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K.
K.
2021-04-04T15:42:34.872Z
Einleitungs-Beitrag
588

AN ALLE TUT NIX HUNDEBESITZER

Ich muss jetzt einfach mal Dampf ablassen. Wer das nicht ertragen kann. Bitte einfach Beitrag ignorieren. Ich lebe in München und treffe tagtäglich auf so viele rücksichtslose Hundebesitzer. Ich habe einen angstaggressiven Hund, der eine große Individualdistanz hat und es einfach nicht erträgt, wenn Fremdhunde auf ihn zu gerannt kommen. Wir haben durch die Leinenführigkeit schon viel erreichen können und oft habe ich das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind. Er nimmt meinen Schutz meistens an. ABER es gibt Situationen, die ich leider nicht beeinflussen kann und uns im Training wieder zurückwerfen und das sind: Uneinsichtige, respektlose, rücksichtslose Hundebesitzer !!! Ich verstehe das nicht. Wieso ist das in unserer Gesellschaft so normalisiert, dass man ungefragt seinen Hund zu anderen Hunden, die an der Leine sind, laufen lässt? Was sind die Beweggründe? Lauft ihr in eurer Freizeit auch einfach zu anderen Menschen mit 100 km/h und packt denen an den Arsch? Ich bin dann meistens sogar so, dass ich rufe: Wir wollen keinen Kontakt, bitte! Können sie ihren Hund bitte nicht zu uns lassen? Aber die meisten Menschen interessiert das gar nicht. Sie zeigen einfach keine Reaktion, werden sogar beleidigend, wenn ich ihren Hund blocke oder sie zur Rede stelle. Also liebe Hundebesitzer, wieso macht ihr das? Wieso lasst ihr eure Hunde in einen (angeleinten!) Hund rein laufen? Für euch sind das Momente, über die ihr nicht mehr nachdenkt. Aber für ein anderes Hund-Mensch -Team bedeutet das wochenlange Aufarbeitung und ein rießen Rückschritt im Training. Bricht euch ein Zacken von der Krone ab, wenn man einfach mal mehr Rücksicht nimmt und die Grenzen anderer Menschen beachtet? Wenn mir jetzt jemand kommt mit: aber das braucht ein Hund für die „SoZialiSiErunG“. Nein braucht er nicht. Mein Hund hat Hundefreunde, mit denen wir regelmäßig spazieren gehen. Er braucht keine Fremdhunde, vor denen er aufgrund schlechter Erfahrungen angst hat. Wenn ich mir eine Sache wünsche, dann dass ich mit diesem Beitrag vielleicht auch nur eine Person zum Nachdenken angeregt habe. An alle die sich jetzt angegriffen fühlen. Mir egal. Euch möchte ich niemals begegnen. An alle anderen: Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht oder habe ich einfach nur Pech? Nachtrag: 1. Hier ein sehr informativer und sinnvoller Beitrag zum Thema Rückruf. Danke Fabian! https://dogorama.app/de-de/forum/Erziehung_Training/Der_Rueckruf_-_eine_Herzensangelegenheit-jriJjxaE7LkJ8lpLqaNm/ 2. Die Gelbe Schleife wurde auch sehr oft erwähnt. Super sinnvolle Sache! Hier gibt es mehr Infos dazu: https://www.gulahund.de
AN ALLE TUT NIX HUNDEBESITZER
Florentin Yves
Florentin Yves
2021-04-04T19:34:38.794Z
Wir können dich so so gut verstehen! Bei uns ist das mittlerweile eine Sache von "täglich grüßt das murmeltier". Ständig lassen andere ihre Hunde auf Leni zu rennen, welche ebenso total unsicher ist und dann natürlich droht, wenn andere Hunde ihr zu nahe kommen. Wir sind mit ihr auch noch im Training, sprich leinenfuhrigkeit etc. Ständig werden wir zurück geworfen, weil andere ihre Hunde zu uns rennen lassen. Mittlerweile habe ich Angst, dass irgendwann mal etwas passiert und Leni zu beißt .. Es macht keinen spass mehr..
Alexandra
Alexandra
2021-04-04T19:35:58.608Z
Also meine Kleine liebt ja jeden Hund und würde auch so gern mit jeden spielen. Ich hab sie eigentlich immer an der Leine, da der Rückruf nicht nicht zu 100% sitzt. Ich lasse sie aber nie ungefragt zu anderen Hunden, das gebietet schon der Respekt gegenüber anderen. Gott sei Dank hatten wir noch nie so eine Begegnung obwohl wir auch ziemlich schnell ne andere Route nehmen wenn ich einen unangeleinten Hund seh
La
La
2021-04-04T19:58:00.707Z
Ja, passiert uns auch fast täglich. Als meine Hündin nicht kastriert war (sie hatte eine Zyste und war dann dauerhauft läufig) war es besonders schlimm. Meist ist es so, dass sie sich einfach bedrängt fühlt, besonders häufig wird einfach mein Training kaputt gemacht, da sie dann sehr aufgeregt reagiert. Ich rege mich nicht mehr groß darüber auf. Wie bereits im Rückruf-Thread geschrieben (will das Fass deshalb gar nicht wieder aufmachen), habe ich mich dazu entschieden, aus solchen Situationen das Beste zu machen statt mich darüber aufzuregen und diese negative Grundhaltung auf meinen Hund zu projizieren. D.h. ich sehe das Ganze dann als Trainingssituation und überlege, wie wir das am besten lösen. Übe Dinge, wie das zwischen meinen Beinen Schutz suchen, den Handtouch, eine Kehrtwende oder lobe meine Hündin für "kluges" Verhalten (Beschwichtigen, Kopf abwenden, an der Seite schnüffeln, sich langsam annähern, einen Bogen laufen etc.). Dann atme ich zweimal tief durch und wir gehen weiter. Ich finde das Ganze auch rücksichtlos und wir hatten schon einige "skurile" Begegnungen: 1. Hund angeleint im Naturschutzgebiet- sie war an dem Tag super unaufmerksam-, Mann kommt mit angeleintem Rüden IN den Wald, sieht uns, leint Hund ab, Hund springt durch die Gegend, meine Hündin springt in die Leine. Kommentar: "Ja, so wird das ja nichts, wenn sie den IMMER nur an der kurzen Leine führen". Zur Info: Wir hatten den Mann noch nie zuvor gesehen. Aber was bringt es mir (und meinem Hund!) langfristig, wenn ich mich darüber aufrege? Deshalb fokussiere ich mich dann lieber auf meinen Hund. In dem Fall habe ich sie zu mir gerufen, fürs Sitzen belohnt, etwas gespielt und dann sind wir weitergegangen. Mein Groll hilft da weder mir noch meinem Hund und manche Menschen kann man einfach nicht ändern. Ich kotze mich wenn dann lieber bei Freunden aus. Aber in der Situation bleibe ich cool. Denn andere Hunde und idiotische Menschen bringen "Super-Dog-Mum" nicht aus dem Konzept. 🙂 Bei Aggressionen ist das nochmal schwieriger: 2. Hund rennt frei im Ort rum (Auf der Straße,!), wir sitzen im Restaurant, Hund kommt an, meine Hündin tickt aus --> die gesamte Gruppe, mit der ich dort war, kommentiert das Fehlverhalten MEINES Hundes, der zuvor angeleint unterm Tisch lag. Da hilft nur, sich ein möglichst dickes Fell wachsen zu lassen. Manche Dinge kann ich nicht ändern, aber immer, wie ich darauf reagiere. Ich kommuniziere meist nonverbal mit den Hundehalter*innen, also suche Blickkontakt und schaue, was die so machen. Leinen die den Hund an oder rufen ihn zu sich, hole ich meine auch in meine Nähe und leine sie entweder an oder mache direkt abseits des Weges irgendwelche Übungen oder Ähnliches. Einmal ist es mir passiert, dass eine Hündin angeleint war und meine ist in deren Richtung losgerannt. (Ich dachte, der andere Hund wäre ebenfalls frei). Da hat die Besitzerin mir zugerufen, dass ich meinen Hund doch anleinen soll. Also so wie du es wohl auch machst. Ich habe sie dann abgerufen (klappt auch aus dem Laufen raus, es waren noch 20 Meter dazwischen) und habe mich entschuldigt, weil ich nicht gesehen habe, dass der Hund angeleint war. Die Besitzerin war dann ebenfalls sehr freundlich und hat sich bei mir bedankt. Finde das selbstverständlich. Meine Hündin kommt meist mit viel Tempo angerannt, läuft dann einen Bogem und nähert sich dann vorsichtig an. Deshalb warne ich viele Hundehalter*innen auch vor. Oder nehme sie noch ein Stück ins Fuß oder lasse sie was suchen, damit der Sprint im Zweifelsfall nicht so groß ist.
Karin
Karin
2021-04-04T20:08:35.438Z
https://www.mein-haustier.de/magazin/die-bedeutung-der-gelben-schleife/
Mein Hund hatte ein gelbes Halstuch um als er das erste Mal bei uns draußen war...bei uns kennt soetwas kein Hundebesitzer...es wurde gesagt...och das ist aber niedlich ..als ich dann aufklärte das das ein Zeichen für einen Angsthund wäre...und ich um Abstand bitte wurde ich ausgelacht..
La
La
2021-04-04T20:50:00.203Z
Mein Hund hatte ein gelbes Halstuch um als er das erste Mal bei uns draußen war...bei uns kennt soetwas kein Hundebesitzer...es wurde gesagt...och das ist aber niedlich ..als ich dann aufklärte das das ein Zeichen für einen Angsthund wäre...und ich um Abstand bitte wurde ich ausgelacht..
Da fällt einem nichts mehr zu ein -.-
Steffi
Steffi
2021-04-04T21:01:59.503Z
Den Gedanken mit dem Urwald habe ich auch. 😂 Mit mehreren Hunden stelle ich mir das noch fataler vor. Was sind das für blöde Menschen. 😭 Kommt es dann vor, dass so eine Dynamik entsteht, dass die zwei unproblematischen Hunde miteinsteigen?
Die Aufregung überträgt sich auf jeden Fall. Es hat auf jeden Fall Auswirkungen auf unser jüngstes Angstmitglied gehabt. Er ist jetzt 7 Monate und in der Pubertät. Im Moment muss er sich erstmal selber finden. Kulturschock und Hormoncocktail ist viel auf einmal. Eigentlich gehe ich mit den jungen einzeln spazieren aber zu Beginn habe ich auch alle 4 mitgenommen um eben auch den Hunden zur Rudelfindung zu helfen aber genau da ist das dann ein paar mal schief gelaufen. Der andere junge Hund ist 20 Monate alt. Zwar lieb aber sehr unterwürfig. Sie fängt sofort heftig an zu beschwichtigen und dabei aufgeregt zu hüpfen was der ältesten dann wieder nicht schmeckt weil sie es gern ruhig hat. Ich fange auch immer wieder bei Null an nach solchen Vorfällen. Ich beneide die Leute die auf dem Land wohnen. Hier sind zu viele Menschen die sich alles teilen müssen, dafür trifft man dann um so öfter solche Leute die ihren Hunden den Spaß gönnen für Chaos zu sorgen.
La
La
2021-04-04T21:09:01.914Z
Die Aufregung überträgt sich auf jeden Fall. Es hat auf jeden Fall Auswirkungen auf unser jüngstes Angstmitglied gehabt. Er ist jetzt 7 Monate und in der Pubertät. Im Moment muss er sich erstmal selber finden. Kulturschock und Hormoncocktail ist viel auf einmal. Eigentlich gehe ich mit den jungen einzeln spazieren aber zu Beginn habe ich auch alle 4 mitgenommen um eben auch den Hunden zur Rudelfindung zu helfen aber genau da ist das dann ein paar mal schief gelaufen. Der andere junge Hund ist 20 Monate alt. Zwar lieb aber sehr unterwürfig. Sie fängt sofort heftig an zu beschwichtigen und dabei aufgeregt zu hüpfen was der ältesten dann wieder nicht schmeckt weil sie es gern ruhig hat. Ich fange auch immer wieder bei Null an nach solchen Vorfällen. Ich beneide die Leute die auf dem Land wohnen. Hier sind zu viele Menschen die sich alles teilen müssen, dafür trifft man dann um so öfter solche Leute die ihren Hunden den Spaß gönnen für Chaos zu sorgen.
Ich hab früher auf dem Land gewohnt und fand das da noch schlimmer. Zumal ich das Konzept "Leinenpflicht" auch erst in NRW kennengelernt habe. Auf dem Dorf in Süddeutschland gab es sowas nicht, obwohl die meisten Leute ihre Hunde durchaus zurückgerufen und angeleont haben. Aber viele Hunde sind auch alleine spazieren gegangen oder mal den kompletten Feldweg hinunter zu einem Artgenossen gerannt. Diese Größemdimensionen gibt es in der Stadt gar nicht. Aber halt dafür auch kaum Leinenaggression usw. Weil generell natürlich die Hunde nicht auf so einem engen Raum gelebt haben.
Anja
Anja
2021-04-04T21:20:02.848Z
Du sprichst mir aus der Seele!! Und mein Hund ist freundlich, offen, verspielt und trotzdem möchte ich nicht, dass jeder ungefragt seinen Hund an ihn ranlässt! Ich mache das auch nicht und wenn ich um Abstand bitte, dann werde ich so oft kritisiert oder sogar beschimpft... aber Leine bedeutet KEINE Spielzeit. Er soll sich auf mich konzentrieren. Und selbst ohne Leine ist er doch kein Freiwild. Ich sage jetzt oft: bitte Abstand, er hat Giardien!!! Das wirkt...
Kat
Kat
2021-04-04T22:08:55.440Z
Das Problem mit den freilaufenden Hunden - egal ob Ignoranz der Besitzer, Ungezogenheit beim Hund (samt Besitzer) oder auch einfach nur Überforderung beim Besitzer - gibt es überall. Ich habe für solche Situationen in meiner Hundeschule das Abblocken fremder Hunde gelernt und einiges an Tricks mitgenommen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen hier. Ist natürlich keine Erfolgsgarantie bei allen Hunden. Zunächst habe ich mir ein kleines „Wurfgeschoss“, bestehend aus Garn, Muttern und Türangel-Einlegeplättchen unterschiedlicher Größen, gebastelt. Es ist schön handlich und passt in jede Tasche. Sobald ich merke, dass ein anderer Hund im „freilaufenden“ Anmarsch ist (egal aus welchem Grund), nehme ich meine Hündin an kurzer Leine hinter mich. So kann ich schon ein wenig Abstand schaffen. Mein „Wurfgeschoss“ nehme ich schon mal in die Hand. Kommt der andere Hund näher, mache ich mich körpersprachlich groß (Arm darf dazu hochgenommen werden, aufrecht und Schultern zurück) und rufe auch mal sehr bestimmt „hey, hau ab“. Dabei am besten noch ein Schritt auf den fremden Hund zugehen. Viele Hunde sind das einfach nicht gewohnt und von solchen Menschen schon abgeschreckt. Wenn das nicht zur Abschreckung und zum Umdrehen des anderen Hundes hilft, kommt das Wurfgeschoss zum Einsatz, was mit Schmackes vor/auf den Hund geworfen wird. Habe selbst noch keinen Hund abwerfen müssen. Kenne einige Geschichten, in denen es anschließend eventuell ein wenig Schlagfertigkeit beim verbalen Austausch mit dem anderen Hundebesitzer von Nöten war - aber ich glaube da fällt allen was ein. Mir hat‘s bisher immer geholfen und ich kann sagen: Es fühlt sich bei Erfolg verdammt toll an, man ist auch gelassener und mutiger in der nächsten ungewollten „frei anrennender“ Hundebegegnung. 🙂
Horst
Horst
2021-04-04T22:20:44.564Z
Es gibt einfach zu viele Vollpfosten 😡 die von Hundeerziehung nichts wissen wollen.🤔