Hallo Raphaela, da du dich wirklich dafür zu interessieren scheinst:
Du hast in Vielem recht, aber beim Darmaufbau / Darmkuren würde ich vorsichtig sein.
Viele Magen/ Darmerkrankungen gehen mit einer Dünndarmfehlbesiedelung ( SIBO) einher . Da sind vermehrt Bakterien im Dünndarm, die da nicht hingehören.
Die Bakterien , die man bei einer Darmsanierung gibt , sollen ja in den Dickdarm.
Hast du aber eine SIBO , kommen die erst gar nicht in den Dickdarm , sondern vermehren sich fröhlich im Dünndarm.
Wenn du jetzt ( wie du empfiehlst) Bakterien für Kinder ( das sind wahrscheinlich Lactobacillus und Bifidobakterien ) zugibst,
und eine Fehlbesiedelung zugunsten kohlehydratverwertender Bakterien vorliegt , fütterst du quasi diese und sie können sich noch mehr vermehren.
Werden dann noch meist Präbiotika ( Inulin, FOS oder Pektin) dazugegeben, kommt es zum Supergau.
Wenn aber eher Proteinfressende im Übermaß vorhanden , dann verschlimmern andere Bakterienstämme ( zB Enterococcus faecium , der in vielen Hunde- Probiotika enthalten ist) das Krankheitsbild. Und Barfen .
Also diese ganzen Probiotika , die immer in den Foren hochgejubelt werden und auch teilweise gedankenlos von Tierärzten verschrieben werden, sind zum Darmaufbau im Dickdarm bei gesunden Hunden vielleicht nützlich,
jedoch bei Fehlbesiedelung des Dünndarms wirklich übel und verschlimmern die ganzen Symptome noch .
Also sollte man wissen, wann man welche Bakterienstämme füttern sollte. Und bei welchen Erkrankungen lieber nicht.
Was oftmals mit SIBO einhergeht ist zB IBD , EPI, Leaky Gut .
Auch das mit der Erstverschlimmerung würde ich kritisch sehen.
Wenn mein Hund nach Gabe von Probiotika massiv Beschwerden hat , Gase, Blähungen , Schmerzen, Schmatzen , Aufstoßen, dann würde ich mich fragen , ob es die richtigen waren. Und ob es besser wäre sie wieder abzusetzen.
Auch dir gebe ich voll und ganz recht. Ich hatte perenterol junior gegeben. Das in der Apotheke nicht unbedingt jeder was zu Hunde sagen kann, ist klar. Auch in der Pharmaindustrie gibt es vieles und jede Firma vertritt seine eigenen Produkte. Man verdient damit sein gutes Geld. Wer gut verkauft hat "Guten Gewinn". Vermutlich setze ich mich jetzt ins nächste Nest.
Auch Ernährungsberatung, es gibt solche und andere.
Ebenso ist es mit Tierarzt. Jeder vertritt seine eigene Meinung und beharrt da drauf.
Es ist nicht so, das ich nicht alles bzw vieles schon erlebt habe.
Ich bin sehr interessiert um Hunde helfen zu können. Ich lese alles was mir in die Hände kommt.
Ich war bei diversen OP dabei, nah am Tisch.
Ich sage es mal so, ich bin jetzt etwas älter, der Ruhestand ist erreicht.
Ich bin erst spät mit Hunde gestartet.
Ich habe sie aus Familien übernommen. Der Grund war, mein Herzenshund ist mit 2 Jahren und 4 Monaten gegangen. Eine Hirnhautentzündung unbekannter Art. Er war viel in der Klinik. Es gab alles mögliche an Medikamente was helfen sollte und es half gar nichts.
Ich habe, wie gesagt, fremde Hunden aus Familien aufgenommen. Manche waren schlimm krank. Allen konnte ich nicht mehr helfen. Manche waren auch nur da und wurden Familientauglich vermittelt. Andere wurden mir zum Sterben gebracht, die konnte ich wieder auf die Füße bekommen.
Ich hatte Kandidaten vor denen Menschen Angst hatten. Ich habe Ihnen geholfen. Sie sind dann später in ihrer eigenen neuen Familie alt geworden.
Wenn in Foren Fragen gestellt werden und viele Antworten kommen, ist das keine fachmännische Auskunft, sondern eine Auskunft von Tierbesitzer die ähnliche Erfahrung gemacht haben und vermutlich auch verzweifelt sind und sich dann dachten ich versuche es dann mal anders und damit Erfolg hatten.
Und nun wieder, jeder Körper ist anders. Habe ich zwei Hunde, gebe beiden das gleiche Essen, sieht der Output bei beiden anders aus.
Wenn das,was du mir alles aufgezählt hast, eintrifft ist alles schon sehr weit fortgeschritten.
Manchmal macht es auch sein Medikamente ausschleichen zu lassen über einen längeren Zeitraum. Manchmal ist es auch die Lösung dann auf Neustart zu gehen.
Klar kommen immer Fragen auf. Ist in der Medizin immer so.
Und jetzt sage ich noch in der Schulmedizin hat man feste Vorgabe. Ärzte dürfen und können nicht anders wenn sie weiter praktizieren möchten.
Es gibt auch Alternativen.
Wenn ich jetzt sage in der Tablette befindet sich der Rohstoff aus der Natur. Er bekommt eine Ummantelung und wird chemisch haltbar gemacht. Nehme ich das Kraut so und trockne es, habe ich den gleichen Effekt.
Das möchte keiner hören.
Wir können immer so weiter diskutieren.
Zeckenschutz gleich Nervengift.
Einem Kind würde man verbieten in solche Gebiete zu gehen. Warum muss hi d da laufen? Warum futtern Menschen keinen Zeckenschutz?
Warum werden keine Alternativen gewählt?
Ein Beispiel ist: Bio Apfelessig naturtrüb mit Wasser gemischt und Thymian als Tee dazu. Man sprüht es auf und alles ok.
Ich verstehe sehr viel nicht und ich wollte dir nur antworten.
Lieben Dank für deine Aufklärung.
Und ich bin wirklich an Literatur interessiert.
Alles was du geschrieben hast, es stimmt.
Zu den perenterol junior:
In Perenterol® Junior sind keine Bakterien enthalten. Der Wirkstoff ist vielmehr die natürliche Arznei-Hefe Saccharomyces boulardii (wissenschaftlich: Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926).Diese probiotische Hefe hilft dabei:Krankheitserregende Bakterien (wie z. B. E. coli oder Salmonellen) und Viren im Darm zu binden und auszuscheiden.Von Bakterien produzierte Giftstoffe (Toxine) zu neutralisieren.Die natürliche Darmflora zu stabilisieren.Da es sich um eine Hefe und nicht um ein Bakterium handelt, ist das Präparat zudem resistent gegen Antibiotika und kann problemlos gleichzeitig eingenommen werden