Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich nach dem Spaziergang auf die Couch setzen und heulen könnte. Der Spaziergang war eine einzige Katastrophe und weder für mich noch für Toni entspannt. Keine 200 Meter unterwegs, bellt von irgendeinem Grundstück, an dem wir nicht langgelaufen sind, ein Hund. Das findet Toni kacke, aber das meistern wir mittlerweile größtenteils problemlos. Wenn dann aber Sekunden später eine Katze an uns vorbei sprintet und Toni sich davor dermaßen erschreckt, dass der Panikmodus bei ihr auslöst, ist das gleich am Anfang vom Spaziergang schon die Grundsteinlegung für den Supergau. Tja, auf dem Feld kam sie dann auch nicht dazu, den Stress erstmal richtig durch Laufen und Schnüffeln abzubauen, weil uns natürlich an der ganz engen Stelle ein Nachbarshund entgegen kommen musste (ganz liebe französische Bulldogge, die leider regelmäßig das Pech hat, ausgerechnet dann auf uns zu treffen, wenn Toni drüber ist, weil irgendwas war). Und da war wieder der Punkt erreicht, dass Toni nicht mehr ansprechbar war und aus dem sie ein Panikgeschirr braucht. Die nächsten Hundebegegnungen konnte ich dann zum Glück meiden, weil ich die alle vor Toni bemerkt habe und unauffällig die Richtung ändern konnte. Die ist, wenn der Panikmodus einmal wieder an war, so im Tunnel, dass sie viel, was nicht unmittelbar vor ihrer Nase ist, gar nicht mitkriegt. Aber bei diesem Modus merke ich auch wieder, dass sie sich nicht voll an mir orientieren kann. Das kostest manchmal so viel Kraft, ruhig zu bleiben, weil ich merke ja schon, wenn sich der Modus anbahnt und ich weiß dann ja was kommt. Und ich weiß, dass sind Minischritte, in denen sie trotzdem lernt. Bei Bellen und sprintender Katze wäre ich vor einem Jahr nicht mal mehr die paar Meter bis aufs Feld mit ihr gekommen, weil sie da schon dicht gemacht hätte. Aber jedes Mal, wenn dieser Panikmodus so krass noch einsetzt, macht es mich auch fertig, weil ich mich in der Situation so hilflos fühle und es sich jedes Mal wieder wie ein Rückschlag anfühlt.