Home / Forum / Gesundheit / Einschläfern oder nicht?

Verfasser
Jennifer
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 117
heute 05:20

Einschläfern oder nicht?

Mein Freund sein Hund ist ein Mittel zwergspitz und 19 Jahre alt. Wir waren beim Tierarzt und sie hat ein Medikament bekommen,dass sie aufstehen bzw laufen kann und gegen ihre Demenz hat sie Karsivan bekommen. Das war ca vor 4 Wochen. Trotz Medikament fängt sie an sich wieder in allen Ecken zu quetschen. Ich war vorher schon dafür den hund einschläfern zu lassen,weil das immoment nurnoch palliativ ist,was gemacht wird. Mein Freund kann sich aber nicht von seinem Hund verabschieden,was ich auch verstehen kann. Aus Liebe muss man manchmal aber auch los lassen Das nächste Problem ist,dass der Hund ständig in die Wohnung macht. Ständig wird in meiner Wohnung alles voll gepinkelt. Das war aber ohne Medikament vorher genauso. Sie müsste normal am Tag mindestens 5x Gassi gehen. Da mein Freund aber den ganzen Tag arbeitet, geht er 1-2x Gassi. Ich kann mir und meinen Kindern aber nicht zumuten, dass die Wohnung ständig voll gepinkelt ist. Es ist dann soviel und es stinkt richtig extrem. Da ich schwanger bin rieche ich alles intensiver und kann somit nicht mein Wohnzimmer betreten. Morgens muss man aufpassen,dass man nicht in pipi rein tritt. Mein Wohnzimmer ist mit der Küche verbunden d.h wenn ich den Kids Frühstück machen muss,dann muss ich die Luft anhalten,bis ich in der Küche bin. Sie macht ja nicht nur ,,mal" rein sondern ständig. Habt ihr sonst noch Tips? Ich habe wasserdichte matten hingelegt, aber die stinken dann auch extrem und in die Waschmaschine mag ich die ungern waschen. Der hund läuft auch immer durch die pipi und riecht leider auch stark danach... Ich bin am Ende und würde den hund erlösen... sehe ich das falsch? Ich fühle mich schlecht dabei
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carolin
22. Apr. 04:05
Es geht doch gar nicht ausschließlich um Demenz! Dieser Hund ist 19 Jahre alt,Gassi gehen ist da wohl eher bedingt bis gar nicht mehr möglich ! Und er scheint bei einer Gewichtsabnahme von 4 kg doch augenscheinlich noch andere Probleme zu haben ! Daher auch die Palliativ Behandlung. Da darf und muss man auch darüber nachdenken dürfen ob man das Leiden beenden sollte. Lebensqualität sehe ich da nicht mehr!
Ich habe nichts gegenteiliges geschrieben, darf man, nur die Entscheidung liegt beim Halter. Auch kann das Wissen was fortgeschrittene Demenz ausmacht die Entscheidung beeinflussen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Unikum
22. Apr. 05:33
Tja,Katja jetzt ist die Sache aber so daß ich nicht der TE bin! Wenn man auf etwas antwortet sollte man zumindest im Zusammenhang lesen,ansonsten gibt es Mißverständnisse ! Antworten kann ich dir aber trotzdem! Es geht nicht um aushalten und ertragen ! Es geht ausschließlich um das Wohl des Hundes! Dieser Hund leidet bereits, denn er bekommt ein Medikament damit er überhaupt aufstehen kann, heißt er hat Schmerzen, hat seine Blase nicht mehr unter Kontrolle, hat trotz Futter 4 kg abgenommen ! Und ist 19 Jahre alt ! Wieviel Leid braucht es denn? Es ist nichts verwerfliches daran sich hier eventuell eine Bestätigung seiner Gedanken zu holen !
Absolut richtig zusammengefasst.
Da kann ich mich nur anschließen.

Die Liste finde ich eine sehr gute Sache um zu überprüfen wie viel bzw ob das arme Tier überhaupt noch Lebensqualität hat.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
22. Apr. 08:57
Für mich hört sich das so an, dass der Hund sein Leben nur noch aushalten muss.
Hat er es mit 19 Jahren nicht verdient, dass man ihn gehen lässt?
Der Besitzer bekommt das Ausmaß des Leidens doch kaum mit, wenn er den ganzen Tag arbeitet. Er möchte einfach nicht los lassen und das finde ich extrem egoistisch. Sorry, aber das ist meine Meinung.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Micha
22. Apr. 09:50
Hallo Jennifer,
ich habe erneut alles noch einmal durchgelesen .
So kann es ja nicht mehr weitergehen, wie du sagst, bist du am Limit .
Kann dein Freund sich nicht beurlauben lassen oder Überstunden abbummeln, um einerseits für den Hund da zu sein und natürlich um dich zu entlasten ?
Mir würde es sehr schwer fallen, arbeiten zu gehen und einen todkranken Hund zu Hause zu haben .
Wenn dein Freund seinen Hund den ganzen Tag über versorgen und in diesem Zustand sehen müsste , käme er vielleicht doch zu einem anderen Entschluss wie bis jetzt .
Ich habe das hinter mir einen todkranken Hund zu begleiten . Für mich mit die härteste Situation, die ich erleben durfte .
Als mein Hund aufgehört hat zu kämpfen und zu fressen, stand die Entscheidung fest .
Das war keine Lebensqualität mehr .
Das soll kein Ratschlag oder eine Empfehlung sein, die Entscheidung liegt letztendlich bei deinem Freund .
Ihr müsst eine Lösung finden , mit der ihr beide gut klarkommt .

Hast du mal deinen Freund mit unseren Beiträgen konfrontiert ?
Vielleicht sind ja Anregungen dabei, die er noch gar nicht bedacht hat .

Wie stehst du zu dem Hund und wie lange kennst du ihn schon ?
 
Beitrag-Verfasser
Jennifer
22. Apr. 10:30
Klar,habe ich öfters schon mit meinem Freund gesprochen aber er ist stur und will den hund nicht einschläfern lassen. Heute habe ich auch nochmal mit ihm gesprochen und gesagt,dass er nicht so egoistisch sein soll,sondern an den hund denken soll. Er soll sich mal überlegen, ob er hund noch Lebensqualität hat! Seine Antwort zb: der hund isst ja noch. Ok- mehr aber auch nicht.
Mein Freund ist selbstständig und kann deswegen nicht zuhause bleiben.

Mit den Beiträgen habe ich ihn nicht Konfrontiert, denn ich kenne schon seine Aussage und wie er darauf reagiert. Jeder andere hat ja sowieso unrecht.

Ich selbst habe vor 3 Jahren meine Hündin einschläfern lassen. Ich hatte sie seit welpe aus 12 Jahre. Länger als meine 1. Tochter.

Mein Hund musste dann aber in die Tierklinik und es wurde Diabetes festgestellt. Die Ärzte meinten,dass man ihr täglich spritzen geben müssten und sie es aber trotzdem wahrscheinlich nicht überlebt und wir uns Gedanken machen sollten,dass wir sie einschläfern lassen. Das war eine harte Aussage,denn ich bin mit der Hoffnung hin,dass es nur eine Kleinigkeit ist und ich mein hund wieder mit nehmen kann. Und so eine Entscheidung direkt zu treffen ist sehr sehr hart. Ich habe mich aber für das wohl meiner Hündin dazu entschieden.

Mein Freund hat aber praktisch gesehen,die Zeit sich das zu überlegen und sich zu verabschieden. Das geht jetzt schon seit über einem halben Jahr so. Beim Tierarzt war er mit ihr vor ca 4 Wochen.

Ich kenne den hund seit etwas mehr wie 3 Jahren. Natürlich sehe ich auch,wie sie abgebaut hat. Aber es ist eben nicht meine Entscheidung,was er macht. Ich kann nur darüber entscheiden, was ich hier in meiner Wohnung nicht gedulden lassen kann und das ist eben für mich,dass der Hund nur rum liegt und keine Freude bzw Lebensqualität mehr hat,außer das sie noch frisst.

Ich möchte nicht,dass meine Wohnung täglich als hundewiese benutzt wird. Ich habe hier 3 Kinder um die ich mich kümmere,ich arbeite selbst noch 2 Stunden am Tag. Danach muss ich die 2 kleinen von der schule/kita abholen und die kinder haben auch training oder wir sind bei schönem wetter auf dem Spielplatz. Da ich schwanger bin kann ich den hund auch nicht vom letzten Stock hoch und runter tragen. Ich liebe und unterstütze gern mein Freund, aber diese Hinsicht will und kann ich nicht unterstützen.

Er hat sich bewusst mein Tierarzt gegen das einschläfern entschieden und hat direkt nach Medikamente gefragt. Die Aussage war,dass er seinem Hund noch schöne Tage/Momente ermöglichen möchte. Ok- das darf er gerne,aber dann muss ihm auch bewusst sein,dass ER dafür verantwortlich ist und nicht alle anderen hier im Haus. Er will ihr schöne Tage ermöglichen, dass muss er das tun. Und die frage ist: wo ermöglicht man dies seinem Hund,wenn man den ganzen Tag arbeiten ist und der Hund 1-2× am Tag aus dem Haus kommt?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Isolde
22. Apr. 10:44
Ein Hund darf sich nicht quälen.....wir hatten zum Glück eine super Tierärztin die uns das für und wieder erklärt hat.......
Die arme Fellnase 😪😪😪
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Micha
22. Apr. 11:09
Du schreibst das geht schon über ein halbes Jahr so , da muss man ja der Verzweiflung nahe kommen .
Ich habe jetzt noch eine ganz andere idee, aber ich glaube dein Freund wird damit nicht harmonieren.
Es gibt Gnadenhöfe und auch so Menschen die sich palliativ um Tiere kümmern .
Vielleicht gibt es ja sowas bei euch in der Nähe und dein Freund hätte die Möglichkeit seinen Hund jeden Tag zu sehen , wenn er das möchte .
Wahrscheinlich würde er aber den Hund nicht abgeben wollen, doch die Situation wäre die gleiche nur ein anderer Ort , wo sich der Hund auffällt.
Und du könntest erstmal ordentlich durchatmen.


Ich finde dir wird auch ganz schön viel zugemutet in deiner jetzigen Situation , wo bleibt da die Rücksicht ?

Selbst wenn du es wolltest , kannst du dich nicht intensiv um den Hund kümmern, du hast eine Verantwortung deinen Kindern gegenüber .

Ich kenne deinen Freund nicht , kann es sein , dass es ihn überfordert sich verabschieden zu müssen ?
Keiner von uns verabschiedet sich gerne, aber manch einer kann es überhaupt nicht , kann es aber, warum auch immer, nicht zugeben .
Früher hieß es doch immer, ein Mann heult nicht.
Ich habe Rotz und Wasser geheult als mein Hund gegangen ist, mehr als auf manch Beerdigung .
Vielleicht hat dein Freund einfach nur eine Riesenangst davor was kommt , kann es aber nicht formulieren .
Ich weiß es nicht, könnte aber vielleicht ja möglich sein.
Im Endeffekt denke ich auch dass eure Beziehung darunter leidet auf Dauer
 
Beitrag-Verfasser
Marie
22. Apr. 11:09
Klar,habe ich öfters schon mit meinem Freund gesprochen aber er ist stur und will den hund nicht einschläfern lassen. Heute habe ich auch nochmal mit ihm gesprochen und gesagt,dass er nicht so egoistisch sein soll,sondern an den hund denken soll. Er soll sich mal überlegen, ob er hund noch Lebensqualität hat! Seine Antwort zb: der hund isst ja noch. Ok- mehr aber auch nicht. Mein Freund ist selbstständig und kann deswegen nicht zuhause bleiben. Mit den Beiträgen habe ich ihn nicht Konfrontiert, denn ich kenne schon seine Aussage und wie er darauf reagiert. Jeder andere hat ja sowieso unrecht. Ich selbst habe vor 3 Jahren meine Hündin einschläfern lassen. Ich hatte sie seit welpe aus 12 Jahre. Länger als meine 1. Tochter. Mein Hund musste dann aber in die Tierklinik und es wurde Diabetes festgestellt. Die Ärzte meinten,dass man ihr täglich spritzen geben müssten und sie es aber trotzdem wahrscheinlich nicht überlebt und wir uns Gedanken machen sollten,dass wir sie einschläfern lassen. Das war eine harte Aussage,denn ich bin mit der Hoffnung hin,dass es nur eine Kleinigkeit ist und ich mein hund wieder mit nehmen kann. Und so eine Entscheidung direkt zu treffen ist sehr sehr hart. Ich habe mich aber für das wohl meiner Hündin dazu entschieden. Mein Freund hat aber praktisch gesehen,die Zeit sich das zu überlegen und sich zu verabschieden. Das geht jetzt schon seit über einem halben Jahr so. Beim Tierarzt war er mit ihr vor ca 4 Wochen. Ich kenne den hund seit etwas mehr wie 3 Jahren. Natürlich sehe ich auch,wie sie abgebaut hat. Aber es ist eben nicht meine Entscheidung,was er macht. Ich kann nur darüber entscheiden, was ich hier in meiner Wohnung nicht gedulden lassen kann und das ist eben für mich,dass der Hund nur rum liegt und keine Freude bzw Lebensqualität mehr hat,außer das sie noch frisst. Ich möchte nicht,dass meine Wohnung täglich als hundewiese benutzt wird. Ich habe hier 3 Kinder um die ich mich kümmere,ich arbeite selbst noch 2 Stunden am Tag. Danach muss ich die 2 kleinen von der schule/kita abholen und die kinder haben auch training oder wir sind bei schönem wetter auf dem Spielplatz. Da ich schwanger bin kann ich den hund auch nicht vom letzten Stock hoch und runter tragen. Ich liebe und unterstütze gern mein Freund, aber diese Hinsicht will und kann ich nicht unterstützen. Er hat sich bewusst mein Tierarzt gegen das einschläfern entschieden und hat direkt nach Medikamente gefragt. Die Aussage war,dass er seinem Hund noch schöne Tage/Momente ermöglichen möchte. Ok- das darf er gerne,aber dann muss ihm auch bewusst sein,dass ER dafür verantwortlich ist und nicht alle anderen hier im Haus. Er will ihr schöne Tage ermöglichen, dass muss er das tun. Und die frage ist: wo ermöglicht man dies seinem Hund,wenn man den ganzen Tag arbeiten ist und der Hund 1-2× am Tag aus dem Haus kommt?
Hallo Jennifer !
Wenn ich das lese werde ich traurig und wütend zugleich !

Im positivsten Fall kann man annehmen das dein Freund aus Angst keine Entscheidung treffen kann,und darauf hofft das es die Natur von allein regelt!
Im Negativsten Fall ist er ein Egoist der die Verantwortung auf dich abschiebt !
Beides ist für den Hund eine Katastrophe !
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Micha
22. Apr. 11:14
Hallo Jennifer ! Wenn ich das lese werde ich traurig und wütend zugleich ! Im positivsten Fall kann man annehmen das dein Freund aus Angst keine Entscheidung treffen kann,und darauf hofft das es die Natur von allein regelt! Im Negativsten Fall ist er ein Egoist der die Verantwortung auf dich abschiebt ! Beides ist für den Hund eine Katastrophe !
Mein Roman in Kurzform, ich teile deine Meinung .
Dein letzter Satz sagt alles
 
Beitrag-Verfasser
Marie
22. Apr. 11:23
Mein Roman in Kurzform, ich teile deine Meinung . Dein letzter Satz sagt alles
Ich kann das alles nicht nachvollziehen!
Wenn er sich noch in den letzten Tagen, um seinen Hund kümmern möchte verstehe ich das,aber er tut es ja nicht!
Also ich in der Situation war fragte mich unsere TÄ was ich mir für meinen Hund wünsche ,wenn ich abends ins Bett gehe!
Wie aus der Pistole geschossen war meine Antwort,das er nachts eingeschlafen ist !
1Minute später war mein Gedanke daß er unbemerkt von mir alleine stirbt!
Dieser Gedanke war noch unerträglicher!