Home / Forum / Welpen & Junghunde / Welpe (4 Monate) bellt jeden Hund (auch auf Distanz) an

Verfasser-Bild
Martin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 37
zuletzt 28. Juli

Welpe (4 Monate) bellt jeden Hund (auch auf Distanz) an

Unser 16 Wochen alter Goldendoodle ist normalerweise die Ruhe in Person. Beim Futter ist er noch ein wenig ungeduldig. Aber das trainieren wir. Bei Hundebegenungen ist er allerdings ganz aufgeregt, bellt und wir haben Mühe ihn wieder zu beruhigen. Erst wenn wir aus der Situation raus gehen, kommt er wieder zur Ruhe. Wir wissen, dass man das durch Training verbessern kann. Leider haben wir keine Hunde Kontakte und lernen auf den Gassi Runden auch keine kennen, da die anderen Halter immer schnell die Straßenseite wechseln. (Verständlicherweise) Wie können wir das Thema allein mit ihm zumindest anfangen zu trainieren. Wir haben hier auch versucht Hunde Halter und Hunde kennenzulernen, weil wir das gerne üben würden. Nur leider haben sich bisher keine neuen Kontakte ergeben. Wir wären über jeden Rat und Vorschlag wirklich sehr froh.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
Beliebteste Antwort
28. Mai 12:04
Huhu! Das hatten wir mit unserer ersten Hündin in so ziemlich dem gleichen Alter auch. Bei ihr war es Aufregung. Sie hatte bei jedem Hund die Erwartungshaltung, ihn jetzt begrüßen zu wollen/müssen. Uns hat es geholfen, den ganzen Gassigang verlässlich zu strukturieren und im Gegenzug für ausreichend Sozialkontakt zu sorgen (ja, manchmal schwierig, aber ist ohnehin nötig für die soziale Entwicklung). Das heißt kein ungefragtes "Hallo" sagen, kein schwammiges "vielleicht ja, vielleicht nein" beim aufeinander treffen. Wir haben hier die Regel: am Halsband ist Leinenführigkeit, am Geschirr Freizeit. Am Halsband ist also zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu anderen Hunden. Da würde ich vorher in Ruhe zum "Sitz" auffordern, auf Geschirr klicken oder die Leine ab machen und dann in den Kontakt schicken. Mit diesem Wissen war es für meine Hündin dann klar was jetzt angesagt ist und sie wurde Stück für Stück ruhiger. Vorraussetzung war natürlich, dass sie andersrum auch genug Möglichkeiten für soziale Kontakte hatte. Aber auch immer nur dann, wenn sie vorher ruhig war. Ab machen wenn sie überdreht war? Nee. Das war am Anfang echt anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Das Verhalten war später komplett weg.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
28. Mai 12:04
Huhu! Das hatten wir mit unserer ersten Hündin in so ziemlich dem gleichen Alter auch. Bei ihr war es Aufregung. Sie hatte bei jedem Hund die Erwartungshaltung, ihn jetzt begrüßen zu wollen/müssen. Uns hat es geholfen, den ganzen Gassigang verlässlich zu strukturieren und im Gegenzug für ausreichend Sozialkontakt zu sorgen (ja, manchmal schwierig, aber ist ohnehin nötig für die soziale Entwicklung). Das heißt kein ungefragtes "Hallo" sagen, kein schwammiges "vielleicht ja, vielleicht nein" beim aufeinander treffen. Wir haben hier die Regel: am Halsband ist Leinenführigkeit, am Geschirr Freizeit. Am Halsband ist also zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu anderen Hunden. Da würde ich vorher in Ruhe zum "Sitz" auffordern, auf Geschirr klicken oder die Leine ab machen und dann in den Kontakt schicken. Mit diesem Wissen war es für meine Hündin dann klar was jetzt angesagt ist und sie wurde Stück für Stück ruhiger. Vorraussetzung war natürlich, dass sie andersrum auch genug Möglichkeiten für soziale Kontakte hatte. Aber auch immer nur dann, wenn sie vorher ruhig war. Ab machen wenn sie überdreht war? Nee. Das war am Anfang echt anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Das Verhalten war später komplett weg.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christian
28. Mai 13:13
Welches verhalten zeigt sie neben dem bellen? Hängt sie bereits in der Leine und zieht?

Falls sie das macht, würde ich sie mit der Hand zurück schieben und mich zwischen ihr und dem anderen Hund positionieren. Sich zwischen Reiz und Hund zu positionieren, ist grundlegend sinnvoll, wenn das Tier auf einen Reiz reagiert.

Bei meinem Hund erlaube ich keinen Kontakt an der Leine. Es gibt mehrere Hundetrainer die das als Regel Nr. 1 bzgl. Leinenführigkeit bezeichnen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Martin
28. Mai 13:51
Welches verhalten zeigt sie neben dem bellen? Hängt sie bereits in der Leine und zieht? Falls sie das macht, würde ich sie mit der Hand zurück schieben und mich zwischen ihr und dem anderen Hund positionieren. Sich zwischen Reiz und Hund zu positionieren, ist grundlegend sinnvoll, wenn das Tier auf einen Reiz reagiert. Bei meinem Hund erlaube ich keinen Kontakt an der Leine. Es gibt mehrere Hundetrainer die das als Regel Nr. 1 bzgl. Leinenführigkeit bezeichnen.
Ja genau er zieht an der Leine und ist unglaublich aufgeregt. Das dazwischen funktioniert mal mehr mal weniger gut, weil er immer wieder an uns vorbei will.
Daher müssen wir es wirklich vermehrt in der Situation üben.

Danke für den Kommentar und auch hier nochmal fen Tipp mit dem Halsband
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Martin
28. Mai 13:52
Huhu! Das hatten wir mit unserer ersten Hündin in so ziemlich dem gleichen Alter auch. Bei ihr war es Aufregung. Sie hatte bei jedem Hund die Erwartungshaltung, ihn jetzt begrüßen zu wollen/müssen. Uns hat es geholfen, den ganzen Gassigang verlässlich zu strukturieren und im Gegenzug für ausreichend Sozialkontakt zu sorgen (ja, manchmal schwierig, aber ist ohnehin nötig für die soziale Entwicklung). Das heißt kein ungefragtes "Hallo" sagen, kein schwammiges "vielleicht ja, vielleicht nein" beim aufeinander treffen. Wir haben hier die Regel: am Halsband ist Leinenführigkeit, am Geschirr Freizeit. Am Halsband ist also zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu anderen Hunden. Da würde ich vorher in Ruhe zum "Sitz" auffordern, auf Geschirr klicken oder die Leine ab machen und dann in den Kontakt schicken. Mit diesem Wissen war es für meine Hündin dann klar was jetzt angesagt ist und sie wurde Stück für Stück ruhiger. Vorraussetzung war natürlich, dass sie andersrum auch genug Möglichkeiten für soziale Kontakte hatte. Aber auch immer nur dann, wenn sie vorher ruhig war. Ab machen wenn sie überdreht war? Nee. Das war am Anfang echt anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Das Verhalten war später komplett weg.
Danke für den Tipp mit dem Unterschied zwischen Halsband und Geschirr. Aber auch generell den ganzen Kommentar :)
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
28. Mai 13:53
Eigentlich zum üben gut das die Leute euch aus dem Weg gehen. Ich bin ja ein Fan davon so etwas aus der Distanz zu üben.
Aus der Entfernung fällt es dem Hund leichter stressfrei und neutral zu beobachten . Hock dich irgendwo hin und belohne ihn für das brav bleiben. Klappt das, dann änderst du die Distanz.
Du kannst so für das dich anschauen, die Aufmerksamkeit zu dir super fördern was du wiederum im Alltag sehr gut nutzen kannst. Schaffst du es nicht das er ruhig bleibt so gehe zügig ohne Kommentar weiter und bring ihn aus der Situation raus. Für Welpen ist ein Sozialkontakt natürlich wichtig, von daher würde ich gezielte Begegnungen zu lassen die aber unter immer gleichen Voraussetzungen ablaufen sollten. Also z.b. erst absitzen, Hund ruhig, ableinen, mit Kommando frei geben, .....ganz wie es in euren Alltag passt.
LG und viel Spaß
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Martin
28. Mai 14:03
Eigentlich zum üben gut das die Leute euch aus dem Weg gehen. Ich bin ja ein Fan davon so etwas aus der Distanz zu üben. Aus der Entfernung fällt es dem Hund leichter stressfrei und neutral zu beobachten . Hock dich irgendwo hin und belohne ihn für das brav bleiben. Klappt das, dann änderst du die Distanz. Du kannst so für das dich anschauen, die Aufmerksamkeit zu dir super fördern was du wiederum im Alltag sehr gut nutzen kannst. Schaffst du es nicht das er ruhig bleibt so gehe zügig ohne Kommentar weiter und bring ihn aus der Situation raus. Für Welpen ist ein Sozialkontakt natürlich wichtig, von daher würde ich gezielte Begegnungen zu lassen die aber unter immer gleichen Voraussetzungen ablaufen sollten. Also z.b. erst absitzen, Hund ruhig, ableinen, mit Kommando frei geben, .....ganz wie es in euren Alltag passt. LG und viel Spaß
Super vielen Dank für den Hinweis, dass es auf Distanz tatsächlich erstmal besser ist. Wir wollen öfter mal im Park einfach auf einer Bank sitzen und ihn die Umwelt beobachten lassen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nicole
28. Mai 17:19
Hallo Martin,

Wie wäre es mit dem Besuch einer Hundeschule?

Hat sich bei den meisten meiner Hunde eigentlich als ganz nützlich erwiesen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Martin
28. Mai 18:08
Hallo Martin, Wie wäre es mit dem Besuch einer Hundeschule? Hat sich bei den meisten meiner Hunde eigentlich als ganz nützlich erwiesen.
Wir gehen tatsächlich schon mit ihm in die Welpenschule und wollen auch weiterhin gehen. Bisher ist er allerdings nur ein bisschen ruhiger geworden. Am Anfang ist er immer sehr laut und unruhig wenn wir kommen, nach 5 - 10 Minuten hat er sich dann aber wieder beruhigt
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
28. Mai 18:57
Du hast es selbst geschrieben:
Während Begegnungen innere Unruhe (Bellen), danach die Ruhe selbst.

Ergo: an der Ruhe bei Begegnungen arbeiten.
Distanz erhöhen, im Bogen gehen und nicht auf den Hund einquasseln (erhört die Aufregung unnötig) und den Blick abwenden durch Seite wechseln.
Also, ihr geht zwischen dem Objekt und dem Hund.

Dann Distanz langsam verkleinern und schauen, wann der Reiz auslöst.
Selbst entspannter werden!!
Nicht selbst mit „Hilfe, es kommt ein Hund“ reingehen.
Mit Hunden spielen können, heißt übrigens nicht, dass es auf Begegnungen klappt.

Ggf. Trainer dazu nehmen!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Martin
28. Mai 20:13
Du hast es selbst geschrieben: Während Begegnungen innere Unruhe (Bellen), danach die Ruhe selbst. Ergo: an der Ruhe bei Begegnungen arbeiten. Distanz erhöhen, im Bogen gehen und nicht auf den Hund einquasseln (erhört die Aufregung unnötig) und den Blick abwenden durch Seite wechseln. Also, ihr geht zwischen dem Objekt und dem Hund. Dann Distanz langsam verkleinern und schauen, wann der Reiz auslöst. Selbst entspannter werden!! Nicht selbst mit „Hilfe, es kommt ein Hund“ reingehen. Mit Hunden spielen können, heißt übrigens nicht, dass es auf Begegnungen klappt. Ggf. Trainer dazu nehmen!
Danke dir, Juli. Der Unterschied zwischen Hundebegegnungen und Spielen mit anderen ist ein wichtiger Hinweis