Home / Forum / Welpen & Junghunde / Junghund (8 Monate) hat Probleme beim allein bleiben - schläft nicht durch

Verfasser-Bild
Hannes
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 7
zuletzt 12. Feb.

Junghund (8 Monate) hat Probleme beim allein bleiben - schläft nicht durch

Hallo zusammen, unser Eurasier Cid ist 8 Monate alt und ein eher klebriger 🐶. Er hat deshalb auch Probleme beim allein bleiben und ist bisher noch ein echter „Klotz“ am Bein. Man liest immer nur, dass viele Hunde in seinem Alter ohne Probleme bereits 3-5/6h allein bleiben können. Anfangs hatten wir es mit ihm im Wohnzimmer versucht. Dort ist er aber jedes Mal total durchgedreht und hat uns auch 2 mal vor Aufregung aufs Sofa gepieselt. Seit 1 Monaten haben wir ihm deshalb einen kleinen Käfig 2x1m im Schlafzimmer aufgestellt. Dort kommt er auch besser zur Ruhe und schläft nachts komplett durch. Tagsüber haben wir aber das Problem, dass er egal wie erschöpft er ist nach 2-2,5h immer aufwacht und danach nicht mehr zur Ruhe kommt. Wir wissen einfach nicht, woran es liegt das er anscheinend eine Art inner Uhr hat und immer nach dem selben Zeitraum aufweckt. Probiert haben wir bisher: vorher 1h Spaziergang, Training zur Auslastung, verschiedene Rhythmen im Tagesablauf um seinen schlafrhythmus anzupassen. Bisher hat aber nichts davon geholfen. Hat hier ggfs. noch jemand hilfreiche Tipps oder Erfahrungen für uns? Nachts schläft unser kleiner Bär auch bis zu 8h am Stück. Nur am Tag scheint das unmöglich zu sein. LG Hannes und Pauline
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
Beliebteste Antwort
10. Feb. 20:03
Die Frage wäre hier, wenn er aufdreht was genau macht ihr dann?
Und wenn er klebrig ist, haben wir hier schon ein Problem. Kein Hund sollte permanent an seinem Besitzer kleben. Kannst du Räume verlassen ohne das er nach kommt?
Oder auf sein Plätzchen schicken?
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
10. Feb. 20:03
Die Frage wäre hier, wenn er aufdreht was genau macht ihr dann?
Und wenn er klebrig ist, haben wir hier schon ein Problem. Kein Hund sollte permanent an seinem Besitzer kleben. Kannst du Räume verlassen ohne das er nach kommt?
Oder auf sein Plätzchen schicken?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Hannes
10. Feb. 20:15
Die Frage wäre hier, wenn er aufdreht was genau macht ihr dann? Und wenn er klebrig ist, haben wir hier schon ein Problem. Kein Hund sollte permanent an seinem Besitzer kleben. Kannst du Räume verlassen ohne das er nach kommt? Oder auf sein Plätzchen schicken?
Wir haben eine Kamera im Raum und schauen wie schlimm es ist. Erst wenn er nur noch am Gitter hochspringt etc. gehen wir rein und versuchen ihn durch Anwesenheit zu beruhigen bzw. gehen wir mit ihm kurz raus zum Wasser lassen und versuchen es danach direkt wieder. Oft kommt er dann aber nicht mehr zum schlafen.

Ja, wir haben ein Gitter in der Tür des Wohnzimmers. Solange wir nur den Raum verlassen geht es. Die Haustür ist ein Schlüsselreiz für ihn welchen wir momentan ebenfalls versuchen abzugewöhnen
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
10. Feb. 20:21
Wir haben eine Kamera im Raum und schauen wie schlimm es ist. Erst wenn er nur noch am Gitter hochspringt etc. gehen wir rein und versuchen ihn durch Anwesenheit zu beruhigen bzw. gehen wir mit ihm kurz raus zum Wasser lassen und versuchen es danach direkt wieder. Oft kommt er dann aber nicht mehr zum schlafen. Ja, wir haben ein Gitter in der Tür des Wohnzimmers. Solange wir nur den Raum verlassen geht es. Die Haustür ist ein Schlüsselreiz für ihn welchen wir momentan ebenfalls versuchen abzugewöhnen
Okay.
Kurzer Perspektivenwechsel.
Ich mache etwas Blödsinn und wenn ich am Gitter hochspringe kommen Frauchen und Herrchen ich bekomme Aufmerksamkeit und dann gehts noch mal raus.
-Frage an dich, würdest du dein Verhalten ändern?
Was genau macht er denn bevor er am Gitter springt?
Springen ist ja auch ordentlich pusch, also Aufregung. Dann kommt ihr in diesem sehr erregten Zustand zurück. Wartet ihr bis der Hund komplett herunterfährt und null Aufregung vorhanden ist, bevor ihr runter geht? Oder hechelt er oder wedelt die Route noch wild dabei?
Dann schaukelt er sich hoch und kommt dann auf seinem Partyberg erst mal nicht so schnell herunter
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Judith
11. Feb. 06:28
Wir haben eine Kamera im Raum und schauen wie schlimm es ist. Erst wenn er nur noch am Gitter hochspringt etc. gehen wir rein und versuchen ihn durch Anwesenheit zu beruhigen bzw. gehen wir mit ihm kurz raus zum Wasser lassen und versuchen es danach direkt wieder. Oft kommt er dann aber nicht mehr zum schlafen. Ja, wir haben ein Gitter in der Tür des Wohnzimmers. Solange wir nur den Raum verlassen geht es. Die Haustür ist ein Schlüsselreiz für ihn welchen wir momentan ebenfalls versuchen abzugewöhnen
Stell dir mal folgende Situation vor: Du willst eine Gehaltserhöhung und suchst dazu das Gespräch mit deinem Chef. Ganz ruhig und sachlich erklärst du ihm die Argumente, warum dir mehr Gehalt zusteht. Der Chef hört gar nicht richtig hin und sagt nur: "Nö, gehen Sie". Wenn du jetzt vor Wut richtig ausrastest und sein Büro in Einzelteile zerlegst, glaubst du, dein Chef würde nur eine Sekunde darüber nachdenken, dir die Gehaltserhöhung zu geben? Er würde dich vermutlich nicht mal besänftigen wollen. Nach der Aktion hättest du doch wahrscheinlich eher Glück, wenn du nicht gefeuert wirst.
Magst du mal selber darüber nachdenken, was das mit deinem Hund zu tun hat? 😉
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Fee
11. Feb. 06:42
Wir haben eine Kamera im Raum und schauen wie schlimm es ist. Erst wenn er nur noch am Gitter hochspringt etc. gehen wir rein und versuchen ihn durch Anwesenheit zu beruhigen bzw. gehen wir mit ihm kurz raus zum Wasser lassen und versuchen es danach direkt wieder. Oft kommt er dann aber nicht mehr zum schlafen. Ja, wir haben ein Gitter in der Tür des Wohnzimmers. Solange wir nur den Raum verlassen geht es. Die Haustür ist ein Schlüsselreiz für ihn welchen wir momentan ebenfalls versuchen abzugewöhnen
Das ist ein riesiger Fehler.🙈Wenn der Hund aufgeregt ist und ihr dann reinkommt, ist das wie eine Belohnung für genau dieses Verhalten. Dadurch lernt er, dass er genau damit zum Erfolg kommt. Ich würde die Zeiten des Alleinbleibens noch mal ganz dramatisch senken und bei 0 anfangen. Bei 0 ist deshalb so wichtig, weil er schon das Gegenteil gelernt hat. Ihr müsst ihm jetzt zeigen, dass das was ihr wollt aber was anderes ist. Kurz rausgehen und reinkommen solange er noch ruhig ist. Keine große Beachtung schenken. Es soll für ihn ja nichts besonderes sein (trotzdem belohnen, wenn er ruhig war).
Zusätzlich würde ich das mit der Tür üben. Der Hund soll gar nicht darauf reagieren wenn ihr geht und nicht aufdrehen wenn ihr kommt. Einfach zwischendurch an der Tür rumfummeln, Schlüssel reinstecken, etc.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Judith
11. Feb. 20:35
Das ist ein riesiger Fehler.🙈Wenn der Hund aufgeregt ist und ihr dann reinkommt, ist das wie eine Belohnung für genau dieses Verhalten. Dadurch lernt er, dass er genau damit zum Erfolg kommt. Ich würde die Zeiten des Alleinbleibens noch mal ganz dramatisch senken und bei 0 anfangen. Bei 0 ist deshalb so wichtig, weil er schon das Gegenteil gelernt hat. Ihr müsst ihm jetzt zeigen, dass das was ihr wollt aber was anderes ist. Kurz rausgehen und reinkommen solange er noch ruhig ist. Keine große Beachtung schenken. Es soll für ihn ja nichts besonderes sein (trotzdem belohnen, wenn er ruhig war). Zusätzlich würde ich das mit der Tür üben. Der Hund soll gar nicht darauf reagieren wenn ihr geht und nicht aufdrehen wenn ihr kommt. Einfach zwischendurch an der Tür rumfummeln, Schlüssel reinstecken, etc.
Sollte der Hund aber Geräusche machen, soll man anfangs trotzdem wieder reingehen, damit der Hund nicht in Panik verfällt. Aber der Hund wird völlig ignoriert. So bekommt er keine Aufmerksamkeit für sein Verhalten. Danach geht es direkt in ein anderes Zimmer.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Ronja
12. Feb. 09:31
Wahrscheinlich hat es folgende Ursache:
Er läuft euch die ganze Zeit hinterher, weil er euch nicht zutraut, auch alleine zurecht zu kommen. Aus seiner Sicht seid ihr diejenigen, auf die er aufpassen muss. Das kann auch ein Grund für die Unruhe sein. Er hat ständig das Gefühl, aufpassen zu müssen, was ihr macht und kann sich kaum entspannen. Dafür könnte man auch mal den Versuch machen, was passiert, wenn ihr z.B. dynamisch durch die Wohnung springt und rennt. Bleibt er dann ruhig liegen oder fängt er an, euch anzuspringen und hinterherzurennen? Letzteres würde bedeuten, dass er euch dafür maßregelt, denn aus seiner Sicht habt ihr nicht das Recht dazu, euch so dynamisch zu bewegen, denn in einer Rudelstruktur wäre das ein Privileg, was nur den Ranghohen zustünde.
Wenn ihr jetzt also merkt, dass euer Hund euch ständig kontrolliert, dann sit es klar, dass er beim Alleinebleiben Stress kriegt, weil er denkt, ihr kommt nicht zurecht.

Dann solltet ihr euren Alltag umstrukturieren. Es muss klare Regeln und Grenzen geben, an denen sich der Hund orientieren kann. Zum Beispiel solltet ihr ihm immer wieder einen festen Liegeplatz zuweisen und ihm keine Entscheidungen überlassen. Wenn er etwas von euch will, geht ihr nicht darauf ein. Ihr entscheidet selbst, wann und ob etwas passiert. Erst wenn das gegeben ist und der Hund auch mal entspannt, während ihr durch die Wohnung geht, geht es daran, das Alleinebleiben in ganz kleinen Schritten wieder aufzubauen. Euer Hund muss sich auf euch verlassen können.

Es kann aber natürlich auch eine andere Ursache haben, z.B. dass er nicht genug ausgelastet ist oder Trennungsangst hat. Im Zweifel würde ich immer einen guten Trainer hinzuziehen…