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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 433
heute 09:46

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Petra
heute 08:56
Wir haben gerade ein Problem mit einem Team aus der etwas weiteren Nachbarschaft. Genauer gesagt mit dem Halter. Seine und unsere Hündin sind ca. gleich alt und mögen sich nicht so sonderlich. Unsere ist hier in der Gegend immer an der Leine und seine nicht. Wäre ja ok, wenn der Rückruf klappen würde, das ist aber nicht der Fall. Sie ballert auch aus größeren Distanzen in uns rein und der Halter ist z.T. noch nicht mal in Sicht. Vor einigen Tagen ist es dann zwischen dem Halter und meinem Mann verbal eskaliert und es flogen sehr unschöne Anfeindungen, die bei meinem Mann noch nachwirken und wahrscheinlich bei dem anderen Mann auch..Total blöd, gerade wenn man sich regelmäßig trifft.
Guter Anlass, beim nächsten Treffen darauf anzusprechen, wie beide Teams zukünftig die Begegnungen gestalten, damit es nicht wieder zu - für beide Seiten - unschönen Situation kommt.

Ich finde, nach so einem Vorfall und 1-2 mal "drüberschlafen", ist das Angebot zur friedlichen Koexistenz angemessen. Wenn der andere nicht darauf eingeht, bleibt m.M.n. nur selber bestmöglich auf Distanz gehen bzw. aktive Abwehr des distanzlosen Hundes.

Nebenbei gefragt: wo siehst du den Bezug auf das Thema des Threads?
 
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Steffi
heute 09:13
Guter Anlass, beim nächsten Treffen darauf anzusprechen, wie beide Teams zukünftig die Begegnungen gestalten, damit es nicht wieder zu - für beide Seiten - unschönen Situation kommt. Ich finde, nach so einem Vorfall und 1-2 mal "drüberschlafen", ist das Angebot zur friedlichen Koexistenz angemessen. Wenn der andere nicht darauf eingeht, bleibt m.M.n. nur selber bestmöglich auf Distanz gehen bzw. aktive Abwehr des distanzlosen Hundes. Nebenbei gefragt: wo siehst du den Bezug auf das Thema des Threads?
Der Bezug sind die Worte, die gefallen sind. Es war tatsächlich nicht das erste Gespräch und es wurden auch schon Lösungen gesucht, das ganze läuft schon lange. Letzte Woche haben dann anscheinend beide Herren die Beherrschung verloren und Dinge gesagt, die "toxisch" nachwirken. Eigentlich unbeteiligte Teams haben noch interessiert zugehört und garantiert auch gewertet...endlich mal was los hier... Hundebubbles gibt es ja auch im realen Leben und da kannst Du nicht einfach löschen..
Ich bin auch Team "reden", mein Mann muss allerdings erstmal den Weg runter von seiner Zinne finden.
 
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Sebbi
heute 09:46
Ja, es gab echt schwierige, freche und inakzeptable Menschen. Ich mache das auch nicht mehr/ Threads eröffnen. Weil ich auch meine Zeit / Energie sparen kann. Diese Menschen sind im realen Leben sehr unzufrieden und suchen hier visuell Streit, um die anderen Menschen hier schlecht darzustellen. Damit sie selbst wieder besser fühlen.
Ein riesiges Problem in dieser ganzen Dynamik ist die ständige Vorverurteilung – ein Klassiker in dieser oft toxischen ‚Hundebubble‘. Es werden am laufenden Band unprofessionelle Psychoanalysen erstellt (ich habe erst vor kurzem wieder so eine Analyse gelesen) und die Menschen damit sofort abgestempelt.
Sobald man einmal als ‚Anti‘ in Perfektion einsortiert wurde, kann man schreiben, was man will – es wird gar nicht mehr auf die Sache eingegangen. Genau das passiert hier ja auch gerade: Muss man wirklich jede unqualifizierte ‚Gehirngrütze‘ in Form einer „Psycho-Einschätzung“ des Gegenübers ungefiltert mitteilen? Solche Analysen sind meistens komplett Off-Topic und gießen nur unnötig Öl ins Feuer.
Man könnte stattdessen auch einfach mal über seinen eigenen Schatten springen: Wenn einen etwas stört, fragt man freundlich nach oder – wenn es gar nicht passt – ignoriert man den Beitrag einfach. Diese Größe fehlt hier oft völlig. Das Ergebnis dieser Art miteinander umzugehen, sehe ich jeden Tag in meiner Liste: Sie füllt sich immer mehr mit ‚Ehemaligen Mitgliedern‘, die auf dieses Klima schlicht keine Lust mehr haben.