Ich sehe es ähnlich wie Dirk.
Die Braune ist ein junger dynamischer Hund der sich ausprobiert und einfach aufgeregt ist. Ein bisschen frech aber von Aggressivität sehe ich erstmal nix. Da ist erstmal nix dramatisches dabei.
Ungünstig ist in beiden Fällen jeweils der Standort zwischen Tür und Angel.
Du nimmst damit deiner schwarzen Hündin auch die Möglichkeit der Situation aus dem Weg zu gehen Bzw. sich mehr Platz zu verschaffen, denn wohin soll sie?
Das die beiden draußen mehr Raum nutzen und rennen ist völlig normal.
Google auch mal nach Bite-Face Games. Meine Youngster tun das sehr oft, hin und wieder machen das auch die älteren mit.
Ich würde auch nicht kategorisch trennen, ich würde nur eingreifen wenn übertrieben wird und auch Ruhe und Pausen fordern zwischendurch.
Ältere Hunde beschäftigen sich nicht permanent mit Jüngeren, dass müssen sie auch nicht, da das Bedürfnis nach Ruhe beim älteren Hund schon höher ist. Bzw der gefestigt in Regeln und Grenzen ist, was der Junge Hund mit einem Jahr erstmal verinnerlichen muss.
Selbstverständlich ist da erstmal Dynamik da wenn ihr sporadisch aufeinander trefft. Diese Hunde leben ja nicht permanent zusammen und treffen sich jedesmal wieder neu. Das heißt auch für euch dass ihr jedesmal neu auf die Einhaltung der Regeln bestehen müsst.
Und ja auch erstmal genauer die Braune kontrollieren und ihr eine Chance lassen sich beruhigen zu können indem ihr erstmal in die selbe Richtung nebeneinander lauft.
Auch ,spielt‘ ja nicht jeder Hund gleich. Der Staff spielt schon auch körperbetonter wie das jetzt vielleicht ein anderer Hund tun würde. Wenn deine eigene Hündin jetzt vielleicht kein körperbetonter Spieler ist. Ist ihr das Gerempel vielleicht auch mal zu viel und wenn sie dann zu dir kommt, dann zeigt sie dir damit dass es Zeit für eine kleine Pause ist.
Das sehe ich auch so. Ich sehe hier keine Aggression, nur eine sehr geduldige, genervte und um Hilfe bittende schwarze Hündin, die sich nicht wehrt und eine schon recht penetrante und freche braune Junghündin. Wenn die das unterwegs mit fremden erwachsenen Hunden auch so macht, wird sie früher oder später von denen eine ordentliche Ansage kassieren. Die Schwarze würde ich nicht begrenzen und auch nicht an die Leine nehmen, denn sie benimmt sich super und ist nicht der Auslöser. Sie wird froh sein, wenn sie ihre Ruhe hat und sich sowieso von der Braunen fernhalten. Und wenn sie dann doch hin und wieder auf eine Spielaufforderung eingehen sollte, wäre das doch auch gut. Die Braune würde ich auch nicht immer anleinen, sondern sie erst einmal körpersprachlich begrenzen. (dazwischen stellen, wegschicken, unterbrechen). Übertreibt sie es weiter und reagiert nicht, dann wäre erst die Leine ( oder vielleicht auch die räumliche Trennung) meine Konsequenz. Aber auch das nicht dauerhaft, sondern nur, bis sie sich wieder beruhigt hat. Sie muss lernen, die schwarze Hündin nicht ständig zu bedrängen. Die schwarze Hündin ist sehr geduldig und wehrt sich nicht. Deshalb muss man das für sie regeln. Man muss natürlich in der ersten Zeit sehr aufmerksam sein, aber das wird schon. Auch die braune Hündin wird mit der Zeit ruhiger werden, wenn die Pubertät vorbei ist. Ich hatte das so ähnlich auch mit meinem Mailo ( der eher seine Ruhe will) und dem damals noch sehr wilden Mopsrüden ( damals 1 Jahr alt) der Freundin meines Sohnes. Mailo‘s Geduld hält sich da aber eher in Grenzen, vor allem in seinem Revier. Ich musste da auch immer aufpassen und auch Mailo mal „ermahnen“. Als der Mopsrüde es mal zu doll getrieben hat, hat Mailo ihm dann 2/3 mal auch eine Ansage gemacht und dann war alles gut. Seitdem akzeptiert der Mops Mailo’s (und meine🤪) Grenzen und ich muss inzwischen nicht mehr wachsam sein. Hat aber schon eine Zeit gedauert, denn die Hunde sehen sich ja nicht ständig.