Hallo,
Homöopathie ist wissenschaftlich umstritten und nicht evidenzbasiert, auch bei Tieren.
Wenn Homöopathie anstelle evidenzbasierter Diagnostik/Therapie eingesetzt wird, können ernste Erkrankungen übersehen oder verzögert behandelt werden.
„Homöopath“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. In Deutschland kann sich grundsätzlich jede Person so nennen – es braucht kein Studium, keine staatlich geregelte Ausbildung und keine einheitliche Prüfung. Umfang und Qualität der Ausbildungen sind nicht standardisiert und medizinisches oder veterinärmedizinisches Wissen ist nicht verpflichtend.
Im Gegensatz dazu steht die Tiermedizin mit jahrelangem Studium, Staatsexamen, Approbation und Fortbildungspflicht.
Gerade bei jungen Hunden mit unklaren Symptomen ist das relevant, weil ohne fundierte Ausbildung ernste Erkrankungen übersehen oder verzögert erkannt werden können.
Wenn es viele unterschiedliche Diagnosen gibt, heißt das nicht automatisch, dass die Schulmedizin „versagt“, sondern oft, dass die Ursache noch nicht eindeutig eingegrenzt werden konnte.Das ist nicht ungewöhnlich.
Homöopathie kann sich unterstützend gut anfühlen, ersetzt aber ganz sicher keine fundierte Diagnostik. Ich würde euch wirklich dringend raten, vorher eine Zweitmeinung einzuholen, z.B. in einer Tierklinik oder bei einer auf Innere Medizin spezialisierten Praxis. Dort können Befunde zusammengeführt und systematisch bewertet werden.