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Tara
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 19
heute 11:23

Konzentration & Fokus steigern

In Quinn steckt Schäferhund, soviel ist sicher. Und das sie verdammt klug ist, hat sie uns auch schon mehrfach bewiesen. Nun das "Problem" Sie kann sich absolut nicht konzentrieren oder auf mich fokussieren. Im Haus tut sie für Leckerlis fast alles, dementsprechend weiß ich auch ganz sicher, dass sie versteht was ich will. Aber nach wenigen Minuten dreht sie völlig auf und rät was ich wollen könnte und hört nicht mehr richtig zu. Draußen fehlt der Fokus auf mich. Sie ist noch nicht allzu lange bei mir, aber schon gut angekommen, sodass ich das nun mit ihr ändern möchte. Habt ihr Tips oder Tricks die uns helfen könnten?
 
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Aga
heute 06:40
Bei uns hat das Fusstraining sehr geholfen die Konzentration draußen zu steigern, ich sage mein Fusswort nur einmal und sie muss sich selbst darauf konzentrieren die richtige Position zu halten. Anfangs habe ich gemerkt, dass wir über 4 Minuten nicht hinaus kommen, da war die schon durch mit der Konzentration aber mittlerweile laufen wir schon 7 Minuten am Stück und steigern das natürlich noch weiter. Und das Dummytraining hilft bei uns auch sehr, da gibt es viele Übungen wo sie sich konzentrieren muss und mit mir zusammen arbeiten und es wird immer besser. Wenn ein Schäferhund drin ist würde ich das über Arbeit lösen, je nach Hund ein Apportiertraining oder was für den Hund halt passt. Wir machen auch Tricktraining, das macht sie auch gut aber da muss sie sich nicht so lange konzentrieren wie bei den anderen Sachen. Beim Agility finde ich auch da reagiert sie gut aber für die Konzentrationsfähigkeit hat mir das nicht sehr geholfen.
 
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Maria
heute 06:52
Beispiel Sitz, sie kann es, sie macht es auch, aber sie zeigt dann noch ein paar Extras, in der Hoffnung noch mehr Futter zu bekommen. Solche Dinge üben wir überwiegend drinnen, bzw draußen leg ich da noch nicht allzu viel Wert drauf. Draußen setzt sie sich bei sitz hin und bleibt auch bei stop stehen.. Aber sie guckt mich mit dem a**** nicht an und wenn sie gerade von irgendwelchen Gerüchen abgelenkt ist, reagiert sie garnicht mehr😅 Sie muss auf ner hundewiese keinen salto machen, aber mich zumindest anschauen wenn ich ihren Namen sage🥲😂 Wenn ich sie im Garten herausfordernd angucke und rückwärts gehe, springt sie mir auch entgegen, aber solche Frequenzen halten nicht lange an. Generell ist Spielen nicht so einfach, da sie sehr unsicher ist und ihre Laune schnell umspringt (Generell ist sie mit etwas Vorsicht zu genießen, sie knurrt schnell und schnappt dann auch, wenn man die Grenze überschreitet) Aber beispielsweise bei dem deckenspiel, "beißt" Sie auch gerne mal in die Hand, aber sehr sachte und mit "aua" hört sie sofort auf. Das mit dem schnüffeln testen wir mal, sonst war morgens und abends, pipi und kacka im Fokus, die mittagsrunde für sie zum schnüffeln und der sozialwalk für konzentriert vernünftig laufen. Das dämmen wir dann mal etwas ein und gucken was sich ändert. Gestresst wirkt sie eigentlich nicht wirklich. Der große Spaziergang ist übrigens der einzige, wo sie an der langen Leine (schleppleine) Freizeit hat, bei den anderen ist sie an der kurzen Leine begrenzt und muss folgen
Wozu überhaupt die ganzen Kommandos? Ich muss bei solchen Beschreibungen immer an einen Zirkus denken.

Warum nicht Ruhetraining?
 
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Ulrike
heute 08:23
Wenn ich drinnen mit ihr übe. Dann bitte ich beispielsweise um "auf deinen Platz ", "sitz", "bleib", solche Dinge, die sie eigentlich kann bzw die wir üben. Das klappt kurzzeitig richtig gut und dann macht sie einfach alles durcheinander und hört nicht mehr hin, was ich sage. Spielen ja, sie ist aber nicht so ganz interessiert daran. Spielzeug eigentlich garnicht, nur solche wo Leckereien raus kommen. "Raufen" mit der Decke findet sie toll (ich wackel dann mit der Hand unter der Decke und sie springt darauf, wie ein Fuchs im Schnee) oder ich schmeiß ihr die Decke übern Kopf und sie ruppt sich frei. Alltag ist unterschiedlich, je nachdem wie sie drauf ist, mal ruhiger mal voller. Aber im großen und ganzen gehen wir morgens eine bekannte gassirunde (ca 30minuten), dann gibts ein bisschen Futter im Napf. Dann Pause (ich mach dann meinen kram) Gegen Mittag zwischen 12 und 15 uhr gehts zur großen Runde (ca 1,5std fokus eher auf schnüffeln als auf Kilometer an unterschiedlichen aber bekannten orten) Dann wieder Pause mit mir und futter aus dem Napf oder Spielzeug je nachdem wie sie drauf ist. Einmal die Woche sozial walk, meist gegen 17 uhr. Abends kleine runde zum lösen, ca 20uhr (10-15min um den block) Vorm schlafen (und wenn sie mal muss) gehts in den Garten. Ich achte sehr darauf, Sie auszulasten, aber sie auch nicht zu überfordern. An Tagen wo sie aufmerksam und ruhig/aktiv ist gibts viel Aktion (futterspiele, sozialwalk, sowas halt) Und an Tagen an denen sie merklich zickig/gestresst/Unaufmerksam ist gibts kleinere, bekannte runden und Garten und viel sofa/körbchenzeit
So einen Hund habe ich auch. Ich vermute, dass Wiederholungen der Übung beim Hund wie eine Strafe ankommen. Bei uns hilft deutliches Lob, Pause und Übungen erst dann in Wiederholung verlangen, wenn sie wirklich sicher sitzen, abwechseln zwischen bewegungsintensiven Übungen, ruhige Übungen und selbständig auszuführenden Aufgaben. Selbständig auszuführen Aufgaben, z.b. Gegenstände suchen und apportieren kann sie ohne Frust gefühlt tausend mal hintereinander ausführen. Dafür ist sie geboren als Hütehund sie sieht das als Belohnung fürs warten, bis ich die Beute versteckt habe.
 
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Aga
heute 09:25
Wozu überhaupt die ganzen Kommandos? Ich muss bei solchen Beschreibungen immer an einen Zirkus denken. Warum nicht Ruhetraining?
Tut mir leid aber mit diesem ständigen Ruhetraining kann ich nichts anfangen…. Ich lasse meine Hündin viel arbeiten und dann kommt die Ruhe von ganz alleine. Viele Rassen müssten meiner Meinung nach einfach mehr arbeiten, der Rest löst sich dann meistens von alleine. Einen arbeitswilligen Hund ständig zur Ruhe zu zwingen finde ich nicht gut. Wie gesagt meine Hündin arbeitet viel und ist sehr entspannt und ruhig Zuhause, auf dem Spaziergang aufmerksam und konzentriert ohne ständige Ruheübungen. Ich sehe das bei einem jungen arbeitswilligen Hund anders.
 
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Maria
heute 10:01
Tut mir leid aber mit diesem ständigen Ruhetraining kann ich nichts anfangen…. Ich lasse meine Hündin viel arbeiten und dann kommt die Ruhe von ganz alleine. Viele Rassen müssten meiner Meinung nach einfach mehr arbeiten, der Rest löst sich dann meistens von alleine. Einen arbeitswilligen Hund ständig zur Ruhe zu zwingen finde ich nicht gut. Wie gesagt meine Hündin arbeitet viel und ist sehr entspannt und ruhig Zuhause, auf dem Spaziergang aufmerksam und konzentriert ohne ständige Ruheübungen. Ich sehe das bei einem jungen arbeitswilligen Hund anders.
Ohne innere Ruhe keine Konzentration. Und ich würde zwischen ruhig und erschöpft unterscheiden. Ich dachte mir bis vor Kurzem auch wieder: eine Aktion am Tag tut den Hunden gut. Das war wirklich nicht viel. Ergebnis: Die Jüngste (Jack Russell Mix) konnte nachts nicht mehr durchschlafen und hatte auch tagsüber Probleme, zur Ruhe zu kommen. Und mein Jagdhund (Beagle-Bretone) ebenso plus permanentes Gekläffe. Als wir damit aufgehört haben, hat die Jüngste zwei Tage durchgeschlafen während Herr Biscotti noch mehr kläffte, weil er die Ruhe nicht (mehr) aushalten konnte.

Ich würde von Sarah Both “Hund im Stress” empfehlen. Sie berichtet von einem Schäfer, der Borders züchtet und ausbildet. Lektion Nr.1: Alles bewegt sich, nur du nicht. Und das trainiert er ziemlich lange, bevor etwas anderes passiert. Sie berichtet auch von einer erfolgreichen Hundesportlerin (dt. Meisterin in…Ich weiß es nicht mehr). Die trainiert 2 -3 x die Woche und dann hauptsächlich Ruhe und Aushalten.

Arbeits- und Gebrauchshunde sowie Jagdhunde sind für die Arbeit gezüchtet, ja, sie sind aber auch so gezüchtet, dass sie ihre eigenen Grenzen nicht mehr wahrnehmen. Biscotti hat z.B. Arthrose und Spondylose und eine permanente Lahmheit im Hinterbein. Trotzdem springt der über Mauern, die doppelt so hoch sind wie er oder verfolgt eine Faehrte, obwohl es für ihn körperlich schon viel zu viel ist.
 
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Aga
heute 11:06
Ohne innere Ruhe keine Konzentration. Und ich würde zwischen ruhig und erschöpft unterscheiden. Ich dachte mir bis vor Kurzem auch wieder: eine Aktion am Tag tut den Hunden gut. Das war wirklich nicht viel. Ergebnis: Die Jüngste (Jack Russell Mix) konnte nachts nicht mehr durchschlafen und hatte auch tagsüber Probleme, zur Ruhe zu kommen. Und mein Jagdhund (Beagle-Bretone) ebenso plus permanentes Gekläffe. Als wir damit aufgehört haben, hat die Jüngste zwei Tage durchgeschlafen während Herr Biscotti noch mehr kläffte, weil er die Ruhe nicht (mehr) aushalten konnte. Ich würde von Sarah Both “Hund im Stress” empfehlen. Sie berichtet von einem Schäfer, der Borders züchtet und ausbildet. Lektion Nr.1: Alles bewegt sich, nur du nicht. Und das trainiert er ziemlich lange, bevor etwas anderes passiert. Sie berichtet auch von einer erfolgreichen Hundesportlerin (dt. Meisterin in…Ich weiß es nicht mehr). Die trainiert 2 -3 x die Woche und dann hauptsächlich Ruhe und Aushalten. Arbeits- und Gebrauchshunde sowie Jagdhunde sind für die Arbeit gezüchtet, ja, sie sind aber auch so gezüchtet, dass sie ihre eigenen Grenzen nicht mehr wahrnehmen. Biscotti hat z.B. Arthrose und Spondylose und eine permanente Lahmheit im Hinterbein. Trotzdem springt der über Mauern, die doppelt so hoch sind wie er oder verfolgt eine Faehrte, obwohl es für ihn körperlich schon viel zu viel ist.
Wir haben da keine Probleme mit der Ruhe, meine Hündin wird draußen durch Arbeit ausgelastet und findet deutlich zur Ruhe und ist nicht nur erschöpft, wenn man das richtige für seinen Hund findet, in unserem Fall Dummytraining aufgrund jagdlich Auslastung aber das ist eben für jeden verschieden tritt auch eine Entspannung und such Ruhe ein. Meine Hündin ist definitiv ausgeglichen dadurch und nicht nur „fertig“. Natürlich würde sie im jaglichen Sinne ihre Grenzen überschreiten als Vollblutjagdhund, aber darauf kann ich ja achten beim arbeiten, dass sie das nicht tut, da kann man ja ein Auge drauf haben.
 
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Melanie -
heute 11:07
Zum Spielen lässt sie sich nur selten motivieren, generell ist sie der lahmste Schäferhund den ich je kennengelernt habe 😅 Spiel, Spaß und Aktion scheint nicht so ihr Ding zu sein. Nur laufen und schnüffeln
Schnüffeln ist der Jackpot fürs Nervensystem 🤗
 
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Melanie -
heute 11:18
Manche Hunde haben heute soviel „Programm“ das sie schon einen eigenen Terminplaner brauchen. Bei meiner Holly war ich anfangs auch übermotiviert und habe gelernt das sie ganz anders tickt wie meine anderen Hunde, und seitdem wir beide Ruhe einbauen und das Nervensystem mit einbeziehen merke ich wie sie lernt runterzufahren und sich auch mal selbst zu regulieren.
Und 5 min Kopfarbeit sind für manchen Hund schon sehr anstrengend und anspruchsvoll. Auch da lieber Anfsngs 5 x täglich 1 min .
 
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Frank
heute 11:23
Tut mir leid aber mit diesem ständigen Ruhetraining kann ich nichts anfangen…. Ich lasse meine Hündin viel arbeiten und dann kommt die Ruhe von ganz alleine. Viele Rassen müssten meiner Meinung nach einfach mehr arbeiten, der Rest löst sich dann meistens von alleine. Einen arbeitswilligen Hund ständig zur Ruhe zu zwingen finde ich nicht gut. Wie gesagt meine Hündin arbeitet viel und ist sehr entspannt und ruhig Zuhause, auf dem Spaziergang aufmerksam und konzentriert ohne ständige Ruheübungen. Ich sehe das bei einem jungen arbeitswilligen Hund anders.
Bei uns genauso! 👍