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Melanie
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zuletzt 8. März

Unser Hund hatte heute in den frühen Morgestunden einen Zitteranfall!

Hallo,unser Sam hatte heute in den frühen Morgenstunden einen Zitteranfall. Wir wurden wach als er mit den Pfoten über den Boden rutschte und wohl versucht hat aufzustehen. Wir sind sofort raus aus dem Bett,er lag dort auf dem Bauch und zitterte plötzlich ganz doll. Er schien auch abwesend zu sein. Mein Mann blieb bei ihm und versuchte ihn zu beruhigen. Ich ging in den Flur um beim Notdienst anzurufen. Plötzlich versuchte Sam hinterher zu kommen. Aber seine Beine hinten wollen nicht so recht,und er sackte immer weg. Beim Notdienst war kein durchkommen 😡 laut Bandansage hätten sie zuviel zu tun. Man solle eine Nachricht per Mail hinterlassen um was es geht,die würden sich melden. Bisher hat sich niemand gemeldet, da ich dort angeben musste ob der Anfall noch anhält oder vorbei ist. Sam hat danach erstmal geschlafen. Vorhin waren wir unsere Morgenrunde machen und er war wieder völlig normal. Wollte toben,andere Hunde anpöbeln und Leckerlies haben. Für morgen habe ich gleich einen Termin bei unserer Tierärztin gemacht. Hat das hier jemand schon erlebt ? Ich mache mir solche Sorgen 😢
 
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Dogorama-Mitglied
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9. Juni 09:32
Mein Hund hat selbst auch solche (neurologischen?) „Zitteranfälle“, wie du es beschreibst und ist dann wie gelähmt in den Gliedmaßen.

Ich weiß selbst, wie erschreckend das beim ersten Mal wirkt. Ich führe Tagebuch und filme, wenn es wieder auftreten sollte.

Das ist ein schwieriges Unterfangen mit der Diagnostik, denn um die Hirnareale zu entdecken, die bei einem solchen Anfall überschießend aktiv sind, müsste der Hund während des Anfalls im MRT liegen, was ja nun schwerlich realisierbar scheint …

Lange Rede, kurzer Sinn: das kann von Epilepsie bis ich weiß nicht was (auch Vestibularsyndrom oder Schlaganfall nicht auszuschließen) alles und nichts sein und ich musste über Jahre hinweg lernen und akzeptieren, dass auch Fachleute manchmal trotz vieler Mühen nicht herausfinden können, um was es sich konkret handelt.

Wir können - da die Anfälle selten sind und keine Folgeerscheinungen zutage traten bisher - damit ganz gut leben.

Ella hat umfangreiche Diagnostik hinter sich inklusive Untersuchungsgänge und Radiologie in einem renommierten veterinärmedizinischen Klinikum.

Ein normaler Haustierarzt wird euch also weiter verweisen / überweisen zu Spezialisten in Neurologie & Orthopädie sowie Radiologie.

Darauf werdet Ihr euch einstellen müssen und nicht die Erwartung hegen können „ich geh morgen zum Arzt mit meinem Hund und der sagt mir dann, was das war“.

Für Deine Fragen stehe ich zur Verfügung.
 
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Lena
9. Juni 09:23
Hast du es gefilmt?
Sollte es nochmal passieren, dann unbedingt filmen!
Ist dann sehr nützlich für die Diagnostik, auch für den TA!

Sowas kann vieles sein.. (epileptischer) Krampfanfall fällt einem da als erstes ein. Und da gibts dann wiederum jede Menge unterschiedliche Ursachen. Entweder wirklich was in Richtung Epilepsie oder auch nur vergleichsweise harmlose bzw. einfach zu behandelnde Dinge, wie ein akuter Kalziummangel z.B.
Oder irgendwas mit den Nerven (Wirbelsäule, Rückenmark).

Alle gute für euch 🙏🏻
 
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Dogorama-Mitglied
9. Juni 09:32
Mein Hund hat selbst auch solche (neurologischen?) „Zitteranfälle“, wie du es beschreibst und ist dann wie gelähmt in den Gliedmaßen.

Ich weiß selbst, wie erschreckend das beim ersten Mal wirkt. Ich führe Tagebuch und filme, wenn es wieder auftreten sollte.

Das ist ein schwieriges Unterfangen mit der Diagnostik, denn um die Hirnareale zu entdecken, die bei einem solchen Anfall überschießend aktiv sind, müsste der Hund während des Anfalls im MRT liegen, was ja nun schwerlich realisierbar scheint …

Lange Rede, kurzer Sinn: das kann von Epilepsie bis ich weiß nicht was (auch Vestibularsyndrom oder Schlaganfall nicht auszuschließen) alles und nichts sein und ich musste über Jahre hinweg lernen und akzeptieren, dass auch Fachleute manchmal trotz vieler Mühen nicht herausfinden können, um was es sich konkret handelt.

Wir können - da die Anfälle selten sind und keine Folgeerscheinungen zutage traten bisher - damit ganz gut leben.

Ella hat umfangreiche Diagnostik hinter sich inklusive Untersuchungsgänge und Radiologie in einem renommierten veterinärmedizinischen Klinikum.

Ein normaler Haustierarzt wird euch also weiter verweisen / überweisen zu Spezialisten in Neurologie & Orthopädie sowie Radiologie.

Darauf werdet Ihr euch einstellen müssen und nicht die Erwartung hegen können „ich geh morgen zum Arzt mit meinem Hund und der sagt mir dann, was das war“.

Für Deine Fragen stehe ich zur Verfügung.
 
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Dogorama-Mitglied
9. Juni 09:45
Hast du mal einen Anhaltspunkt, wie lange der Anfall tatsächlich gedauert hat?

Ich würde den Hund zumindest heute viel schonen, üblicherweise benötigen die betroffenen Tiere nach dem Anfall viel Ruhe. Auch ein abgedunkelter Raum kann gut helfen.

Und, was ihr instinktiv richtig macht: unbedingt dabeibleiben, leise und beruhigend sprechen, ggf. Körperkontakt, das ist aber natürlich von Patient zu Patient unterschiedlich. Meine Hündin ist im Anfall darauf angewiesen.

Auch auf ankündigende Symptome achten („Fliegenschnappen“ in die Luft z. B. oder Lichtreflexe jagen …), daher ist ein Tagebuch so sinnvoll.
 
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Dogorama-Mitglied
9. Juni 10:04
Hallo das klingt für mich so als hätte er einen epileptischen Anfall gehabt...das ist wie beim Menschen, ich habe selbt einziges mal einen erlebt, meine Füße verkrampfen sich, fiel zu Boden und war auch anwesend, man bekommt in dem Moment gar nichts mit, in der Regel ist ein epileptischer Anfall nicht lebensgefährlich und sollte ca. nach 10 Minuten wieder vorbei sein, man kommst wieder zu sich, schwitzte extrem und ich brauchte danach dann auch Schlaf weil mein Körper von dem Anfall erschöpft war und später nach dem schlafen ging es mir auch wieder gut, also wie gesagt meine Vermutung wäre, das es ein epileptischer Anfall gewesen sein könnte, aber ich bin ja kein Tierarzt. man kann auch bei Hunden überprüfen ob sie von Grund auf Epileptiker sind oder ob das einmalig war ich bin von Grund auf keine epileptikerin und hatte deshalb auch nur einmal einen Anfall laut Studien hat jeder Mensch einmal im Leben einen epileptischen Anfall der Meinung bin ich jetzt nicht zu denn ich kenne viele Personen die schon viel älter sind als ich noch nie einen hatten aber mehr kann ich jetzt dazu im Moment auch nicht sagen ich bin schon gespannt was bei eurem Tierärztin rauskommt.... liebe Grüße und alles Gute für Sam🙏
 
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Stephanie
9. Juni 10:24
Ich habe das auch schon erlebt
 
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Melanie
9. Juni 11:04
Hast du es gefilmt? Sollte es nochmal passieren, dann unbedingt filmen! Ist dann sehr nützlich für die Diagnostik, auch für den TA! Sowas kann vieles sein.. (epileptischer) Krampfanfall fällt einem da als erstes ein. Und da gibts dann wiederum jede Menge unterschiedliche Ursachen. Entweder wirklich was in Richtung Epilepsie oder auch nur vergleichsweise harmlose bzw. einfach zu behandelnde Dinge, wie ein akuter Kalziummangel z.B. Oder irgendwas mit den Nerven (Wirbelsäule, Rückenmark). Alle gute für euch 🙏🏻
Hallo,leider kam das so plötzlich das ich gar nicht ans Filmen gedacht habe. Wir wurden ja davon aus dem Schlaf gerissen.
 
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Melanie
9. Juni 11:05
Hast du mal einen Anhaltspunkt, wie lange der Anfall tatsächlich gedauert hat? Ich würde den Hund zumindest heute viel schonen, üblicherweise benötigen die betroffenen Tiere nach dem Anfall viel Ruhe. Auch ein abgedunkelter Raum kann gut helfen. Und, was ihr instinktiv richtig macht: unbedingt dabeibleiben, leise und beruhigend sprechen, ggf. Körperkontakt, das ist aber natürlich von Patient zu Patient unterschiedlich. Meine Hündin ist im Anfall darauf angewiesen. Auch auf ankündigende Symptome achten („Fliegenschnappen“ in die Luft z. B. oder Lichtreflexe jagen …), daher ist ein Tagebuch so sinnvoll.
Ich schätze mal es hat 4-5 Minuten gedauert. Danach hat er erstmal geschlafen.
 
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Dogorama-Mitglied
9. Juni 11:12
Ich schätze mal es hat 4-5 Minuten gedauert. Danach hat er erstmal geschlafen.
Von der Länge / Kürze der Zeit her ist da ein epileptischer Anfall auch nicht auszuschließen.
 
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Melanie
9. Juni 11:12
Mein Mann meinte vorhin das Sam als das heute früh passierte komisch gerochen hätte. Ich war so durcheinander, dass ich das nicht bemerkt habe. Sam wird im August 4 Jahre alt, und hatte bisher nur einen Wespenstich,eine eingerissene Daumenkralle und einen Schnitt im Ballen. Sonst ist und war er immer topfit 😔 Es war so schrecklich mit anzusehen, und dass Gefühl zu haben nichts tun zu können. Und dann noch das mit dem Notdienst,der nicht erreichbar war. Ich habe mir jetzt die Nummer der nächstgelegenen Tierklinik rausgesucht. Und hoffe ich brauche sie nicht wählen 😔Sobald ich mehr weiß, morgen nach unserem Tierarztbesuch melde ich mich natürlich hier nochmal. Ich danke euch allen 🥰
 
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Lena
9. Juni 11:14
Hallo,leider kam das so plötzlich das ich gar nicht ans Filmen gedacht habe. Wir wurden ja davon aus dem Schlaf gerissen.
Ich hoffe ja für euch, dass es nicht nochmal vorkommt. Aber falls doch, versuche dran zu denken zu filmen! Wäre wirklich extrem hilfreich, weil ein TA da eben mehr sieht, als durch die laienhaften Erklärungen der HH.

Und zusätzlich, wie Sandra es auch macht, führe Tagebuch!
Also natürlich nur, wenn’s irgendwann nochmal passiert.
Alles genau aufschreiben:
Wann passiert es? Wie lange dauert es? Wie verhält sich der Hund? Körperliche Symptome? Ist er ansprechbar oder bewusstlos? Nur zittern oder „grobe“ Muskelzuckungen?
Was hat der Hund davor gemacht? Wie verhält er sich danach? War vorher irgendwas anders als sonst?