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Ada
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Anzahl der Antworten 25
zuletzt 28. Apr.

Ständiges Erbrechen

Meine Hündin Australian Shepherd, ein Jahr alt, muss sich ca alle zwei Wochen eine Woche lang ständig übergeben. Wir waren schon beim Tierarzt. Ihre Werte stimmen. Alle Kotuntersuchung war auch perfekt. Wir BARFen sie. Hat sie schon seit Tag eins. Hat jemand Erfahrung damit? (sehr seriöser Züchter, perfekte Gene, keine Überzüchtung oder Ähnliches)
 
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Würmeldürm
27. Apr. 09:54
Vielen Dank für deine ganzen Tipps. Tatsächlich hat meine Mutter das mit dem Blutbild und dem Arzt gemacht aber ich glaube, es war ein kleines Blutbild. Ich werde dann noch mal ein großes machen lassen. Das verbrochen ist unterschiedlich. Manchmal kommt es direkt nach dem fressen raus manchmal auch erst nach vielen Stunden. Manchmal ist es auch nur Magensäure.
Das große Blutbild alleine ist auch nicht so aussagekräftig. Wenn schon Blut abgenommen wird , lass noch die ganzen Gastro- Werte machen

Wenn dein Hund schon eine gereizte Magenschleimhaut hat und wahrscheinlich schon Gastritis , kannst du das nicht eindeutig übers normale Blutbild diagnostizieren.

Dass die kurzfristige Futterumstellung nichts gebracht hat , wenn schon Magenschleimhautentzündung bestand, heißt nicht , daß nicht trotzdem das Barfen Auslöser der Problematik war.

Die Gastritis braucht eben eine Zeit zum Heilen .
In dieser Heilungsphase ist es aber notwendig , den Magen zu schonen.
Mit Schonkost .
Barf ist da nicht wirklich geeignet.
 
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Würmeldürm
27. Apr. 10:13
Hallo Ada, du sagst, alle Werte sind ok. Hast du nur ein großes Blutbild machen lassen oder auch ein Magen - Darm- Profil? Also auch auf Pankreas- Problematik untersucht (tli, cpli)? Folsäure und B12? Und bei der Kotprobe nur auf Parasiten? Oder auch ein Darm-Profil mit Verdauungsrückständen, Gallensäuren, usw.? Wenn das alles gemacht wurde und damit Organbeteiligung ausgeschlossen ist, würde ich erst mal nicht auf Allergie tippen, wenn sonst alles unauffällig ist: also weder Juckreiz , noch Ohren/ Pfotenproblem , noch Durchfall und wenn es wochenweise wieder gut ist. Ich würde die Fütterung anschauen. ( Ich könnte mir vorstellen, daß es am Barfen liegt , auch wenn jetzt wieder alle Barf- Experten explodieren. Vor allem , wenn seit Welpenalter...). Was hast du für eine Calciumquelle beim Barfen? Fleischige , rohe Knochen, Eierschalenmehl, Knochenmehl? ( Eierschalenmehl und Algenkalk reagieren mit Magensäure, werden häufig schlechter vertragen). Wie sieht das Erbrochene aus und kommt das gleich wieder raus oder erst nach Stunden? Was war die Alternative zum Barf? Wenn sie seit Tag eins diese Beschwerden hat und seit Tag eins gebarft wird , wie du sagst, also seit einem Jahr und schon als Welpe, würde ich dringend einen Tierarzt konsultieren, der sich auskennt. Dein aktueller Tierarzt hat nichts weiter dazu zu sagen? Es ist sehr bedenklich, wenn dein Junghund quasi seit Welpenalter ständig erbricht. Das kann schlimme Folgen haben . Nährstoffmangel, gravierende Magen- Darmproblematik, etc. Also noch mal Tierarzt und am besten zusammen mit Ernährungsberatung .
Und zu dem Blutbild und der Kotanalyse solltest du einen Tierarzt aufsuchen , der sich auch internistisch auskennt.

Wenn du eine Ernährungsberatung suchst , die auch tierärztliche Hintergrund hat, ( also die die Zusammenhänge kennt zwischen Krankheit und Fütterung. Und die nicht nur eine Rationsberechnung am Computer erstellt.) , dann gibt's nicht sehr viele in Deutschland.

Diese wären möglich. Ruf doch einfach mal an.
 
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Würmeldürm
27. Apr. 10:13
Hallo Ada, du sagst, alle Werte sind ok. Hast du nur ein großes Blutbild machen lassen oder auch ein Magen - Darm- Profil? Also auch auf Pankreas- Problematik untersucht (tli, cpli)? Folsäure und B12? Und bei der Kotprobe nur auf Parasiten? Oder auch ein Darm-Profil mit Verdauungsrückständen, Gallensäuren, usw.? Wenn das alles gemacht wurde und damit Organbeteiligung ausgeschlossen ist, würde ich erst mal nicht auf Allergie tippen, wenn sonst alles unauffällig ist: also weder Juckreiz , noch Ohren/ Pfotenproblem , noch Durchfall und wenn es wochenweise wieder gut ist. Ich würde die Fütterung anschauen. ( Ich könnte mir vorstellen, daß es am Barfen liegt , auch wenn jetzt wieder alle Barf- Experten explodieren. Vor allem , wenn seit Welpenalter...). Was hast du für eine Calciumquelle beim Barfen? Fleischige , rohe Knochen, Eierschalenmehl, Knochenmehl? ( Eierschalenmehl und Algenkalk reagieren mit Magensäure, werden häufig schlechter vertragen). Wie sieht das Erbrochene aus und kommt das gleich wieder raus oder erst nach Stunden? Was war die Alternative zum Barf? Wenn sie seit Tag eins diese Beschwerden hat und seit Tag eins gebarft wird , wie du sagst, also seit einem Jahr und schon als Welpe, würde ich dringend einen Tierarzt konsultieren, der sich auskennt. Dein aktueller Tierarzt hat nichts weiter dazu zu sagen? Es ist sehr bedenklich, wenn dein Junghund quasi seit Welpenalter ständig erbricht. Das kann schlimme Folgen haben . Nährstoffmangel, gravierende Magen- Darmproblematik, etc. Also noch mal Tierarzt und am besten zusammen mit Ernährungsberatung .
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Lisa-Eileen
27. Apr. 11:45
Vielen Dank für deine ganzen Tipps. Tatsächlich hat meine Mutter das mit dem Blutbild und dem Arzt gemacht aber ich glaube, es war ein kleines Blutbild. Ich werde dann noch mal ein großes machen lassen. Das verbrochen ist unterschiedlich. Manchmal kommt es direkt nach dem fressen raus manchmal auch erst nach vielen Stunden. Manchmal ist es auch nur Magensäure.
Da fällt mir grad ein, ist einer im Haushalt starker Raucher?
Könnte auch ne chronische Nikotinvergiftung sein.
Da ist es üblich das das Futter oft direkt nach dem Fressen (manchmal auch später) erbrochen wird.
Ist bei meiner Katze so gewesen weil meine Mum starke Kettenraucherin ist und keine Rücksicht auf uns nahm.
Auf jeden Fall scheint irgendwas den Darm/ Magen zu reizen.🤔
 
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Anne
28. Apr. 06:48
Hey, Barfen ist schwer verdaulich für einen jungen Hund. Schonkost bringt nur was, wenn es keine Futtermittel enthält, die selber Unverträglichkeiten auslösen (gegen Reis, Huhn, Rind, Mais, Getreide bestehen häufig Allergien). Mein Vorschlag: 1. erstmal generell Stress im Alltag reduzieren (Ruhezeiten verlängern, Ruhezone im Training fokussieren, keine aufregenden Spiele oder Spaziergänge)
2. Keine Leckerlies, nur Kauholz als Kauartikel
3. Ausschlussdiät (1 Protein, 1 Kohlenhydrat) über mindestens 4 Wochen, dann alle 4 Wochen eine neue Zutat hinzufügen
4. Öfter kleine Portionen füttern
5. Probiotika zugeben
6. Entwurmungsregime überprüfen, ggf. entwurmen
7. ggf. Magenschutz füttern (z.B. Rotulmenrinde, Heilerde)
8. Bei Hunden bis 1 Jahr sollte man bei einem Futter bleiben und nicht ständig das Futter wechseln. Hast du das gemacht?
9. Wenn das Problem dauerhaft trotz Ausschlussdiät und Stressreduktion besteht, weitere Diagnostik (z.B. Gastroskopie, es gibt auch Missbildungen im Magen)