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2022-06-20T06:22:33.688Z
Einleitungs-Beitrag
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Beißhemmung gegenüber Dritten

Guten Morgen, wie viele andere Welpenbesitzer arbeiten wir auch bei unserem DD-Welpen (11 1/2 Wochen) immer noch an der Beißhemmung. Insbesondere in den “wilden 5 Minuten”, die bei ihm abends gerne mal etwas länger andauern. (Er ist und wird altersgerecht ausgelastet.) Generell reicht es in meinem Fall bei einem Zwicken laut “Au!” (und ich meine sofort & sehr laut…) zu schreien und der Kleine lässt los - und nimmt im Idealfall selbst eine kurze Auszeit vom Spiel. Es schadet auch nicht, wenn ich eine halbe Minute “schwerverletzt” tue. Danach ist er zum Glück bisher immer viel vorsichtiger und alles ist gut. Allerdings gibt es ein Problem: Wenn der Welpe bei meinen Eltern ist, dann wird das Spiel schnell zu wild. Beide sind schon älter und der Kleine nimmt ihre “Versuche” ihn (vorsichtig) abzuwehren (oder mit einem Spielzeug abzulenken) leider nicht ernst. Inzwischen nimmt es manchmal auch Überhand, sodass ich dazwischen zu gehen “versuche” mit einem “Nein”. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dass Eingreifen richtig ist und auf die richtige Art erfolgt. Es bringt leider sicher Nichts, wenn ich stellvertretend “Au” rufe… Falls jemand dafür eine Lösung weiß oder Ideen hat, wie man den Zwerg davon abhält, würde ich mich freuen. Die Situation ist sicherlich ähnlich zu der, wenn man versucht einen Welpen vom zu eifrigen Spielen mit Kindern abzuhalten? Allerdings sind Kinder vermutlich reaktionsschneller und auch lauter beim Ausrufen eines “Auas”.
Vanessa
Vanessa
2022-06-20T06:26:09.231Z
Hallo JJ, ich würde deine Eltern bitten genau das selbe Geräusch zu machen und sich sofort von ihm wegzudrehen sobald er zu feste beißt. Ansonsten wenn das nicht funktioniert, ein paar Meter von euch entfernt anleinen und zur Ruhe kommen lassen. LG
J
J
2022-06-20T06:34:35.722Z
Hallo V, danke für die schnelle Antwort. Leider sind ihre Ausrufe wohl für den Kleinen viel zu zaghaft, weshalb ich schon versucht habe ihnen zu sagen dabei lauter zu sein. Ich vermute, es ist den Beiden „unangenehm“ in ihrem Alter so zu schreien oder die Stimme hat einfach nicht mehr so die Kraft. Anleinen in den wilden Minuten klappte bisher ganz gut, allerdings ist es inzwischen so, dass der Kleine auch spielerisch immer mal wieder am Tag nach ihren Hosenbeinen schnappt oder versucht sie so zum Spiel aufzufordern. Soll ich dann immer direkt anleinen oder gibt es doch einen Weg „dazwischen zu gehen“ als Außenstehende, weil ich ja quasi in diesen kleinen Situation nicht an seinem „Spielversuchen“ beteiligt bin?
Melanie
Melanie
2022-06-20T06:43:10.607Z
Da habt ihr ein herrlich aufgewecktes Kerlchen 😊, ich würde eine Leine zu Hilfe nehmen, die während er bei den Eltern ist, am Hund bleibt. Dazu eignet sich z.B. ein Stück Schleppleine von ca 50-100 cm. Jedesmal, wenn der Kleine bei deinen Eltern zu forsch wird, ruhiges aber unmissverständliches "nein", den Hund an der Leine weg führen und kurze Pause machen. Bitte nicht falsch verstehen, ihr braucht da nicht forsch oder grob werden, aber ihr müsst da klar und konsequent sein. Der kleine Mann muss auch Grenzen akzeptieren lernen. 🙂 Kleiner Nachtrag: Die Pause bitte so lange machen, bis der Kleine sich beruhigt hat. Also nicht mehr in dieser "ich will aber" Laune ist.
Birgit
Birgit
2022-06-20T08:46:19.115Z
Anleinen! Die einfachste Lösung. In 8 Wochen ist er mit der Phase durch, wenn du es ihm richtig bei bringst. Deine Eltern sind in dem Fall für den Hund Menschen die er nicht ernst nimmt, viele Hunde zeigen das Verhalten auch bei Kinder. Da muss der Halter genauso erzieherisch eingreifen.
J
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2022-06-20T10:37:23.920Z
@Melanie M.: Danke! ☺️ Er ist wirklich ein kleines Energiebündel, das man immer wieder Mal im eigenen Interesse ausbremsen muss. @Birgit K.: Danke, hoffentlich wird dann mehr Ruhe einkehren. Ich bin wirklich froh, dass es solch einen Weg zum „Eingreifen“ gibt. Das mit dem Anleinen, bzw. der kurzen Schleppleine, werden wir also definitiv ausprobieren! Obwohl aktuell die Leine noch als Spielzeug angesehen wird, wenn sie noch „einfach so“ dran ist. 🙈
Birgit
Birgit
2022-06-20T10:40:01.289Z
@Melanie M.: Danke! ☺️ Er ist wirklich ein kleines Energiebündel, das man immer wieder Mal im eigenen Interesse ausbremsen muss. @Birgit K.: Danke, hoffentlich wird dann mehr Ruhe einkehren. Ich bin wirklich froh, dass es solch einen Weg zum „Eingreifen“ gibt. Das mit dem Anleinen, bzw. der kurzen Schleppleine, werden wir also definitiv ausprobieren! Obwohl aktuell die Leine noch als Spielzeug angesehen wird, wenn sie noch „einfach so“ dran ist. 🙈
Auch das muss er mit einem nein deutlich lernen. Du hast einen Vollblut Jagdhund der arbeiten möchte und muss. Die Regeln für ein problemloses miteinander muss er jetzt lernen. Möchtest du ihn jagdlich führen? Ergänzung zur Leine in der Wohnung. Ich habe eine ganz Fläche gummierte Leine ohne Schlaufe. Damit der Hund nicht ständig irgendwo hängen bleibt.
Melanie
Melanie
2022-06-20T10:49:45.040Z
@Melanie M.: Danke! ☺️ Er ist wirklich ein kleines Energiebündel, das man immer wieder Mal im eigenen Interesse ausbremsen muss. @Birgit K.: Danke, hoffentlich wird dann mehr Ruhe einkehren. Ich bin wirklich froh, dass es solch einen Weg zum „Eingreifen“ gibt. Das mit dem Anleinen, bzw. der kurzen Schleppleine, werden wir also definitiv ausprobieren! Obwohl aktuell die Leine noch als Spielzeug angesehen wird, wenn sie noch „einfach so“ dran ist. 🙈
Ich kann mich Birgit nur anschließen. Gerade jetzt in dem jungen Alter ist es wichtig, dass er die Spielregeln und Grenzen in eurem Leben kennenlernt. Noch geht das spielerisch konsequent. Später wird es wesentlich mehr Arbeit. Und auch der Hund muss seine Bedürfnisse ausleben dürfen. Auslastung körperlich, sowie geistig, ist sehr sehr wichtig, damit er sich überhaupt konzentrieren kann. Du hast da einen tollen, aber auch arbeitswilligen Hund, der die richtige Auslastung braucht. 🙂
Cari
Cari
2022-06-20T11:18:38.365Z
Zusätzlich zum Anleinen: versuch doch statt dem "Aua" ein Fiepen. So hoch wie du kannst, auch eher laut. Du saugst dabei die Luft ein, anstatt sie auszustoßen. Das ist auch deswegen praktisch, weil manche Menschen, insbesondere Kinder, eher Quietschen als tatsächlich "Au" zu rufen wenn es wirklich mal weh tut. Tiere sowieso. Kannst du außerdem deinen Eltern bessere Spielideen bieten? Wilde Spiele sind da wohl keine Alternative. Wie wäre stattdessen ein Intelligenzspiel, das Bringen und auch schon Suchen des Futterbeutels, Verstecken von Leckerli mit (angeleintem) Bleiben oder das Beibringen von Tricks mit Targetstab und Clicker? Ach so, und: als mein Welpe zeitweise von meiner Oma betreut wurde, hab ich immer einen gefrorenen Kong mitgegeben. Das ist ein verlässlicher "Aus-Knopf" für wilde Welpen.
J
J
2022-06-20T11:36:23.765Z
So… Nach einer kurzen Einheit mit „Nein“ & positiver Verstärkung kann an das Thema erstmal ein Haken dran. ✅ Sicherlich wird er das Teil immer Mal wieder beim Toben doof oder interessant finden, aber das wird natürlich beobachtet. @Birgit K.: Sofern die nötigen Prüfungen bestanden werden. Animiert die gummierte Leine deine Vierbeiner nicht vermehrt hineinzubeißen? Es gibt ja unheimlich viele Gummi-Spielzeuge... 😬 @Melanie M.: Definitiv! Es gibt halt noch Viel zu lernen in dem Alter, beziehungsweise zu verfestigen. Die Konzentrationsspanne ist natürlich ebenfalls noch altersbedingt eher kurz, ebenso wie der Körper noch nicht mit dem mithalten kann, was er so gerne machen möchte. @Cari B.: Oh! Das könnte funktionieren, weil es kein direktes „Schreien“ ist. Was die Alternativen im Spiel angeht, die funktionieren zum Glück eigentlich gut. Zumindest wenn das Spiel kontrolliert abläuft. Den Kong wollten wir auch probieren. Der ist quasi bestellt und kommt hoffentlich bald an, um das Ganze vor Ausbruch etwas zu beruhigen. ☺️
Birgit
Birgit
2022-06-20T11:55:07.690Z
Bei mir gibt es keine Spielzeuge. Und Gummi erst Recht nicht. Es gibt bei mir Beiswurst aus Jute. Es gibt Apportel in verschiedenen Ausführungen. Als Highlight sehen meine Hunde ausgediente Socken. Dann gibt es noch einen Ball. Wenn ich einen jungen Hund habe, dann hat der Hufe, getrocknete Haut oder ein ordentliches Holz um sein kaubedürfnis zu stillen. Und Leine beißen "nix gut", lernen meine vom ersten Tag, damit wird auch nicht gespielt.