Leben mit "Problemhund" 🐾 – Seite 6 – Spaß & Tratsch – Hundeforum von Dogorama – Dogorama App

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Sophie
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Anzahl der Antworten 137
zuletzt 4. Aug.

Leben mit "Problemhund" 🐾

Hallo liebe Leute, dieser Thread soll dazu dienen sich über das Leben mit einem herausfordernden Hund auszutauschen. Geschichten über das Leben und die Erziehung von schwierigen Hunden sollen motivieren und stark machen. War jemand von euch schon an dem Punkt eine Pro-Contra-Liste zu erstellen ob der Hund bleibt oder nicht? Ist jemand gescheitert? Wie fühlt es sich an, wenn man endlich den Hund versteht und ihm das bieten kann, was er braucht? Ich freue mich immer riesig über Erfahrungsberichte und hoffe anderen geht es auch so. Ich hoffe auf einen netten Austausch ohne Vorwürfe. Wir fangen an. Unsere Geschichte ist sehr lang. Ich versuche mich kurzzuhalten... Meine Hündin Ginny kam vor etwas mehr als einem Jahr mit 6 Monaten zu uns in ein ruhiges Dorf am Rand von Berlin. Sie ist ein Schäferhund-Mix, 65cm groß und 35kg schwer. Sie dürfte als Welpe keine Erfahrungen sammeln und wurde im Shelter stark zerbissen. Ein großes Paket. Ginny ist stark verunsichert und teilweise ängstlich. Sie ist sehr eigenständig und neigt dazu Dinge zu kontrollieren. Wenn ihr etwas Angst macht, reagiert sie mit Aggression. Nach harter Arbeit wurde es besser. Wir hatten eine ganz liebe Hündin der ich auch im Freilauf voll vertrauen konnte. Dann kamen die Rückschläge. Im Urlaub wurde sie von einem Husky gebissen der einen leeren Tisch verteidigte (mein Freund musste nach dem Versuch die Hunde zu trennen ins Krankenhaus). Ein großes Loch im Hals und Salz in der Wunde einer eh traumatisierten Hündin. Im Herbst 2021 riss sie sich beim Sturm los und hinterließ nichts als blutige Hände. Nach zwei Tagen wurde sie verletzt gefunden und operiert. Eine Rutenamputation und ein ordentliches psychisches Trauma. Irgendwann wurden wir von einem ausgebüxten Boxer-Rüden gestellt. Er begrenzte meine Hündin stark und ging auf mich los, als ich versuchte ihn von der Straße zu drängen. Ja, ich hatte Angst. Meine Hündin auch. Ihr Vertrauen zu mir hat hier ordentlich gelitten. Die Aggression an der Leine kam zurück. Sie versucht sich mit allen Mitteln und vollem Körpereinsatz vor entgegenkommenden Hunden zu schützen. So passierte es im Winter 2021, als ich die Leine für eine Minute an einem Marktplatz aus der Hand gab, dass Ginny beim Hundekontakt losstürzte, meine Schwiegermama nieder riss, sie über den Platz schliff und ihr die Hüfte brach. Um der Vollständigkeit halber alle Baustellen zu nennen, ist Ginny sehr futteraggressiv und verteidigt sonstige Ressourcen. Gegenüber anderen Hunden nutzt sie Dominanz als Strategie um sich zu schützen. Vor souveränen Hunden zeigt sie Angst, ängstliche Hunde möchte sie mobben. Fest stand, der Hund läuft nurnoch mit Maulkorb. Das war nun die Sahnehaube. Alle im Dorf mieden uns, gaben Ratschläge über den Zaun und fluchten über unser "Vieh" hinter der Hecke. Wir durften Ginny nicht mehr mit zu Familienfeiern nehmen aus Angst, dass sie jemandem etwas antut. Während all der Zeit hatten wir immer Hundetrainer an der Seite. Einige haben uns geholfen, andere nicht. Unsere jetzige Trainerin bat uns um eine Pro-Contra-Liste. Können wir Ginny das geben was sie braucht? Ich werde es versuchen. Ich durfte lernen meine Emotionen zu kontrollieren und Ginny durchs Leben zu führen, wie sie es braucht. Außerdem habe ich gelernt meinem Bauchgefühl zu vertrauen und die Kommentare und Blicke anderer zu ignorieren. Ginny und ich stehen und näher als jemals zuvor. Es ist für mich okay wie sie ist. Momentan wird alles in unserem Zusammenleben besser und ich weiß, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden alle Traumata langsam angehen und achten immer darauf, dass Spaß an erster Stelle steht. Ich freue mich riesig über eure Geschichten und Erfahrungsberichte 😊🐾 vielleicht können wir dem Einen oder Anderen Mut machen...
 

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Ari
8. Mai 13:28
Wow! Grossen Respekt an dich! Ihr habt schon viel erreicht und sicher wirds noch besser! Viel Kraft und Nerven!!!
Vielen Dank ☺️ das wünsche ich euch allen auch!!
 
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Jasmin
9. Mai 09:28
Mein Belgier war auch sowas was Problemhund bezeichnet worden wäre. Wie gerne würde ich schreiben was er alles schreckliches hat durchstehen müssen um sein Verhalten zu erklären. Oder meine Fehler aufzählen- kann ich leider nicht. Ich hatte ihn von klein auf. Er kam vom Züchter wo er super aufgezogen wurde. Leider war es schlichtweg genetisch und wir hatten keine Chance. - das wusste ich ja aber zunächst nicht. Er war schon von Welpe an „anders“. Beisshemmung war nicht mit dem zu vergleichen was er da machte. Er hatte immer wieder Ausraster und hing einem im Arm oder Bein. Mit Menschen hatte er per se von Anfang an ein Problem und da sprechen wir wirklich über direktes beißen bei Leuten die er nicht kannte. Ressourcenaggression kam dann mit 11/12 Wochen anderen Hundne gegenüber dazu. Udn zwar wirklich jeder Futterkrümel etc. sorgte dafür dass er auf andere losging. Ich hab mit dem Kerl trainiert und trainiert. Klare Regeln usw waren klar. Dass ein Belgier nicht einfach werden würde, war mir ja klar. Gehört hat er irgendwann wie ein kleiner Soldat. Wirklich er war großartig. Aber diese Ausraster hatte er weiterhin. Dazu regelmäßig stressdurchfall (auch nachts natürlich). Manche Dinge haben ihn komplett aus dem Konzept gebracht am nächsten Tag war die selbe Situation überhaupt kein Problem. Schwierig war, dass er nicht groß angezeigt hat. Manchmal ist sein Blick kurz anders geworden und dann hatte man eine zehntel Sekunde um zu reagieren. Irgendwann kamen die Angstattacken dazu. Ich habe mittlerweile gesundheitlich versucht herauszufinden was das ausmacht. Meistens habe ich mir selber Vorwürfe gemacht was ich wohl alles falsch gemacht haben muss. Irgendwann war es so, dass nur noch ich ihn anfassen konnte. Zuhause war sehr gutes Management angesagt. Mein ganzes Leben war um den Hund geplant damit er weniger Stress ausgeliefert war (das hat ihn noch schlimmer zugesetzt und unberechenbarer gemacht). Schlimm war, dass ich nie wusste wann er aus welchem Grund auslöste. Und auslösen hieß in seinem Fall zielloses um sich beißen und wenn das nicht möglich war schreien. Ich ziehe meinen Hut vor euch allen hier. Ich weiß wie es ist wenn das ganze Leben nur noch dem Hund gewidmet ist und man komplett eingeschränkt ist. Ich weiß auch wie es ist immer wieder Rückschläge zu haben und was für Management nötig ist. Ich kann leider von keinem Erfolg berichten. Meinem Hund war nicht zu helfen. Er war krank sowohl physisch wie psychisch sodass er erlöst werden musste. Aber ich wünsche euch weiterhin viel Kraft und ein Happy End
 
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Sophie
9. Mai 10:44
Mein Belgier war auch sowas was Problemhund bezeichnet worden wäre. Wie gerne würde ich schreiben was er alles schreckliches hat durchstehen müssen um sein Verhalten zu erklären. Oder meine Fehler aufzählen- kann ich leider nicht. Ich hatte ihn von klein auf. Er kam vom Züchter wo er super aufgezogen wurde. Leider war es schlichtweg genetisch und wir hatten keine Chance. - das wusste ich ja aber zunächst nicht. Er war schon von Welpe an „anders“. Beisshemmung war nicht mit dem zu vergleichen was er da machte. Er hatte immer wieder Ausraster und hing einem im Arm oder Bein. Mit Menschen hatte er per se von Anfang an ein Problem und da sprechen wir wirklich über direktes beißen bei Leuten die er nicht kannte. Ressourcenaggression kam dann mit 11/12 Wochen anderen Hundne gegenüber dazu. Udn zwar wirklich jeder Futterkrümel etc. sorgte dafür dass er auf andere losging. Ich hab mit dem Kerl trainiert und trainiert. Klare Regeln usw waren klar. Dass ein Belgier nicht einfach werden würde, war mir ja klar. Gehört hat er irgendwann wie ein kleiner Soldat. Wirklich er war großartig. Aber diese Ausraster hatte er weiterhin. Dazu regelmäßig stressdurchfall (auch nachts natürlich). Manche Dinge haben ihn komplett aus dem Konzept gebracht am nächsten Tag war die selbe Situation überhaupt kein Problem. Schwierig war, dass er nicht groß angezeigt hat. Manchmal ist sein Blick kurz anders geworden und dann hatte man eine zehntel Sekunde um zu reagieren. Irgendwann kamen die Angstattacken dazu. Ich habe mittlerweile gesundheitlich versucht herauszufinden was das ausmacht. Meistens habe ich mir selber Vorwürfe gemacht was ich wohl alles falsch gemacht haben muss. Irgendwann war es so, dass nur noch ich ihn anfassen konnte. Zuhause war sehr gutes Management angesagt. Mein ganzes Leben war um den Hund geplant damit er weniger Stress ausgeliefert war (das hat ihn noch schlimmer zugesetzt und unberechenbarer gemacht). Schlimm war, dass ich nie wusste wann er aus welchem Grund auslöste. Und auslösen hieß in seinem Fall zielloses um sich beißen und wenn das nicht möglich war schreien. Ich ziehe meinen Hut vor euch allen hier. Ich weiß wie es ist wenn das ganze Leben nur noch dem Hund gewidmet ist und man komplett eingeschränkt ist. Ich weiß auch wie es ist immer wieder Rückschläge zu haben und was für Management nötig ist. Ich kann leider von keinem Erfolg berichten. Meinem Hund war nicht zu helfen. Er war krank sowohl physisch wie psychisch sodass er erlöst werden musste. Aber ich wünsche euch weiterhin viel Kraft und ein Happy End
Oh nein 🙊 das tut mir sehr leid, dass es kein gutes Ende genommen hat
 
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Team
9. Mai 11:56
Mein Belgier war auch sowas was Problemhund bezeichnet worden wäre. Wie gerne würde ich schreiben was er alles schreckliches hat durchstehen müssen um sein Verhalten zu erklären. Oder meine Fehler aufzählen- kann ich leider nicht. Ich hatte ihn von klein auf. Er kam vom Züchter wo er super aufgezogen wurde. Leider war es schlichtweg genetisch und wir hatten keine Chance. - das wusste ich ja aber zunächst nicht. Er war schon von Welpe an „anders“. Beisshemmung war nicht mit dem zu vergleichen was er da machte. Er hatte immer wieder Ausraster und hing einem im Arm oder Bein. Mit Menschen hatte er per se von Anfang an ein Problem und da sprechen wir wirklich über direktes beißen bei Leuten die er nicht kannte. Ressourcenaggression kam dann mit 11/12 Wochen anderen Hundne gegenüber dazu. Udn zwar wirklich jeder Futterkrümel etc. sorgte dafür dass er auf andere losging. Ich hab mit dem Kerl trainiert und trainiert. Klare Regeln usw waren klar. Dass ein Belgier nicht einfach werden würde, war mir ja klar. Gehört hat er irgendwann wie ein kleiner Soldat. Wirklich er war großartig. Aber diese Ausraster hatte er weiterhin. Dazu regelmäßig stressdurchfall (auch nachts natürlich). Manche Dinge haben ihn komplett aus dem Konzept gebracht am nächsten Tag war die selbe Situation überhaupt kein Problem. Schwierig war, dass er nicht groß angezeigt hat. Manchmal ist sein Blick kurz anders geworden und dann hatte man eine zehntel Sekunde um zu reagieren. Irgendwann kamen die Angstattacken dazu. Ich habe mittlerweile gesundheitlich versucht herauszufinden was das ausmacht. Meistens habe ich mir selber Vorwürfe gemacht was ich wohl alles falsch gemacht haben muss. Irgendwann war es so, dass nur noch ich ihn anfassen konnte. Zuhause war sehr gutes Management angesagt. Mein ganzes Leben war um den Hund geplant damit er weniger Stress ausgeliefert war (das hat ihn noch schlimmer zugesetzt und unberechenbarer gemacht). Schlimm war, dass ich nie wusste wann er aus welchem Grund auslöste. Und auslösen hieß in seinem Fall zielloses um sich beißen und wenn das nicht möglich war schreien. Ich ziehe meinen Hut vor euch allen hier. Ich weiß wie es ist wenn das ganze Leben nur noch dem Hund gewidmet ist und man komplett eingeschränkt ist. Ich weiß auch wie es ist immer wieder Rückschläge zu haben und was für Management nötig ist. Ich kann leider von keinem Erfolg berichten. Meinem Hund war nicht zu helfen. Er war krank sowohl physisch wie psychisch sodass er erlöst werden musste. Aber ich wünsche euch weiterhin viel Kraft und ein Happy End
Wow, da hast du wirklich was hinter dir. Ich hoffe auch du wurdest in der Zeit gut betreut. Das war sicher eine harte Zeit und auch den Entschluss zu treffen auch wenn es sicher weh tut, zu seinem aber auch zum Wohl anderer… da bekomme ich Gänsehaut.
 
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Jasmin
10. Mai 08:43
Wow, da hast du wirklich was hinter dir. Ich hoffe auch du wurdest in der Zeit gut betreut. Das war sicher eine harte Zeit und auch den Entschluss zu treffen auch wenn es sicher weh tut, zu seinem aber auch zum Wohl anderer… da bekomme ich Gänsehaut.
Es hat mir das Herz gebrochen. Und wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte ihm zu helfen hätte ich das gemacht. Aber die einzige Wahl wären zusätzlich zu einer OP hochdosierte Psychopharmaka gewesen, die ihn komplett ruhig gestellt hätten. Ganz unabhängig von den extremen Nebenwirkungen wo er dann vermutlich gar nix mehr gefressen hätte (was so schon ein Kampf war) und ihn orientierungslos und damit sogar noch gefährlicher gemacht hätten. Mir wurde auch ganz klar abgeraten davon und ihn ruhig stellen wollte ich auf keinen Fall. Ich war schlussendlich bei einer spezialisierten Verhaltenstierärztin mit ihm sonst hätte ich weiter im Dunkeln getappt. Gut betreut ist so eine Sache… man wird halt immer komisch angeschaut und kann sich dann anhören „ob man es mal mit Training versucht hat“ sehr deprimierend auch von Tierärzten nicht ernst genommen zu werden. Er fehlt mir sehr. Er hatte auch so viele tolle Seiten an den Tagen an denen er normal war. Nur wurden die leider immer weniger und die Austicker immer heftiger. Für ihn war es besser so. Er hat sehr gelitten und ich mit ihm. Ich ziehe wirklich den Hut vor jedem der mit einem Problemhund zusammenlebt und wünsche da allen unendlich viel Kraft
 
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Sophie
10. Mai 09:29
Es hat mir das Herz gebrochen. Und wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte ihm zu helfen hätte ich das gemacht. Aber die einzige Wahl wären zusätzlich zu einer OP hochdosierte Psychopharmaka gewesen, die ihn komplett ruhig gestellt hätten. Ganz unabhängig von den extremen Nebenwirkungen wo er dann vermutlich gar nix mehr gefressen hätte (was so schon ein Kampf war) und ihn orientierungslos und damit sogar noch gefährlicher gemacht hätten. Mir wurde auch ganz klar abgeraten davon und ihn ruhig stellen wollte ich auf keinen Fall. Ich war schlussendlich bei einer spezialisierten Verhaltenstierärztin mit ihm sonst hätte ich weiter im Dunkeln getappt. Gut betreut ist so eine Sache… man wird halt immer komisch angeschaut und kann sich dann anhören „ob man es mal mit Training versucht hat“ sehr deprimierend auch von Tierärzten nicht ernst genommen zu werden. Er fehlt mir sehr. Er hatte auch so viele tolle Seiten an den Tagen an denen er normal war. Nur wurden die leider immer weniger und die Austicker immer heftiger. Für ihn war es besser so. Er hat sehr gelitten und ich mit ihm. Ich ziehe wirklich den Hut vor jedem der mit einem Problemhund zusammenlebt und wünsche da allen unendlich viel Kraft
Das tut mir so leid 😔 für dich und den Hund. Es wird immer Menschen geben die schlauer sind und Vorwürfe machen. Ich glaube wir alle hier kennen das. Gab es eine Diagnose? Ist das vielleicht eine Form von Epilepsie?
 
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Jasmin
10. Mai 11:04
Das tut mir so leid 😔 für dich und den Hund. Es wird immer Menschen geben die schlauer sind und Vorwürfe machen. Ich glaube wir alle hier kennen das. Gab es eine Diagnose? Ist das vielleicht eine Form von Epilepsie?
Sein Bruder ist zumindest an einem Krampfanfall gestorben. Nierenshunt bzw Lebershunt was die Austicker erklärt hat. Die Angstattacken sind psychisch gewesen. Ich hätte ihn noch testen lassen können welche Art Shunt das war und ob er eventuell operabel gewesen hätte sein können, aber das wollte ich ihm nicht antun, da ich um die Psychopharmaka nicht hätte rumkommen können. Also das psychische wäre auf keinen Fall heilbar gewesen. Ich vermute aber tatsächlich dass sich Epilepsie noch entwickelt hätte wegen seinem Bruder.
 
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Team
10. Mai 20:48
Es hat mir das Herz gebrochen. Und wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte ihm zu helfen hätte ich das gemacht. Aber die einzige Wahl wären zusätzlich zu einer OP hochdosierte Psychopharmaka gewesen, die ihn komplett ruhig gestellt hätten. Ganz unabhängig von den extremen Nebenwirkungen wo er dann vermutlich gar nix mehr gefressen hätte (was so schon ein Kampf war) und ihn orientierungslos und damit sogar noch gefährlicher gemacht hätten. Mir wurde auch ganz klar abgeraten davon und ihn ruhig stellen wollte ich auf keinen Fall. Ich war schlussendlich bei einer spezialisierten Verhaltenstierärztin mit ihm sonst hätte ich weiter im Dunkeln getappt. Gut betreut ist so eine Sache… man wird halt immer komisch angeschaut und kann sich dann anhören „ob man es mal mit Training versucht hat“ sehr deprimierend auch von Tierärzten nicht ernst genommen zu werden. Er fehlt mir sehr. Er hatte auch so viele tolle Seiten an den Tagen an denen er normal war. Nur wurden die leider immer weniger und die Austicker immer heftiger. Für ihn war es besser so. Er hat sehr gelitten und ich mit ihm. Ich ziehe wirklich den Hut vor jedem der mit einem Problemhund zusammenlebt und wünsche da allen unendlich viel Kraft
Das kann ich gut nachvollziehen… nach einem Jahr haben wir eine Trainerin die hochmotiviert ist und auch mir das Gefühl gibt mich vollkommen dämlich zu sein. 3 Tierärzte haben sich Cookie nicht mal richtig angeschaut sondern direkt gesagt, da muss mal trainiert werden. Die erste Verhaltenstherapeutin war auch überfordert. Bei der Neuen warten wir nun auf einen Therapieplan. Sie war die erste die sich Cookie (trotz ausflippen) angeschaut hat… Cookie erhält Medikamente die jeden anderen Hund halb ins Koma liegen würde, sie hat aber soviel Adrenalin das die Medis eben noch so stark wirken können. Allerdings ist sie zuhause eine Zuckerschnute, also nicht zu vergleichen mit deiner armen Seele…
 
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Christin
14. Mai 19:48
Schon merkwürdig wie Dinge manchmal passen Ich habe heute einen schlechten Tag Sitze auf meinem Balkon, mein Bulli schnarcht auf meinen Füßen Ich kann ihn heute kaum ertragen Und dann stoße ich durch Zufall auf diesen Thread und fühle mich nicht mehr so allein Durch meinen Hund ( jetzt 15 Monate alt und seit Welpe bei mir) bin ich komplett vereinsamt Deshalb sitze ich hier auch allein Niemand darf zu mir kommen Er dreht völlig auf Bis er zu guter letzt beginnt mich oder den Besuch ( meist mich) zu beißen Meine Söhne dürfen keinen Besuch bekommen Sie gehen dann raus Ich Sitz hier . Will ihn ja nicht alleine lassen Meine Beziehung zerbricht Mein Partner kann hier nicht rein und er ist schon 11 Jahre mein Partner. Biggie beginnt sofort ihn wild anzuspringen und in seine Schuhe zu beißen Es endet nach wenigen Minuten in einem Riesen Streit weil ich überzeugt bin das er sich falsch verhält. Was natürlich Quatsch ist aber ich verfalle sofort in meine beschützerrolle wenn jemand was schlechtes über mein Baby sagt Manchmal weine ich weil ich mich frage ob ich die nächsten 10 Jahre hier alleine sitze Und ja, heute hatte ich kurz den Gedanken mich von meinem Baby zu trennen weil mir die Kraft ausgeht Wir sind seit 2 Monaten bei einer verhaltenstherapeutin, und auch wenn ich weiß das es viel Zeit braucht habe ich das Gefühl das wir keinen Millimeter vorab kommen Die neuen Kommandos versteht er schnell In „der Situation“ ist er völlig taub War heute mit meinem Sohn zusammen spazieren Den mag er Zuhause kein Problem Im Wald hat er heut begonnen wie wild in die Leine und in seine Schuhe zu beißen Ich war völlig blockiert und frustriert Unser Leben ist zu 100% vom Hund beherrscht Nein ich gebe ich nicht weg Liebe ihn viel zu sehr Aber manchmal kann ich nicht mehr Danke das hier auch Hundebesitzer sind die offen über ihre Probleme und Gefühle schreiben Auszusprechen das man so Gedanken hat ohne gesteinigt zu werden tut verdammt gut ♥️
 
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Dogorama-Mitglied
14. Mai 20:47
Schon merkwürdig wie Dinge manchmal passen Ich habe heute einen schlechten Tag Sitze auf meinem Balkon, mein Bulli schnarcht auf meinen Füßen Ich kann ihn heute kaum ertragen Und dann stoße ich durch Zufall auf diesen Thread und fühle mich nicht mehr so allein Durch meinen Hund ( jetzt 15 Monate alt und seit Welpe bei mir) bin ich komplett vereinsamt Deshalb sitze ich hier auch allein Niemand darf zu mir kommen Er dreht völlig auf Bis er zu guter letzt beginnt mich oder den Besuch ( meist mich) zu beißen Meine Söhne dürfen keinen Besuch bekommen Sie gehen dann raus Ich Sitz hier . Will ihn ja nicht alleine lassen Meine Beziehung zerbricht Mein Partner kann hier nicht rein und er ist schon 11 Jahre mein Partner. Biggie beginnt sofort ihn wild anzuspringen und in seine Schuhe zu beißen Es endet nach wenigen Minuten in einem Riesen Streit weil ich überzeugt bin das er sich falsch verhält. Was natürlich Quatsch ist aber ich verfalle sofort in meine beschützerrolle wenn jemand was schlechtes über mein Baby sagt Manchmal weine ich weil ich mich frage ob ich die nächsten 10 Jahre hier alleine sitze Und ja, heute hatte ich kurz den Gedanken mich von meinem Baby zu trennen weil mir die Kraft ausgeht Wir sind seit 2 Monaten bei einer verhaltenstherapeutin, und auch wenn ich weiß das es viel Zeit braucht habe ich das Gefühl das wir keinen Millimeter vorab kommen Die neuen Kommandos versteht er schnell In „der Situation“ ist er völlig taub War heute mit meinem Sohn zusammen spazieren Den mag er Zuhause kein Problem Im Wald hat er heut begonnen wie wild in die Leine und in seine Schuhe zu beißen Ich war völlig blockiert und frustriert Unser Leben ist zu 100% vom Hund beherrscht Nein ich gebe ich nicht weg Liebe ihn viel zu sehr Aber manchmal kann ich nicht mehr Danke das hier auch Hundebesitzer sind die offen über ihre Probleme und Gefühle schreiben Auszusprechen das man so Gedanken hat ohne gesteinigt zu werden tut verdammt gut ♥️
Geht mir genauso bin gestern durchgedreht mit Emma hab mich danach richtig geschämt ich weiß doch das sie krank ist mache dies seit 4einhalb jahre mit sie ist einfach. nur anstrengend meine Freundschaften haben sich auch verringert durch die Tritte und Schläge ist sie auch schwer neurologisch und Körperlich erkrankt sie tickt nicht richtig wier werden oft angepöbelt weil ich sie nicht in freilaufende Hunde reinlassen lasse die menschen kommen nicht auf den gedanken das sie krank sein könnte sie fängt in der angst an zu schreien sie hat ihren Freundeskreis aber bei fremden hat sie angst es ist sehr anstrengend
 

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