Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Rüde - Verhaltensweise ändert sich beim Gassigehen mit Hunde-Freundin wenn wir auf andere Treffen

Verfasser-Bild
Alexandra
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 16
zuletzt 21. Sept.

Rüde - Verhaltensweise ändert sich beim Gassigehen mit Hunde-Freundin wenn wir auf andere Treffen

Hallo, unser Rüde (kastriert) verträgt sich mit fast allen Artgenossen - egal ob groß oder klein. Alleine bellt er beim Gassi gehen fast nie. Häufig unterwirft er sich auch erstmal, bevor es ans Spielen geht. Wenn wir mit seiner liebsten Hunde-Freundin Gassi gehen und auf andere Hunde treffen, ist er allerdings wie ausgewechselt. Gefühlt ist er dann 2 Meter groß, bellt den anderen Hund erstmal an und wenn dieser dann Interesse an seiner Freundin zeigt, drängt er sich nahezu dazwischen. Er macht das immer noch "freundlich", aber man kann deutlich seinen Anspruch erkennen. Ablenkungen, Zureden, Wegziehen helfen nur bedingt. Gibt es Tipps, was wir machen können?
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
Beliebteste Antwort
19. Sept. 19:28
Nochmal ein anderer Ansatz. Unsere Hündin hat immer unseren Rüden vor geschickt um andere Hunde zu vertreiben bzw anzupöbeln. Es hat etwas gedauert bis wir das geschnallt haben. Das hieß für uns das sie eigentlich das Problem hat und Abstand zu anderen Hunden benötigt. Dann haben wir vor allem sie geschützt und ihr mehr Abstand gegeben. Zusätzlich hab ich ihr mehr Schutz geboten, indem ich immer zwischen dem anderen Hund und ihr war. Kam ein Hund auf sie zu der sie Unsicher gemacht hat, hab ich den anderen Hund umgelenkt. Nach und nach haben sie dann beide aufgehört mit ihrer Unsicherheit und raufen sich nicht mehr zusammen um das Problem zu lösen. Sie haben gelernt das wir das regeln und sie sich da auf uns verlassen können.
 
Beitrag-Verfasser
Olli
18. Sept. 10:43
Ihr könntet euch mit Haltern größerer Hunde treffen, die den Knirps ignorieren und ihm somit zeigen, dass er mit seiner wohl schon ritualisierten Taktik keinen Erfolg hat.

Es gibt natürlich Ausnahmen, aber wenn er nicht komplett größenwahsinnig ist, wird er kleine Brötchen backen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Alexandra
18. Sept. 11:41
Hallo Olli, Danke für den Tipp. Das haben wir tatsächlich auch schon gemacht. Bislang hat auch das nichts geändert. Cookie schafft es bisher immer, dass die anderen Hunde dann kurz mit ihm spielen.
Trotzdem kann das auch mal schief gehen. Ich dachte (vielleicht etwas naiv), dass die Kastration das Verhalten etwas mildert. Wenn es nicht um seine Freundin geht, ist er auch überhaupt kein Macho.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mareike
18. Sept. 11:59
Stell dich vor deinen Hund und schicke ihn mit deutlicher Körpersprache nach hinten.
Versuche die Situation schon BEVOR er in den Tunnel kommt abzufangen indem du ihm eine Aufgabe gibst. Halte ihn ansprechbar auf dem Spaziergang, sodass er immer wieder Blickkontakt aufnehmen soll und er dann auch in der Situation den Fokus auf dir hat.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
18. Sept. 16:00
Dein Hund und die Hündin bilden auf dem Spaziergang ein Rudel. Wie verhält sich denn die Hündin?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Alexandra
18. Sept. 18:22
Dein Hund und die Hündin bilden auf dem Spaziergang ein Rudel. Wie verhält sich denn die Hündin?
Häufig bellt tatsächlich sie zuerst. Manchmal ist sie aber auch relativ entspannt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
19. Sept. 13:08
Häufig bellt tatsächlich sie zuerst. Manchmal ist sie aber auch relativ entspannt.
Ich würde zunächst erst mal keinen anderen Hund zu Euren lassen, aber nur wegen dem Lerneffekt. Ihr müsst Euch einfach nur einig sein, was ihr möchtet. Wir schauen immer, dass nur 2 was miteinander machen. Der dritte schaut einfach mal zu. Man kann ja zwischendurch mal wechseln. Eine Dreierkonstellation ist oft eher ungünstig (da ist einer das dritte Rad am Wagen). Anders ist es, wenn man zu dritt losgeht und/oder gemeinsam ein Stück zusammen geht. So haben die Hunde die Möglichkeit, erst mal die Gerüche aufzunehmen und schon ein wenig zu kommunizieren. Dann einfach mal schauen, wie es klappt, wenn alle von der Leine los sind. Ich mache das oft an mein Bauchgefühl und der Stimmung fest, ob ich die Hunde zusammen lasse oder nicht.
Es gibt viele Möglichkeiten/Konstellationen. Man kann ja auch den Hund abrufen, wenn die Stimmung kippt. Einfach herantasten, beobachten und die verschiedenen Konstellationen ausprobieren.
Das wäre mein Weg, wenn ich Hundekontakt haben möchte. Oftmals möchte ich aber auch keine Hundekontakte, weil wir etwas anderes vorhaben.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
19. Sept. 19:28
Nochmal ein anderer Ansatz. Unsere Hündin hat immer unseren Rüden vor geschickt um andere Hunde zu vertreiben bzw anzupöbeln. Es hat etwas gedauert bis wir das geschnallt haben. Das hieß für uns das sie eigentlich das Problem hat und Abstand zu anderen Hunden benötigt. Dann haben wir vor allem sie geschützt und ihr mehr Abstand gegeben. Zusätzlich hab ich ihr mehr Schutz geboten, indem ich immer zwischen dem anderen Hund und ihr war. Kam ein Hund auf sie zu der sie Unsicher gemacht hat, hab ich den anderen Hund umgelenkt. Nach und nach haben sie dann beide aufgehört mit ihrer Unsicherheit und raufen sich nicht mehr zusammen um das Problem zu lösen. Sie haben gelernt das wir das regeln und sie sich da auf uns verlassen können.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
20. Sept. 07:23
Ihr könntet euch mit Haltern größerer Hunde treffen, die den Knirps ignorieren und ihm somit zeigen, dass er mit seiner wohl schon ritualisierten Taktik keinen Erfolg hat. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber wenn er nicht komplett größenwahsinnig ist, wird er kleine Brötchen backen.
Was hat denn dieses Verhalten bitte mit "grössenwahnsinnig" zu tun?

Dass Hunde sich gemeinsam mit Freunden anders verhalten, als alleine, ist doch völlig normal.

Ich sehe die Motivation hier eher in Richtung Schützen, Verteidigen, vielleicht etwas Eifersucht.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
20. Sept. 07:40
Einr Freundin von Guinness ist auch alleine recht verträglich, wenn er dabei ist wird sie aber sehr aktiv abwehrend anderen Hunden gegenüber.

Man erkennt das schon deutlich bevor sie losstartet, um die zu verscheuchen, und würden ihre Halter sie konsequent schon da abstoppen, könnte man das gut in den Griff bekommen.

Alexandra, was dir sicher helfen könnte wär, dich mal genauer mit der hündischen Körpersprache, Kommunikation und ihren Motivationen zu beschäftigen.

ZB unterwirft sich dein Hund mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht, wenn er alleine andere Hunde trifft, sondern er deeskaliert.
Und es ist fraglich, ob er (danach) tatsächlich spielt, oder ob er eher rumfiddelt.

Sich in diese Details mal einzulesen und Videos dazu zu gucken hilft sehr, am eigenen Hund rechtzeitig Anzeichen von Aufregung, Nervosität etc zu erkennen und zu agieren, bevor sie ihre Angelegenheiten selber regeln müssen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Alexandra
20. Sept. 08:28
Einr Freundin von Guinness ist auch alleine recht verträglich, wenn er dabei ist wird sie aber sehr aktiv abwehrend anderen Hunden gegenüber. Man erkennt das schon deutlich bevor sie losstartet, um die zu verscheuchen, und würden ihre Halter sie konsequent schon da abstoppen, könnte man das gut in den Griff bekommen. Alexandra, was dir sicher helfen könnte wär, dich mal genauer mit der hündischen Körpersprache, Kommunikation und ihren Motivationen zu beschäftigen. ZB unterwirft sich dein Hund mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht, wenn er alleine andere Hunde trifft, sondern er deeskaliert. Und es ist fraglich, ob er (danach) tatsächlich spielt, oder ob er eher rumfiddelt. Sich in diese Details mal einzulesen und Videos dazu zu gucken hilft sehr, am eigenen Hund rechtzeitig Anzeichen von Aufregung, Nervosität etc zu erkennen und zu agieren, bevor sie ihre Angelegenheiten selber regeln müssen.
Hallo Joe, danke für deine Antwort. Cookie unterwirft sich anderen Hunden auch wenn er alleine ist. Das macht er von klein auf. Und danach spielt er tatsächlich mit den Artgenossen.
Ich vermute auch, dass es eine Art Beschützen und auch Eifersucht ist.