Leben mit "Problemhund" 🐾 – Seite 5 – Spaß & Tratsch – Hundeforum von Dogorama – Dogorama App

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Sophie
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 137
zuletzt 4. Aug.

Leben mit "Problemhund" 🐾

Hallo liebe Leute, dieser Thread soll dazu dienen sich über das Leben mit einem herausfordernden Hund auszutauschen. Geschichten über das Leben und die Erziehung von schwierigen Hunden sollen motivieren und stark machen. War jemand von euch schon an dem Punkt eine Pro-Contra-Liste zu erstellen ob der Hund bleibt oder nicht? Ist jemand gescheitert? Wie fühlt es sich an, wenn man endlich den Hund versteht und ihm das bieten kann, was er braucht? Ich freue mich immer riesig über Erfahrungsberichte und hoffe anderen geht es auch so. Ich hoffe auf einen netten Austausch ohne Vorwürfe. Wir fangen an. Unsere Geschichte ist sehr lang. Ich versuche mich kurzzuhalten... Meine Hündin Ginny kam vor etwas mehr als einem Jahr mit 6 Monaten zu uns in ein ruhiges Dorf am Rand von Berlin. Sie ist ein Schäferhund-Mix, 65cm groß und 35kg schwer. Sie dürfte als Welpe keine Erfahrungen sammeln und wurde im Shelter stark zerbissen. Ein großes Paket. Ginny ist stark verunsichert und teilweise ängstlich. Sie ist sehr eigenständig und neigt dazu Dinge zu kontrollieren. Wenn ihr etwas Angst macht, reagiert sie mit Aggression. Nach harter Arbeit wurde es besser. Wir hatten eine ganz liebe Hündin der ich auch im Freilauf voll vertrauen konnte. Dann kamen die Rückschläge. Im Urlaub wurde sie von einem Husky gebissen der einen leeren Tisch verteidigte (mein Freund musste nach dem Versuch die Hunde zu trennen ins Krankenhaus). Ein großes Loch im Hals und Salz in der Wunde einer eh traumatisierten Hündin. Im Herbst 2021 riss sie sich beim Sturm los und hinterließ nichts als blutige Hände. Nach zwei Tagen wurde sie verletzt gefunden und operiert. Eine Rutenamputation und ein ordentliches psychisches Trauma. Irgendwann wurden wir von einem ausgebüxten Boxer-Rüden gestellt. Er begrenzte meine Hündin stark und ging auf mich los, als ich versuchte ihn von der Straße zu drängen. Ja, ich hatte Angst. Meine Hündin auch. Ihr Vertrauen zu mir hat hier ordentlich gelitten. Die Aggression an der Leine kam zurück. Sie versucht sich mit allen Mitteln und vollem Körpereinsatz vor entgegenkommenden Hunden zu schützen. So passierte es im Winter 2021, als ich die Leine für eine Minute an einem Marktplatz aus der Hand gab, dass Ginny beim Hundekontakt losstürzte, meine Schwiegermama nieder riss, sie über den Platz schliff und ihr die Hüfte brach. Um der Vollständigkeit halber alle Baustellen zu nennen, ist Ginny sehr futteraggressiv und verteidigt sonstige Ressourcen. Gegenüber anderen Hunden nutzt sie Dominanz als Strategie um sich zu schützen. Vor souveränen Hunden zeigt sie Angst, ängstliche Hunde möchte sie mobben. Fest stand, der Hund läuft nurnoch mit Maulkorb. Das war nun die Sahnehaube. Alle im Dorf mieden uns, gaben Ratschläge über den Zaun und fluchten über unser "Vieh" hinter der Hecke. Wir durften Ginny nicht mehr mit zu Familienfeiern nehmen aus Angst, dass sie jemandem etwas antut. Während all der Zeit hatten wir immer Hundetrainer an der Seite. Einige haben uns geholfen, andere nicht. Unsere jetzige Trainerin bat uns um eine Pro-Contra-Liste. Können wir Ginny das geben was sie braucht? Ich werde es versuchen. Ich durfte lernen meine Emotionen zu kontrollieren und Ginny durchs Leben zu führen, wie sie es braucht. Außerdem habe ich gelernt meinem Bauchgefühl zu vertrauen und die Kommentare und Blicke anderer zu ignorieren. Ginny und ich stehen und näher als jemals zuvor. Es ist für mich okay wie sie ist. Momentan wird alles in unserem Zusammenleben besser und ich weiß, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden alle Traumata langsam angehen und achten immer darauf, dass Spaß an erster Stelle steht. Ich freue mich riesig über eure Geschichten und Erfahrungsberichte 😊🐾 vielleicht können wir dem Einen oder Anderen Mut machen...
 

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Sophie
7. Mai 09:11
Unsere Kleine hat am Anfang nix gekannt wir haben siw mit ca 2 jahren aus dem Tierheim geholt. Sie hatte Angst vor allem -> gras, wind, steine wirklich alles. Dann fing sie an meinen Mann zu vertreiben und ich habe mir sofort eine Hundetrainerin gesuxht. Dank ihr kann ich sie besser lesen und besser kommunizieren. Seit einem bllden Moment vor einem Jahr schießt sie massiv auf andere Hunde (wo mir auch schon gesagz wurde, ich solle sie abgeben oder ähnliches...) dank der Trainerin haben wir das jetzt nach 1 Jahr Schweiß, Blut und Tränen gut im Griff. Sie hat 4 Hund e bei denen ich machen kann was ich will das startet sie immer. Ein weiteres Problem ist das sie sich nicht anfassen lässt, das Problem haben mein mann und ich nicht aber gerade wenn wir unterwegs sind werden wir srändig angepöbelt das es nicht ok ist wenn ein Hund knurrt, weil ihn jemand anfassen will... (was ich anders sehe aber ok..) Mittlerweile hat sie 4 Hundekumpels und wir können sie doppelt gesichert mit in die Stadt nehmen, denke wir sind auf einem guten Weg. Gebissen wurde sie gott sei dank noch nicht, solche situationen habe ich bis jetzt immer abgeblockt...
Dass ihr sie in die Stadt mitnehmen könnt ist ja ein riesen Schritt 😍 so weit sind wir noch nicht
 
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Sophie
7. Mai 09:15
Guten Morgen und danke für diesen Thread und die tollen Denkanstöße und Überlegungen die damit einhergehen. Ich ziehe wirklich den Hut vor jedem, der einem Hund mit solchen Vorgeschichten und soviel Nervenaufreibungspotential ein Zuhause gibt. Fakt ist, der Mensch hat es verursacht, dass es dem Hund so geht und es ist schön dass es Menschen gibt die sich zutrauen, dem Hund dann nochmal eine Chance zu geben zu leben und nicht dahin zu vegetieren ❤️ Ich selbst stand 2 Mal vor einer solchen Wahl. Das erste Mal vor einigen Jahren: Ein Schäferhundmischling, 6 Monate alt, wurde am Kanal angekettet gefunden und war dort vermutlich mehrere Tage 😥 Eine liebe Studentin hat in ihrer Freizeit mit ihm geübt und war auch bei meinem Besuch in Tierheim da. Erste Info mindestens 3 m Abstand halten und den Hund, auch wenn er einen vermeintlich nicht sieht, nicht anschauen oder gar ansprechen. Wir (mein damaliger Partner und ich) sind die Runde mitgegangen. Da mein Expartner aber ein sehr impulsiver Mensch war spürte ich sehr schnell, dass das eine ganz schlechte Kombi wäre. Er schaute und sprach den Hund trotzdem an und dieser wollte ihn attackieren 😕 es ging einfach nicht und tat mir in der Seele weh... Das 2. Mal war kurz bevor ich Billy adoptierte: Ein mittelgroßer Mischling wurde mit einem riesigen Loch in Po (da wo eigentlich die Rute war) am Straßenrand in Rumänien gefunden. Als er dann versorgt war stellte sich raus, dass er nicht aufhören konnte seine Phantomrute zu jagen, anzubellen und sich an der Stelle zu beißen, sobald eine Veränderung auf ihn zukam oder er allein war... Ich erfuhr das alles erst im Telefonat und musste dann leider sagen, dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin, was mich zwar fertig machte, aber ich wollte nicht das der Arme zum Wanderpokal wird 😕 Dann kam Billy 🐕 er hatte auch starke Ängste vor fast allem, aber da ich von Anfang an die starke Bindung und das Vertrauen spürte ging ich mit ihm gemeinsam das Risiko ein. Und was soll ich sagen. Das konnte ich zum Glück leisten und hatte nach ca einem halben Jahr Arbeit und Rückschlägen für ihn und mich den großartigsten Hund den ich mir nur wünschen kann 🐕 das ist bis heute so geblieben. Er ist praktisch angstfrei und es gibt nur noch selten schwierige Momente 🐶❤️ Ich kann nur jedem raten , sich niemals vorschnell oder durch Mitleid o.ä. in seiner Entscheidung für einen Hund mit "Päckchen" zu entscheiden! Man sollte immer genau abwägen, ob man dem Hund wirklich gerecht werden kann und ihm ein besseres Leben geben kann, ggf. auch wer einem helfen kann und wie das Umfeld dazu steht. Ich freue mich dass es hier soviele selbstreflektierte Menschen gibt, die das ganz großartig machen und offenbar richtig entschieden haben ❤️🐶
Ein richtig schöner Beitrag 😊 danke dafür
 
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Sandra
7. Mai 09:26
Ein richtig schöner Beitrag 😊 danke dafür
Vielen Dank, das freut mich 🐶❤️
 
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Anna
7. Mai 12:24
Wow das ist ja lieb 😊 ich freue mich riesig wenn wir Unterstützung bekommen
Kein Problem, wäre ja auch für uns eine gute Gelegenheit zum Üben 😉 Meld dich gerne mal, wenn ihr Zeit und Lust habt 🤗
 
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Ari
7. Mai 22:43
Eine super tolle Idee von dir, die hier vielen Mut machen kann und zeigt, dass man nicht alleine ist ☺️ Auch wir hatten keinen einfachen Weg. Ich habe Buddy Anfang 2020, mit 3,5 Jahren aus dem Tierheim übernommen. Er war schon als Junghund ein Wanderpokal. Dass es nicht einfach werden würde, war mir klar, einige Probleme kristallisierten sich aber erst später heraus. Am Anfang hing er sich bei jedem Waldspaziergang an einen Stamm oder Ast und hat sich quietschend das Zahnfleisch blutig gebissen. Man hat ihn kaum davon weg bekommen (Leberwurst, Spielzeug etc., alles egal). Ich konnte auch nur dort mit ihm spazieren, wo nicht viel los war, zu viel Trubel hat ihn gestresst. Hat man ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, musste kurz stehen bleiben, um sich den Schuh zu binden etc, bekam er nicht, was er wollte, zeigte er direkt Übersprungshandlungen. Zudem ist er sehr reizempfindlich und wenn er irgendwo hin wollte, ist er oft mit ordentlicher Kraft in die Leine gesprungen. Das hat zu offenen Knien, Händen und auch mal zu einer Gehirnerschütterung bei mir geführt. Leinenpöbeleien hatten wir anfangs auch, das war aber schnell trainierbar. Bei Bewegungsreizen, wie z.B. 2 schnell rennende Hunde im Spiel oder Pferde die sich schneller, als im Schritttempo bewegen, rastet er völlig aus. Da kommt man dann auch absolut nicht mehr an ihn ran und kann nur noch aus der Situation raus. Dort braucht er dann zum Teil eine Stunde, bis er wieder normal atmet und nicht mehr hyperventiliert. Wo er auch absolut nicht mehr ansprechbar ist, ist bei Schwalben (alle anderen Vögel interessieren ihn überhaupt nicht). Da springt er bellend und quietschend in die Luft und man kann eigl auch nur schnell mit ihm weg, dass er sie nicht mehr im Blickfeld hat. Schlimm fand ich immer die verurteilenden Blicke der Leute, wenn man seinen völlig gestressten, quietschend in die Luft springenden Hund, aus der Situation ziehen musste, weil man anders nicht mehr an ihn herankommt. Sie kennen ja die Situation nicht. Buddy ist generell sehr schnell gestresst. Man muss oft das Training abbrechen und die Orte wechseln, damit er nicht weiß was kommt, denn dann kann er manchmal vor Aufregung gar nicht mehr mitmachen. Wir üben viel Ruhe und Impulskontrolle. Durch seine Vorgeschichte hat er natürlich auch große Verlustängste. Zu Hause kann er ohne Probleme mal alleine bleiben, im Urlaub findet er es schon doof, wenn ich kurz ins Bad gehe. Er hat aber auch sehr viele positive Seiten. Er ist absolut liebevoll, verschmust, liebt Menschen, kommt mit den meisten Hunden gut klar, ist absolut super im Umgang mit Welpen, versteht schnell, hat eine tolle Körpersprache und reagiert meistens sehr sensibel auf meine Signale. Oftmals reicht nur ein Blick und er versteht, was ich von ihm möchte. Er hat keine Probleme mit Kindern. Im Biergarten oder in Restaurants ist er total entspannt (da bekommen wir sogar Komplimente, was für ein top erzogener Hund er ist). Bis auf seltene Situationen, pöbelt er nicht mehr an der Leine. Er beschwichtigt und beruhigt pöbelnde Hunde sehr souverän (wenn es nicht gerade unkastrierte Rüden sind). Das Holzbeißen kommt bis auf seltene Ausnahmen (bei denen durch ein Nein schnell zu unterbinden) nicht mehr vor. Wir können mittlerweile hier bei uns im Wald laufen und auch am See, wo zum Teil viel los ist. Mit noch sehr großer Distanz (aber in Sichtweite), sind trabende Pferde ok (wir üben weiter). Er läuft in bekannter Umgebung an der lockeren Leine. Er fetzt nicht mehr plötzlich in die Leine. Die positiven Sachen und unsere Erfolge rufe ich mir gerne in Erinnerung, wenn wir mal wieder einen schlechten Tag haben oder irgendwas so gar nicht läuft. Das tut immer sehr gut☺️ Es gab auch bei mir Tage, wo ich echt verzweifelt war und geheult habe, gestresst war, was sich dann natürlich wiederum auf Buddy übertragen hat und mich gefragt habe, warum ich mir das angetan habe. Eine Abgabe kam für mich nie in Frage. Ich hatte auch als ich den Hund zum ersten Mal gesehen habe direkt das Gefühl, dass es meiner ist. Ich kann aber verstehen, wenn manche Leute sagen, für sie wäre das nichts. Bei mir passt und passte auch das Leben drum herum. Und eine große Unterstützung war auch meine Ersthündin, die mittlerweile leider über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Sie hatte Buddy sehr gut getan. Einige Sachen werden bestimmt nie ganz weg gehen, aber er ist mittlerweile gut händelbar und wir werden den Rest weiter üben. Und wer weiß, vllt gibt es ja noch ganz tolle Erfolge 🥰
 
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Dogorama-Mitglied
7. Mai 23:04
Eine super tolle Idee von dir, die hier vielen Mut machen kann und zeigt, dass man nicht alleine ist ☺️ Auch wir hatten keinen einfachen Weg. Ich habe Buddy Anfang 2020, mit 3,5 Jahren aus dem Tierheim übernommen. Er war schon als Junghund ein Wanderpokal. Dass es nicht einfach werden würde, war mir klar, einige Probleme kristallisierten sich aber erst später heraus. Am Anfang hing er sich bei jedem Waldspaziergang an einen Stamm oder Ast und hat sich quietschend das Zahnfleisch blutig gebissen. Man hat ihn kaum davon weg bekommen (Leberwurst, Spielzeug etc., alles egal). Ich konnte auch nur dort mit ihm spazieren, wo nicht viel los war, zu viel Trubel hat ihn gestresst. Hat man ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, musste kurz stehen bleiben, um sich den Schuh zu binden etc, bekam er nicht, was er wollte, zeigte er direkt Übersprungshandlungen. Zudem ist er sehr reizempfindlich und wenn er irgendwo hin wollte, ist er oft mit ordentlicher Kraft in die Leine gesprungen. Das hat zu offenen Knien, Händen und auch mal zu einer Gehirnerschütterung bei mir geführt. Leinenpöbeleien hatten wir anfangs auch, das war aber schnell trainierbar. Bei Bewegungsreizen, wie z.B. 2 schnell rennende Hunde im Spiel oder Pferde die sich schneller, als im Schritttempo bewegen, rastet er völlig aus. Da kommt man dann auch absolut nicht mehr an ihn ran und kann nur noch aus der Situation raus. Dort braucht er dann zum Teil eine Stunde, bis er wieder normal atmet und nicht mehr hyperventiliert. Wo er auch absolut nicht mehr ansprechbar ist, ist bei Schwalben (alle anderen Vögel interessieren ihn überhaupt nicht). Da springt er bellend und quietschend in die Luft und man kann eigl auch nur schnell mit ihm weg, dass er sie nicht mehr im Blickfeld hat. Schlimm fand ich immer die verurteilenden Blicke der Leute, wenn man seinen völlig gestressten, quietschend in die Luft springenden Hund, aus der Situation ziehen musste, weil man anders nicht mehr an ihn herankommt. Sie kennen ja die Situation nicht. Buddy ist generell sehr schnell gestresst. Man muss oft das Training abbrechen und die Orte wechseln, damit er nicht weiß was kommt, denn dann kann er manchmal vor Aufregung gar nicht mehr mitmachen. Wir üben viel Ruhe und Impulskontrolle. Durch seine Vorgeschichte hat er natürlich auch große Verlustängste. Zu Hause kann er ohne Probleme mal alleine bleiben, im Urlaub findet er es schon doof, wenn ich kurz ins Bad gehe. Er hat aber auch sehr viele positive Seiten. Er ist absolut liebevoll, verschmust, liebt Menschen, kommt mit den meisten Hunden gut klar, ist absolut super im Umgang mit Welpen, versteht schnell, hat eine tolle Körpersprache und reagiert meistens sehr sensibel auf meine Signale. Oftmals reicht nur ein Blick und er versteht, was ich von ihm möchte. Er hat keine Probleme mit Kindern. Im Biergarten oder in Restaurants ist er total entspannt (da bekommen wir sogar Komplimente, was für ein top erzogener Hund er ist). Bis auf seltene Situationen, pöbelt er nicht mehr an der Leine. Er beschwichtigt und beruhigt pöbelnde Hunde sehr souverän (wenn es nicht gerade unkastrierte Rüden sind). Das Holzbeißen kommt bis auf seltene Ausnahmen (bei denen durch ein Nein schnell zu unterbinden) nicht mehr vor. Wir können mittlerweile hier bei uns im Wald laufen und auch am See, wo zum Teil viel los ist. Mit noch sehr großer Distanz (aber in Sichtweite), sind trabende Pferde ok (wir üben weiter). Er läuft in bekannter Umgebung an der lockeren Leine. Er fetzt nicht mehr plötzlich in die Leine. Die positiven Sachen und unsere Erfolge rufe ich mir gerne in Erinnerung, wenn wir mal wieder einen schlechten Tag haben oder irgendwas so gar nicht läuft. Das tut immer sehr gut☺️ Es gab auch bei mir Tage, wo ich echt verzweifelt war und geheult habe, gestresst war, was sich dann natürlich wiederum auf Buddy übertragen hat und mich gefragt habe, warum ich mir das angetan habe. Eine Abgabe kam für mich nie in Frage. Ich hatte auch als ich den Hund zum ersten Mal gesehen habe direkt das Gefühl, dass es meiner ist. Ich kann aber verstehen, wenn manche Leute sagen, für sie wäre das nichts. Bei mir passt und passte auch das Leben drum herum. Und eine große Unterstützung war auch meine Ersthündin, die mittlerweile leider über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Sie hatte Buddy sehr gut getan. Einige Sachen werden bestimmt nie ganz weg gehen, aber er ist mittlerweile gut händelbar und wir werden den Rest weiter üben. Und wer weiß, vllt gibt es ja noch ganz tolle Erfolge 🥰
Deine Beschreibung passt auf Emma werde immer im Training bleiben müssen ihr Leben lang aber ich liebe sie über alles es ist besser geworden aber Probleme hat sie noch immer wir geben nicht auf habe auch viel geweint die letzten jahre hatte auch den Gedanke sie abzugeben hab es aber im letzten moment nicht geschafft da sie nicht vermittelbar war bekam ich doch angst was passiert anschließend mit ihr ich nehme sie inzwischen wie sie ist und trainiere sie weiter doch ihren Ruf hat sie weg der bleibt obwohl sie sich schon positiv verändert hat mich stört es nicht mehr
 
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Team
8. Mai 10:24
Es beruhigt mich dass auch andere Leute solche Probleme mit ihren Fellnasen haben. Cookie zog vor circa einem Jahr bei uns ein. Sie kommt aus einer Familie die sie zwar sehr geliebt hat aber sie nicht artgerecht gehalten hat. Sie ist ein Mali Mix und wurde aber so wie es scheint die letzten Jahre weder gefördert noch gefordert. sie ist drin eine super liebe Zuckerschnute. Draußen zeigt sie eine starke Aufgeregtheit, starkes hecheln, winseln, dauerbellen und gegenüber Autos ,Fahrradfahrer, anderen Hunden aggressive Tendenzen. Die erste Hundetrainerin kam nach dem Kennenlernen nicht mehr wieder. Aktuell haben wir eine Trainerin die zwar jung, aber sehr engagiert ist. Sie schickte uns direkt am Anfang, zu einer Verhaltenstherapie. Diese zeigte erste leichte Verbesserung, dann wurde Cookie läufig, und tickt darunter komplett aus. alles was wir bis dahin erlernt haben was vergessen. Daraufhin bekam sie von der Therapeutin neue Medikamente, die dazu führten dass ihre Aggressivität gesteigert wurde, und sie in die Leine biss und mich quasi auf dem Boden zerrte. Ich habe dann beschlossen im Dezember Cookie komplett Clean werden zu lassen keine Medikamente,kein CBD Öl, keine Zusätze. Nach Rücksprache mit der Tierärztin der Trainerin und der Therapeutin haben wir uns entschlossen sie kastrieren zu lassen. Leider war die Narkose für Cookie oder das einleiten der Narkose so Stressauslösend, dass sie, am Tag danach sich nicht mehr traute einzuschlafen und 24 Stunden wach blieb. Da sie ein Stresstrinker ist, fing sie an 2-3 l Wasser zu trinken, und musste nach auch fast alle 2-3 Stunden auch in der Nacht raus. Es dauerte drei Wochen bis ich das wieder besser hatte. Vor zwei Wochen waren wir nun bei einer neuen Verhaltenstherapeutin, die hat sich Cookie zum ersten Mal richtig angesehen und betreut uns nun weiterhin. Cookie war die letzten vier Monate nicht mehr Gassi draußen. Da mit Rücksprache aller Beteiligten das zu viel Stress für sie bedeutete. Sie war ein reiner Gartenhund. Das tut mir für Cookie sehr leid und auch ich bin darüber sehr sehr gefrustet. Gerade wenn ich draußen unterwegs bin, und sehe die andere mit ihren Hunden Gassi gehen und ich habe ein Gefühlschaos von Neid, Wut, Trauer. Mir bleibt förmlich die Luft weg weil ich es so unfair finde, dass dieser arme Hund durch seine nicht erfolgte Sozialisation? So viel Lebensmöglichkeiten genommen wurde. Sie ist jetzt schon fünf die Hälfte ihres Lebens ist rum und sie war noch nicht einmal Im Wald spazieren und das ist so so traurig. Aber wir arbeiten daran.
 
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Silvia
8. Mai 11:46
Eine super tolle Idee von dir, die hier vielen Mut machen kann und zeigt, dass man nicht alleine ist ☺️ Auch wir hatten keinen einfachen Weg. Ich habe Buddy Anfang 2020, mit 3,5 Jahren aus dem Tierheim übernommen. Er war schon als Junghund ein Wanderpokal. Dass es nicht einfach werden würde, war mir klar, einige Probleme kristallisierten sich aber erst später heraus. Am Anfang hing er sich bei jedem Waldspaziergang an einen Stamm oder Ast und hat sich quietschend das Zahnfleisch blutig gebissen. Man hat ihn kaum davon weg bekommen (Leberwurst, Spielzeug etc., alles egal). Ich konnte auch nur dort mit ihm spazieren, wo nicht viel los war, zu viel Trubel hat ihn gestresst. Hat man ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, musste kurz stehen bleiben, um sich den Schuh zu binden etc, bekam er nicht, was er wollte, zeigte er direkt Übersprungshandlungen. Zudem ist er sehr reizempfindlich und wenn er irgendwo hin wollte, ist er oft mit ordentlicher Kraft in die Leine gesprungen. Das hat zu offenen Knien, Händen und auch mal zu einer Gehirnerschütterung bei mir geführt. Leinenpöbeleien hatten wir anfangs auch, das war aber schnell trainierbar. Bei Bewegungsreizen, wie z.B. 2 schnell rennende Hunde im Spiel oder Pferde die sich schneller, als im Schritttempo bewegen, rastet er völlig aus. Da kommt man dann auch absolut nicht mehr an ihn ran und kann nur noch aus der Situation raus. Dort braucht er dann zum Teil eine Stunde, bis er wieder normal atmet und nicht mehr hyperventiliert. Wo er auch absolut nicht mehr ansprechbar ist, ist bei Schwalben (alle anderen Vögel interessieren ihn überhaupt nicht). Da springt er bellend und quietschend in die Luft und man kann eigl auch nur schnell mit ihm weg, dass er sie nicht mehr im Blickfeld hat. Schlimm fand ich immer die verurteilenden Blicke der Leute, wenn man seinen völlig gestressten, quietschend in die Luft springenden Hund, aus der Situation ziehen musste, weil man anders nicht mehr an ihn herankommt. Sie kennen ja die Situation nicht. Buddy ist generell sehr schnell gestresst. Man muss oft das Training abbrechen und die Orte wechseln, damit er nicht weiß was kommt, denn dann kann er manchmal vor Aufregung gar nicht mehr mitmachen. Wir üben viel Ruhe und Impulskontrolle. Durch seine Vorgeschichte hat er natürlich auch große Verlustängste. Zu Hause kann er ohne Probleme mal alleine bleiben, im Urlaub findet er es schon doof, wenn ich kurz ins Bad gehe. Er hat aber auch sehr viele positive Seiten. Er ist absolut liebevoll, verschmust, liebt Menschen, kommt mit den meisten Hunden gut klar, ist absolut super im Umgang mit Welpen, versteht schnell, hat eine tolle Körpersprache und reagiert meistens sehr sensibel auf meine Signale. Oftmals reicht nur ein Blick und er versteht, was ich von ihm möchte. Er hat keine Probleme mit Kindern. Im Biergarten oder in Restaurants ist er total entspannt (da bekommen wir sogar Komplimente, was für ein top erzogener Hund er ist). Bis auf seltene Situationen, pöbelt er nicht mehr an der Leine. Er beschwichtigt und beruhigt pöbelnde Hunde sehr souverän (wenn es nicht gerade unkastrierte Rüden sind). Das Holzbeißen kommt bis auf seltene Ausnahmen (bei denen durch ein Nein schnell zu unterbinden) nicht mehr vor. Wir können mittlerweile hier bei uns im Wald laufen und auch am See, wo zum Teil viel los ist. Mit noch sehr großer Distanz (aber in Sichtweite), sind trabende Pferde ok (wir üben weiter). Er läuft in bekannter Umgebung an der lockeren Leine. Er fetzt nicht mehr plötzlich in die Leine. Die positiven Sachen und unsere Erfolge rufe ich mir gerne in Erinnerung, wenn wir mal wieder einen schlechten Tag haben oder irgendwas so gar nicht läuft. Das tut immer sehr gut☺️ Es gab auch bei mir Tage, wo ich echt verzweifelt war und geheult habe, gestresst war, was sich dann natürlich wiederum auf Buddy übertragen hat und mich gefragt habe, warum ich mir das angetan habe. Eine Abgabe kam für mich nie in Frage. Ich hatte auch als ich den Hund zum ersten Mal gesehen habe direkt das Gefühl, dass es meiner ist. Ich kann aber verstehen, wenn manche Leute sagen, für sie wäre das nichts. Bei mir passt und passte auch das Leben drum herum. Und eine große Unterstützung war auch meine Ersthündin, die mittlerweile leider über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Sie hatte Buddy sehr gut getan. Einige Sachen werden bestimmt nie ganz weg gehen, aber er ist mittlerweile gut händelbar und wir werden den Rest weiter üben. Und wer weiß, vllt gibt es ja noch ganz tolle Erfolge 🥰
Wow! Grossen Respekt an dich! Ihr habt schon viel erreicht und sicher wirds noch besser! Viel Kraft und Nerven!!!
 
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Sophie
8. Mai 12:33
Eine super tolle Idee von dir, die hier vielen Mut machen kann und zeigt, dass man nicht alleine ist ☺️ Auch wir hatten keinen einfachen Weg. Ich habe Buddy Anfang 2020, mit 3,5 Jahren aus dem Tierheim übernommen. Er war schon als Junghund ein Wanderpokal. Dass es nicht einfach werden würde, war mir klar, einige Probleme kristallisierten sich aber erst später heraus. Am Anfang hing er sich bei jedem Waldspaziergang an einen Stamm oder Ast und hat sich quietschend das Zahnfleisch blutig gebissen. Man hat ihn kaum davon weg bekommen (Leberwurst, Spielzeug etc., alles egal). Ich konnte auch nur dort mit ihm spazieren, wo nicht viel los war, zu viel Trubel hat ihn gestresst. Hat man ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, musste kurz stehen bleiben, um sich den Schuh zu binden etc, bekam er nicht, was er wollte, zeigte er direkt Übersprungshandlungen. Zudem ist er sehr reizempfindlich und wenn er irgendwo hin wollte, ist er oft mit ordentlicher Kraft in die Leine gesprungen. Das hat zu offenen Knien, Händen und auch mal zu einer Gehirnerschütterung bei mir geführt. Leinenpöbeleien hatten wir anfangs auch, das war aber schnell trainierbar. Bei Bewegungsreizen, wie z.B. 2 schnell rennende Hunde im Spiel oder Pferde die sich schneller, als im Schritttempo bewegen, rastet er völlig aus. Da kommt man dann auch absolut nicht mehr an ihn ran und kann nur noch aus der Situation raus. Dort braucht er dann zum Teil eine Stunde, bis er wieder normal atmet und nicht mehr hyperventiliert. Wo er auch absolut nicht mehr ansprechbar ist, ist bei Schwalben (alle anderen Vögel interessieren ihn überhaupt nicht). Da springt er bellend und quietschend in die Luft und man kann eigl auch nur schnell mit ihm weg, dass er sie nicht mehr im Blickfeld hat. Schlimm fand ich immer die verurteilenden Blicke der Leute, wenn man seinen völlig gestressten, quietschend in die Luft springenden Hund, aus der Situation ziehen musste, weil man anders nicht mehr an ihn herankommt. Sie kennen ja die Situation nicht. Buddy ist generell sehr schnell gestresst. Man muss oft das Training abbrechen und die Orte wechseln, damit er nicht weiß was kommt, denn dann kann er manchmal vor Aufregung gar nicht mehr mitmachen. Wir üben viel Ruhe und Impulskontrolle. Durch seine Vorgeschichte hat er natürlich auch große Verlustängste. Zu Hause kann er ohne Probleme mal alleine bleiben, im Urlaub findet er es schon doof, wenn ich kurz ins Bad gehe. Er hat aber auch sehr viele positive Seiten. Er ist absolut liebevoll, verschmust, liebt Menschen, kommt mit den meisten Hunden gut klar, ist absolut super im Umgang mit Welpen, versteht schnell, hat eine tolle Körpersprache und reagiert meistens sehr sensibel auf meine Signale. Oftmals reicht nur ein Blick und er versteht, was ich von ihm möchte. Er hat keine Probleme mit Kindern. Im Biergarten oder in Restaurants ist er total entspannt (da bekommen wir sogar Komplimente, was für ein top erzogener Hund er ist). Bis auf seltene Situationen, pöbelt er nicht mehr an der Leine. Er beschwichtigt und beruhigt pöbelnde Hunde sehr souverän (wenn es nicht gerade unkastrierte Rüden sind). Das Holzbeißen kommt bis auf seltene Ausnahmen (bei denen durch ein Nein schnell zu unterbinden) nicht mehr vor. Wir können mittlerweile hier bei uns im Wald laufen und auch am See, wo zum Teil viel los ist. Mit noch sehr großer Distanz (aber in Sichtweite), sind trabende Pferde ok (wir üben weiter). Er läuft in bekannter Umgebung an der lockeren Leine. Er fetzt nicht mehr plötzlich in die Leine. Die positiven Sachen und unsere Erfolge rufe ich mir gerne in Erinnerung, wenn wir mal wieder einen schlechten Tag haben oder irgendwas so gar nicht läuft. Das tut immer sehr gut☺️ Es gab auch bei mir Tage, wo ich echt verzweifelt war und geheult habe, gestresst war, was sich dann natürlich wiederum auf Buddy übertragen hat und mich gefragt habe, warum ich mir das angetan habe. Eine Abgabe kam für mich nie in Frage. Ich hatte auch als ich den Hund zum ersten Mal gesehen habe direkt das Gefühl, dass es meiner ist. Ich kann aber verstehen, wenn manche Leute sagen, für sie wäre das nichts. Bei mir passt und passte auch das Leben drum herum. Und eine große Unterstützung war auch meine Ersthündin, die mittlerweile leider über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Sie hatte Buddy sehr gut getan. Einige Sachen werden bestimmt nie ganz weg gehen, aber er ist mittlerweile gut händelbar und wir werden den Rest weiter üben. Und wer weiß, vllt gibt es ja noch ganz tolle Erfolge 🥰
Bei dem ersten Teil von dem was du geschrieben hast, musste ich echt schlucken. Was für ein Hund, was für eine Mammutaufgabe. Als du dann von den positiven Eigenschaften gesprochen hast, war mir klar, warum ihr so ein gutes Team seid. Ein bisschen fühle ich mich schlecht, weil ich bei Ginny kaum positive Seiten erwähnt habe. Doch sie hat viele davon 😊 deswegen glaube ich so fest an uns beide, dass wir uns postitiv verändern können.
 
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Ari
8. Mai 13:26
Bei dem ersten Teil von dem was du geschrieben hast, musste ich echt schlucken. Was für ein Hund, was für eine Mammutaufgabe. Als du dann von den positiven Eigenschaften gesprochen hast, war mir klar, warum ihr so ein gutes Team seid. Ein bisschen fühle ich mich schlecht, weil ich bei Ginny kaum positive Seiten erwähnt habe. Doch sie hat viele davon 😊 deswegen glaube ich so fest an uns beide, dass wir uns postitiv verändern können.
Da musst du dich nicht schlecht fühlen, es geht ja primär hier um die Probleme mit dem Hund. Die positiven Sachen hab ich hier nochmal aufgeführt, weil es mir immer total geholfen hat zu schauen, was er toll macht, wenn ich gerade mal wieder total am verzweifeln war. Man hört bei euch raus, dass ihr schon total viel bewältigt habt, und ich bin mir sicher, dass ihr ein tolles Team seid und das auch weiterhin schafft 🥰
 

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