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Verfasser
Jennifer
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Anzahl der Antworten 115
heute 21:34

Einschläfern oder nicht?

Mein Freund sein Hund ist ein Mittel zwergspitz und 19 Jahre alt. Wir waren beim Tierarzt und sie hat ein Medikament bekommen,dass sie aufstehen bzw laufen kann und gegen ihre Demenz hat sie Karsivan bekommen. Das war ca vor 4 Wochen. Trotz Medikament fängt sie an sich wieder in allen Ecken zu quetschen. Ich war vorher schon dafür den hund einschläfern zu lassen,weil das immoment nurnoch palliativ ist,was gemacht wird. Mein Freund kann sich aber nicht von seinem Hund verabschieden,was ich auch verstehen kann. Aus Liebe muss man manchmal aber auch los lassen Das nächste Problem ist,dass der Hund ständig in die Wohnung macht. Ständig wird in meiner Wohnung alles voll gepinkelt. Das war aber ohne Medikament vorher genauso. Sie müsste normal am Tag mindestens 5x Gassi gehen. Da mein Freund aber den ganzen Tag arbeitet, geht er 1-2x Gassi. Ich kann mir und meinen Kindern aber nicht zumuten, dass die Wohnung ständig voll gepinkelt ist. Es ist dann soviel und es stinkt richtig extrem. Da ich schwanger bin rieche ich alles intensiver und kann somit nicht mein Wohnzimmer betreten. Morgens muss man aufpassen,dass man nicht in pipi rein tritt. Mein Wohnzimmer ist mit der Küche verbunden d.h wenn ich den Kids Frühstück machen muss,dann muss ich die Luft anhalten,bis ich in der Küche bin. Sie macht ja nicht nur ,,mal" rein sondern ständig. Habt ihr sonst noch Tips? Ich habe wasserdichte matten hingelegt, aber die stinken dann auch extrem und in die Waschmaschine mag ich die ungern waschen. Der hund läuft auch immer durch die pipi und riecht leider auch stark danach... Ich bin am Ende und würde den hund erlösen... sehe ich das falsch? Ich fühle mich schlecht dabei
 
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Bettina
21. Apr. 12:14
Wir sollten dankbar dafür sein, das wir unsere Tiere so gehen lassen dürfen! Keiner trifft diese Entscheidung leichtfertig. Die wenigsten Hunde versterben zu Hause,viele hoffen das, weil man dann selbst aus der Verantwortung ist! Bei unserem ersten Hund war es ähnlich wie bei dir! Furchtbar! Bei unseren anderen beiden war ich sensibler im erkennen und loslassen. Schwer ist es immer, trotzdem das letzte Gute,was man für sein geliebtes Tier tun kann.
In 7 Jahren 3 Hunde...meine flecki starb an einem Sonntag in meinen Armen an multi.organ.versagen...liegt jetzt auch in unserem Garten...und molly mit 1 1/2 an eine schlimme gen.krankheit verloren...dieses einschläfern war hart...es hat unser Leben verändert🌈😭💞...jedes unserer Tiere hat es verdient dass wir sie begleiten woimmer der Weg hinführt 🙏
 
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Karin
21. Apr. 12:22
Hallo Jennifer, ich glaube das die Situation für dich schwierig ist. Es gibt nun mal keinen festen Zeitpunkt um ein Lebewesen zu erlösen. Auch geht jeder anders mit Trauer um und braucht unterschiedlich Zeit sich zu verabschieden. Das ist ganz individuell, was auch gut so ist. Sofern der Hund relativ schmerzfrei ist, fressen kann und irgendwie noch teilhaben kann am Leben,... das nennt sich ganz normal Alter. 🫣🤷‍♀️ Das ein Hund keine Treppen mehr im Alter springen kann sollte klar sein. Das können wir mit 90 wahrscheinlich auch nicht mehr. 😉
Gibt es denn nicht die Möglichkeit deinen Freund und somit Hund zu unterstützen indem du ihn am Tag z.b. mal auf die Wiese setzt? Oder öfter aufwischst? 🤔
Pipimatten, Windeln, größerer Laufstall ...?
LG 👋
 
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Sabine
21. Apr. 12:23
Da ich Demenz in der Familie erlebt habe und unter Berücksichtigung deiner Schilderung, würde ich den Hund einschläfern. Aber er gehört ja nun mal deinem Freund.
 
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Bettina
21. Apr. 12:28
Da ich Demenz in der Familie erlebt habe und unter Berücksichtigung deiner Schilderung, würde ich den Hund einschläfern. Aber er gehört ja nun mal deinem Freund.
Nur alleine wegen der Demenz habe ich meine Hündin nicht einschläfern lassen...erst die Summe ihrer Belastungen hat mich meine Entscheidung treffen lassen...ja die Demenz ist äußert fordernd und anstrengend aber zusammen mit der Tatsache dass sie sich nicht mehr selber säubern konnte...und letztlich die krampfanfälle führten dazu sie nicht mehr so zu lassen...die Treppen in den oberen wohnbereich konnte sie schon länger nicht mehr gehen...
 
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Micha
21. Apr. 12:37
Du hast die Situation ausführlich beschrieben, doch es wäre anmaßend von mir ein Urteil über eine Erlösung zu fällen .
Bei meinen letzten zwei Hunden war es so , dass sie mir gezeigt haben, das es nicht mehr geht .
Auf jeden Fall sollte ein Hund keine Schmerzen erleiden und noch Lebensqualität erfahren können .

Da die Situation aber sehr belastend für dich ist, kann nur ein liebevolles Gespräch mit deinem Freund helfen .
Nachts würde ich den Hund räumlich begrenzen und auch mit einer Hundewindel versorgen, dann wäre dieses Problem schon mal gelöst .

Ich hoffe ihr findet eine Lösung, natürlich auch im Sinne des Hundes
 
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Sabine
21. Apr. 12:43
Nur alleine wegen der Demenz habe ich meine Hündin nicht einschläfern lassen...erst die Summe ihrer Belastungen hat mich meine Entscheidung treffen lassen...ja die Demenz ist äußert fordernd und anstrengend aber zusammen mit der Tatsache dass sie sich nicht mehr selber säubern konnte...und letztlich die krampfanfälle führten dazu sie nicht mehr so zu lassen...die Treppen in den oberen wohnbereich konnte sie schon länger nicht mehr gehen...
"Nur wegen der Demenz" habe ich auch nicht geschrieben, sondern aus der Summe der Aussagen plus Demenz.
 
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Team
21. Apr. 13:03
Ich lese da wenig von Liebe für den Hund, sorry.
Gerade um einen alten Hund muss man sich halt mehr kümmern und wenn mein Hund 8 mal raus muss dann muss ich halt gehen
 
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Steffi
21. Apr. 13:04
Hallo, wow, 19 Jahre, ein erstaunliches Alter der kleinen Spitz-Omi, das natürlich viele körperliche und geistige Einschränkungen mit sich bringt. Ich kann verstehen, dass Deinem Freund die Entscheidung sie gehen zu lassen, schwer fällt. Um dem alten Hündchen aber noch schöne bzw. lebenswerte Tage und Wochen zu bereiten, muss es aber gut versorgt und gepflegt werden und auch die Stimmung und das Umfeld sollte positiv und zugewandt sein. An seiner Stelle würde ich mir dafür Urlaub nehmen und noch viel gemeinsame Zeit verbringen und dafür sorgen, dass sie keine Ängste ausstehen muss und sich häufig genug draußen lösen kann. Unterstützung durch dich wäre dabei sicherlich sehr hilfreich, auf jeden Fall sollte aber klar sein, dass der Hund völlig abhängig von euch ist und an der Situation nichts ändern kann.
 
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Marie
21. Apr. 13:12
Ich lese da wenig von Liebe für den Hund, sorry. Gerade um einen alten Hund muss man sich halt mehr kümmern und wenn mein Hund 8 mal raus muss dann muss ich halt gehen
Das ist jetzt aber sehr hart!
Natürlich muss man sich um einen sehr alten Hund besonders kümmern!
Da bleibt erst mal nur die Option Urlaub nehmen,aber was ist danach ?
Man hat auch Verpflichtungen denen man nachkommen muss,Arbeit zum Beispiel!
Wenn man noch nie in so einer Situation war,sollte man aus der Ferne nicht so urteilen!
 
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Isolde
21. Apr. 13:17
Ein Hund darf sich nicht quälen.....wir hatten zum Glück eine super Tierärztin die uns das für und wieder erklärt hat.......