Kommt auf den Hund an, ich mache manche im stehen (ähnlich wie wenn man einem Pferd die Hufe auskratzt, andere im Liegen auf der Seite, Aimée hängt auf meinem Schoß und die Welpen liegen in der Regel auf dem Rücken in meinem Arm.
Für meine Whippets nutze ich einen elektrischen Dremel, für die haarigen eine Krallenzange.
Das A und O ist Routine und durchziehen.
Je öfter um so weniger stressig wird es. Bei uns jede Woche selber Tag selbe Uhrzeit. Nach ein paar Wochen weiß hier jeder man kommt in diesem Haushalt nicht drumherum und es passiert auch eigentlich überhaupt nichts schlimmes. Ich bin natürlich auch routiniert und meine Trefferquote ist quasi so gut wie nicht existent.
Gelegentlich hilft auch mal ne Klare Ansage in Verbindung mit einem Lob wenn der Hund sich dann vernünftig verhält.
Bei mir gibt es keine Leckerchen zwischendurch bei mir gibt es wahlweise eine Kuschelrunde im Anschluss oder eine wilde Party in Form von alle Füße sind noch dran. Dann sind alle happy.
Lieben muss hier Krallenschneiden keiner, aber akzeptieren muss es jeder.
Zum anfangen würde ich erstmal über Desensibilisierung arbeiten.
1 Woche täglich, berühren der Pfoten, Zehen, Nägel erstmal mit der Hand.
Dann 1 Woche täglich berühren der Pfote, Zehe, Kralle mit dem Schneidwerkzeug.
Immer mit Stimme belohnen wenn der Hund die Berührung an sich akzeptiert.
Woche 3 täglich eine Kralle nur minimal die Vorderste Spitze.
In Woche 4 übergehen zu eine komplette Pfote, beginnend mit den Hinterpfoten.
Woche 5 dann einen Tag aussuchen und alle Pfoten machen.
Manche Hunde sind einfach auch kitzelig an den Zehen.
Wichtig ist auch das wie: eigener Mindset überprüfen. Ruhig bestimmt, keine Zweifel aufkommen lassen.
Und noch wichtiger überprüft das Werkzeug nur eine wirklich scharfe Zange quetscht nicht. Sie muss schneiden wie durch Butter
Dremel kann ich leider vergessen, auch schon versucht, aber Milo ist aufgrund seiner Vorgeschichte so geräuschempfindlich, da ist es echt einfach Folter für ihn.
Pfoten berühren und in die Hand nehmen ist bei ihm eigentlich überhaupt kein Problem. Vor der Krallenschere selbst hat er so auch keine Angst; aber sobald er kapiert, was ich vorhabe, ist die Hölle los. Vielleicht hat man ihm mal schlimm reingeschnitten? Der kleine Kerl ist so ein nachtragendes Sensibelchen, der würde sich so was bestimmt ein Leben lang merken...