# Langer Text, sorry 🫣 #
Guten Morgen an alle,
ich ärgere mich schon seit letztem Sonntag mit einem Gedanken rum, den ich einfach mal los werden möchte.
Zu meiner aktuellen Situation: Ich liege seit dem 21.12.25 im Krankenhaus ans Bett gefesselt. Auf unbestimmte Zeit. Somit ist mein Partner aktuell allein im Haus und hat neben Hund (Border Collie) auch noch Haus und Arbeit zu erledigen. Er macht das ganz großartig. Fährt mit dem Hund weg, lernt ihm neue Tricks und lastet ihn auch kopfmäßig aus. Ist, wenn man von heute auf morgen alleine ist, nicht einfach. Keine Frage.
Seit 3 Wochen fährt er jeden Sonntag ins nächste Dorf zu einer Hundeschule/ Hundesportverein um dem kleinen Borki noch mehr bieten. Gerade Training in der Gruppe ist nie verkehrt.
Nun zum letzten Sonntag:
Er war wieder dort und es war eine angehende Hundetrainerin vor Ort. Soweit so gut. Wenn aber schon einer vom Vorstand sagt, dass er sie nicht leiden kann, wären meine Ohren gespitzt gewesen.
Sie hatte an dem Tag das Training übernommen.
Unser Hund war jetzt zum dritten Mal dort, fremde Hunde und alles aufregend. Das er nicht gleich perfekt bei Fuß läuft, empfinde ich als normal. Aber deswegen geht man ja dahin um zusammen zu lernen.
Die Gruppe sollte "Sitz" machen und Banjo saß erstmal auf seinen Ohren. Sie meinte dann zu meinem Partner, er solle ihn schärfer ansprechen. Mal davon abgesehen, dass er sich ja dann schon ins "Sitz" gebracht hatte.
Irgendwann fragte sie ihn, ob er beißen würde, oder er mal Andeutungen uns gegenüber gemacht hätte. Weil er wohl Herrchen falsch angeguckt hat. Aber das hat er noch nie gemacht. Und ich gebe Brief und Siegel, dass er sowas niemals machen würde.
Wenn man ihm was sagt, dann guckt er einen von unten herab an. Aber eher im Sinne von "Habs falsch gemacht, Fehler erkannt." Sensibler Hütehund eben.
Nach der Stunde gab es noch eine kleine Spielrunde. Zuerst war er mit einer anderen Border Collie Hündin auf dem großen Platz alleine und hat mit ihr gespielt. Es waren alle so ziemlich fasziniert, weil sie so schön harmoniert haben und wie ein Spiegelbild nebeneinander her gerannt sind.
Dauerte aber nicht lange und drei weitere Besitzer haben ihre Hunde dazu geworfen. War alles im grünen Bereich. Als Truppe haben die sich ebenfalls verstanden. Nach und nach sind aber die meisten gegangen und Banjo war mit einem weiteren Rüden alleine. Wie ein typischer Hütehund fing er dann an, den anderen zu "scheuchen". Nun zu dem Punkt, der mich so sauer machte, als ich es gehört habe. Sie sprang vor Banjo und brüllte ihn an, dass er sich verziehen sollte. Richtigen Wortlaut sage ich mal nicht.
Ich bin es eigentlich gewöhnt, dass der Hundetrainer dem Halter in so einer Situation die Aufgabe gibt, den Hund zu bremsen und aus der Situation raus zu holen. Damit er wieder zur Ruhe kommt. Nur im Notfall, wenn der Trainer merkt, der Halter braucht meine Unterstützung, dann ist es was anderes. Aber nicht so. Vor allem nicht mit anbrüllen, sich davor werfen und den mir fremden Hund zu maßregeln. Und vorher fragen, ob er beißt. Solch eine Ausführung hätte, in meinen Augen, auch ka*cke für uns Enden können. Das er Fremde jetzt anbellt, anknurrt, wie auch immer. Und das Vertrauen zum Herrchen hätte gelitten, weil er ihn nicht unterstützt hat.
Gott sei Dank ist es nicht so. Er ist immer noch absoluter Menschenfreund.
Wäre ich dabei gewesen, hätte ich ihr ein paar Takte erzählt und ihre Kompetenz angezweifelt. Ich würde auch nicht mehr gehen, aber mein Partner wollte es heute noch mal probieren, weil sie wohl auch nicht immer da ist.
Wie seht ihr das? Übertreibe ich da, oder war es völlig legitim von ihrer Seit aus?
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsche ich euch noch. ☀️⛄️