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Ivonne
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 27577
heute 20:06

TierschutzhundeStammtisch🐕

Willkommen sind alle Tierschutzhundeliebhaber. Ob er/sie gerade ein Familienmitglied ist oder es früher einmal war..ob aus deutschem Tierschutz oder Auslandshund. Teilt gerne eure Freude, eure schönen oder weniger schönen Situationen. Teilt gerne Probleme, vielleicht hat jemand eine Lösung. Schickt gerne Fotos oder Videos❤️ Willkommen sind natürlich auch alle anderen Hundebesitzer, die gerne mitreden möchten. (Wer nur gegen Tierschutzhunde und deren Besitzer wettern möchte, bleibt bitte draußen😉) Ich freue mich auf tolle Gespräche 😍
 
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F.
heute 18:38
Muss ja nicht irrelevant sein.... Deine Wohnung ist ja groß😁 Aber fast besiegelt....
Na ja aber dann bräuchte ich wieder einen kastrierten Bock und noch mindestens ein bis zwei Weibchen. Also... Nein.😂🤣 ansonsten hab ich dann sehr schnell sehr viele kleine süße Meerschweinchen Babys.
Wenns ein Bock ist, ist egal. Das wäre kein Problem.
 
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Ivonne
heute 18:41
Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich nach dem Spaziergang auf die Couch setzen und heulen könnte. Der Spaziergang war eine einzige Katastrophe und weder für mich noch für Toni entspannt. Keine 200 Meter unterwegs, bellt von irgendeinem Grundstück, an dem wir nicht langgelaufen sind, ein Hund. Das findet Toni kacke, aber das meistern wir mittlerweile größtenteils problemlos. Wenn dann aber Sekunden später eine Katze an uns vorbei sprintet und Toni sich davor dermaßen erschreckt, dass der Panikmodus bei ihr auslöst, ist das gleich am Anfang vom Spaziergang schon die Grundsteinlegung für den Supergau. Tja, auf dem Feld kam sie dann auch nicht dazu, den Stress erstmal richtig durch Laufen und Schnüffeln abzubauen, weil uns natürlich an der ganz engen Stelle ein Nachbarshund entgegen kommen musste (ganz liebe französische Bulldogge, die leider regelmäßig das Pech hat, ausgerechnet dann auf uns zu treffen, wenn Toni drüber ist, weil irgendwas war). Und da war wieder der Punkt erreicht, dass Toni nicht mehr ansprechbar war und aus dem sie ein Panikgeschirr braucht. Die nächsten Hundebegegnungen konnte ich dann zum Glück meiden, weil ich die alle vor Toni bemerkt habe und unauffällig die Richtung ändern konnte. Die ist, wenn der Panikmodus einmal wieder an war, so im Tunnel, dass sie viel, was nicht unmittelbar vor ihrer Nase ist, gar nicht mitkriegt. Aber bei diesem Modus merke ich auch wieder, dass sie sich nicht voll an mir orientieren kann. Das kostest manchmal so viel Kraft, ruhig zu bleiben, weil ich merke ja schon, wenn sich der Modus anbahnt und ich weiß dann ja was kommt. Und ich weiß, dass sind Minischritte, in denen sie trotzdem lernt. Bei Bellen und sprintender Katze wäre ich vor einem Jahr nicht mal mehr die paar Meter bis aufs Feld mit ihr gekommen, weil sie da schon dicht gemacht hätte. Aber jedes Mal, wenn dieser Panikmodus so krass noch einsetzt, macht es mich auch fertig, weil ich mich in der Situation so hilflos fühle und es sich jedes Mal wieder wie ein Rückschlag anfühlt.
Weißt du warum sie diese Panik vor anderen Hunden hat?
 
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Nathalie
heute 18:49
Na ja aber dann bräuchte ich wieder einen kastrierten Bock und noch mindestens ein bis zwei Weibchen. Also... Nein.😂🤣 ansonsten hab ich dann sehr schnell sehr viele kleine süße Meerschweinchen Babys. Wenns ein Bock ist, ist egal. Das wäre kein Problem.
Deswegen ja also mit den Weibchen.
Babys nein.....

Gucke gerade die Unvermittelbaren auf RTL .
 
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F.
heute 18:51
Deswegen ja also mit den Weibchen. Babys nein..... Gucke gerade die Unvermittelbaren auf RTL .
Nee keine Babys.
Nein nein 😂
 
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Katie
heute 19:02
Erstmal Daumen und Pfötchen hoch für Ella! Die eigene Anspannung an solchen Tagen unter Kontrolle zu halten, finde ich meistens besonders kräftezehrend. Das Gute daran ist, dass man nach solchen Situationen merkt, dass Toni sich bei uns zu Hause fühlt. Wenn wir wieder in unserer Straße einbiegen, hat sie nur noch ein Ziel - nach Hause. Und sobald das Tor hinter ihr zu geht, wird sich einmal kräftig geschüttelt und dann verfliegt ihr Modus auch spätestens. Ich würde sie gerne in den Situationen vorher schon davor bewahren in diesen Panikmodus zu verfallen, weil das für sie purer Stress ist, aber bei zu vielen Reizen/ Auslösern ohne ausreichend Zeit dazwischen - noch keine Chance.
Das tut mir so unendlich leid! Ich fühle mit euch. 😔🫶

Ich hatte ähnliche Befürchtung vor dem Waldspaziergang.
Springt der Trottel vor ein Motorrad! 😱 Es ist zum Glück nichts passiert und der Fahrer nahm es mit Humor, war trotzdem 💩. Ich hatte so Herzrasen, ich musste mich erstmal setzen. Bruce war angeleint (ca. 1,2m) und ich hätte nicht gedacht, dass er überhaupt so weit auf die Straße kommt! 😳

Einem entgegenkommenden Hund konnten wir dann rechtzeitig auf das Feld ausweichen.
Dann trafen wir zum Glück keine anderen Hunde mehr und die Menschen waren alle nett…
 
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Melanie
heute 19:07
Weißt du warum sie diese Panik vor anderen Hunden hat?
Es ist keine generelle Panik vor anderen Hunden. Dadurch, dass sie so schlecht hündisch kommunizieren kann, macht sie da aber auch bei fremden Hunden zu selten gute Erfahrungen. Toni hat in ihren ersten Lebensjahren anscheinend nichts von der Außenwelt oder zumindest zu wenig davon mitbekommen. Alles, was draußen ungewohnt oder plötzlich ist, kann bei ihr enormen Stress auslösen. Das ist auch oft echt unberechenbar.

Bellen hinterm Zaun - egal ob man den Hund sieht oder nicht - ist für sie häufig ganz stressig. Da können wir oft trotzdem mittlerweile halbwegs vernünftig weitergehen und sie dreht nicht mehr völlig durch. Sie war, bevor sie zu uns kam, etwa ein Jahr im Tierheim. Vielleicht kommt das davon, dass sie bellen am Zaun damit verbindet, vielleicht auch nicht. Wenn zu so einem ersten Stressauslöser oder kurz danach aber noch etwas kommt, was sie so noch nicht kennt oder sie erschreckt, dann kommt sie in einen Zustand, in dem man sie mit etwas Glück von dem zweiten Reiz noch wieder umlenken/ablenken kann. Das war heute die Katze, vor der Toni sich furchtbar erschreckt hat, und die auch noch so fix und unruhig unterwegs war, dass Toni schon auf „Gefahr“ eingestellt war. Der Nachbarshund war nur der letzte Zündfunken. Hätte auch ein Kind, ein Reh oder ein abbrechender Ast sein können.
In den unbekannten Jahren vor ihrer Tierheimzeit wird da sicherlich irgendwas zu geführt haben, dass sie so einen Panikmodus entwickelt hat, aber da man ja auch nie herausgefunden hat, wo sie herkam, können wir da nur mutmaßen.
 
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Melanie
heute 19:17
Das tut mir so unendlich leid! Ich fühle mit euch. 😔🫶 Ich hatte ähnliche Befürchtung vor dem Waldspaziergang. Springt der Trottel vor ein Motorrad! 😱 Es ist zum Glück nichts passiert und der Fahrer nahm es mit Humor, war trotzdem 💩. Ich hatte so Herzrasen, ich musste mich erstmal setzen. Bruce war angeleint (ca. 1,2m) und ich hätte nicht gedacht, dass er überhaupt so weit auf die Straße kommt! 😳 Einem entgegenkommenden Hund konnten wir dann rechtzeitig auf das Feld ausweichen. Dann trafen wir zum Glück keine anderen Hunde mehr und die Menschen waren alle nett…
Also vor ein Motorrad ist Toni noch nicht gelaufen. Allerdings vor ein paar Monaten mal gegen einen Baum und gegen eine Laterne, als sie wieder mehr nach hinten als nach vorne geguckt hat, weil sie dachte das da was war.

Wenn die nächsten Spaziergänge wieder normal werden, ist alles supi. Bei zu vielen von solchen Mistspaziergängen nacheinander, will sie dann irgendwann nicht mehr mit mir raus, sondern nur mit meinem Mann. Der geht zwar die selben Strecken und Runden, hat aber aus irgendwelchen Gründen seltener so ein Pech mit zu vielen Reizen auf zu kurzem Weg.
 
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Ivonne
heute 19:25
Es ist keine generelle Panik vor anderen Hunden. Dadurch, dass sie so schlecht hündisch kommunizieren kann, macht sie da aber auch bei fremden Hunden zu selten gute Erfahrungen. Toni hat in ihren ersten Lebensjahren anscheinend nichts von der Außenwelt oder zumindest zu wenig davon mitbekommen. Alles, was draußen ungewohnt oder plötzlich ist, kann bei ihr enormen Stress auslösen. Das ist auch oft echt unberechenbar. Bellen hinterm Zaun - egal ob man den Hund sieht oder nicht - ist für sie häufig ganz stressig. Da können wir oft trotzdem mittlerweile halbwegs vernünftig weitergehen und sie dreht nicht mehr völlig durch. Sie war, bevor sie zu uns kam, etwa ein Jahr im Tierheim. Vielleicht kommt das davon, dass sie bellen am Zaun damit verbindet, vielleicht auch nicht. Wenn zu so einem ersten Stressauslöser oder kurz danach aber noch etwas kommt, was sie so noch nicht kennt oder sie erschreckt, dann kommt sie in einen Zustand, in dem man sie mit etwas Glück von dem zweiten Reiz noch wieder umlenken/ablenken kann. Das war heute die Katze, vor der Toni sich furchtbar erschreckt hat, und die auch noch so fix und unruhig unterwegs war, dass Toni schon auf „Gefahr“ eingestellt war. Der Nachbarshund war nur der letzte Zündfunken. Hätte auch ein Kind, ein Reh oder ein abbrechender Ast sein können. In den unbekannten Jahren vor ihrer Tierheimzeit wird da sicherlich irgendwas zu geführt haben, dass sie so einen Panikmodus entwickelt hat, aber da man ja auch nie herausgefunden hat, wo sie herkam, können wir da nur mutmaßen.
Wäre es was für sie, wenn ihr euch einen souveränen Hund suchen würdet, mit dem ihr mitlaufen könnt? Hunde orientieren sich oft aneinander.
Louis hatte sowas und es hat ihm mega geholfen.
Dadurch, das ich nach ihm und auch nach meiner PflegeHündin gerochen habe und beide den Geruch des anderen schon kannten war es beim Kennenlernen irgendwie wie wiedererkennen. Es hat Louis in vielen Situationen echt geholfen.
 
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Melanie
heute 20:06
Wäre es was für sie, wenn ihr euch einen souveränen Hund suchen würdet, mit dem ihr mitlaufen könnt? Hunde orientieren sich oft aneinander. Louis hatte sowas und es hat ihm mega geholfen. Dadurch, das ich nach ihm und auch nach meiner PflegeHündin gerochen habe und beide den Geruch des anderen schon kannten war es beim Kennenlernen irgendwie wie wiedererkennen. Es hat Louis in vielen Situationen echt geholfen.
Sie hat zwei Hundekumpels, mit denen sie sich gut versteht und die witzigerweise ganz unterschiedlich mit ihr umgehen. Der eine Kumpel ist ein ehemaliger Straßenhund und kommuniziert so überdeutlich mit ihr, dass sogar unsere Tranduselige Liese das begreift. Der andere Hundekumpel ist ein Super souveräner Labrador, der Toni abgöttisch liebt und sich anscheinend einfach damit abgefunden hat, dass sie nicht so richtig ausdrücken kann, was sie möchte oder halt auch nicht. Den Labrador stört das auch nicht mehr, dass sie bei der Begrüßung immernoch die Bürste von vorne bis hinten aufstellt und brummelt oder erstmal schimpft. Er wartet erstmal ab, ob sie - wie meistens - erstmal schnüffeln will oder nicht.
Wenn wir mit den Kumpels gehen, hatten wir bis jetzt noch nicht das Pech, dass so viele Reize/Auslöser nacheinander kamen.

Hundeweihnachtsmarkt oder Hundeschwimmen, wo viele Hunde aufeinander treffen, ist komischerweise kein Problem. Einzelhundebegegnungen, wenn nichts vorher war und genug Platz ist, geht oft auch, wenn man sie vorher anspricht. Das Ansprechen klappt nicht mehr, sobald sie in den Tunnel gerät. Das wird seltener, aber wenn das wieder so extrem passiert, wie heute, merkt man, dass in dem Hund immernoch irgendwo ganz tief irgendwas so verankert ist, dass sie das noch nicht ablegen kann. Mal gucken, ob da noch der Knoten platzt.