Bin in meinen 40 Jahren Hundehaltung bei oberflächlichen Hautirritationen (besonders bei Insektenstichen )aller Art mit Kokosnussöl bestens beraten gewesen ob Pferd oder Hund 😉
Erst mal Respekt für 40 Jahre Hundehaltung. 😉
Aber genau da liegt oft das Problem. Manchmal bedeuten 40 Jahre Erfahrung leider auch nur, dass man Dinge 40 Jahre lang ohne Rücksicht auf neue Erkenntnisse oder logische Abläufe gemacht hat.
In Bezug auf deine Empfehlung würden vermutlich einige Neulinge oder auch Laien deine Vorgehensweise infrage stellen.
Es ist nun mal so, dass vor einer nicht gesicherten Behandlung maximal die „Erste Hilfe“ stehen sollte, ansonsten behandelt man erst nach einer Diagnose.
Wer eigenmächtig Öle oder Sonstiges auf eine unklare Stelle schmiert, bevor ein Tierarzt draufschaut, verbaut dem Profi die Arbeit.
Öl verklebt Proben und macht Mikroskopie oder Biopsien oft schlicht unbrauchbar. Da hilft dann auch kein „bei mir hat’s immer funktioniert“-Argument, wenn die Diagnostik dadurch blind wird.
Kurz gesagt mein
„Bitte nicht 😱
Schon gar nicht ohne fachliche Diagnose ☝🏼“
bezieht sich auf eine eigenmächtige Behandlung zwischen dem Erkennen einer unbestimmten Situation und vor einem geplanten Tierarztbesuch.
Was du danach machst, ist dir überlassen. Denn wie immer gilt: Dein Hund – Deine Entscheidung – Deine Verantwortung.
Noch ein Hinweis zu Nutzung von Ölen:
Öl verklebt primär die Proben und die Hautoberfläche.
Für die Diagnose ist das fatal. Wenn der Tierarzt einen Abklatsch oder ein Geschabsel macht, verhindert der Ölfilm eine klare Sicht unter dem Mikroskop. Zellstrukturen, Bakterien oder Parasiten werden durch die Lichtbrechung des Öls unkenntlich gemacht und damit ist die Probe ist oft unbrauchbar.
Zusätzlich verstopft Öl die Poren, was bei Entzündungen einen Hitzestau verursachen und Bakterienwachstum begünstigen kann.