Puh, das klingt wirklich anstrengend – vor allem, weil es dich ja offenbar auch sozial ziemlich einschränkt 😔
Beim Lesen hatte ich einen Gedanken: Bist du sicher, dass es wirklich „Eifersucht“ ist? Für mich liest es sich eher so, als hätte Muffin das Gefühl, Situationen rund um dich regulieren oder kontrollieren zu müssen – besonders dann, wenn Dynamik entsteht (Bewegung, Gespräch, neue Person bekommt Aufmerksamkeit).
Was mich darauf bringt: Im Auto scheint es ja erstmal ruhig zu sein, solange alles statisch ist. Erst wenn Bewegung reinkommt, kippt es. Das klingt für mich weniger nach „ich mag die Person nicht“ und mehr nach „ich halte das gerade nicht aus / ich muss eingreifen“.
Bitte nicht falsch verstehen – das soll keine Schuldzuweisung sein ❤️ Aber manchmal geraten Mensch und Hund in so eine Schleife: Der Hund scannt alles, Mensch merkt schon kleinste Anzeichen („gleich passiert’s“), wird innerlich angespannt und der Hund bestätigt sich dadurch noch mehr in seinem Gefühl, dass er jetzt übernehmen muss.
Vielleicht wäre ein Ansatz, weniger zu versuchen, ihn in der Eskalation runterzuholen (da ist er vermutlich schon komplett drüber), sondern viel früher anzusetzen. Also Situationen so aufzubauen, dass Muffin lernen kann: „Frauchen regelt das. Ich muss hier nichts übernehmen.“
Zum Beispiel:
- viel größere Distanz, bevor er hochfährt
- kurze, gut planbare Begegnungen statt lange Situationen
- klare Aufgaben für ihn (z. B. Decke, ruhiges Beobachten, Orientierung an dir)
- nicht erst reagieren, wenn er schon „schreit“, sondern schon bei den ersten kleinen Zeichen
- und vor allem: möglichst viel eigene Ruhe und Selbstverständlichkeit ausstrahlen, auch wenn’s schwer ist
Und noch ein Gedanke: Dass es funktioniert, wenn jemand anderes die Leine übernimmt, finde ich total spannend. Das könnte ein Hinweis sein, dass bei euch tatsächlich viel über Verantwortung/soziale Zuständigkeit läuft und weniger über echte Unverträglichkeit mit Menschen.
Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass Muffin „böse kontrollieren“ will. Eher, dass er sich für irgendwas zuständig fühlt, was ihn komplett überfordert. Und das kann man oft verändern – aber wahrscheinlich eher mit einem guten Blick auf eure Dynamik als mit „Grenzen setzen“ im Eskalationsmoment.
Du hast vollkommen recht, das schrieb ich auch weiter unten, ich hab das falsch benannt. Es ist Kontrolle. Aus welchem Beweggrund wage ich nun nicht zu beurteilen.
Zu deinen Vorschlägen: wie du vielleicht an der einen story mit dem Sitzkreis lesen kannst, erwischt es mich oft ganz unvermittelt!
Im Auto hatte ich es geahnt, weil ich seinen Blick sah.
Ich will damit sagen, dass ich 100% glaube, dass es Kontrolle ist, aber nicht aus MEINEM Gefühl heraus, also nicht wegen meiner Unsicherheit.
Es scheint ihn zu stören, dass jemand anders meine Aufmerksamkeit hat, deshalb nannte ich es Eifersucht.
Vielleicht muß ich noch erwähnen, dass wir allein sind, also ich sein Mensch und dann gibt es noch seine Dogwalkerin, da regt er sich auch auf wenn ein anderer Mensch mit ihr mit läuft.
Er ist Besitzergreifend 😂 , vermutlich Verlustangst. Wurde als Welpen viel durchgereicht bis er endlich bei mir ankam