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Sophie
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Anzahl der Antworten 137
zuletzt 4. Aug.

Leben mit "Problemhund" 🐾

Hallo liebe Leute, dieser Thread soll dazu dienen sich über das Leben mit einem herausfordernden Hund auszutauschen. Geschichten über das Leben und die Erziehung von schwierigen Hunden sollen motivieren und stark machen. War jemand von euch schon an dem Punkt eine Pro-Contra-Liste zu erstellen ob der Hund bleibt oder nicht? Ist jemand gescheitert? Wie fühlt es sich an, wenn man endlich den Hund versteht und ihm das bieten kann, was er braucht? Ich freue mich immer riesig über Erfahrungsberichte und hoffe anderen geht es auch so. Ich hoffe auf einen netten Austausch ohne Vorwürfe. Wir fangen an. Unsere Geschichte ist sehr lang. Ich versuche mich kurzzuhalten... Meine Hündin Ginny kam vor etwas mehr als einem Jahr mit 6 Monaten zu uns in ein ruhiges Dorf am Rand von Berlin. Sie ist ein Schäferhund-Mix, 65cm groß und 35kg schwer. Sie dürfte als Welpe keine Erfahrungen sammeln und wurde im Shelter stark zerbissen. Ein großes Paket. Ginny ist stark verunsichert und teilweise ängstlich. Sie ist sehr eigenständig und neigt dazu Dinge zu kontrollieren. Wenn ihr etwas Angst macht, reagiert sie mit Aggression. Nach harter Arbeit wurde es besser. Wir hatten eine ganz liebe Hündin der ich auch im Freilauf voll vertrauen konnte. Dann kamen die Rückschläge. Im Urlaub wurde sie von einem Husky gebissen der einen leeren Tisch verteidigte (mein Freund musste nach dem Versuch die Hunde zu trennen ins Krankenhaus). Ein großes Loch im Hals und Salz in der Wunde einer eh traumatisierten Hündin. Im Herbst 2021 riss sie sich beim Sturm los und hinterließ nichts als blutige Hände. Nach zwei Tagen wurde sie verletzt gefunden und operiert. Eine Rutenamputation und ein ordentliches psychisches Trauma. Irgendwann wurden wir von einem ausgebüxten Boxer-Rüden gestellt. Er begrenzte meine Hündin stark und ging auf mich los, als ich versuchte ihn von der Straße zu drängen. Ja, ich hatte Angst. Meine Hündin auch. Ihr Vertrauen zu mir hat hier ordentlich gelitten. Die Aggression an der Leine kam zurück. Sie versucht sich mit allen Mitteln und vollem Körpereinsatz vor entgegenkommenden Hunden zu schützen. So passierte es im Winter 2021, als ich die Leine für eine Minute an einem Marktplatz aus der Hand gab, dass Ginny beim Hundekontakt losstürzte, meine Schwiegermama nieder riss, sie über den Platz schliff und ihr die Hüfte brach. Um der Vollständigkeit halber alle Baustellen zu nennen, ist Ginny sehr futteraggressiv und verteidigt sonstige Ressourcen. Gegenüber anderen Hunden nutzt sie Dominanz als Strategie um sich zu schützen. Vor souveränen Hunden zeigt sie Angst, ängstliche Hunde möchte sie mobben. Fest stand, der Hund läuft nurnoch mit Maulkorb. Das war nun die Sahnehaube. Alle im Dorf mieden uns, gaben Ratschläge über den Zaun und fluchten über unser "Vieh" hinter der Hecke. Wir durften Ginny nicht mehr mit zu Familienfeiern nehmen aus Angst, dass sie jemandem etwas antut. Während all der Zeit hatten wir immer Hundetrainer an der Seite. Einige haben uns geholfen, andere nicht. Unsere jetzige Trainerin bat uns um eine Pro-Contra-Liste. Können wir Ginny das geben was sie braucht? Ich werde es versuchen. Ich durfte lernen meine Emotionen zu kontrollieren und Ginny durchs Leben zu führen, wie sie es braucht. Außerdem habe ich gelernt meinem Bauchgefühl zu vertrauen und die Kommentare und Blicke anderer zu ignorieren. Ginny und ich stehen und näher als jemals zuvor. Es ist für mich okay wie sie ist. Momentan wird alles in unserem Zusammenleben besser und ich weiß, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden alle Traumata langsam angehen und achten immer darauf, dass Spaß an erster Stelle steht. Ich freue mich riesig über eure Geschichten und Erfahrungsberichte 😊🐾 vielleicht können wir dem Einen oder Anderen Mut machen...
 

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Zoe
6. Mai 23:09
Das ist ja eine sehr krasse Geschichte. Unser Hund ist auch ein starkes Problem was aber einfach in seinen Genen liegt . Alle aus einem Wurf waren genau so aggressiv wie er . Er hat schon mehrere Hunde und Katzen gebissen und wurde auch selber schon . Zu Menschen ist er super lieb und würde niemandem was zu leise tun . Leben mit einem 4 jährigen und einem Baby und ihren ziehen , Rute ziehen und drauf setzen macht ihm nichts aus aber andere Hunde schon .
 
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Anja
7. Mai 00:54
Wir haben auch im Leben nicht mit so massiven Problemen gerechnet, als wir Haley vor mittlerweile 10 Monaten zu uns nahmen. Absolut unproblematisch sollte sie sein, beim Spielen sollte sie sich vertreten haben. Alles klar... Haley wusste nicht mal was spielen ist, sie verließ monatelang weder ihr Körbchen, noch das Zimmer in dem es stand. Sie war völlig apathisch drinnen und völlig panisch draussen. Ich habe diesen Hund monatelang 3 mal täglich rausgetragen und bin (mit den Nerven am Ende) zurückgekehrt. Meist mit 23 Kilo auf dem Arm. Weil nichts mehr ging. Hinzu kamen 2 Operationen, denn ihr "beim Spielen vertreten" waren 2 kaputte Knie, die sie wohl auch schon länger hatte. Ausserdem eine Allergie, verletzte Auge, entzündete Ohren. Eine Großbaustelle. Sie wollte mit Menschen nichts zu tun haben, auch nicht mit Hunden. Haley wollte sich am liebsten in Luft auflösen. Hatte eigentlich vor absolut Allem Angst. Aber sie war niemals aggressiv. Begegnete aber aufgrund ihrer Rasse jede Menge Vorurteilen. Obwohl ich oft verzweifelt war, blieb immer dieses Gefühl von "In dieser Hündin steckt doch mehr" Das hatte ich vom ersten Tag an. Nach etwa 7 Monaten begann sich das Blatt langsam zu wenden. Sie ist ganz Langsam aufgeblüht und ja... Sie ist etwas ganz Besonderes. Sie wird aber auch nie so unbeschwert sein wie andere Hunde, sie wird neuen Situationen oder bestimmten Situationen immer skeptisch gegenüber stehen. Man muss immer einen Weg mit ihr gemeinsam finden, den man mit ihr gehen kann. Durch diesen schweren Weg kenne ich meine Hündin zu 100 Prozent und unsere Bindung ist wirklich stark geworden. Haley ist wie sie ist und das darf sie auch sein. Egal was die Leute sagen oder denken, (sie sei ja gar kein Richtiger Hund) dieser Hund hat soviel durchgemacht, das es an ein Wunder grenzt... Das sie nochmal Vertrauen fassen konnte und den Schritt zurück ins Leben gewagt hat. Es gibt kein schöneres Gefühl, als sie heute mit ihren HundeKumpels über die Wiesen toben zu sehen.
 
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Dogorama-Mitglied
7. Mai 01:11
Hab vor lauter Emotionen vergessen zu erwähnen das Emma von 5Trainern als nicht Therapierbar verurteilt wurde
 
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Jasmin
7. Mai 06:10
Unsere Kleine hat am Anfang nix gekannt wir haben siw mit ca 2 jahren aus dem Tierheim geholt. Sie hatte Angst vor allem -> gras, wind, steine wirklich alles. Dann fing sie an meinen Mann zu vertreiben und ich habe mir sofort eine Hundetrainerin gesuxht. Dank ihr kann ich sie besser lesen und besser kommunizieren. Seit einem bllden Moment vor einem Jahr schießt sie massiv auf andere Hunde (wo mir auch schon gesagz wurde, ich solle sie abgeben oder ähnliches...) dank der Trainerin haben wir das jetzt nach 1 Jahr Schweiß, Blut und Tränen gut im Griff. Sie hat 4 Hund e bei denen ich machen kann was ich will das startet sie immer. Ein weiteres Problem ist das sie sich nicht anfassen lässt, das Problem haben mein mann und ich nicht aber gerade wenn wir unterwegs sind werden wir srändig angepöbelt das es nicht ok ist wenn ein Hund knurrt, weil ihn jemand anfassen will... (was ich anders sehe aber ok..) Mittlerweile hat sie 4 Hundekumpels und wir können sie doppelt gesichert mit in die Stadt nehmen, denke wir sind auf einem guten Weg. Gebissen wurde sie gott sei dank noch nicht, solche situationen habe ich bis jetzt immer abgeblockt...
 
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Daniela
7. Mai 07:14
Wir haben auch im Leben nicht mit so massiven Problemen gerechnet, als wir Haley vor mittlerweile 10 Monaten zu uns nahmen. Absolut unproblematisch sollte sie sein, beim Spielen sollte sie sich vertreten haben. Alles klar... Haley wusste nicht mal was spielen ist, sie verließ monatelang weder ihr Körbchen, noch das Zimmer in dem es stand. Sie war völlig apathisch drinnen und völlig panisch draussen. Ich habe diesen Hund monatelang 3 mal täglich rausgetragen und bin (mit den Nerven am Ende) zurückgekehrt. Meist mit 23 Kilo auf dem Arm. Weil nichts mehr ging. Hinzu kamen 2 Operationen, denn ihr "beim Spielen vertreten" waren 2 kaputte Knie, die sie wohl auch schon länger hatte. Ausserdem eine Allergie, verletzte Auge, entzündete Ohren. Eine Großbaustelle. Sie wollte mit Menschen nichts zu tun haben, auch nicht mit Hunden. Haley wollte sich am liebsten in Luft auflösen. Hatte eigentlich vor absolut Allem Angst. Aber sie war niemals aggressiv. Begegnete aber aufgrund ihrer Rasse jede Menge Vorurteilen. Obwohl ich oft verzweifelt war, blieb immer dieses Gefühl von "In dieser Hündin steckt doch mehr" Das hatte ich vom ersten Tag an. Nach etwa 7 Monaten begann sich das Blatt langsam zu wenden. Sie ist ganz Langsam aufgeblüht und ja... Sie ist etwas ganz Besonderes. Sie wird aber auch nie so unbeschwert sein wie andere Hunde, sie wird neuen Situationen oder bestimmten Situationen immer skeptisch gegenüber stehen. Man muss immer einen Weg mit ihr gemeinsam finden, den man mit ihr gehen kann. Durch diesen schweren Weg kenne ich meine Hündin zu 100 Prozent und unsere Bindung ist wirklich stark geworden. Haley ist wie sie ist und das darf sie auch sein. Egal was die Leute sagen oder denken, (sie sei ja gar kein Richtiger Hund) dieser Hund hat soviel durchgemacht, das es an ein Wunder grenzt... Das sie nochmal Vertrauen fassen konnte und den Schritt zurück ins Leben gewagt hat. Es gibt kein schöneres Gefühl, als sie heute mit ihren HundeKumpels über die Wiesen toben zu sehen.
Wow schön geschrieben 😊
 
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Sandra
7. Mai 07:47
Guten Morgen und danke für diesen Thread und die tollen Denkanstöße und Überlegungen die damit einhergehen. Ich ziehe wirklich den Hut vor jedem, der einem Hund mit solchen Vorgeschichten und soviel Nervenaufreibungspotential ein Zuhause gibt. Fakt ist, der Mensch hat es verursacht, dass es dem Hund so geht und es ist schön dass es Menschen gibt die sich zutrauen, dem Hund dann nochmal eine Chance zu geben zu leben und nicht dahin zu vegetieren ❤️ Ich selbst stand 2 Mal vor einer solchen Wahl. Das erste Mal vor einigen Jahren: Ein Schäferhundmischling, 6 Monate alt, wurde am Kanal angekettet gefunden und war dort vermutlich mehrere Tage 😥 Eine liebe Studentin hat in ihrer Freizeit mit ihm geübt und war auch bei meinem Besuch in Tierheim da. Erste Info mindestens 3 m Abstand halten und den Hund, auch wenn er einen vermeintlich nicht sieht, nicht anschauen oder gar ansprechen. Wir (mein damaliger Partner und ich) sind die Runde mitgegangen. Da mein Expartner aber ein sehr impulsiver Mensch war spürte ich sehr schnell, dass das eine ganz schlechte Kombi wäre. Er schaute und sprach den Hund trotzdem an und dieser wollte ihn attackieren 😕 es ging einfach nicht und tat mir in der Seele weh... Das 2. Mal war kurz bevor ich Billy adoptierte: Ein mittelgroßer Mischling wurde mit einem riesigen Loch in Po (da wo eigentlich die Rute war) am Straßenrand in Rumänien gefunden. Als er dann versorgt war stellte sich raus, dass er nicht aufhören konnte seine Phantomrute zu jagen, anzubellen und sich an der Stelle zu beißen, sobald eine Veränderung auf ihn zukam oder er allein war... Ich erfuhr das alles erst im Telefonat und musste dann leider sagen, dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin, was mich zwar fertig machte, aber ich wollte nicht das der Arme zum Wanderpokal wird 😕 Dann kam Billy 🐕 er hatte auch starke Ängste vor fast allem, aber da ich von Anfang an die starke Bindung und das Vertrauen spürte ging ich mit ihm gemeinsam das Risiko ein. Und was soll ich sagen. Das konnte ich zum Glück leisten und hatte nach ca einem halben Jahr Arbeit und Rückschlägen für ihn und mich den großartigsten Hund den ich mir nur wünschen kann 🐕 das ist bis heute so geblieben. Er ist praktisch angstfrei und es gibt nur noch selten schwierige Momente 🐶❤️ Ich kann nur jedem raten , sich niemals vorschnell oder durch Mitleid o.ä. in seiner Entscheidung für einen Hund mit "Päckchen" zu entscheiden! Man sollte immer genau abwägen, ob man dem Hund wirklich gerecht werden kann und ihm ein besseres Leben geben kann, ggf. auch wer einem helfen kann und wie das Umfeld dazu steht. Ich freue mich dass es hier soviele selbstreflektierte Menschen gibt, die das ganz großartig machen und offenbar richtig entschieden haben ❤️🐶
 
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Silvia
7. Mai 07:55
Wahnsinn euer Leidensweg! Ich verstehe dich sooo gut. Meine Hündin geht sofort nach vorn wenn jemand sie anschaut oder... Oh gott.... anfassen möchte. Das habe ich mir eigentlich nicht gewünscht. Ich habe Ginny komplett akzeptiert wie sie ist. Auch, dass sie nicht angefasst werden möchte. Wenn ich einen freundlichen Hund sehe, der schwanzwedelnd auf Menschen zugeht oder Streicheleinheiten genießt werde ich exakt jedes mal sehr traurig. Das werde ich wohl nie ablegen können. Ginny vertraut nur mir und spielt leider ohne mich zuhause Scheibe. Auch wenn mein Freund da ist. Die Prognose ist, dass ich sie nie zur Betreuung abgeben kann. Nur ich kann mit ihr Gassi gehen, er nicht. Ich freue mich, sehr dass du und dein Freddy zusammengefunden habt. Ich kenne wirklich unzählige Halter die solche Hunde in der Pubertät abgeben (ohne hier einen Vorwurf zu machen). Dass Freddy bei euch ankommen darf ist wirklich großes Glück
Danke! Tut gut zu wissen, dass es Leute/Hunde mit ähnlichen Problemen gibt! Zum Glück habe ich eine tolle Hundepension gefunden die sich mit Hunden gut auskennen und wo er sich auch wohl fühlt. Dort gab es bisher keine Probleme und ich hab mal alle paar Wochen nen Tag zum durchschnaufen... denn mit jemand anderen als mir geht Gassi auch gar nicht! Ich hoffe du findest vielleicht auch noch so eine Lösung. Alles Gute euch!!
 
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Claudia
7. Mai 08:32
Flossy kam mit 15 Wochen aus einem griechischen Tierheim zu uns. Das Tierheim ist sehr klein auf einer kleinen Insel, die MitarbeiterInnen haben sich sehr liebevoll gekümmert und haben auch darauf geachtet, dass sie nur mit souveränen, älteren hunde sozialisiert werden. Leider muss sie dennoch ein blödes Erlebnis mit einem anderen Hund gehabt haben...jedenfalls hat sie bereits mit 15 Wochen andere Hunde attackiert ...auch ohne Leine, auch wenn der Hund weit weg war und kein Interesse gezeigt hat. So ist sie eher unsicher, hat(te) Angst vor ihrem Geschirr, musste beim Gassi gehen getragen werden, ist sehr wachsam und braucht bei fremden Besuchern immer eine Kennenlernphase. Mittlerweile hat sich ein sehr ausgeprägter Jagdtrieb entwickelt. Sonst ist sie extrem liebevoll, kuschlig und ruhig im Haus. Ihre Menschenfreunde liebt sie heiß, sie ist sehr gelehrig, lernt auch sehr gerne neue Tricks, durchschaut jede Situation (bei social walks ist sie die souveräne Hundedame ;-)), mag unsere Schafe sehr und ist trotz ihrer Baustellen mein Liebling. Durch eine super Hundetrainerin werden unsere Baustellen immer weniger und ich hoffe es kommen nicht noch viel mehr dazu :-)
 
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Sophie
7. Mai 09:03
Hallo @Sophie G., ich weiß nicht ob das hier herein gehört, aber ich habe mal in dein Profil geschaut und ihr seid ja gar nicht sooo weit weg... Sammy ignoriert grundsätzlich angeleinte bellende Hunde und wenn du möchtest/ es euch helfen würde, könnten wir bei euch im Training gerne als Statisten herhalten ☺
Wow das ist ja lieb 😊 ich freue mich riesig wenn wir Unterstützung bekommen
 
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Sophie
7. Mai 09:07
Wir haben auch im Leben nicht mit so massiven Problemen gerechnet, als wir Haley vor mittlerweile 10 Monaten zu uns nahmen. Absolut unproblematisch sollte sie sein, beim Spielen sollte sie sich vertreten haben. Alles klar... Haley wusste nicht mal was spielen ist, sie verließ monatelang weder ihr Körbchen, noch das Zimmer in dem es stand. Sie war völlig apathisch drinnen und völlig panisch draussen. Ich habe diesen Hund monatelang 3 mal täglich rausgetragen und bin (mit den Nerven am Ende) zurückgekehrt. Meist mit 23 Kilo auf dem Arm. Weil nichts mehr ging. Hinzu kamen 2 Operationen, denn ihr "beim Spielen vertreten" waren 2 kaputte Knie, die sie wohl auch schon länger hatte. Ausserdem eine Allergie, verletzte Auge, entzündete Ohren. Eine Großbaustelle. Sie wollte mit Menschen nichts zu tun haben, auch nicht mit Hunden. Haley wollte sich am liebsten in Luft auflösen. Hatte eigentlich vor absolut Allem Angst. Aber sie war niemals aggressiv. Begegnete aber aufgrund ihrer Rasse jede Menge Vorurteilen. Obwohl ich oft verzweifelt war, blieb immer dieses Gefühl von "In dieser Hündin steckt doch mehr" Das hatte ich vom ersten Tag an. Nach etwa 7 Monaten begann sich das Blatt langsam zu wenden. Sie ist ganz Langsam aufgeblüht und ja... Sie ist etwas ganz Besonderes. Sie wird aber auch nie so unbeschwert sein wie andere Hunde, sie wird neuen Situationen oder bestimmten Situationen immer skeptisch gegenüber stehen. Man muss immer einen Weg mit ihr gemeinsam finden, den man mit ihr gehen kann. Durch diesen schweren Weg kenne ich meine Hündin zu 100 Prozent und unsere Bindung ist wirklich stark geworden. Haley ist wie sie ist und das darf sie auch sein. Egal was die Leute sagen oder denken, (sie sei ja gar kein Richtiger Hund) dieser Hund hat soviel durchgemacht, das es an ein Wunder grenzt... Das sie nochmal Vertrauen fassen konnte und den Schritt zurück ins Leben gewagt hat. Es gibt kein schöneres Gefühl, als sie heute mit ihren HundeKumpels über die Wiesen toben zu sehen.
Das ist wunderschön geschrieben 😌 ich freue mich sehr für Haley, dass sie bei dir gelandet ist
 

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