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Lea
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zuletzt 18. Sept.

Pyometra

Hey, ich war gestern mit Daisy beim Tierarzt für einen Ultraschall, eigentlich zur Abklärung des regelmäßigen Durchfalls. Raus kam dann allerdings eine Pyometra und einige Zysten an den Eierstöcken. Am Tresen bekamen wir dann erst einen Termin in zwei Wochen. Habe dann nochmal angerufen und um einen zeitnahen Termin gebeten, nun haben wir am Montag um 10 Uhr den Op-Termin. Wir haben keine Medikamente oder Antibiotika bekommen. Ich habe gestern dann noch ein zweites Mal in der Praxis angerufen und gefragt, ob es nicht besser wäre in die Klinik zu fahren und sofort operieren zu lassen. Mir wurde gesagt, dass sie das dann schon veranlasst hätten, wenn es nötig gewesen wäre.
Ich bin total verunsichert. Für mich war eine Pyometra immer ein extrem ernster, möglicherweise tödlicher Notfall. Sie hat kein Fieber, messe regelmäßig, die Temperatur liegt bei 38,6. Sie hechelt extrem doll, das macht sie an sich eigentlich häufiger, ich dachte immer sie ist einfach sehr empfindlich, jetzt vermute ich, dass sie starke Schmerzen hat. Sie ist müde und anhänglich aber im Garten spielt sie und ist ganz quirlig und springt herum. Kann ich mit ihr gassi gehen ? Ich weiß gar nicht wie ich mich verhalten soll, stehe komplett neben mir, weil ich so Angst um sie habe. Was würdet ihr machen ?
 
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Tim
12. Sept. 00:22
Behalte es gut im Auge bzw gehe zu Kontrollen vor allem Ultraschall, wenn es dir wichtig ist die Hündin intakt zu halten. Pyometra kann einfach sooo schei*e trügerisch verlaufen, dass der Hund normal klinisch überhaupt keine Veränderungen zeigt, kein Ausfluss, Verhalten recht normal, kein Fieber Blutwerte ok. Aber innerlich kann es unbemerkt arbeiten, platzen und Sepsis verursachen und tschau, das geht dann seeehr schnell bei einer Sepsis zählt jede Stunde, Minute. Es war bei uns leider so trotz Not-OP. Erst durch den Ultraschall kurz vor der OP hat unsere Ärztin erkannt was der Hund hat, sonst war alles im regulären Bereich..
Ja. Ich denke in der nächsten Läufigkeit werde ich das Decken auch unterbinden. Er hat sowieso nur die letzten zwei bis drei Tage Interesse. Da er sowieso gerne am liebsten vor der Haustür liegt, ich habe einen Flur mit einer Tür zum Wohnzimmer ,kann er quasi auch 2-3 Tage dort "wohnen". Er hat da überhaupt keinen Stress, ist sein bevorzugter Liegeplatz.

Wobei es jetzt ,wie gesagt,nur an der Verletzung lag. Er hat sie wohl doof getroffen. Für eine Pyometra wäre es zu dem Zeitpunkt aber einfach zu früh gewesen. Es war eine Woche nach der Standhitze.

Nach der Standhitze schließt sich die Gebärmutter ja erstmal langsam über mehrere Tage. Wenn sie dann geschlossen ist und Bakterien drin sind, dann kann es zu einer Pyometra kommen. Aber das dauert mindestens zwei Wochen. Bis zu 8. Dennoch war es natürlich auch meine Befürchtung. Daher direkt zum TA.
 
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Tina
12. Sept. 00:30
Ja. Ich denke in der nächsten Läufigkeit werde ich das Decken auch unterbinden. Er hat sowieso nur die letzten zwei bis drei Tage Interesse. Da er sowieso gerne am liebsten vor der Haustür liegt, ich habe einen Flur mit einer Tür zum Wohnzimmer ,kann er quasi auch 2-3 Tage dort "wohnen". Er hat da überhaupt keinen Stress, ist sein bevorzugter Liegeplatz. Wobei es jetzt ,wie gesagt,nur an der Verletzung lag. Er hat sie wohl doof getroffen. Für eine Pyometra wäre es zu dem Zeitpunkt aber einfach zu früh gewesen. Es war eine Woche nach der Standhitze. Nach der Standhitze schließt sich die Gebärmutter ja erstmal langsam über mehrere Tage. Wenn sie dann geschlossen ist und Bakterien drin sind, dann kann es zu einer Pyometra kommen. Aber das dauert mindestens zwei Wochen. Bis zu 8. Dennoch war es natürlich auch meine Befürchtung. Daher direkt zum TA.
Ok, ich kenne mich da gar nicht aus zum Thema wann sich genau was schließt bei der Hündin, danke für die Info. Ich werde mir das Thema mal angucken inwieweit man in diesem Zeitfenster achtsamer beobachten könnte.

Noch der Hinweis, die Pyometra kann auch komplett ohne mechanische Beschädigung entstehen. Meine war 12 und wurde ihr Leben lang nie gedeckt oder von sterilen Rüden beglückt.
 
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Tim
12. Sept. 00:33
Ok, ich kenne mich da gar nicht aus zum Thema wann sich genau was schließt bei der Hündin, danke für die Info. Ich werde mir das Thema mal angucken inwieweit man in diesem Zeitfenster achtsamer beobachten könnte. Noch der Hinweis, die Pyometra kann auch komplett ohne mechanische Beschädigung entstehen. Meine war 12 und wurde ihr Leben lang nie gedeckt oder von sterilen Rüden beglückt.
Ja, ich habe mich ja tatsächlich vorher etwas rein gelesen. Es war ja keine spontane Entscheidung eine Hündin mit ins Rudel aufzunehmen.

Die gefährlichste Zeit ist halt wenn sich die Gebärmutter schließt. In dem Zeitraum ist das Immunsystem extrem runtergefahren um Spermien aufzunehmen und es können eben Bakterien eingeschlossen werden.

Und diese können dann auch eben nicht mehr entweichen wenn diese geschlossen ist. Und dann entwickelt sich eine Pyometra. Aber das dauert halt seine Wochen. Bestenfalls endet es in einer offenen Pyometra.

Das heißt die Gebärmutter ist so gefüllt von Bakterien und Eiter, dass sich der Muttermund wieder öffnet. Dort gibt es dann andere Therapiemöglichkeiten als einfach nur kastrieren. Auch wenn diese am erfolgreichsten ist.

Problematisch sind halt auch die Konsequenzen einer überstandenen Pyometra. Hat eine Hündin einmal eine Pyometra gehabt, bilden sich in der Gebärmutter viele "Taschen"(Zysten), die bei jeder Läufigkeit die Infektionsgefahr enorm erhöhen, da sich die Bakterien dort super einnisten können.

Das heißt, die nächste Läufigkeit wird sehr wahrscheinlich auch wieder in einer Pyometra enden, auch wenn man sehr auf Hygiene achtet.

Dazu spielt auch das Alter eine Rolle, je älter eine Hündin wird, desto mehr Zysten und Infektionsgefahr besteht nach jeder Läufigkeit.
 
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Tina
12. Sept. 00:42
Ja, ich habe mich ja tatsächlich vorher etwas rein gelesen. Es war ja keine spontane Entscheidung eine Hündin mit ins Rudel aufzunehmen. Die gefährlichste Zeit ist halt wenn sich die Gebärmutter schließt. In dem Zeitraum ist das Immunsystem extrem runtergefahren um Spermien aufzunehmen und es können eben Bakterien eingeschlossen werden. Und diese können dann auch eben nicht mehr entweichen wenn diese geschlossen ist. Und dann entwickelt sich eine Pyometra. Aber das dauert halt seine Wochen. Bestenfalls endet es in einer offenen Pyometra. Das heißt die Gebärmutter ist so gefüllt von Bakterien und Eiter, dass sich der Muttermund wieder öffnet. Dort gibt es dann andere Therapiemöglichkeiten als einfach nur kastrieren. Auch wenn diese am erfolgreichsten ist. Problematisch sind halt auch die Konsequenzen einer überstandenen Pyometra. Hat eine Hündin einmal eine Pyometra gehabt, bilden sich in der Gebärmutter viele "Taschen"(Zysten), die bei jeder Läufigkeit die Infektionsgefahr enorm erhöhen, da sich die Bakterien dort super einnisten können. Das heißt, die nächste Läufigkeit wird sehr wahrscheinlich auch wieder in einer Pyometra enden, auch wenn man sehr auf Hygiene achtet. Dazu spielt auch das Alter eine Rolle, je älter eine Hündin wird, desto mehr Zysten und Infektionsgefahr besteht nach jeder Läufigkeit.
Also könnte man darauf schließen, dass man gerade bei älteren intakten Hündinnen und auch bei jüngeren mit bekannten Vorschädigungen ein gutes medical Training für min 1x/Jahr Unterleibsultraschall aufbauen sollte... So denke ich aktuell, meine Charly ist auch intakt. Und sicher habe ich da so meine Bedenken und versuche Dinge besser zu machen nach dem plötzlichen Tod von Luna.
 
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Tim
12. Sept. 00:44
Also könnte man darauf schließen, dass man gerade bei älteren intakten Hündinnen und auch bei jüngeren mit bekannten Vorschädigungen ein gutes medical Training für min 1x/Jahr Unterleibsultraschall aufbauen sollte... So denke ich aktuell, meine Charly ist auch intakt. Und sicher habe ich da so meine Bedenken und versuche Dinge besser zu machen nach dem plötzlichen Tod von Luna.
Ich glaube präventiv kann man nur nach jeder Läufigkeit, so ab mindestens zwei Wochen(eher 4) danach,einen Ultraschall machen. Dort sieht man dann ob Flüssigkeit in der Gebärmutter ist.

Aber auch nicht ganz, da es immer etwas variiert, wann sich der Muttermund nach der Standhitze schließt. So maximal zwei Wochen dauert das. Und dann eben noch einige Zeit bis sich die Bakterien so stark vermehren,dass sich Flüssigkeit ansammelt.

Also eine tatsächliche Pyometra steht erst nach einigen Wochen nach der Läufigkeit bzw. Standhitze im Raum. Diese ist ja in den letzten Tagen der Läufigkeit.
 
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L.🐾
12. Sept. 05:23
Hallo Lea, wie ist die Situation bei Euch?
 
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Heike
12. Sept. 07:43
Ich würde sofort eine Klinik aufsuchen, wenn es mein Hund wäre. Alles Gute für Euch🙋🐾🐾
 
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L.🐾
12. Sept. 08:32
Ich würde sofort eine Klinik aufsuchen, wenn es mein Hund wäre. Alles Gute für Euch🙋🐾🐾
Hat sie doch gestern schon geschrieben, dass sie auf dem Weg in die Klinik sind
 
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Lea
12. Sept. 08:36
Ich würde sofort eine Klinik aufsuchen, wenn es mein Hund wäre. Alles Gute für Euch🙋🐾🐾
Wir waren gestern Abend in der Klinik, wurde noch mal geschallt und Blut abgenommen. Die Entzündungswerte waren im grünen Bereich, weshalb wir wieder nach Hause geschickt wurden. Bin trotzdem froh, dass wir da waren, es hat mir etwas Angst genommen. Also ist die OP am Montag 🙈🐾
 
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Lea
12. Sept. 08:39
Hallo Lea, wie ist die Situation bei Euch?
Hey, es wurde gestern nochmal geschallt und Blut abgenommen. Die Entzündungswerte waren im grünen Bereich, weshalb wir wieder nach Hause geschickt wurden. Also bleibt es bei der Op am Montag. Mich hat es trotzdem beruhigt einmal jemanden drauf schauen zu lassen, das hecheln gestern hat mich wahnsinnig gemacht 🥺