Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Draussen lösen

Verfasser-Bild
Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 63
zuletzt 4. Nov.

Draussen lösen

Mein Hund ist Samstagnachmittag bei mir eingezogen. Aus dem Auslandstierschutz. Er schläft viel, fühlt sich auf seiner Decke wohl und verbringt dort ruhend den ganzen Tag. Was er leider gar nicht kann ist draussen entspannen und sich lösen. Gestern hat er nachdem wir draussen waren in der Wohnung uriniert. Am Abend als ich duschen war dann gekotet. Heute hab ihm angesehen, dass er muss und bin sofort mit ihm runter, zu der Stelle wo wir immer hingehen. Dort hat er geschaut, geschnüffelt und an der Leine gezogen. Ich bin trotzdem eine Weile dort mit ihm stehen geblieben. Kaum waren wir danach wieder in der Wohnung hat er alles rausgelassen. Er scheint nur in der Wohnung so entspannt zu sein, dass er sich löst. Gibt es Tipps oder kann mir jemand sagen, wie er sich an draußen gewöhnen kann? Ich weiß, es sind erst 2 Tage - noch nichtmal ganz - aber mir geht das leicht auf die Psyche weil ich immer warte, wann er drinnen loslässt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
2. Nov. 17:09
Sorry, noch keine 2 Tage und es geht Dir auf die Psyche? Hast Du Dir vorher Gedanken darüber gemacht, wie es ist, einen Hund aus dem Auslands-Tierschutz zu übernehmen? Das arme Tier ist total durch den Wind, lass ihm Zeit, gehe es entspannt an und geh immer mal wieder mit ihm raus in eine ruhige Ecke
Und bis jetzt war es sch.....egal, wo er sein Geschäft gemacht hat. Er muss es erst lernen!!!
Bitte gib ihm Zeit, er kommt aus einer anderen Welt!!!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Ursula
2. Nov. 17:15
Ich hatte mit Mathilda ähnliche Probleme. Sie hat zwar nicht in die Wohnung gemacht, aber für mich war es schon stressig, wenn ich mir ausrechnete, dass sie jetzt seit 18 Stunden nicht mehr gepinkelt hatte. Bin mit ihr 15/20 Minuten im Kreis auf einer kleinen Parkwiese gelaufen, bis es endlich klappte. Nach 13 Monaten ist das nur noch schwierig, wenn wir in Urlaub sind. Aber ganz sicher wird es auch bei euch besser. In einigen Jahren sind das die Geschichten, die mit "weißt du noch..." beginnen 😄
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
2. Nov. 18:36
Geduld ist das Zauberwort, der Hund hat wahrscheinlich gelernt, dass gefährlich ist, wenn man sich draußen löst, deshalb macht er es in der Wohnung,weil er sich da sicher fühlt.
Wir haben auch einen Hund aus dem Auslandstierschutz und sind anfangs alle 2 Stunden mit ihr Gassi gegangen und nach einer Woche war das Thema erledigt.
Aber man kennt das Vorleben des Tieres ja nicht und was es erlebt hat.
Sei einfach nachsichtig und erwarte nicht zuviel.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
2. Nov. 18:41
Am besten gehst du zu anfangs immer nur die gleichen Runden und gestaltest das ganze so langweilig wie möglich, also sehr ruhig, schnüffelnlassen, ohne Aufregung...
Denke an Sicherung durch Sicherheitsgeschirr.
Ich würde so alle 3 Stunden mit ihm raus gehen bis er es verinnerlicht hat. Das ist auch gut um eine Routine aufzubauen.
Passiert es drinnen so darfst du dich nicht darüber ärgern und mit ihm schimpfen, denn er kann im Moment einfach nicht anders. Einfach stillschweigend gut reinigen, am besten mit einem Enzymreiniger damit er diese Stellen nicht mehr riechen kann. Solange ggf Teppiche wegmachen...
Bleib geduldig und verständnisvoll, bald gehört das der Vergangenheit an.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Susi
2. Nov. 18:52
Als Nora im Januar bei uns eingezogen ist, ging es zum Glück nur am ersten Tag in die Wohnung. Wenn wir draußen waren hat sie immer in die Büsche, hinter die Hecken und an die unmöglichsten versteckten Ecken gezogen um sich zu lösen. Aber es war ok für mich, ich bin einfach mit ihr dahin und hab mir so manchen Kratzer eingefangen ...Ihr Blick voller Dankbarkeit das wir Verständnis dafür haben, war jede Mühe wert! Nach ein paar Wochen hat es sich dann gelegt.
Aber wir merken es immer noch wenn wir im Urlaub oder einer neuen Umgebung sind, dann werden wieder große Grasbüschel gesucht zum verstecken zum lösen. Aber das ist völlig in Ordnung...
Alles Gute für euch, viel Geduld und Freude beim gegenseitigen Kennenlernen!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Marion
2. Nov. 18:56
Wie alt ist der Hund? Hast du einen Welpen adoptiert oder ist der Hund schon älter?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
2. Nov. 21:01
Behandle ihn wie einen Welpen: also alle paar stunden raus, party feiern wenn er draussen macht etc... TS/TH Hunde sind öfter mal einige zeit nicht(mehr) Stubenrein da sie nicht immer aus dem "Zwinger" raus konnten um sich zu lösen....🤗
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Pauli
2. Nov. 22:16
Sorry, noch keine 2 Tage und es geht Dir auf die Psyche? Hast Du Dir vorher Gedanken darüber gemacht, wie es ist, einen Hund aus dem Auslands-Tierschutz zu übernehmen? Das arme Tier ist total durch den Wind, lass ihm Zeit, gehe es entspannt an und geh immer mal wieder mit ihm raus in eine ruhige Ecke
Ich finde es unglaublich wichtig, dass man zugeben darf, wenn einen die Situation stresst.

Egal ob Tierschutzhund, Welpe oder (…) – man darf sich trotz vorheriger Überlegungen überfordert fühlen.

Und es ist unglaublich wichtig, dass man sich früh eingestehen kann, dass man gerade an seine Grenze kommt. Denn nur dann kann man das reflektieren und eben nicht frustriert am Hund rauslassen. Und sich z.B. in einem Forum Hilfe suchen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sabrina
2. Nov. 22:29
Einfach Wickelunterlagen für die ersten Tage holen und dann einfach regelmäßiger
Raus gehen. Mit Geduld und Zeit wird das alles schon. Aber ich muss ehrlich sagen das der Hund dir nach zwei Tagen schon auf die Psyche geht ist auch kein normales Verhalten. Ich habe einen Welpen und ich weiß wo von ich rede 🤣 ohne dir zu nahe treten zu wollen aber manchmal sollte man sich so einen Schritt dreimal überlegen. Vor allem bei einem
Tierschutz Hund. Da weiß man das da Arbeit auf einen zu kommt. Hunde spüren auch Unsicherheiten…
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sandra
2. Nov. 23:14
Schön dass du einen Hund aus dem Tierschutz aufgenommen hast ,dennoch sollte man sich vor Augen halten wie die Hunde dort verbracht haben. Es ist nicht alles sofort super, nur weil man nun ein schönes Zuhause, mit Körbchen, Spielzeug, und alles hat. Für deinen Hund ist dass nicht direkt super. Dass er viel schläft und sich in der Wohnung wohl fühlt ist totale erschöpfung. Draußen hat er Angst, da ist alles was er nicht kennt. Auch mit Pipi in Wohnung machen wird dauern,im Tierschutz hatte man nicht die Zeit, zu Trainieren wo drinnen und draußen ist. Da machen sie überall ihre Notdurft. Wir haben auch einen Hund aus Tierschutz und dass ist eine große Herausforderung. Mit Liebe, Geduld und Freude durchhalten. Auf jeden Fall einen guten Trainer suchen, der im EINZELTRAINING auf diese Hunde spezialisiert ist.
Alles Gute für euch, halte durch es wird sich auszahlen, es wird aber dauern 😍
Auf keinen Fall sauer sein auf dein Hund und nicht bestrafen. 💪