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Ajla
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 8
zuletzt 19. Feb.

"Beschützerinstinkt"

Hallo zusammen, ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Mein Hund (Malteser, 5 Jahre alt) zeigt einen sehr starken Beschützerinstinkt mir gegenüber. Sobald Besuch kommt oder ich mich draußen mit jemandem unterhalte, bellt er dauerhaft und kommt kaum zur Ruhe. Das Auffällige ist: Wenn ich nicht dabei bin, spielt er ganz normal mit anderen Hunden und bellt kaum. Sobald ich dazukomme, fängt das Bellen sofort an. Es wirkt so, als würde er mich „bewachen“ oder Situationen für mich regeln wollen. Ich bin mir unsicher, ob das Unsicherheit, Kontrollverhalten oder wirklich Schutztrieb ist – und vor allem, wie ich ihm helfen kann, ruhiger zu bleiben. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder Tipps, wie man damit umgehen bzw. daran arbeiten kann? Ich wäre sehr dankbar für Ratschläge 🙏
 
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Olli
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18. Feb. 21:13
Ich gehe immer offen auf andere Leute und Hunden zu. Das ist auch kein Problem wenn wir an ihnen vorbeilaufen. Aber sobald ich stehen bleibe und mich mit anderen Leuten unterhalte fängt er sofort an
Ah ok, und was machst du dann?

So liest es sich, als ob er deine alleinige Aufmerksamkeit für sich beansprucht - da wäre dann Ignorieren möglich oder mit den anderen HH gemeinsam weitergehen, um sich dabei zu unterhalten.
 
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Olli
18. Feb. 17:00
Frauchen im Hintergrund gibt dem Pöbler Selbstbewusstsein. Wenn du wieder Abstand hälst, sollte er wieder kleine Brötchen backen.

Findet das alles an der Leine statt?
 
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Ajla
18. Feb. 19:14
Frauchen im Hintergrund gibt dem Pöbler Selbstbewusstsein. Wenn du wieder Abstand hälst, sollte er wieder kleine Brötchen backen. Findet das alles an der Leine statt?
Sowohl als auch! Wenn er an der Leine ist funktioniert es manchmal wenn ich mich vor ihm stelle. Wenn er nicht an der Leine ist bellt er die ganze Zeit aber er hört auf mich, nur das bellen hört einfach nicht auf
 
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Ulrike
18. Feb. 19:21
Bellt er dich an, oder die Gäste?
 
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Olli
18. Feb. 19:45
Der Klassiker ist eigentlich das folgende Beispiel:

Sobald der.kleine Hund andere Hunde sieht, die ihm nicht geheuer sind, macht er solange Randale, bis Frauchen die Straßenseite wechselt und er damit in Sicherheit ist.

Durchbricht man diese 'Taktik', in dem man mit ihm auf die anderen - idealerweise größeren souveränen - Hunde zugeht, merkt der Knirps, dass das plötzlich nicht mehr klappt und er ist still, weil er nicht bekloppt ist und die direkte Konfrontation sucht.

Läuft das bei euch so ähnlich ab?
 
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Ajla
18. Feb. 20:31
Bellt er dich an, oder die Gäste?
Er schaut beim bellen öfters zu mir rüber..
 
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Ajla
18. Feb. 20:33
Der Klassiker ist eigentlich das folgende Beispiel: Sobald der.kleine Hund andere Hunde sieht, die ihm nicht geheuer sind, macht er solange Randale, bis Frauchen die Straßenseite wechselt und er damit in Sicherheit ist. Durchbricht man diese 'Taktik', in dem man mit ihm auf die anderen - idealerweise größeren souveränen - Hunde zugeht, merkt der Knirps, dass das plötzlich nicht mehr klappt und er ist still, weil er nicht bekloppt ist und die direkte Konfrontation sucht. Läuft das bei euch so ähnlich ab?
Ich gehe immer offen auf andere Leute und Hunden zu. Das ist auch kein Problem wenn wir an ihnen vorbeilaufen. Aber sobald ich stehen bleibe und mich mit anderen Leuten unterhalte fängt er sofort an
 
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Olli
18. Feb. 21:13
Ich gehe immer offen auf andere Leute und Hunden zu. Das ist auch kein Problem wenn wir an ihnen vorbeilaufen. Aber sobald ich stehen bleibe und mich mit anderen Leuten unterhalte fängt er sofort an
Ah ok, und was machst du dann?

So liest es sich, als ob er deine alleinige Aufmerksamkeit für sich beansprucht - da wäre dann Ignorieren möglich oder mit den anderen HH gemeinsam weitergehen, um sich dabei zu unterhalten.
 
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Ulrike
19. Feb. 08:14
Er schaut beim bellen öfters zu mir rüber..
Es gibt die Hunde, die bellen weil die Aufmerksamkeit des Menschen nicht bei Ihnen ist. Dann konnte man es Eifersucht nennen. Das scheint es nicht zu sein. Vielleicht bellt er Menychen und Hunde an, damit diese weggehen und blickt zu dir, damit du mithilfe oder seine Verhalten lobst. Kann natürlich auch etwas anderes sein. Ich würde mit dem Hund irgend rine Aufgabe trainieren, z. B. suche nach kleinen Gegenständen, apportieren oder tragen von Dummies. Das alles lässt sich mit bellen nicht vereinbaren. Das muss so gut trainiert werden, dass der Hund dafür alles stehen und liegen lasst. Wenn Tragen klappen sollte, kannst du dem Hund einen Dummy anvertrauen und er trägt ihn hoffentlich stolz an anderen Hunden vorbei. Du könntest dem Hund auch ei Hörzeichen für Bellen un ein Hörzeichen für Bellem stoppen beibringen. Vielleicht überträgt er das auf die Situation wo er alleine losgeht. Auch ein allgemeines Abbruchsignal währe möglich. Ignorieren bis er von selber aufhört und immer weiter mit dem Gast reden ist zwar ein Weg, allerdings sorgt das nicht für glückliche Nachbarn. Vielleicht hilft auch die Zuwendungszeit genau zuzuteilen und den Hund dazwischen konsequent nicht beachten. Du entscheidest wann die Zuwendun beginnt und du entscheidest wann sie endet, damit der Hund weniger Einfluss auf dein Verhalten hat.