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zuletzt 8. Juni

Futter-/Ressourcen Aggression bei meiner 10-monatigen Junghündin aus einem griechischen Tierheim

Hallo liebe Community, seit 3 Monaten begleitet mich die kleine Snickers aus nem griechischen Tierheim in meinem Leben. Wie zu erwarten gab es einige Dinge zu bewältigen die mit ihrem harschen Start ins Hundeleben zu tun haben, und alles in allem waren meine Lebensgefährtin und ich, Recht erfahrene Hundebesitzer alle beide, gut vorbereitet. Mit uns zusammen lebt noch eine zweite Hündin (7 Jahre). Nach den anfänglichen, sehr angstbesetzten, Wochen mit Snickers zeigte sie sich zunehmend selbstbewusster, lernt die grundlegenden Kommandos sehr schnell und fügt diesen auch, ist schon an uns gebunden und unglaublich verkuschelt. Alle gesundheitlichen Probleme ( Guardia, Würmer, schlechter Ernährungszustand, sind soweit geregelt. Jetzt allerdings zeigt sich, mit zunehmender Selbstsicherheit der kleinen, ne stark ausgeprägte Futteraggression gegenüber der älteren Hündin Laila. Wir füttern getrennt, beide bekommen zu festen Zeiten Futter, und dennoch greift Snickers nun schon 3 x Laila an sobald irgendetwas auf dem Boden liegt oder der Mülleimer in der Nähe ist. Mit Angriff meine ich nahezu keine Vorwarnung sondern direkt ein Biss ins Fell (zum Glück bisher) den sie auch nicht loslässt sondern wir trenne die beiden dann direkt. Bisher ist nichts weiteres passiert, und kleine kämpfe um Ressourcen gibt es ja gerne mal zwischen Hunden, jedoch haben wir beide noch nie bisher so ein deutliches Maß an Angriff und dann auch zubeißen gesehen. Wir sind auf der Suche nach einem Hundetrainer und -psychologen, dennoch dachte ich ich lasse die Situation auch hier Mal besprechen. Lieben Dank für euren Input. A, stolzer Menschenfrreund von Snickers. P.s. wenn wir dazwischen gehen und die beiden trennen stoppt die ganze Situation sofort und uns gegenüber zeigt Snickers keinerlei Anzeichen von Ressourcenaggression. Auch sind wir uns darüber in Klaren dass sie im Tierheim wahrscheinlich um Futter "kämpfen" musste. Jede Art der der bisherigen Aggression wurde dann auch mit einem klaren Aktionsabbruchkommando von uns quittiert und das hilft eigentlich bisher ganz gut. Verliefen die Futtersituationen gut Gans auch immer ne Belohnung Tipps? Ratschläge? Fragen? Hundepsychologe und Schule steht eh an, die kleine soll idealerweise mich beruflich als Therapiehund begleiten.
 
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Dogorama-Mitglied
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8. Juni 04:40
Hallo, das kommt sehr oft bei Tierschutzhunde vor. Deine Hündin ist noch sehr jung und wird das lernen. Ihr müsst allerdings etwas strenger und sehr konsequent mit ihr umgehen.
Sie wurde nun sehr verwöhnt und geliebt und sicher auch unbewusst bevorzugt. Alles normal, für den Hund aber die Chance sich als King zu fühlen.
Meine letzte Pflegehündin war leider auch so.
Ich halte nichts von räumlicher Trennung da es ja eine lebenslange Einschränkung für euch bedeutet .. was ist wenn die Hunde in Urlaubspflege sollen oder ihr selbst mit ihnen im Hotel seid. Sie muss es also lernen.
Auf den Platz schicken ist auch für den Hund nicht mit der Aktion zu verbinden.

Ich würde ganz bewusst und tgl üben.
Hündin angeleint, Objekte auf den Boden legen hinlaufen und mit nein, wenn sie hin will und sofortiger Ansprache mit Leberwursttube sie auf dich fixieren. Das muss zig Mal geübt werden.
Es gehört sehr viel Konsequenz aber genauso viel Lob dazu.
In einer Woche müsste das erledigt sein.

Zuerst ohne die Ersthündin üben, wenn ihr sicher seid, dann mit beiden üben.

Gleichzeitig solltet ihr im Alltag auch Grenzen setzen.
Schickt sie Mal vom Sofa, oder lasst sie gar nicht drauf ... usw

Viel Glück.
Ihr schafft das
 
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Dogorama-Mitglied
7. Juni 22:34
Wir haben dasselbe Problem. Allerdings haben wir keinen Zweithund, somit ist es leichter damit umzugehen .... Hundetrainer dazuholen hat bei uns bis jetzt nicht geholfen...da uns hauptsächlich Management Tipps gegeben wurden und es hieß, dass man damit leben muss bzw. solche Situationen vermeiden soll ...ist halt schwierig, da sie es bei Dingen macht die im Alltag einfach so passieren können...zb eine verpackung fällt auf den boden ... Nun haben wir von einer Trainerin den Tipp bekommen, die Hunde abwechselnd mit Leckerlies zu füttern und vorher den Namen auszusprechen...also das futter zuteilen. Außerdem sollen wir trainieren, dass wenn etwas auf den Boden fliegt den Hund zu rufen und ein viel besseres Leckerli zu geben, um dem hund zu zeigen, es lohnt sich mehr in solchen situationen zu uns kontakt zu suchen, weil es da sowieso etwas besseres gibt....aber ob es hilft kann ich noch nicht beurteilen. Lese also auch gerne mit. 🙄
 
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Nuri
7. Juni 22:42
Meiner Hündin hilft es extrem, wenn ich beide Hunde 1. zu verschiedenen Uhrzeiten füttere und 2. in einem Raum, in den der andere Hund nicht reindarf. Wird wohl aber etwas schwierig, wenn beide Hunde fest da sind. Ich wünsche euch alles Gute. ☺
 
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Dogorama-Mitglied
7. Juni 22:47
Meiner Hündin hilft es extrem, wenn ich beide Hunde 1. zu verschiedenen Uhrzeiten füttere und 2. in einem Raum, in den der andere Hund nicht reindarf. Wird wohl aber etwas schwierig, wenn beide Hunde fest da sind. Ich wünsche euch alles Gute. ☺
Soweit ich es verstanden hab geht es nicht um die Hauptfütterung, sondern um Dinge (Ressourcen) die am Boden liegen, oder einfach nur existieren...wie der Mülleimer, Verpackungen, ein Brösel, etc. ...so ist es leider bei uns auch. Flossy kann mit ihrem Bruder zb aus demselben Napf trinken, sich einen Kauknochen teilen, aber eine Essensverpackung, die auf den Boden gefallen ist, war der Auslöser ihren Bruder zu attackieren.
 
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Nuri
8. Juni 01:38
Soweit ich es verstanden hab geht es nicht um die Hauptfütterung, sondern um Dinge (Ressourcen) die am Boden liegen, oder einfach nur existieren...wie der Mülleimer, Verpackungen, ein Brösel, etc. ...so ist es leider bei uns auch. Flossy kann mit ihrem Bruder zb aus demselben Napf trinken, sich einen Kauknochen teilen, aber eine Essensverpackung, die auf den Boden gefallen ist, war der Auslöser ihren Bruder zu attackieren.
Tut mir leid, dann hab ich das falsch verstanden. Ich dachte es geht grundsätzlich im Futteraggression!
 
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Dogorama-Mitglied
8. Juni 04:40
Hallo, das kommt sehr oft bei Tierschutzhunde vor. Deine Hündin ist noch sehr jung und wird das lernen. Ihr müsst allerdings etwas strenger und sehr konsequent mit ihr umgehen.
Sie wurde nun sehr verwöhnt und geliebt und sicher auch unbewusst bevorzugt. Alles normal, für den Hund aber die Chance sich als King zu fühlen.
Meine letzte Pflegehündin war leider auch so.
Ich halte nichts von räumlicher Trennung da es ja eine lebenslange Einschränkung für euch bedeutet .. was ist wenn die Hunde in Urlaubspflege sollen oder ihr selbst mit ihnen im Hotel seid. Sie muss es also lernen.
Auf den Platz schicken ist auch für den Hund nicht mit der Aktion zu verbinden.

Ich würde ganz bewusst und tgl üben.
Hündin angeleint, Objekte auf den Boden legen hinlaufen und mit nein, wenn sie hin will und sofortiger Ansprache mit Leberwursttube sie auf dich fixieren. Das muss zig Mal geübt werden.
Es gehört sehr viel Konsequenz aber genauso viel Lob dazu.
In einer Woche müsste das erledigt sein.

Zuerst ohne die Ersthündin üben, wenn ihr sicher seid, dann mit beiden üben.

Gleichzeitig solltet ihr im Alltag auch Grenzen setzen.
Schickt sie Mal vom Sofa, oder lasst sie gar nicht drauf ... usw

Viel Glück.
Ihr schafft das
 
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Dogorama-Mitglied
8. Juni 07:43
Peinlich genau ALLES wegräumen, was rumliegt.
Wenn sie den Műlleimer vertidigt, Tűr abschließen.
Unbedingt JEDEN Konflikt zwischen den Hunden vermeiden!!!

Hab hier auch so einen Kandidaten als Pflegi..
Der kam hier auch bis auf die Knochen abgemagert an..

Training:
Momentan kriegen beide Hunde Leckerlis abwechselnd aus der Hand.
Dabei trainiere ich auch zunehmend das Abwarten.
Management:
Besonders leckere Knabbersachen, Kong, etc. bekommen beide aber noch in getrennten Zimmern.


@Birgit
Das "Nein" und Blick auf mich funzt mittlerweile gut, ändert aber noch nix daran, dass Teddy zzt. auf Gina losgehen wűrde..
Diese Űbung allein reicht also nicht...


Da brauchts ne Menge zusätzlicher Űbung..



@TravelAlex:
zzt. wichtig fűr die Toleranz bei uns ist, dass Teddy immer noch Futter DAZU bekommt.
Ich muss darauf achten, dass er länger was zum Fressen bzw. Knabbern hat als Gina.

Ich wűrde die beiden zur gleichen Zeit fűttern, aber du dazwischen, Hunde in entgegengesetzten Ecken des Raumes. Anfangs die futterneidische Hűndin zuerst, dann nach und nach Abwarten einbauen (Geduld!!! das űber WOCHEN aufbauen) .
Ziel:
erst bekommt die Althűndin, deine neue Hűndin bekommt ers t als Zweite.. und erst, nachdem sie dich angeschaut hat.
Zwischenschritt: das ruhige Abwarten immer mit Leckerlis belohnen

Das nachträgliche Kontrollieren der Futterschűsseln unterbinde ich, bzw. sammel die sofort ein.


Wir sind jetzt nach 3 Wochen soweit, dass Teddy nicht mehr starren Blicks Ginas Futterschűssel fixiert, sondern sich mittlerweile wieder auf seinen Platz trollt, wenn er aufgefressen hat.

Noch bekommt er sein Futter als erster. Das Abwarten bau ich wirklich sehr, sehr langsam ein.
Da er sein Futter quasi inhaliert 🙈 , habe ich ihn in der ersten Zeit absitzen lassen und ihm dann.. mit Blick auf mich.. Leckerlis gefűttert bis Gina fertig war.
Dann zunehmend die Abstände zwischen den Leckerlis immer weiter ausgedehnt.
Nächster Schritt war dann, ihn nach dem Auffressen auf seinen Platz zu schicken und auch zu begleiten, wo es dann weiter Leckerlis gab.

Dann kam Gina dazu, wenn sie fertig war und ich hab beiden abwechselnd noch ein paar Leckerlis gegeben.


Wichtig ist, Toleranz und Abwarten immer weiter zu bestärken und auszubauen..