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Inga
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Anzahl der Antworten 28
zuletzt 17. Sept.

Drei Beine oder besser erlösen ?

Ich habe mir während der Arbeitszeit die Frage gestellt ob es sinnvoll überhaupt ist, seinen Hund der eigentlich Sprinter bzw. gerne läuft und vor allem ein Jäger ist nicht besser zu erlösen wenn eine Amputation im Raum stehen würde?

Es geht in dem Fall nicht um mein eigenen.
Sondern sehe ich während meiner Arbeit viele unterschiedliche Leute in der Öffentlichkeit, daher dieses Thread.
Ich sehe Leute , die ihren Hund auf drei Beinen laufen lassen. Das bedeutet auch mehr Anstrengungen für den Hund. Den Hund fragen ob es ihm gefällt ist eher unwahrscheinlich. Da dieser ja nicht unsere Sprache spricht.
Wenn mir der Tierarzt sagen würde , ihr Hund überlebt nur mit Amputation, denke ich jedoch das eine Erlösung sinnvoller ist. Da er nicht mehr das machen kann was in seinen kurzen Hundeleben hergibt. Wie seht ihr das ?
Bitte es interessiert mich wie ihr das so sieht , wie gesagt ich sehe die Erlösung !
 
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Katrin
17. Sept. 08:13
Das kann man nicht pauschal sagen. Alter, Größe/Gewicht des Tieres, allgemeiner Gesundheitszustand spielen da eine Rolle. Junge sportliche Hunde können mit 3 Beinen gut klarkommen und sogar rennen und toben. Einem alten sehr massigen Hund würde ich es nicht zumuten. Suki käme mit drei Beinen denke ich auch gut klar.
 
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Andrea
17. Sept. 08:23
Wenn der Tierarzt schon sagt , daß er überleben wird ,sollte man ihm die Chance geben .
Hunde kommen mit 3 Beinen sehr gut zurecht .
Und das besser als man denkt .
 
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Katharina
17. Sept. 09:13
Drei Beine ist nicht so problematisch. Die können das gut ausbalancieren. Und sind da auch noch recht flott unterwegs. Natürlich ist vorne problematischer wie hinten. Und man bekommt halt schon recht früh die Überbelastung zu sehen. Arthrosen werden ein Problem. Aber sie können noch ein sehr qualitatives Leben führen für mehrere Jahre. Natürlich ist es schwierigen für die Hunde an einer kurzen Leine zu laufen aber bei der richtigen Haltung wo man sich der Schwierigkeiten bewusst ist sehe ich keine Probleme. Kannte einen Bauernhof die hatten sechs Tierschutzhunde. Und der Dreibein war der Chef der Truppe. Er und zwei andere aus dem Rudel sind manchmal über den Zaun gesprungen und waren bis zu drei Tage im Wald auf Streifzug. Dann kamen sie heim und haben eben paar Tage eher Siesta gemacht. Der Hund war richtig toll und es wäre wirklich schade gewesen ihm dieses Leben nicht gegeben zu haben er hat sein Rudel 12 Jahre toll geführt. Und einigen Hunden geholfen wieder ins Leben zurückzufinden.
 
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Tina
17. Sept. 09:31
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Hund sonst gesund und nicht uralt ist.

Und sehe da überhaupt gar kein greifbares Argument, den Hund aus diesem Grund lieber gehen zu lassen, weil er ein "Sprinter" sei und das ggf dann nicht mehr so sehr viel/ausdauernd kann.

Ich denke da müsste man sich als HH nur mal die Gedanken zusammen nehmen, was meinen Hund glücklich macht und dieser wirklich braucht, um glücklich zu sein. Und wie man Dinge etwas kompensiert.... Was kann ich dem Hund alternativ anbieten, Fährtensuche, Schnüffelarbeit und Co statt krasse Sprinteinlagen zu fördern. Also Wurfspiele mit extremsten Bewegungen weglassen, Nasenarbeit und ruhigeres Training her. Auch das ist Jagdverhalten und stimulierend.

Einfach direkt einschläfern - nur weil sich das Leben und die gemeinsamen Beschäftigungen ein wenig ändern werden - das empfände ich absolut unverhältnismäßig und übertrieben und krass unfair dem Tier gegenüber. Das würde auf mich den Eindruck machen, dass man sich nicht einmal versucht zu bemühen.
 
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Desiree
17. Sept. 10:56
(Vorausgesetzt/ Einzelfallabhängig! Es spricht sonst nichts gravierendes FÜR eine Euthanasie..)

Mal ne Gegenfrage: Wenn Sie leidenschaftlicher Basketball-Spieler wären und Ihnen müsste zum Überleben der Spielarm abgenommen werden, würden Sie dann auch eher den Tod bevorzugen, als einarmig weiterzuleben?!?! 🤔

Also ich glaube ja, dass jeder Hund es erstmal bevorzugen würde, zu leben 💁🏻‍♀️. Hunde hadern nicht mit ihrem Schicksal, wie Menschen es tun! Sie nehmen es schlicht als gegeben an, leben damit und machen das Beste draus (vorausgesetzt wir Menschen lassen die am Leben!)
 
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Katrin
17. Sept. 11:03
Ich finde solche Hund Mensch Vergleiche ehrlich gesagt nicht gut. Wir Menschen können uns recht problemlos umstellen, bei Hunden sind die Grenzen des Möglichen schlicht geringer. Unser worst case wäre zB wenn Suki von heute auf morgen komplett erblinden würde. Für Suki wäre das denke ich weitaus schlimmer wie ein Bein weniger. So muss der Mensch letztendlich ganz individuell abwägen was und ab wann es für den eigenen Hund eine zu hohe Belastung (physisch/psychisch) ist.
 
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Vivi
17. Sept. 11:08
Ich hab grad versucht vorzustellen, wie unser Leben sich ändern würde, wenn Pico plötzlich ein Bein weniger hätte. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich kaum was ändern würde. Der Hund ist Sackfaul und bewegt sich eh nicht besonders weit und den Wagen haben wir auch schon zum rumschieben. Vielleicht müsste ich ihn die Treppen hoch tragen, aber das mache ich eh schon, wenn er mal wieder Rücken hat oder die Arthrose im Bein schmerzt. Und die Joggingrunden werden dann wahrscheinlich etwas kürzer. Also selbst bei einem alten Hund wäre es für mich überhaupt keine Frage.

Klar, wenn der Hund metastasierten Krebs hat und nur noch Schmerzen hat, dann brauchst du auch nicht mehr das Bein amputieren. Aber dann ist das Problem ja nicht das Bein, sondern die anderen Erkrankungen.
 
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Carola
17. Sept. 11:10
Im Gegensatz zu Menschen leben Hunde im Hier und Jetzt und selbst wenn er beispielsweise beim Verlust eines Beins Einschränkungen hätte, würde er ja nicht der Vergangenheit nachtrauern sondern sich mit der aktuellen Situation abfinden.
Mein früherer Hund war im Alter taub und auch der uralte Erb Dackel war taub. Die Hunde hatten beide keine Probleme sich zurechtzufinden, das Problem lag eher bei mir dass bei meinem Hund der Rückruf nicht mehr möglich war und sie deshalb nur noch abgesichert freilaufen konnte. Sonst war es völlig unproblematisch da der Hund auch auf Handzeichen trainiert war.
Der Dackel konnte sowieso keinen Rückruf von daher war der Freilauf nur in abgesicherten Gebieten möglich.
Ich denke dass man da nicht mit so menschlichem Denken herangehen sollte.
Man sollte es sich aber auch nicht zu leicht machen und dann leichtfertig von "erlösen" sprechen.
Meine Hunde würde ich nur einschläfern lassen wenn sie unheilbar krank wären, keine Aussicht auf Verbesserung Bestände und/oder sie unerträgliche Schmerzen hätten die nicht mit Schmerzmitteln zu lindern sind.
Selbst wenn einer meiner Hunde-gott behüte- ein Bein verlieren würde, blind oder taub würde könnte er immer noch ein gutes Leben führen. Ich würde mich immer für das Leben entscheiden.
Mein früherer Hund hatte einen Schlaganfall und ja da musste der Tierarzt nachhelfen, es war grausam! Der uralte Dackel ist sanft entschlafen.
 
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Sonja
17. Sept. 14:40
Jaein , ich seh das individuell. Wenn mein Hund z.b. einen Unfall, oder Krankheit z.B. Krebs, hätte und als folge "nur" ein Bein verliehren würde; würde ich sagen ja machen wir, also die Amputation. Aber wenn es durch Unfall/Krankheit auch noch zu weitren, lebensgefährlichen und/oder verletzungen währen wo er den rest des Lebens noch zusätzliche Probleme hätte würde ich ich ihn wahrscheinlich gehen lassen... Die allermeisten dreibeinigen , aber sonst gesunden Hunde kommen gut klar und können auch dreibeinig alles machen was ein gesunder viebeiniger auch kann. Ja es kann durch das fehlende Bein zu Fehlbelastung etc. kommen aber Physiotherapie- Übungen und gute Muskelbildung kann es meist ausgleichen.... so das es zu keinen weiteren Problemen kommt🤗. Ein Kumpel von Rionnag war z.b. dreibeinig (( der ging vor ein paar Jahren aus anderem grund (Krebs) über die Regenbogenbrücke)), das er nur drei Beine hatte , hat ihn aber in seinem Hunde-Alltagsleben nicht eingeschränkt.....Deine Bemerkung bezüglich :...und vor allem ein Jäger.... verstehe ich nicht...ein Hund hat NICHT zu jagen egal ob vier- oder dreibeinig. Wenn du einen jagdlich geführten Hund meinst....nun ja vielkeicht ist er dann nicht mehr in der lage seinen "Job" zu erledigen aber das sollte kein Grund zur "erlösung" sein wenn der Besitzer aber so denkt/handelt ist er nicht besser als die spanischen Galgueros !!
 
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Sonja
17. Sept. 14:58
(Vorausgesetzt/ Einzelfallabhängig! Es spricht sonst nichts gravierendes FÜR eine Euthanasie..) Mal ne Gegenfrage: Wenn Sie leidenschaftlicher Basketball-Spieler wären und Ihnen müsste zum Überleben der Spielarm abgenommen werden, würden Sie dann auch eher den Tod bevorzugen, als einarmig weiterzuleben?!?! 🤔 Also ich glaube ja, dass jeder Hund es erstmal bevorzugen würde, zu leben 💁🏻‍♀️. Hunde hadern nicht mit ihrem Schicksal, wie Menschen es tun! Sie nehmen es schlicht als gegeben an, leben damit und machen das Beste draus (vorausgesetzt wir Menschen lassen die am Leben!)
Na ja für einige menschliche Sportler sähen das wohl anders, also lieber tod als auf den Sport verzichten müssen.... Menschen Ticken einfach ganz anders als Tiere/Hunde. 🤗...Ich sah mal eine Doku über Wölfe, das Rudel wurde über viele Jahre dokumentiert. Im laufe der Jahre verlohr einer von ihnen ein Bein durch ein Fangeisen....die ersten Wochen/Monate war das überleben kritisch für ihn , aber die Verletzung verheilte, er überlebte . Obwohl er das Bein nicht meh brauchen konnte, also dreibeinig war, starb er einige jahre später eines natürlichen Todes ( Körper wurde gefunden und "obduziert") ...also der Wolf kam auch dreibeinig gut klar...