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Jasmin
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Anzahl der Antworten 146
zuletzt 20. Dez.

Wer hat Erfahrung mit bissigen Hunden oder kann mir Tipps im Umgang mit ihnen geben??

Hallo. Ich habe eine Frage. Bitte verurteilt mich nicht! Ich versuche für den Hund das beste!! Ich habe einen belgischen Schäferhund mix bekommen. Am Anfang hieß es er ist lieb, hat grundgehorsam und muss auf jeden Fall weg weil die Vorbesitzer „kurzfristig“ ein Baby bekommen haben…. Ich habe ihn also bekommen und es hat sich herausgestellt das nix von dem was angegeben wurde gestimmt hat (außer Rasse und alter). Er war nicht stubenrein, bei der Erziehung hat er angefangen zu quieken noch mehr gepullert sich auf den Rücken geworfen und nach mir geschnappt. Mein ersten Besuch den ich in meine Wohnung gelassen habe, so schnell konnte ich nicht schauen ist er aufgesprungen und hat ihn direkt in den Arm gebissen… Es hat sich herausgestellt er hat ein sehr sehr sehr starkes Misstrauen zu fremden Menschen. Wenn mir Menschen entgegenkommen wird er steif und dann entscheidet wie die Person läuft, schaut, atmet ich weis es nicht manchmal geht er drauf los und will direkt beißen, manchmal lässt er sich kurz anfassen und beißt dann oder er geht vorbei… Ich war in einer hundeschule… da hat er das selbe gemacht wollte meinen Trainer (Hund mit Maulkorb) an die Kehle gehen… Die Methode die er anwenden würde mit Würgen etc. mach ich nicht… Der Trainer meint nur so würde man ihn unter Kontrolle bekommen… Nein!!! Ich will eine Bindung zu ihm aufbauen! Will ihn verstehen! Ihn lesen lernen! Es läuft ja nicht alles schlecht! Wir haben schon sehr viel geschafft zusammen. Und es gibt Höhen und Tiefen bei uns das ist klar. Jedoch muss er unbedingt lernen nicht zu beißen wann er es für richtig hält! Hat jemand Erfahrung mit malinois? Mit bissigen Hunden? Oder mit Hunden die aus misshandelten Umfeld kommen? Ich möchte ihn wirklich nicht abgeben da er sonst ein Wanderpokal wird! Ich möchte ihm helfen! Ich möchte das wir ein Team werden!
 
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Dogorama-Mitglied
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19. Dez. 13:31
Ich geh jetzt Mal auf die Videos ein ... Was mir auffällt.
Video 1 wo er richtig heftig in die Leine geht.
Das ist Frust in höchster Stufe und kurz vor dem tackern.
Wie entsteht Frust?
Keine Regel, keine deutliche Körpersprache, du bist gereizt, dich kotzt in dem Moment der Hund an und er reagiert noch mehr negativ darauf.

2. Video laufen zwischen den Beine.
Warum ?????
Sehr (für meinen Begriff) harte komandos rechts und links.
Du fährst den Hund im Trieb abartig hoch.
Er hat wie ganz viele solcher Hunde schon 1000 Volt, du findest den Hund mit seiner extremen Art unbewusst toll und steigerst sein Level noch ins unkontrollierbare, bestätigst es noch.
Er fordert dich richtig. Das ist kein Spiel er geht bereits ins Aggressionsbellen wie im Schutzdienst.

Dieses Video macht mich in Verbindung mit deiner Frage echt traurig.

Dann die ganzen Trick Videos.
Hochpuschen , machen den Hund noch irrer in der Birne, anstelle was ruhiges (Fährte) zu arbeiten, alles auf ein ruhiges, entspanntes Level runter bringen.

Der Hund erwartet von dir Action, wird gleichzeitig dabei irre weil es wie Drogen ist.

Dass Belgier ab einem bestimmten Alter Menschen angehen ist leider linienabhängig normal.
Mit dem ersten Anzeichen wo ein Hund Kontrolle übernehmen will muss ganz konsequent und ruhig daran gearbeitet werden.
RUHIG, GELASSENHEIT, KONSEQUENZ ist hier oberstes Ziel. Ohne das wird es gefährlich.

Es kommt aus einem Gemisch aus Hütetrieb, Schutztrieb in Verbindung mit Aggression und den alleinigen Anspruch an dich. Das bedeutet in einem von ihm festgelegten Radius wird nichts akzeptiert und er setzt das mit leider negativer Energie um.

Ohne auch mal durchzugreifen, nur mit positiver Verstärkung, wirst du in diesem Stadium nichts mehr erreichen.

Ich empfehle dir clickern
Ich empfehle dir alles was ihm puscht sofort nicht mehr zu machen.
Dafür dich mit Fährtenarbeit beschäftigen. Mit dem Hund zwar Konsequenz aber gleichzeitig weich umgehen.

Ob du der richtige Mensch für diesen Hund bist, weiß ich nicht.

Solche Hunde hochdrehen ist null Kunst, ihnen Kunststücke bei zu bringen ist keine Kunst.
Ihre Intelligenz, ihr Temprament ihren Arbeitseifer ihren Bewegungsdrang in die richtigen Bahnen zu lenken ... das ist die hohe Kunst ..
 
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Nadine
19. Dez. 11:50
Mein Hund hat auch schon gebissen als ich ihn bekommen habe, ist allerdings längst nicht so ernsthaft wie du es beschreibst.
Meine Empfehlungen:

- safety first: erstmal nur an der (schlepp) leine führen und überall, wo es zu Kontakt mit Menschen kommen kann, Maulkorb drauf! Natürlich positiv auftrainiert und beißsicher (das trifft NICHT auf biothane, Leder oder Plastik zu, sondern nur auf Draht! Limuzz stellt angeblich auch beißsicher her, dazu kann ich aber nichts sagen).

- anderen Trainer suchen. Ich sehe es auch so, dass durch Strafen deckeln eure Beziehung zerstört und nur neue Probleme bringt, abgesehen davon dass es unglaublich frustrierend für alle ist. Ohne Unterstützung eines guten Trainers sehe ich aber auch keine Perspektive.

- bis dahin bindung stärken, den Hund nicht überfordern und nur in ruhigen Gebieten laufen. Wenn euch doch mal jemand begegnet, Hund zu dir nehmen und in einem Bogen ausweichen. Dabei frühzeitig handeln! Wenn du ihn nicht sicher halten kannst, notfalls an einem Baum festbinden. Er darf keinen Erfolg mehr haben! Solange er ruhig bleibt, loben und belohnen.

- nicht mehr zu fremden Menschen lassen!
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 12:14
Mein Hund hat auch schon gebissen als ich ihn bekommen habe, ist allerdings längst nicht so ernsthaft wie du es beschreibst. Meine Empfehlungen: - safety first: erstmal nur an der (schlepp) leine führen und überall, wo es zu Kontakt mit Menschen kommen kann, Maulkorb drauf! Natürlich positiv auftrainiert und beißsicher (das trifft NICHT auf biothane, Leder oder Plastik zu, sondern nur auf Draht! Limuzz stellt angeblich auch beißsicher her, dazu kann ich aber nichts sagen). - anderen Trainer suchen. Ich sehe es auch so, dass durch Strafen deckeln eure Beziehung zerstört und nur neue Probleme bringt, abgesehen davon dass es unglaublich frustrierend für alle ist. Ohne Unterstützung eines guten Trainers sehe ich aber auch keine Perspektive. - bis dahin bindung stärken, den Hund nicht überfordern und nur in ruhigen Gebieten laufen. Wenn euch doch mal jemand begegnet, Hund zu dir nehmen und in einem Bogen ausweichen. Dabei frühzeitig handeln! Wenn du ihn nicht sicher halten kannst, notfalls an einem Baum festbinden. Er darf keinen Erfolg mehr haben! Solange er ruhig bleibt, loben und belohnen. - nicht mehr zu fremden Menschen lassen!
Kann dir jemanden empfehlen allerdings ist es schon ein Stück Sie arbeitet mit "Problemhunden" die meist kein Problem haben sondern einfach missverstanden sind und einfach jemanden brauchen der sie versteht und den von Ihnen benötigten Raum zum lernen einfordert ohne das er es machen muss. Auch arbeitet Sie ohne Würger oder sonst irgendwelche unsagbaren Mittel sondern arbeitet über Raumverwaltung körpersprachlich (nicht körperlich) bei Ihr kommen selbst ausgemustert die Polizeihunde unter (direkt von der Behörde)auch diverse Notfälle die schon eine Vorgeschichte hatten auch aus der Schweiz. Vll wäre Sie etwas für euch Stimme Nadine zu das bitte aber trotzdem savety First seien sollte und auch wenn du den Hund im Freilauf trainierst er immer einen Mauli tragen sollte denn du kannst nur euch kontrollieren leider nicht dein Umfeld und beißt dein Hund den falschen bist du schneller auf der roten Liste mit dem Hund als es dir lieb ist und der Hund bekommt die so wichtige Chance die du ihm geben willst dann vll noch genommen.

Selbst hat Sie 1 Herder und 4 Border und jede Menge Malinois in Pflege Sie führt eine Hundepension, ist Trainerin und kommt so mit allen möglichen Hunden in Kontakt. Uns hat sie sehr geholfen.
 
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Nadine
19. Dez. 12:49
Du schreibst "bei der Erziehung hat er angefangen zu quieken noch mehr gepullert...". Was genau meinst du da mit Erziehung?
Für mich klingt das, als hättest du einen sehr unsicheren Hund, für den du bedrohlich agierst und der erst versucht zu beschwichtigen, die Signale werden aber nicht wahrgenommen und daraufhin weiß er sich nur noch mit schnappen zu helfen.
Ein guter Trainer ist hier wirklich wichtig! Vielleicht kannst du aber, bis du einen gefunden hast, von so einer Trainingssituation mal ein Video machen, auf dem ihr beide zu sehen seit. Das könnte helfen, dir in der Zwischenzeit schonmal Tipps zu geben, wie ihr zwei besser miteinander kommunizieren könnt.
 
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Andrea
19. Dez. 12:57
Ich empfehle sofort zu einem guten Trainer zu gehen. Nicht alleine experimentieren !!!!!
Ich empfehle Mirko Tomasini. Er arbeitet körpersprachlich und ist ein toller Trainer!!!
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 13:06
Hi Isa, würdest du mir bitte die Adresse von deiner Empfehlung, die Frau die sich mit Prblemhunden auskennt, schicken? Das wäre lieb!
Danke schön☺️
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 13:09
Hi Isa, würdest du mir bitte die Adresse von deiner Empfehlung, die Frau die sich mit Prblemhunden auskennt, schicken? Das wäre lieb! Danke schön☺️
Hab ich gemacht.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 13:09
Ich habe Erfahrung mit bissigen Hunden.
Sei es als Übersprungshandlung, nicht erzogen oder misshandelt. Es waren alles Abgabehunde.

Es ist kein Thema für ein Forum um Erziehungstipps zu geben.
Der Erfolg hängt alleine von dir ab.
Du scheinst unerfahren mit solch einem Hund zu sein.
Solche Hunde gehören in erfahrene "empatische, selbstbewusste" Menschenhände, die ihr handeln nicht hinterfragen.

Nur so ein Mensch kann solchen Hunden Sicherheit geben, aber auch den nötigen Respekt und daraus Vertrauen und Bindung.

Mach also keine Alleingänge und probier nicht viel aus.

Schau unverzüglich nach einer Versicherung.
Eine Verletzung durch deinen Hund an einem fremden Menschen geht ganz schnell in 5 stellige Bereiche.
 
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Jasmin
19. Dez. 13:27
Du schreibst "bei der Erziehung hat er angefangen zu quieken noch mehr gepullert...". Was genau meinst du da mit Erziehung? Für mich klingt das, als hättest du einen sehr unsicheren Hund, für den du bedrohlich agierst und der erst versucht zu beschwichtigen, die Signale werden aber nicht wahrgenommen und daraufhin weiß er sich nur noch mit schnappen zu helfen. Ein guter Trainer ist hier wirklich wichtig! Vielleicht kannst du aber, bis du einen gefunden hast, von so einer Trainingssituation mal ein Video machen, auf dem ihr beide zu sehen seit. Das könnte helfen, dir in der Zwischenzeit schonmal Tipps zu geben, wie ihr zwei besser miteinander kommunizieren könnt.
Wenn er in die Wohnung gepullert hat habe ich ihn zu der Stelle führen wollen. Jedoch hat er sobald man seinen Namen gesagt hat sich auf den Rücken gedreht und gepullert Sodas man ihn nicht zu der Stelle führen konnte.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 13:28
Achso etwas das ich vergaß hast du dir dein erstes Video selbst einmal angeschaut. Der Hund bewegt dich sehr charmant, du gibst eine Vorgabe die du möchtest nähmlich das dein Hund kommt. Er macht dies fängt aber den Kasper an indem er die Leine ins Maul nimmt dann kommt ein aus, hier geht er wieder in die Distanz dein Oberkörper ging hier nach vorne was unter Hunden heißt mach dich ab dann kommen viele Kommandos hintereinander die du einzeln nicht durchsetzt und jedes mal wenn du mit dem Oberkörper vor gehst um nach der Leine zu greifen weicht er zurück und dreht noch höher weil er beschichtigt über Spiel da er den Druck anscheinend den du unbewusst mit deinem vorbeugen auslöst nicht aushalten und einordnen kann. Du bist nicht klar auch lässt du dich von der Dynamik anstecken du wirst hektischer die Stimme ändert sich. Bleib bei einem Kommando und forder es klar ein mit Ruhe sei körpersprachlich einladend seitlich drehen oder bei manchen reicht abgewandte schulter nach außen drehen. Dann gibt es hier weniger Missverständnisse.

Auf jedenfall bringst du Ihn dann hier auch wieder unbewusst über Körpersprache ins Sitz jedoch ist das zu dir kommen das er ja zusätzlich leisten sollte nicht erledigt sondern du gehst da 2 Schritte zu Ihm und lobst Ihn das er das ja fein gemacht hat.
 
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Dogorama-Mitglied
19. Dez. 13:29
Wenn er in die Wohnung gepullert hat habe ich ihn zu der Stelle führen wollen. Jedoch hat er sobald man seinen Namen gesagt hat sich auf den Rücken gedreht und gepullert Sodas man ihn nicht zu der Stelle führen konnte.
Für was willst du ihn zu der Stelle führen das bringt nichts einem Hund das im Nachhinein zu zeigen. Hunde sind Situativ weshalb unterbrechen und rausbringen ohne schimpfen oder ärgern das sinnvollste hier wäre.