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Sandra
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Anzahl der Antworten 38
zuletzt 21. Mai

Hund tötet Feldhase - Was kommt auf mich zu?

Hallo, ich brauche mal euren Rat. Meine Hündin Noa (ca 3 Jahre, kastriert, 12 Klio schwer, Bodeguero-Mischling, also Jagthund) hat vorhin einen Hasen gerissen. Mitten im Wohngebiet in der Stadt. Beim Verlassen vom Wohnhaus ist sie mir entwischt. Normalerweise passiert das nie, da es da bei uns sehr geordnet mit Regeln etc. zugeht. Aber sie hat nur rumgeschnüffelt und auf einem Sandhaufen rumgespielt. Eigentlich nicht bedenklich, normalerweise kommt die dann auch direkt unaufgefordert wieder zu mir. Plötzlich war sie ganz weg. Als ich sie wiederfand, stand sie über einem toten Feldhasen. Doppelt blöd, denn der Kollege vom Hausmeister stand direkt daneben. Meldet er natürlich. Noa hört normalerweise super, ist gut abrufbar, etc. Wir machen auch gerade den Hundeführerschein. Klar ist, ab sofort ist Noa schon vorm Verlassen der Wohnung an der Leie, um ganz sicher zu gehen. Aber was passiert jetzt? Gibt es Rechtsfolgen? Bußgelder? Muss ich den Jagtpächter informieren? Gibt es da mitten in der Stadt überhaupt einen? Kann Noa eine Leinenpflicht bekommen? Oder einen Wesenstest machen müssen? Und wo entsorge ich den unglücklichen Feldhasen. Mitten im Wohngebiet verbuddeln ist sicher falsch. Danke für eure Tips und Infos. LG Sandra
 
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Sandra
17. Mai 09:31
War das wirklich ein Hase? Oder in der Stadt eher ein Kaninchen? Ja, ich würde auch anrufen und fragen. Natürlich x mal entschuldigen.
Ja, ein Feldhase. Gut zu erkennen an der Größe und den schwarzen Ohrspitzen.

Habe gerade auch proaktiv beim Hausmeister angerufen, mich entschuldigt, und bessere "Sicherheitsmaßnahmen" versprochen.
 
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Sandra
17. Mai 09:32
Es kann passieren das ein Busgeld auf dich zukommt. Das sollte allerdings im Rahmen bleiben. Das kommt wohl auf den jeweiligen Jagdpächter drauf an (https://www.agrarheute.com/tier/hund-wildert-reh-schaefer-6000-euro-strafe-zahlen-583492#:~:text=Weil%20sein%20H%C3%BCtehund%20ein%20Rehkitz,Hundehalter%20wegen%20Jagdwilderei%20verurteilt.). Aber nachdem es mitten im Wohngebiet war, bezweifel ich ernsthaft, dass es dort einen Jagdpächter gibt. Wenn es der Hausmeister gesehen hat und meldet, wird aber denk ich das Ordnungsamt Post senden. Ob’s dann zu einer Leinepflicht kommt, kann ich nicht sagen. Wäre aber wirklich interessant, wenn du uns auf den laufenden hältst.
Ja, ich werde berichten. Bin gespannt was das Veterinäramt sagt.
 
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Sandra
17. Mai 09:34
Stimmt, du hast recht! Habe nachgeschaut, den Jagdpächter der Stadt findet man auf der Seite „Jägervereinigung Erlangen e.V“. Ich weis nicht, ob’s sinnvoll wäre den schon zu kontaktieren. Ich denke mal, dass die Info sowieso zu ihm durchsickert und dann wäre eventuell ein vorheriger Anruf gut.
Danke. Da werde ich auch mal anfragen.
 
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Sonja
17. Mai 09:43
Super. Immer ehrlich bleiben. Sowas kommt vor. Aber ich bin doch jetzt sehr mitgenommen. Werde mich auch mal proaktiv beim Veterinäramt melden. Bestimmt besser, als wenn der Vermieter oder Anwohner (Zeugen) Anzeige erstatten, oder?
Ja ist immer am besten, selbst melden, schildern wie's passiert ist. ev. gibt's auch ein Bußgeld, kommt halt darauf an ob's öffentlicher Grund oder Privat war/ist. Oftmals herrscht auf "öffentlichen Grund Leinenpflicht" . Ansonsten kann wohl keiner genau sagen ob oder was sonst noch passiert 🤗. Ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Aber es ist besser selbst zu melden als gemeldet/angezeigt zu werden.
 
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Sandra
17. Mai 10:09
Danke für eure vielen Rückmeldungen und Tipps.

Ist einem von euch sowas auch schon passiert?
 
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Ute
17. Mai 10:14
Mein ehemaliger Hundesitter rief mich im Büro an, total aufgelöst. Meine Hündin hatte ein Hasenbaby gegessen! Er hatte es zu spät gemerkt und war total erschüttert. Obwohl sie angeleint war. Ein Kollege (Jäger) sagte mir, dass sei verboten, da Hasen unter Naturschutz stehen. Kaninchen sei egal. Ich will beides nicht, aber dem Hund diesen Unterschied zu vermitteln, geht auch nicht. Ich drück die Daumen, dass du keine Schwierigkeiten bekommst.
 
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Sandra
17. Mai 10:23
Danke für eure vielen Rückmeldungen und Tipps. Ist einem von euch sowas auch schon passiert?
Nein, meiner hat hier nur 14 Hühner gemordet🥺
 
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Mary-Lou
17. Mai 10:33
Guten Morgen, Ich würde sagen dumm gelaufen, aber nicht zu ändern, die Frage ist auch, war er schon tot? Ab in die Hausmülltonne damit? Und warum solltest du ne Anzeige bekommen? Lebt ihr im Naturschutzgebiet ? Klar ist jetzt Brut und Setzzeit, bei uns heißt das Leinenpflicht, aber du hast ja selbst schon erkannt, ab jetzt Leine dran und fertig. Und den Hausmeister ab jetzt immer schön grüßen, vielleicht ist er ja auch froh (fals ne Hasenplage bei euch besteht!) Für den Hasen ist es schade, aber auch das ist leider Natur. Zukünftig halt Leine dran, an der Schleppleine Rückruf festigen, das wären meine Tipps.
Tote Tiere ab katzengröße dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden, egal ob Wildtiere oder Haustiere. Nur Kleinsttiere wie Hamster, Mäuse, Fische usw. sind erlaubt.
In diesem Fall muss der Jagdpächter informiert werden. Er muss sich dann um die fachgerechte Entsorgung kümmern.
Auch außerhalb des Wohngebiets wäre verbuddeln falsch.
 
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Mary-Lou
17. Mai 10:46
Ich dachte an einen Sachschaden für den Jadtpächter, und daher eben an die Pflicht, das zu erstatten. Oder eine Anzeige wegen Gefährdung der Anwohner? Hase hatte Verletzungen am Hals. Also wohl echt totgebisden/geschüttelt. Danke für deine Tipps.
Zivilrechtlich steht dem Jagdpächter Schadensersatz zu. Wenn der Vorfall bei Behörden angezeigt wird, kommt strafrechtlich noch Jagdwilderei hinzu.
Das sind 2 verschiedene Strafen.
Wenn du Pech hast, käme noch eine Ordnungswidrigkeit wegen Verletzung der Aufsichtspflicht/Missachtung der Leinenpflich im Wohngebiet hinzu.
Ich drück dir die Daumen, dass du glimpflich davon kommst und finde es gut, dass du deinen Hund jetzt an der Leine behälst.
 
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Sabine
17. Mai 10:51
Danke für eure vielen Rückmeldungen und Tipps. Ist einem von euch sowas auch schon passiert?
Der Goldie einer Bekannten hat hier ein zahmes Kaninchen einer Familie, das diese immer frei laufen ließen, gemeuchelt. Da wurde gar nichts unternommen.