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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 427
zuletzt 20. Feb.

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Unikum
17. Feb. 09:45
Das ist etwas das ich sehr oft höre. Das jemand ein Anliegen hat aber sich nicht traut oder dazu durchringen kann das ganze öffentlich als Frage/Thema zu stellen. Das finde ich total schade.
Ja, nach so einem Shitstorm überlegt man sich das dreimal.
 
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Gabriele
17. Feb. 10:43
Ich empfinde ganz genau so, wie du Katrin.
 
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Gabriele
17. Feb. 10:47
Ein schönes Thema. :) Woher kommt nur die Idee? 🤔😋 Ich glaube, dass sich Foren aufgrund ihrer Antwortstrukrur eher für einen Erfahrungsaustausch und konkrete Fragen eigenen. Für Diskussionen finde ich das Format eigentlich ungeeignet. Eine Person stellt ein Thema dir Diskussion. Fünf Personen steigen in die Diskussion ein, erklären, was sie meinen und tun ihr Pro und Contra kund. Dann steigen weitere Personen ein, die, ohne vorherige Beiträge zu lesen, ihre Meinung außer. Dabei wird zuvor erarbeitetes Verständnis wieder in Frage gestellt bzw. negiert. Dann fängt die Diskussion wieder von vorn an. Dann glaube ich auch, dass Menschen sich nicht die Mühe machen wollen gründlich zu lesen, zu verstehen und nachzufragen. Zuletzt, auch wenn ich mich damit unbeliebt mache, würd ich noch unterschiedliche Bildungsstände anführen. Ich glaube, dass deswegen in manchen Fällen unterschiedliche Erwartungen und Diskussionsarten aufeinandertreffen, die von beiden Seiten nicht verstanden werden (wollen oder können). Ich fände es gut, wenn es für Kontroverse Themen ein anderes Format gaebe, nicht linear sondern gegenüberstellend - als eine Sammlung von Pro- und Contra-Listen. Dazu sollte es obligatorisch sein, das, was zur Diskussion steht konkret zu definieren und es sollte die Möglichkeit geben, bei Verstandnisproblemen nachzufragen (gern auch anonym).
Du hast mit Vielem sicher Recht. Allerdings meine ich, daß vielleicht mancher gar nicht merkt, daß er etwas nicht verstanden hat und somit auch nicht nachfragen wird. 🫤
 
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Svenja
17. Feb. 11:00
Manchmal hilft es auch, mir der Antwort einfach noch 1-2 Stunden zu warten und nicht gleich aus dem ersten Impuls zu antworten. Auch wenn ihr dann oft schon wieder ganz woanders seid!😉 Oft tippe ich aber leider doch impulsiv… zwinge mich dann aber, das Ganze nochmal komplett durchzulesen… und drücke dann auf den Löschknopf für das ganze mühsam getippte. Auch wenn es schwierig ist, wenn im Hintergrund immer neue Antworten vorbeihuschen… Fühlt sich dann eben einfach nicht richtig an!🥴
Ja, das Thema "erst verdauen und dann antworten" 😅 betrifft auch mich. Lustig, das hier zu lesen, nachdem ich mich entschieden hatte, nach einer Hunde Runde an der frischen Luft noch einen Kommentar nachzuschieben 😏

Einsicht und um Verzeihung bitten ist definitiv etwas total gutes und zeugt von Größe und Stärke, macht aber das Geschehen auch nicht ungeschehen. Und deshalb habe ich heute morgen NOCHMAL dargestellt, wie massiv einschränkend der Einfluss auf viele Menschen hier gewesen ist, damit das nie wieder so losgeht und Menschen aus gekränkten Emotionen heraus andere öffentlich klein und schlecht machen.
Das kann schlimme Folgen für diese Menschen haben, die nicht mit der App auch ihre Erfahrungen hier weg schließen oder löschen. Gruppendynamik und Lagerbildung funktionieren extrem schnell und gewaltig, die Ursache sind verletzte Emotionen, ausgelöst häufig durch Missverständnisse, da sind wir uns ja alle einig.
Ich persönlich habe Sonja vollumfänglich verziehen bzw. ihre Entschuldigung vom Wochenende vollständig angenommen und das Thema damit endgültig abgehakt (in Threads zu beispielsweise Erziehungsthemen beteilige ich mich seit dem trotzdem nicht mehr 🤔) hatte aber zugebenermaßen beim Lesen ihres Kommentars heute morgen ein komisches Gefühl im Bauch, das ich inzwischen als Angst oder besser Sorge identifiziert habe, nun sei alles vergeben und vergessen, auch die Auswirkungen.
Die Menschen, die sich zurückgezogen, ihr Profil ganz gelöscht oder sogar seelische Schäden davon getragen haben oder sich nicht mehr trauen, öffentlich etwas zu schreiben oder zu fragen, leiden aber immer noch.
Also bei aller Wertschätzung für die Reflexion und Entschuldigung sollte man vielleicht den Schaden, der entstanden ist, nicht aus den Augen verlieren. Und sicher auch nicht immer wieder aufkochen, was mein Kommentar heute morgen schon getan hat.
 
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Katja
17. Feb. 11:57
Ich verstehe, dass Dir sowas nahegeht, gerade, wenn man auch noch so gestalkt wird!
Sowas trifft…

Ich bin inzwischen dazu übergegangen, mir jeweils zu überlegen, was ICH davon habe, wenn ich mit jemandem Kontakt habe. Und das kann schon bei „seine Nachrichten lesen“ anfangen.
Wenn ich für mich darin keinen Nutzen sehe und, im Gegenteil, merke, dass es mir damit schlecht geht, breche ich das von meiner Seite konsequent ab! PN’s werden dann direkt ungelesen gelöscht und alle Beiträge dieser Person überspringe ich direkt und lese die gar nicht erst.

Und ich baue bei den Leuten, die mir wichtig sind, darauf, dass sie so jemanden ebenfalls entsprechend einschätzen können. Sollten sie mit ihrer Einschätzung Zweifel haben, können sie ja immer noch das Gespräch mit mir suchen.
Tun sie das nicht, ist das echt nicht mein Problem!

Ich hab mir früher jeden Schuh angezogen und wollte irgendwie immer, dass mich alle toll finden.
In Zeiten von Social Media bin ich deutlich bewusster und auch egoistischer geworden!

Ich freue mich, wenn ich Menschen dazu bringen kann, über Positionen zumindest nachzudenken und stelle auch fest, dass mir der Austausch z.B. hier auch viele neue Gedanken beschert, die gut für mich sind und meinen Horizont erweitern.
Sobald das aber nicht mehr passiert, ist mir meine Zeit dafür zu schade -> sollen andere sich doch schlechte Laune machen, ich stehe da drüber!
Oder versuche es zumindest…🥴
 
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Katrin
17. Feb. 12:10
Ich will hier mal kurz ein dickes Danke schreiben an alle die hier so offen beschreiben wie sie sich fühlen und was Kritik wenn sie nicht angemessen geäußert wird mit einem machen kann.

Das ist echt wertvoll zu lesen❤️
 
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Katja
17. Feb. 12:24
Was mir grad noch einfiel: wenn wir auf dem Gassigang andere Halter treffen, kommt man ja doch hier und da mal ins Gespräch, teilweise auch in der Gruppe.
Da hat man dann das Gefühl „oh, ein anregender Austausch“ oder „naja, die Gedankengänge sind jetzt nicht so mein Fall“… und da dreht man sich bei letzterem auch eher um und geht. Wahrscheinlich wünscht man sich noch höflich nen schönen Tag. Und beim nächsten Treffen nickt man freundlich und sieht zu, dass man weiterkommt…😬

Aber da kommt niemand drauf (oder höchst selten), sich festzubeißen und das Gegenüber wohlmöglich sogar noch zu beschimpfen oder persönlich beleidigend zu werden.
Wieso fällt uns das Umdrehen & Weggehen elektronisch so schwer…?🤔
 
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Heike
17. Feb. 12:32
Man muss nicht auf alles antworten, ist eigentlich sogar noch einfacher, als bei einem direkten Gespräch. 🤷🏼‍♀️
Wenn mir jemand in einem aggressiven Ton kommt oder beleidigend wird, muss ich darauf nicht reagieren, genau wie ich auch auf PN nicht antworten muss, wenn ich es nicht will.
Ich habe auch schon Dinge geschrieben, die ich später bereut habe, das geht wohl den meisten hier so, auf einen handfesten Streit würde ich mich aber nicht einlassen, ich bin ja nicht hier, um zu streiten 😉
 
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Steffi
17. Feb. 12:36
Was mir grad noch einfiel: wenn wir auf dem Gassigang andere Halter treffen, kommt man ja doch hier und da mal ins Gespräch, teilweise auch in der Gruppe. Da hat man dann das Gefühl „oh, ein anregender Austausch“ oder „naja, die Gedankengänge sind jetzt nicht so mein Fall“… und da dreht man sich bei letzterem auch eher um und geht. Wahrscheinlich wünscht man sich noch höflich nen schönen Tag. Und beim nächsten Treffen nickt man freundlich und sieht zu, dass man weiterkommt…😬 Aber da kommt niemand drauf (oder höchst selten), sich festzubeißen und das Gegenüber wohlmöglich sogar noch zu beschimpfen oder persönlich beleidigend zu werden. Wieso fällt uns das Umdrehen & Weggehen elektronisch so schwer…?🤔
Stimmt..ich habe z.B. schon in mehreren Anläufen versucht, Partner für private Socialwalks/Trainings zu finden. Über den ersten Versuch ging es meist nicht hinaus..Nicht wegen der Hunde, sondern weil die Gespräche diplomatisches Geschick erforderten oder auch weil der Hund tatsächlich der einzige gemeinsame Nenner mit dem Menschen war. Das ist sehr anstrengend und fällt bei einer echten Begegnung viel direkter und deutlicher auf, als in einem schriftlichen, anonymen Austausch in einem Forum.
 
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Unikum
17. Feb. 13:03
Was mir grad noch einfiel: wenn wir auf dem Gassigang andere Halter treffen, kommt man ja doch hier und da mal ins Gespräch, teilweise auch in der Gruppe. Da hat man dann das Gefühl „oh, ein anregender Austausch“ oder „naja, die Gedankengänge sind jetzt nicht so mein Fall“… und da dreht man sich bei letzterem auch eher um und geht. Wahrscheinlich wünscht man sich noch höflich nen schönen Tag. Und beim nächsten Treffen nickt man freundlich und sieht zu, dass man weiterkommt…😬 Aber da kommt niemand drauf (oder höchst selten), sich festzubeißen und das Gegenüber wohlmöglich sogar noch zu beschimpfen oder persönlich beleidigend zu werden. Wieso fällt uns das Umdrehen & Weggehen elektronisch so schwer…?🤔
Wegen der Anonymität und fehlenden Konsequenzen.