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Franka
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 15
zuletzt 27. Juli

Ein sehr kommunikativer Hund

Hat jemand Erfahrungen mit einem Hund, der aus lauter Aufregung extrem viel bellt? Unser Hund hat irgendwann im Welpenalter damit angefangen. Dadurch wurde irgendwann sogar der Welpenkurs schwierig, weil er dort vor lauter Aufregung ständig gebellt hat. Heute passiert es vor allem, wenn er freilaufen darf oder andere Hunde trifft. Kommt beides zusammen, wird es richtig laut. Das Bellen ist in einem hohen Ton und eindeutig aus Aufregung, nicht aus Aggression. Zu Hause bellt er dagegen fast nie. Weder bei Geräuschen im Treppenhaus noch wenn ihm ein Spielzeug unter das Sofa rollt. Höchstens kurz bei Besuch, dann hört es nach ein paar Minuten wieder auf. Bisher hieß es von Trainern am Anfang immer: ignorieren. Das hat bei ihm aber überhaupt nichts gebracht. Auch positives Zureden oder Schimpfen macht keinen Unterschied – solange er noch aufgeregt ist, bellt er weiter. Erst wenn er von selbst runterkommt, hört es auf. Social Walks haben wir ebenfalls schon einige gemacht. Der Grund, warum ich jetzt nochmal frage: Ein Nachbar hat sich beschwert, weil ich mit ihm manchmal im Hinterhof Schnüffelspiele oder kleine Spieltreffen mache und es dann für 10–15 Minuten lauter wird. Hat jemand einen Hund mit einem ähnlichen Verhalten? Lohnt sich an der Stelle ein Hundetrainer oder gibt es Dinge, die man in genau diesen Bell-Situationen ausprobieren kann? Ich freue mich über eure Erfahrungen. Das Video war von einem Pudeltreffen, da sieht ma das Verhalten ganz gut.
 
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Sebbi
Beliebteste Antwort
24. Juli 17:08
Hallo!
Das ist mir im Hundeverein auch schon oft aufgefallen.
Gerade Pudel scheinen oft eine ziemlich niedrige Reizschwelle zu haben. Sie bellen extrem schnell, schaukeln sich da richtig rein und schießen beim Stresslevel komplett durch die Decke.

Euer Problem ist ein Klassiker: Dein Hund hat eine extrem hohe Erwartungshaltung und null Frustrationstoleranz. Das Bellen in dieser hohen Tonlage ist sein Ventil, um das Adrenalin abzubauen. Sein Gehirn kocht vor Aufregung über und er ist gar nicht mehr ansprechbar.

Dass bisherige Tipps nichts gebracht haben, ist völlig logisch. Ignorieren hilft bei Selbstbelohnung nicht, und Schimpfen interpretiert der Hund oft als „Super, Frauchen bellt mit!“.
Der Ratschlag aus meinem Verein, einfach zügig aus der Situation rauszugehen, ist für den Moment zwar das Einzige, was hilft, löst aber das Grundproblem nicht.

Auch euer Hinterhof ist inzwischen fest mit „Hier gibt es gleich Action!“ verknüpft.
Ein Hundetrainer lohnt sich hier definitiv – aber jemand, der an der Grunderregung arbeitet und nicht nur das Symptom bekämpft.

Für euch heißt das im Alltag: Erwartungshaltung brechen. Bellen darf nie wieder zum Erfolg führen. Fängt er im Hinterhof an zu bellen, geht es sofort und ohne großes Thema wieder rein. Action schaltet er sich nur noch durch Ruhe frei.
Bei Begegnungen müsst ihr die Distanz zu anderen Hunden am Anfang so groß wählen, dass sein Kopf gar nicht erst durchbrennt. Erst wenn er auf Abstand ruhig bleiben kann, arbeitet man sich schrittweise näher ran.

Manchen Hunden hilft es in solchen Momenten auch enorm, wenn sie stattdessen ein Spielzeug im Maul tragen dürfen – das nimmt oft schon den ersten Druck raus.

Dem Nachbarn würde ich einfach kurz sagen, dass du das Thema auf dem Schirm hast und ab sofort gezielt daran arbeitest. Das nimmt meist direkt die Schärfe raus.
Bleib dran, das kriegt man mit etwas Konsequenz gut in den Griff!


Nachtrag:
Und unterschätze deinen Pudel nicht. Pudel sind alles andere als doof. Er wird immer nach einem Schlupfloch suchen und dich zur Not auch zu Fehler zwingen😉
 
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Sebbi
24. Juli 17:08
Hallo!
Das ist mir im Hundeverein auch schon oft aufgefallen.
Gerade Pudel scheinen oft eine ziemlich niedrige Reizschwelle zu haben. Sie bellen extrem schnell, schaukeln sich da richtig rein und schießen beim Stresslevel komplett durch die Decke.

Euer Problem ist ein Klassiker: Dein Hund hat eine extrem hohe Erwartungshaltung und null Frustrationstoleranz. Das Bellen in dieser hohen Tonlage ist sein Ventil, um das Adrenalin abzubauen. Sein Gehirn kocht vor Aufregung über und er ist gar nicht mehr ansprechbar.

Dass bisherige Tipps nichts gebracht haben, ist völlig logisch. Ignorieren hilft bei Selbstbelohnung nicht, und Schimpfen interpretiert der Hund oft als „Super, Frauchen bellt mit!“.
Der Ratschlag aus meinem Verein, einfach zügig aus der Situation rauszugehen, ist für den Moment zwar das Einzige, was hilft, löst aber das Grundproblem nicht.

Auch euer Hinterhof ist inzwischen fest mit „Hier gibt es gleich Action!“ verknüpft.
Ein Hundetrainer lohnt sich hier definitiv – aber jemand, der an der Grunderregung arbeitet und nicht nur das Symptom bekämpft.

Für euch heißt das im Alltag: Erwartungshaltung brechen. Bellen darf nie wieder zum Erfolg führen. Fängt er im Hinterhof an zu bellen, geht es sofort und ohne großes Thema wieder rein. Action schaltet er sich nur noch durch Ruhe frei.
Bei Begegnungen müsst ihr die Distanz zu anderen Hunden am Anfang so groß wählen, dass sein Kopf gar nicht erst durchbrennt. Erst wenn er auf Abstand ruhig bleiben kann, arbeitet man sich schrittweise näher ran.

Manchen Hunden hilft es in solchen Momenten auch enorm, wenn sie stattdessen ein Spielzeug im Maul tragen dürfen – das nimmt oft schon den ersten Druck raus.

Dem Nachbarn würde ich einfach kurz sagen, dass du das Thema auf dem Schirm hast und ab sofort gezielt daran arbeitest. Das nimmt meist direkt die Schärfe raus.
Bleib dran, das kriegt man mit etwas Konsequenz gut in den Griff!


Nachtrag:
Und unterschätze deinen Pudel nicht. Pudel sind alles andere als doof. Er wird immer nach einem Schlupfloch suchen und dich zur Not auch zu Fehler zwingen😉
 
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Tina
25. Juli 11:22
Ich kenne das, leider.

Ich habe es nur über konsequentes Management lösen können. Alles was ihn hoch fährt weg lassen.

Am Anfang immer die selbe Runde gehen, wo ich wusste, dass er ruhig ist. Ganz langsam wurden aufregende Reize gesteigert. Ruhiges Verhalten wurde vorsichtig belohnt. Zu viel hysterisches Lob oder lautes "fein" hat ihn wieder hoch gefahren. Wichtig war, dass man selbst völlig ruhig bleibt. Was sehr schwer fällt.

Tatsächlich trägt er ein Stöckchen. Das beruhigt ihn.

Heute ist er relativ "normal", wobei er ab und zu noch bellt. Aber alles in einem normalen Rahmen. Ich muss aber gestehen, dass er schwer verhaltensgestört war, deshalb muss man meine Erfahrung "unter Vorbehalt" lesen. 😊

Ganz wichtig war auch die richtige Auslastung. Er hat eine Aufgabe gebraucht ohne hoch zufahren. Es waren klassische Übungen, wo er langsam lernte Dinge ruhig auszuhalten. Hier mussten wir sehr einfallsreich sein. Wir haben uns immer wieder neu Übungen einfallen lassen. (abgewandeltes Crossdoging)

Hundetrainer ist schon gut. Ich denke nur er muss offen und flexibel sein. Schema F ist in solchen Fällen schwierig.

Das war unser Weg. Er hat zwei Jahre gedauert. Viel Erfolg bei Deinem Weg.
 
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Annett
25. Juli 19:24
Jeder Hund hat natürlich ein anders Temperament und ist anders reizempfänglich, aber ich befürchte, dass du ihm trotzdem das Problem unbewusst anerzogen, oder zumindest gefördert hast. Ich würde vorerst solche Situationen meiden, die deinen Hund zu sehr aufregen, denn dort kommst du mit ignorieren wahrscheinlich wirklich noch nicht weiter. Kommst du doch in eine, dann verlasse sie kommentarlos mit ihm. Du musst den Fokus auf Ruheübungen/ Übungen zur Frustrationstoleranz legen und ganz wichtig ist, dass dein Hund mit diesem Verhalten keinen Erfolg mehr hat. Das bedeutet, keine Aktivitäten mehr mit ihm, wenn er dieses Verhalten zeigt und genau das meint der Trainer mit ignorieren. Spielen, Kuscheln etc. ist alles erlaubt, aber nur wenn er ruhig ist und du jegliche Aktivität selber beginnst und auch beendest und das, bevor der Hund keine Lust mehr hat und selber aufhört. Kommt der Hund z.B. mit einem Spielzeug zu dir und will spielen, ignoriere es. Ist er ruhig und liegt in seinem Körbchen, beginne du ein Spiel. Setz dich draußen ruhig mit ihm auf eine Bank und lass ihn beobachten. Wird er hier ungeduldig und nervt, kannst du das sehr wohl aussitzen und ignorieren, auch wenn es dauert und nervig ist. Du schreibst ja selber, dass er sich auch alleine beruhigen kann. Das ist ja schonmal gut, auch wenn es dauert. Du gehst erst weiter, wenn er wieder ruhig ist, ohne zu schimpfen oder auf ihn einzureden. Er muss merken, dass dieses Verhalten nichts mehr bringt und nicht zum Erfolg führt. Du musst dir ja dafür nicht unbedingt den Hinterhof samt Nachbarn aussuchen. 🤪😂 Er darf damit keinerlei Erfolg mehr haben. Statt dem Pudeltreffen würde ich mich mit einem Halter samt möglichst ruhigem ausgeglichenen Hund verabreden zum Gassigehen. Dabei bleiben die Hunde zuerst beide an der Leine und haben keinen Kontakt. Beruhigt sich dein Hund können die Leinen ab und es gibt Kontakt. Fängt er wieder an, Leine dran und wieder ohne Kontakt laufen. Das Laufen nebeneinander nimmt die Aufregung heraus, weil die Hunde sich nicht frontal sehen. Das Ganze kann man dann auch mal auf der Bank üben. Aber denke dran, es ist ganz wichtig, dass er mit diesem Verhalten nicht mehr zum Erfolg kommt. Fängt er wieder an, wird sofort abgebrochen. Je nachdem, wie verfestigt dieses Verhalten schon ist, wirst du schon etwas Geduld brauchen. Wenn es irgendwann klappt, kann man das natürlich auch wieder etwas lockern und auch mal mit dem Hund spielen, wenn er kommt, aber vorerst würde ich das komplett lassen. Und auch später solltest du die Mehrzahl der Aktivitäten selber bestimmen. Gleichzeitig würde ich mal überlegen, wie ausgelastet dein Hund ist. Wie ist denn euer Tagesablauf so? Pudel sind intelligente Hunde und brauchen auch Kopfarbeit. Ihnen reicht es nicht, nur Gassi zu gehen. Haben sie nichts zu tun, kann das ein solches Verhalten auch begünstigen. Genauso kann aber auch eine Überforderung mit zu wenig Ruhephasen ein Teil des Problems sein.
 
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Franka
26. Juli 10:03
Vielen Dank für eure ganzen Tipps! Ich habe jetzt eine Trainerstunde gebucht und denke, mehr Kopf Auslastung sollten wir auch regelmäßig einplanen. Das stimmt auf jeden Fall.
Ich fange eigentlich nie mit ihm zu spielen oder zu kuscheln an, wenn er bellt. Auf der Straße bleibe ich schon stehen oder wechsle die Richtung, wenn er bellt und los will. Deswegen denke ich, es ist gut, da mal einen Trainer drauf schauen zu lassen.
Ich möchte ihm schon gerne die Chance geben, mit seinen Artgenossen zu spielen, deshalb finde ich die Vorstellung ganz blöd , das strikt zu unterbinden 🫣 ich glaub, das Bellen ist in der Aufregung auch einfach sein Ventil. So wie wenn manche rammeln oder Gras fressen.
Liebe Grüße
 
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The In
26. Juli 16:17
Ich kenne das, leider. Ich habe es nur über konsequentes Management lösen können. Alles was ihn hoch fährt weg lassen. Am Anfang immer die selbe Runde gehen, wo ich wusste, dass er ruhig ist. Ganz langsam wurden aufregende Reize gesteigert. Ruhiges Verhalten wurde vorsichtig belohnt. Zu viel hysterisches Lob oder lautes "fein" hat ihn wieder hoch gefahren. Wichtig war, dass man selbst völlig ruhig bleibt. Was sehr schwer fällt. Tatsächlich trägt er ein Stöckchen. Das beruhigt ihn. Heute ist er relativ "normal", wobei er ab und zu noch bellt. Aber alles in einem normalen Rahmen. Ich muss aber gestehen, dass er schwer verhaltensgestört war, deshalb muss man meine Erfahrung "unter Vorbehalt" lesen. 😊 Ganz wichtig war auch die richtige Auslastung. Er hat eine Aufgabe gebraucht ohne hoch zufahren. Es waren klassische Übungen, wo er langsam lernte Dinge ruhig auszuhalten. Hier mussten wir sehr einfallsreich sein. Wir haben uns immer wieder neu Übungen einfallen lassen. (abgewandeltes Crossdoging) Hundetrainer ist schon gut. Ich denke nur er muss offen und flexibel sein. Schema F ist in solchen Fällen schwierig. Das war unser Weg. Er hat zwei Jahre gedauert. Viel Erfolg bei Deinem Weg.
Darf ich fragen was abgewandeltes Crossdoging ist? 🤗
 
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Tina
26. Juli 19:44
Darf ich fragen was abgewandeltes Crossdoging ist? 🤗
Beim Crossdoging - so habe ich es kennenlernen dürfen - werden jede Stunde neu Übungen/Aufgaben aus den unterschiedlichsten Bereichen gestellt.
Wir haben es insofern abgewandelt, dass wir vornehmlich ruhige Übungen mit Impulskontrolle nehmen. (ich hoffe, dass ich einigermaßen erklären konnte)
Ich mag den Trainingssatz, dass Mensch und Hund gemeinsam Aufgaben lösen müssen.
 
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Kirsten
26. Juli 20:09
Wäre es möglich, das ihr da einen sensiblen jungen Hund habt, für den die Masse, die da auf ihn einströmt ein wenig zu viel ist?

Im Video scheint er nicht gerichtet zu Bellen.
 
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Annett
26. Juli 20:49
Vielen Dank für eure ganzen Tipps! Ich habe jetzt eine Trainerstunde gebucht und denke, mehr Kopf Auslastung sollten wir auch regelmäßig einplanen. Das stimmt auf jeden Fall. Ich fange eigentlich nie mit ihm zu spielen oder zu kuscheln an, wenn er bellt. Auf der Straße bleibe ich schon stehen oder wechsle die Richtung, wenn er bellt und los will. Deswegen denke ich, es ist gut, da mal einen Trainer drauf schauen zu lassen. Ich möchte ihm schon gerne die Chance geben, mit seinen Artgenossen zu spielen, deshalb finde ich die Vorstellung ganz blöd , das strikt zu unterbinden 🫣 ich glaub, das Bellen ist in der Aufregung auch einfach sein Ventil. So wie wenn manche rammeln oder Gras fressen. Liebe Grüße
Ich finde es gut, dass du einen Trainer darauf schauen lässt, denn von der Ferne ist das immer schwierig einzuschätzen. Aber falls du mich meinst, habe ich dir nur geraten, diese Pudeltreffen vorerst zu meiden, nicht jeglichen Hundekontakt zu unterbinden, im Gegenteil. Ist er ruhig und entspannt, darf er natürlich mit Artgenossen spielen, aber eben nur dann. Da ihn das am Anfang überfordern könnte, würde ich das aber eben erst einmal mit einem anderen sozialen Hund üben und nicht mit einer ganzen Gruppe. Übrigens finden viele Hunde gerade diese Aufregung bei anderen Hunden richtig nervig. Mein Mailo hätte sich das nicht sehr lange angeschaut und deinen Hund gemaßregelt. Der Hund unserer Nachbarin hat sich als Pubertier ähnlich verhalten. Sie war verzweifelt und hat erfolglos versucht, ihm das abzugewöhnen. Mein Mailo hat sich das eine Weile angeschaut und dann hat es ihm gereicht. Es hat einmal ganz kurz gekracht, das Pubertier war total überrumpelt und hat sich verdutzt hinter Frauchen versteckt und dann war es auch gut. Frauchen war begeistert. Das was sie nicht geschafft hat, hat Mailo in ein paar Sekunden hinbekommen und es gab nie wieder Theater.🤪
 
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Katja
26. Juli 21:09
Ich würde versuchen, ihm überhaupt erstmal die Möglichkeit eröffnen, sich anderes zu regulieren, als zu bellen. Und das erstmal bei ganz niedrigeren Reizen und dann sukzessive steigern, damit er das Verhalten quasi „mitnehmen“ kann.
Also ganz viel Impulskontrolle in den verschiedensten Situationen üben… und darauf achten, dass er nie ins Bellen kommt, sondern dass anderes hinkriegt!

Wir haben hier gerade das Ergebnis von keine Selbst-Regulation, eine Hündin, die dauerbellt, gegenüber: für die ist das wirklich die einzige Lösung, den ganzen Tag alles und jedes zu kommentieren. Dadurch bellt sie quasi den gesamten Tag durch. Ich weiß nicht, wie die Halter das aushalten…🥴
Man hört immer nur „Ruhe!“, „Aus!“, „Hierher!“… aber es hat eigentlich so gut wie gar keinen Effekt…
 
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Katja
26. Juli 21:13
Ich finde es gut, dass du einen Trainer darauf schauen lässt, denn von der Ferne ist das immer schwierig einzuschätzen. Aber falls du mich meinst, habe ich dir nur geraten, diese Pudeltreffen vorerst zu meiden, nicht jeglichen Hundekontakt zu unterbinden, im Gegenteil. Ist er ruhig und entspannt, darf er natürlich mit Artgenossen spielen, aber eben nur dann. Da ihn das am Anfang überfordern könnte, würde ich das aber eben erst einmal mit einem anderen sozialen Hund üben und nicht mit einer ganzen Gruppe. Übrigens finden viele Hunde gerade diese Aufregung bei anderen Hunden richtig nervig. Mein Mailo hätte sich das nicht sehr lange angeschaut und deinen Hund gemaßregelt. Der Hund unserer Nachbarin hat sich als Pubertier ähnlich verhalten. Sie war verzweifelt und hat erfolglos versucht, ihm das abzugewöhnen. Mein Mailo hat sich das eine Weile angeschaut und dann hat es ihm gereicht. Es hat einmal ganz kurz gekracht, das Pubertier war total überrumpelt und hat sich verdutzt hinter Frauchen versteckt und dann war es auch gut. Frauchen war begeistert. Das was sie nicht geschafft hat, hat Mailo in ein paar Sekunden hinbekommen und es gab nie wieder Theater.🤪
Das fand ich auch erstaunlich: mein Freund hat heute bei der dauerbellenden Hündin einen Schritt am Tor auf sie zugemacht und sie kurz, aber sehr amtlich angebrüllt.

Solche Totenstille hatten wir lange nicht!😀
Bin gespannt, ob sie jetzt zwischen ihm und anderen Passanten unterscheidet…🤔