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Tobias
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Anzahl der Antworten 17
zuletzt 17. Juni

Umgang mit dem unumgäglichen. Oder wie meistert ihr Situationen im Training oder Alltag

Nachdem in einem anderen Thread die Frage aufgekommen ist, und man sich öfter über das Verhalten anderer ärgert weil sie bei den eigenen Trainingsplänen nicht mitspielen, oder nicht die Sorgsamkeit bei der Führung ihrer Hunde walten lassen, oder.... möchte ich das Thema erstellen mit Tips und Tricks wie ihr doch zu euren Zielen kommt. Machen wir uns nichts vor, das Leben ist alles andere als immer Ideal und auf das Verhalten/ nicht Verhalten anderer kann und sollte man sich nicht verlassen. Am Ende ist jeder für sein Training und seinen Hund selber verantwortlich. Schon wenn alles Glatt und nach Lehrbuch läuft, aber was wenn nicht? "Alte Hasen" haben da meist ihre Erfahrungen und Strategien. (Bewusst oder Unbewusst) Ich würde gerne das Wissen anzapfen und hier einmal einen Raum schaffen für Lösungen. Gerade "Hundeneulinge" können davon hoffe ich profitieren, aber vielleicht findet auch der ein oder alte Hase noch eine neue Idee. Ich würde damit das ganze auch funktionieren kann bitten keine großen allgemeinen Diskussionen um die Schlechtigkeit der Welt anzufangen, sondern einfach Mal zu beschreiben in welchen Situationen ihr wie gut zurecht gekommen seid. Wenn das gut funktioniert kann man das bestimmt in vielen Threads "verlinken". Ich bin gespannt auf eure Problemstellungen und Lösungen. Bleibt bitte freundlich und sachlich.
 
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Dogorama-Mitglied
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15. Juni 15:29
Spontaner Vorschlag einer "alten Häsin" :
Erstmal an die eigene Nase fassen - wie kann ich eine für mich unangenehme, ungünstige oder bedrohliche Situation nutzen, um für mich selbst etwas zu lernen/trainieren? Ich spiele solche Situationen zu Hause im Kopf nochmal durch und frage mich, wo ich zu langsam, zu lasch oder zu harmoniebedürftig agiert habe. Wann war der Punkt erreicht, an dem ich klar, deutlich und entschieden hätte auftreten sollen.
Wir versuchen doch alle, mit unseren Hunden klar und eindeutig zu kommunizieren - und ihnen so Sicherheit, aber auch Wege aus Situationen, zu geben. Meine Erfahrung ist, dass genau diese klare Kommunikation (stimmlich und körperlich) auch beim Menschen ankommt. Eine stoppende Hand ✋oder ein "Lassen Sie das!" funktionieren zu 90% bei Erwachsenen und - vor allem Kindern.
Also, bitte lernt, auch bei Menschen, selbstbewusst aufzutreten. Das hilft euch auch in anderen Lebenslagen - Beruf etc...
Mit kleinlauten Lügen wie "der hat Flöhe" oder ähnlichem seid ihr weder für das Gegenüber noch für euren Hund super glaubhaft.
Legt die sinnlose Hoffnung ab, dass es Vernunft auf die Menschheit regnet und wandelt schlechte Erfahrungen um in eine willkommene Gelegenheit, an eurem Auftreten und eurer Entschiedenheit zu arbeiten 💪👑
 
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Katrin
15. Juni 15:20
Das Leben ist unvorhersehbar. Manche unschöne Begegnungen sind es auch. Ich mache dann das beste draus. Crasht einer ins Training, trainiere ich z.B wie Suki (und ich) sich dann zu verhalten hat. Einfach etwas flexibel sein. Cool bleiben und drüber freuen das es nicht der eigene Hund war😂
 
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Dogorama-Mitglied
15. Juni 15:29
Spontaner Vorschlag einer "alten Häsin" :
Erstmal an die eigene Nase fassen - wie kann ich eine für mich unangenehme, ungünstige oder bedrohliche Situation nutzen, um für mich selbst etwas zu lernen/trainieren? Ich spiele solche Situationen zu Hause im Kopf nochmal durch und frage mich, wo ich zu langsam, zu lasch oder zu harmoniebedürftig agiert habe. Wann war der Punkt erreicht, an dem ich klar, deutlich und entschieden hätte auftreten sollen.
Wir versuchen doch alle, mit unseren Hunden klar und eindeutig zu kommunizieren - und ihnen so Sicherheit, aber auch Wege aus Situationen, zu geben. Meine Erfahrung ist, dass genau diese klare Kommunikation (stimmlich und körperlich) auch beim Menschen ankommt. Eine stoppende Hand ✋oder ein "Lassen Sie das!" funktionieren zu 90% bei Erwachsenen und - vor allem Kindern.
Also, bitte lernt, auch bei Menschen, selbstbewusst aufzutreten. Das hilft euch auch in anderen Lebenslagen - Beruf etc...
Mit kleinlauten Lügen wie "der hat Flöhe" oder ähnlichem seid ihr weder für das Gegenüber noch für euren Hund super glaubhaft.
Legt die sinnlose Hoffnung ab, dass es Vernunft auf die Menschheit regnet und wandelt schlechte Erfahrungen um in eine willkommene Gelegenheit, an eurem Auftreten und eurer Entschiedenheit zu arbeiten 💪👑
 
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Dogorama-Mitglied
15. Juni 15:47
Ganz banal, aber ich finde, das machen ganz viele nicht: Orte/Strecken strategisch analysieren und auswählen bzw. schlecht einsehbare Streckenabschnitte besonders aufmerksam kontrollieren. Nicht den eigenen Hund dotzen lassen, sondern bei schlechter Einsehbarkeit den Hund sitzen lassen und selbst erst mal schauen, was Sache ist und ob jemand kommt. Natürlich entsprechend gut einsehbare Stellen fürs Training aussuchen. Damit man wirklich frühzeitig mit anderen kommunizieren oder einen Ausweg suchen kann, und nicht plötzlich von der Situation überrannt wird.

Zwei Meter hinter der Kreuzung oder ein enger Weg eignen sich eben manchmal nur bedingt..
 
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Sina
15. Juni 15:50
Den wichtigsten Tipp den ich damals als Hundeneuling gerne bekommen hätte ist, lernt euren Hund zu lesen.

Anstatt nur stumpf Training nach Vorlage zu betreiben, studiert die Körpersprache eurer Hunde, beobachtet sein Verhalten, belest euch über die hündische Kommunikation.

Dadurch lernt man auch fremde Hunde einzuschätzen, und kann dementsprechend handeln. Also unschönen Situationen von vornherein aus dem Weg gehen, entschärfen oder auch wenn es passt, einfach mal laufen lassen wie es kommt.

Die Sicherheit, die der Mensch bekommt, indem der Hund plötzlich nicht mehr unberechenbar wirkt, spiegelt sich dann auch in unserer Körpersprache wider, was wiederum dem Hund Sicherheit vermittelt.

Gelassenheit kann man sich zwar nicht kaufen, aber man kann sie sich Schritt für Schritt dadurch erarbeiten.
 
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Jasmin
15. Juni 15:52
Ich denke Verständniss für den anderen und Akzeptanz das nun mal nicht alles glatt läuft :) hin und wieder fluchen hilft auch :)
 
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Ines
15. Juni 15:53
Wenn man seine Umwelt beobachtet, fallen einem schon manche Störfaktoren auf. Zum Brispiel wenn es enger wird und ich sehe "Gegenverkehr" bleibe ich stehen, lenke Morris Aufmerksamkeit auf mich und das klappt meistens. Damit mache ich normal denkenden Menschen auch klar, dass ich keinen Hundekontakt an der Leine möchte. Klar gibt es dösige Leute, die es nicht verstehen. Dann stelle ich mich vor Morris und unterbinde die Kontaktaufnahme höflich aber bestimmt.
 
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Dogorama-Mitglied
15. Juni 16:13
Mein Tipp ist. Ihr seid gut drauf und motiviert?
Nutzt den tollen Spaziergang für Übungseinheiten. Seid konzentriert und stolz auf die erbrachte Leistung. Es klappt was nicht? Dann schließt mit etwas ab, was immer klappt und freut Euch mit Eurem Hund.
Ihr habt nen sch....Tag und müsst mit dem Hund raus? Lasst ihn machen. Werdet nicht erzieherisch tätig. Geht einfach spazieren und Stressauslösern so gut es geht aus dem Weg.
Es sind übrigens nicht die Anderen, wie man es hier so oft liest, die einem das Training kaputt machen. In der Regel ist man es selbst. Die Anderen stellen nur Trainingssituationen, denen man manchmal noch nicht gewachsen ist.
Also hinterfragen: was hätte ich an genau welcher Stelle anders und besser machen können. Wo war ich zu langsam oder zu abgelenkt oder zu sehr mit meinen eigenen Emotionen beschäftigt um ein guter Hundeführer zu sein. Wie meistere ich eine solche Herausforderung beim nächsten Mal? Das bringt definitiv weiter als über die "Anderen" zu schimpfen. Die gibt es eben. Die müssen in's Training integriert werden. Ob uns das nun passt oder nicht. Gut darauf vorbereitet, verlieren sie aber an Schrecken 👻
Vorausschauend und achtsam mit dem Hund laufen und auf ihn konzentriert sein. Ist anstrengend, geht aber irgendwann in Fleisch und Blut über und zahlt sich definitiv aus.
 
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Dogorama-Mitglied
15. Juni 17:39
Mein Tipp:
Besteht nicht auf eurem vermeintlichen Recht, dass angeleinte Hunde keinen Kontakt haben dűrfen.
ImGegenteil:
űbt GEZIELT Hundebegnungen an der Leine, sorgt dafűr, dass die Leine immer durchhängt.
Lasst es euch zur Not von einem Trainer zeigen.
Oder leint den eigenen Hund (sofern rűckrufbar) ab.

Mehr positive Erfahrungen machen alles entspannter (nicht nur fűr die Hunde)

Nix zu verbissen sehen. Die Leine ist kein Allheilmittel. Sie dient lediglich der Sicherung des eigenen Hundes.

Wenn mehr Leute in dieser Richtung entspannter wären, hätten wir wahrscheinlich auch viel weniger Leinenpöbler😉

Erziehung drumherum muss natűrlich trotzdem sein..
 
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Dogorama-Mitglied
15. Juni 18:19
Handy aus während des Hundespaziergangs... am besten ganz zuhause lassen
 
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Tobias
15. Juni 18:51
Sind ja schon echt gute Sachen bei🤩 Hatte ich gehofft. Den Hund lesen lernen ist definitiv ein must have.
Was mir immer hilft und wenn es nur banal scheint ist sich eine gewisse Freundlichkeit anzueignen. Hier auf'm Land ist es Bspw üblich sich zu begrüßen und die Tageszeit zu sagen. Das nutze ich bewusst in vielen Situationen. Außerdem das man netter wirkt als man vielleicht ist hat es noch mehrere Vorteile. Zum einen ist man der aktive Part bei der Begrüßung, das bekommt auch der Hund mit. Man übernimmt direkt ein wenig Führung. Zudem entspannt man die Situation. Auch das Gegenüber ist dann in der Regel wohlgesonnener.
(Gut es gibt auch Ausnahmen.... aus Reflex einmal abends in der Stadt in der leeren U-Bahn Station eine Dame gegrüßt... Bis ich verstanden hatte warum sie leicht panisch reagiert hat🙈) Ist eine Kleinigkeit aber hilft