Hmmm, interessante Frage. Im Grunde fände ich so einen Sachkundenachweis für alle, unabhängig der Größe des Hundes, sinnvoll. Mit anständigen Fragen nach aktuellem Wissensstand. So ein fachlicher Nachweis könnte ja wie ein Führerschein unbefristet gültig bleiben.
Diese Idee Mensch-Hund-Team-"TÜV" fände ich prima, dann gäbe es weniger Vorfälle und Gezanke da draußen und sicherlich glücklichere Hunde.
Nur organisatorisch und verwaltungstechnisch wird es echt schwierig! Wann macht man den Test? Wenn ein Welpe einzieht, der noch nichts kennt? Oder frisch vom TS noch verstört und nicht richtig angekommen? Irgendwann nach "nach 2 Jahren" oder so? Und wer soll das im Alltag überwachen? Haben wir dann eine Hundepolizei, die in Wald und Wiese patroulliert? Will man das haben? Pflicht zur Hundeschule? Warum? Es gibt viele Leute, die brauchen keine Hundeschule, die kommen auch so klar...
Und wenn man durchfällt im Test? Ab in den Hundeknast? Hund wegnehmen und dann?
Glaube ein unerzogener Hund hat es meist immer noch besser, als einer im Tierheim.
Bei genaurem Betrachten würde ich sagen: lieber nicht, das wäre übertrieben viel zusätzliche Bürokratie.
Ein Sachkundenachweis finde ich nachwievor gut, dann aber einheitlich in DE.
Ich stimme hier auch zu.
Sicher ist ein Mensch-Hunde-Team-Test erstmal ne gute Idee, näher beleuchtet etc aber organisatorisch usw nicht ganz so einfach. Wie schon geschrieben wurde, wann macht man den, in welchem Alter/an welchem Tag? Würde dann auch berücksichtigt werden woher der Hund ist bzw welche Vorgeschichte es gibt? Oder ob gesundheitlich etwas (chronisches) vorliegt, was evt an gewissen Verhalten Schuld ist? Würde ein Hund mit "Macke", durch z.B. Trauma oder Ähnliches, einfach gebrandmarkt und in ne Schublade gesteckt, zusammen mit dem Halter, oder würde da genauer geschaut werden, wie z.B. der Halter Situationen und Verhalten managed? Denke da speziell an jene, die sich bewusst einen "schwierigen" Hund mit Vorgeschichte zulegen, daß alles gut managen können etc. und auch wenn der Hund vielleicht nie unauffällig, unproblematisch, normal sein wird (gibt Dinge, die kriegst du nie ganz weg), eben so geführt wird, daß es passt. Die haben eh schon genug zu tun/zu kämpfen (mit Verurteilung etc in der Umwelt z.B), wenn sie dann noch sichtbar gekennzeichnet werden würden - denn wie sonst willst du erkennen, daß sie den Test nicht bestanden bzw mit Mängel bestanden haben - wirds ja nicht leichter. Zweiklassen Hundegesellschaft? Wer macht die Test und danach die evt Kontrollen ob jeder den gemacht hat? Ich stell mir das einfach unglaublich schwierig durchsetzbar und ausführbar vor im Gesamten.
Ein Sachkundenachweis bzw Führerschein vor der Anschaffung fände ich eigentlich nicht verkehrt, aber dann vernünftig überarbeitet, ganzheitlich und einheitlich geregelt. Was aktuell so abgefragt wird in der Sachkunde/Führerschein ist mitunter nen Witz.