einfach: Mensch existiert, Frauchen bleibt entspannt, niemand erwartet was von dir.

Ich könnte mir vorstellen, dass bei Muffin die Schwierigkeit weniger die Person selbst ist, sondern der Moment, wo er das Gefühl bekommt: „Oh oh, jetzt passiert was, ich muss aufpassen/übernehmen.“

Und nein – ich glaube auch nicht, dass er „Macht“ haben will 😉 Eher, dass er irgendeinen Job übernommen hat, der ihn komplett stresst.