Mein Video war ja auch der einfache Arbeitsmodus, leichtes Fußlaufen ohne glotzen.
Vom Freizeitmodus hab ich kein Video.
Da hab ich die Leine auf 1,5 Meter eingestellt und er darf an der Leine egal in welchem Modus eben nicht vor mir latschen.
Er hat auf der angewiesenen Seite zu bleiben und darf mit der Schulter nicht vor mich kommen.
Läuft der Hund so weit vor dir kann er sich ja auch garnicht an dir orientieren weil du komplett aus seinem Blickfeld bist.
Außerdem ist der Freizeitmodus ja viel schwerer für den Hund da er schnüffelt und Hundezeug macht aber währenddessen trotzdem noch auf dich achten muss, das geht dann eben nicht wenn du aus seinem Sichtfeld verschwindest.
So weit sollte der Hund daher nicht vor dir laufen wenn er nicht an der Leine ziehen soll.
Denk dir neben dir nen 2 Meter Kreis und das ist der Radius wo er sich eben frei bewegen darf, tritt er da raus oder ist zu schnell unterwegs (marschiert zb schon sehr zackig nach vorn) dann gehst du im Halbkreis vor ihn bis er in den erlaubten Bereich zurückweicht.
Wenn der Hund sich entzieht ist die Korrektur warscheinlich zu dolle.
Ich hab die Leine immer auf 1,5 Meter, so hat er genug Freiraum um sein Zeug zu machen, aber nicht genug Spielraum um sich zu entziehen.
Ist er schon zu weit vorgekommen oder neigt dazu sich durch vorgehen zu entziehen hilfts den Leinenarm nach hinten zu strecken, zum einen weist du ihm damit auch bisschen den Weg wo er hin soll und zum andern verkürzt du ihm damit den Spielraum nach vorn.
Weiß nicht ob ichs gut genug erklären konnte, ich kann versuchen die Tage das mal im Freizeitmodus aufzunehmen, ist halt immer schwer, vielleicht kann Samstag einer in der Trainingsgruppe mal die Kamera draufhalten.
Das sehe ich anders.
Ein Hund kann sich auch dann, wenn er an der 2m Leine vor dir läuft, trotzdem an dir orientieren.
Wenn der Hund z.B. dein Tempowechsel bemerkt und sich anpasst, wenn du abbiegst oder vom rechten Wegrand zum linken rüber wechselst und dein Hund (obwohl er vor dir ist) auch rüber geht, weil er es eben merkt. Und ab und zu dreht er sich mal rum und schaut nach dir und er zieht eben nicht an der Leine.
Dann würde ich das definitiv Orientierung nennen.
Also bei meinem Samu funktioniert das sehr gut, solange er nicht aus irgendwelchen Gründe grad zu aufgeregt ist.
Ich würde übrigens auch sagen, dass es hier einerseits mit den rassegenetischen Eigenschaften (hüten) und der Situation (viele Leute und ggf. ne Gruppe, die sich trennt) zusammenhängt, aber andererseits eventuell auch mit allgemeiner Aufregung.
Und vielleicht wird im Alltag auch schon sowas in der Art unbewusst geduldet, wo es nicht als Problem wahrgenommen wird.