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Liam
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Anzahl der Antworten 30
zuletzt 11. Juni

Erfahrungen mit ungewollter Aufnahme von ungewollten Substanzen

Erfahrungen mit ungewollter Aufnahme von Substanzen nachts Hallo zusammen 🙂 Da ich zu diesem Thema nur wenig gefunden habe und denke, dass eine gemeinsame Sammlung von Erfahrungen hilfreich sein könnte, würde ich gerne von euch hören, welche Erfahrungen ihr gemacht habt, wenn ein neugieriger Hund nachts Medikamente, Schokolade oder andere problematische Dinge aufgenommen hat und es erst am nächsten Morgen aufgefallen ist. Ich mache gerne den Anfang: ✌🏻🙂‍↕️ Heute Morgen hatten wir einen Schreckmoment mit unserer Hündin (ca. 35 kg). Sie hat sich offenbar eine Packung Venlafaxin-ratiopharm 225 mg retard geholt. Nach meiner Einschätzung waren noch etwa 7–10 Tabletten in der Packung. Allerdings waren viele Tabletten sowie die Verpackung zerkaut. Deshalb ist völlig unklar, wie viele Tabletten tatsächlich geschluckt wurden und wie viele lediglich angekaut oder wieder ausgespuckt wurden. Da unsere Hündin generell sehr neugierig ist und Gegenstände häufig untersucht, vermuten wir inzwischen, dass sie die Packung eher zerlegt hat, um an den Inhalt zu gelangen, als dass sie gezielt die Tabletten fressen wollte. Ein Teil der Tabletten war jedenfalls beschädigt und nicht mehr vollständig vorhanden. Wir haben daraufhin den tierärztlichen Notdienst kontaktiert. Die Empfehlung war, Aktivkohle zu geben und sie engmaschig zu beobachten, da es sich um ein Retardpräparat handelt und Symptome verzögert auftreten können. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags wirkt sie: normal ansprechbar, normal beweglich, ohne auffälliges Hecheln, ohne Zittern, ohne offensichtliche neurologische Auffälligkeiten. Mich würden vor allem Erfahrungen anderer Hundehalter interessieren: Hat euer Hund schon einmal Medikamente oder andere problematische Substanzen aufgenommen? 💊🍫🥑🧀🌱 Wie verlief die Situation? 🚑🤕 Traten gegebenenfalls Symptome auf? 👀 Wie wurde behandelt? 💉👨‍⚕️ Gab es Fälle, in denen sich später herausstellte, dass deutlich weniger aufgenommen wurde als zunächst befürchtet? 😊🎉 Gab es Langzeitfolgen oder blieb alles folgenlos? 🖖🕣🕧👀 Natürlich ersetzt das keine tierärztliche Beratung – diese haben wir bereits eingeholt. Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, insbesondere nachts, wenn man zunächst nur schwer einschätzen kann, was tatsächlich aufgenommen wurde. --- Nochmal zu unserem Detektiv Hailey 🕵️‍♀️🐶 Das eigentliche Problem sind natürlich mögliche Langzeitfolgen, zu denen es vielleicht bereits Erfahrungen gibt. Unserer Hündin geht es aktuell sehr gut. Sie wurde nach Rücksprache mit der Tierärztin untersucht und zeigt derzeit keine akuten Symptome. Die größere Herausforderung ist ihre Neugier. Gerade nachts sucht sie sich gelegentlich Dinge, die sie interessant findet und noch nicht untersucht hat. Daran arbeiten wir bereits intensiv. Da dies nicht der erste Vorfall dieser Art war, beschäftigen wir uns inzwischen auch mit dem Thema Maulkorbtraining. Uns ist bewusst, dass Medikamente und andere giftige Substanzen grundsätzlich sicher aufbewahrt werden müssen, und darauf achten wir selbstverständlich. Trotzdem findet sie gelegentlich etwas, das sie spannend findet und genauer untersuchen möchte. Ihre Neugier mögen wir sehr – das ungewollte Probieren von Dingen, die sie interessant findet, allerdings deutlich weniger. 😅 Für Erfahrungen, Tipps und Anregungen bin ich immer dankbar. Diese aber auch nur per Privatnachricht, damit wir möglichst viele Erfahrungen sammeln können, ohne dass der Thread zu einer reinen „Hilfe, mein Hund hat etwas gefressen!“-Diskussion wird. Vielen Dank! 🙂
 
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Katrin
10. Juni 13:11
Hallo Katrin, eine Frage wie hast du das Geschafft dass dein Hund unterwegs nichts mehr gefressen hat? Sunny frisst unterwegs auch alles🙈
Das hab ich im Welpenalter angefangen. Da hier drei kids leben war fressbares (gerade süßes) oft erreichbar. Suki hat aber auch alles nichtfressbare ins Maul genommen. Kommando aufgebaut, Hund erstmal nur dort laufen lassen wo nix fressbares war, an der Leine aufgepasst und rechtzeitig reagiert bevor der Hund was aufnehmen konnte. Wurde was ignoriert kräftig belohnt. Landete doch was im Maul wurde es umgehend entfernt und das nicht gerade zimperlich. Maul auf, Hand rein und rausgefischt. Später habe ich gezielt das Anzeigen von fressbaren trainiert. Wenn meine unterwegs jetzt auf was beim schnüffeln stößt zeigt sie es mir an. Das wird dann natürlich auch belohnt.

Letztendlich ist aber jeder Hund individuell so das man die Trainingsmethoden immer anpassen muss.

Wichtig war mir auch das Suki auf Kommando fressen wieder ausspuckt.

Video: Hund ist mit Kausnack alleine draußen, ich bin drinnen im Wintergarten (die Streifen sind vom Insektenschutzvorhang).
 
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Sabine
10. Juni 13:18
Zu den Kohletabletten: Die Formel ist 1g pro kg/ Körpergewicht. Je nach Menge in den Tabletten können das bei einem 4kg Hund und 250 mgTabletten schon 16 Tabletten sein. Nur damir man mal überdenkt, wie viele man Zuhause haben müsste.
 
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Fiona &
10. Juni 13:49
Zu den Kohletabletten: Die Formel ist 1g pro kg/ Körpergewicht. Je nach Menge in den Tabletten können das bei einem 4kg Hund und 250 mgTabletten schon 16 Tabletten sein. Nur damir man mal überdenkt, wie viele man Zuhause haben müsste.
Die Rechnung geht aber nicht auf…. Wenn du sagst 1g pro kg Körpergewicht, dann wären es bei einem 4kg Hund doch theoretisch nur 4 g ?😅
 
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Sabine
10. Juni 13:54
Die Rechnung geht aber nicht auf…. Wenn du sagst 1g pro kg Körpergewicht, dann wären es bei einem 4kg Hund doch theoretisch nur 4 g ?😅
Du hast übersehen: Bei "250 mg Tabletten" , dann sind 4 Tbl. erst 1 g. Deshalb muss man immer aufpassen, was vorrätig ist
 
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Fiona &
10. Juni 14:05
Du hast übersehen: Bei "250 mg Tabletten" , dann sind 4 Tbl. erst 1 g. Deshalb muss man immer aufpassen, was vorrätig ist
Oh ups, ich hab das m von mg übersehen 😅
 
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Carola
10. Juni 14:22
Zu den Kohletabletten: Die Formel ist 1g pro kg/ Körpergewicht. Je nach Menge in den Tabletten können das bei einem 4kg Hund und 250 mgTabletten schon 16 Tabletten sein. Nur damir man mal überdenkt, wie viele man Zuhause haben müsste.
Es gibt ein Präparat das heißt carbodote das ist ein hochkonzentriertes aktivkohlepräparat dass man im Zweifel in den Hund hineinbringen muss. Ich bekam es in der Tierklinik als mein Hund Junkie💩 gefressen hat und ca 5 Stunden später auf einen höllischen Drogentrip ging.
Tatsächlich hat es gut gewirkt aber das ganze war kein Spaß und es war auch ein teures Vergnügen.
 
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Katrin
10. Juni 14:29
Bevor man Aktivkohle gibt sollte immer ein TA gefragt werden. Es gibt durchaus auch Situationen wo sie nicht (mehr) verabreicht werden darf (bestimmte Symptome bzw Vergiftungen mit bestimmten Mitteln/Flüssigkeiten).
 
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Ulli
10. Juni 14:41
Ist halt blöd wenn man es erst Stunden später merkt.Mein letzter Hund hatte auch nachts Edle Tropfen in Nuss gemopst.Gott sei Dank nichts passiert Meine Hündin hat meine Schlaftabletten zerkaut.Wusste auch nicht.ob und wie viel sie geschluckt hat.Bin sofort zum Tierarzt,der hat sie erbrechen lassen.Gut ist der Tipp,den Tierarzt anzurufen und sich Info über Massnahmen geben lassen.Oft dauert es länger bis zum Tierarzt und eine Resorbtion ins Blut muss verhindert werden.
Deshalb habe ich immer Kohletabletten parat.Meine Hündin wiegt ca 19 kg. Sie muss dann ca 60 bis 70 Tabletten fressen.Hat sie auch schon mal bei einem Verdacht gefressen mit viel Leberwurst vermengt.Das ist der Vorteil bei einem verfressenen Allesfresser😊..Für Fremdkörper habe ich immer eine Dose Sauerkraut auf Vorrat.Letztens hat sie einen Stein gefressen.Er kam wieder raus.Aufpassen und alles vom Tisch und außer Reichweite räumen ist wirklich wichtig.Wohnzimmertür bleibt abends zu.Mein Mann hatte letztens seine Hustenbonbons auch dem Tisch.Denkt auch daran,das Xylit bzw. Birkenzucker tödlich sein kann.Ist auch in Kaugummi oder oft mit zuckerfrei deklarierten Lebensmitteln.
 
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Fiona &
10. Juni 14:59
Ist halt blöd wenn man es erst Stunden später merkt.Mein letzter Hund hatte auch nachts Edle Tropfen in Nuss gemopst.Gott sei Dank nichts passiert Meine Hündin hat meine Schlaftabletten zerkaut.Wusste auch nicht.ob und wie viel sie geschluckt hat.Bin sofort zum Tierarzt,der hat sie erbrechen lassen.Gut ist der Tipp,den Tierarzt anzurufen und sich Info über Massnahmen geben lassen.Oft dauert es länger bis zum Tierarzt und eine Resorbtion ins Blut muss verhindert werden. Deshalb habe ich immer Kohletabletten parat.Meine Hündin wiegt ca 19 kg. Sie muss dann ca 60 bis 70 Tabletten fressen.Hat sie auch schon mal bei einem Verdacht gefressen mit viel Leberwurst vermengt.Das ist der Vorteil bei einem verfressenen Allesfresser😊..Für Fremdkörper habe ich immer eine Dose Sauerkraut auf Vorrat.Letztens hat sie einen Stein gefressen.Er kam wieder raus.Aufpassen und alles vom Tisch und außer Reichweite räumen ist wirklich wichtig.Wohnzimmertür bleibt abends zu.Mein Mann hatte letztens seine Hustenbonbons auch dem Tisch.Denkt auch daran,das Xylit bzw. Birkenzucker tödlich sein kann.Ist auch in Kaugummi oder oft mit zuckerfrei deklarierten Lebensmitteln.
Sauerkraut ist tatsächlich ein guter Tipp. In die Praxis wo ich damals meine Ausbildung gemacht hab, kam auch einmal ein Goldie, der eine Rouladennadel gefressen hatte. Mit Sauerkraut kam die ohne irgendwas zu verletzen wieder raus
 
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Jens
10. Juni 15:12
Jule hat es tatsächlich geschafft einen Blister Schmerztabletten für Atze zu fressen. Ich hatte nicht im Hinterkopf, dass die Tabletten ja aromatisiert sind und hatte sie "nur" auf den Schreibtisch gelegt. Leider weiß ich das Mittel nicht mehr. Ich habe dann auch bei der Not-Hotline angerufen und man rat mir, es mit Globuli zu probieren...

Zum Glück ist gar nichts passiert. Jule ging es super.

Zu dem gefressenen Venlafaxin: Es handelt sich ja um einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Mit Serotonin sollte man nicht spaßen.