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Virginie
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zuletzt 2. Mai

1,5 jährige Hündin zieht total an der Leine, wenn mehr als 2 Personen mit ihr laufen.

Ich habe eine Frage. Unsere 1,5 jährige Hündin (Mini-Aussie-Berner-Senne-Mix) zieht brutal an der Leine, wenn mehr als eine Person mit beim Spaziergang dabei ist. Lauf ich mit ihr alleine, klappt es wunderbar. Sobald beim Mann, meine Kinder oder noch andere Personen dabei sind und auch zum Teil voraus laufen, zieht sie wie eine Gestörte an der Leine. Selbst Futtertreiben, stehen bleiben oder zurück laufen, bringt nichts. Sie ist dann mit dem Kopf ganz woanders. Ich komme echt an meine Grenzen und entspannte Spaziergänge sehen anders aus. Es macht auch keinen Unterschied, ob sie am Halsband oder Geschirr läuft. Hat jemand einen Tipp? Ich bin mit meinem Latein am Ende.
 
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Alina
24. Apr. 16:18
Hina macht hat da aber schon enorme Fortschritte gemacht… das braucht auch alles seine Zeit. Suko darf auch überhaupt nicht ziehen. Weder in der Freizeit noch in der Orientierung. Ist bei einem 40 kg Hund einfach nicht drin. Und jetzt mit Kalle (20 kg) dazu erst recht nicht. Ich habe es ja am Anfang auch über die Trennung Halsband bzw. Brustring und Geschirr aufgebaut, aber dann ausgeschlichen. Und die Orientierung/Fußlaufen ist für den Hund dann ein klarerer begrenzter Raum, was helfen kann bei schwierigen Situationen. Ich habe am Anfang bei Hundebegegnungen immer umgehangen (soweit vorher wie möglich und auch sonst einfach mal so, damit das nicht miteinander verknüpft wird) um Suko dort besser den Rahmen vorzugeben. Ähnlich jetzt mit Kalle, der ja auch jagdlich ambitioniert ist, wenn der zu sehr ins außen und ins Appetenzverhalten kippt. Dann gibt es ein paar Minuten konzentriert bei mir gehen bevor es wieder mehr Raum zur Verfügung gibt. An der Schleppleine hat Suko z.B. „Langsam“ gelernt. Kurz bevor er reinläuft: Ansprache + „langsam“, wenn er Tempo rausnimmt damit die Leine locker bleibt loben, ansonsten läuft er halt ins Leinenende und bekommt den Ruck (selber stehen bleiben um nicht von den Füßen geholt zu werden). Das zurückholen wenn der Hund am Ende des Radius ist, macht mich kirre und passt somit nicht zu uns. So hat Suko gelernt welchen Radius er nutzen kann und wann der zu Ende ist. Tatsächlich kann ich das auch nutzen um den Radius zu verkleinern.
Und ich merke jetzt durch einen zweiten Hund dazu, dass man manches auch einfach einfordern muss. Ich kann nicht mit ~60 kg Hund als 66 kg Frau laufen und jeder macht was er möchte. Dazu einer jagdlich ambitioniert und einer lange Zeit stark hundereaktiv. Kalle hat ab dem ersten Spaziergang die Info bekommen, dass nicht gedrängelt oder gezogen wird und es Phasen gibt wo er mich nicht überholen darf. Und daran erinnere ich ihn konsequent (und lobe wenn er es gut macht). Suko ist da mittlerweile auch ein gutes Vorbild, aber mit 2+ Hunden funktioniert umdrehen oder vor dem Hund abbiegen wenn überhaupt nur sehr umständlich.
 
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Annett
24. Apr. 16:51
Du hast einen halben Hütehund. Der möchte sein Rudel zusammenhalten. Ich würde darauf achten, dass niemand vorausläuft, allerdings auch nicht der Hund. Der soll neben dir laufen und auch nicht die Führung übernehmen. Und dann konzentriere dich bitte wie sonst auch auf den Hund und lass dich nicht sehr ablenken. Ein Hund merkt sofort, wenn deine Aufmerksamkeit woanders ist und du vielleicht nicht auf Dinge achtest, die du sonst alleine im Auge hast.
Einem Hütehund beibringen zu wollen, dass er nicht hüten darf, wird schwierig und ist nicht fair. Du musst ihm dafür eine Ersatzhandlung anbieten. Nur versuchen, das zu unterbinden, wird nicht viel helfen. Man kann den Instinkt nicht einfach so wegtrainieren.
 
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Sil
24. Apr. 18:10
Könntest du da ausführen, wie man das lockere Leine laufen erfolgreich aufbauen kann bzw wie es bei dir geklappt hat? Für viele ist ja die Definition Leinenführigkeit = Fußlaufen, ich würde gerne auch das normale Laufen ohne Zug etablieren, egal wo der Hund ist - vorne, hinten, neben mir, solange kein Zug auf der Leine ist, aber eben ohne "Kommando" oder Unterscheidung Halsband/Geschirr. Solange ich alleine bin und die Umgebung nicht spannend genug (?) klappt es wunderbar, aber darüber hinaus wirds halt oft mäh. Meine ist auch schnell im Außen, schöner Sichtjäger und bei Begegnungen mit Leuten, die sie mag, sehr distanzlos ^^
Das lässt sich nicht in 2 Sätzen erklären. Training ist immer individuell und eine gute Orientierung, damit sie draussen bei und mit dir unterwegs ist, beginnt bereits drinnen.
Da wird die Basis gelegt, oft läuft dort schon einiges schief, obwohl man meint, im Haus ist alles gut.
Kleinigkeiten wie: Wie steigt der Hund aus dem Auto ? Hört er dir wirklich zu, oder reißt er sich nur kurz zusammen ... Bei jedem Hund sieht es etwas anders aus.
Schau dir mal deinen Alltag an und überlege, wer sich nach wem richtet, wer Entscheidungen trifft und was passiert, wenn du nicht reagierst wie Hund es erwartet.
 
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Lisa-Eileen
24. Apr. 21:54
Danke für deine Antwort! Das mit dem Halbkreis im Freizeitmodus klappte bisher nur bedingt, weil sie viel weiter vor mir ist (und auch sein darf) und dann umso schneller weiter vor läuft, wenn ich ansetzen würde zum korrigieren - oder ich bin einfach zu langsam ^^ mit richtungswechseln arbeite ich auch, aber ich denke, ich habe da generell eine andere wunschvorstellung als in deinem video gezeigt, ich füge meins mal an: es geht mir um lockeres laufen, gerne auch ausnutzen der Leinenlänge, der Hund kann schnuppern, stehen bleiben etc. In aufregenden Gebieten oder mit anderen Leuten wird da aber halt leider gezogen. Bisher habe ich dazu auch nicht so richtig was passendes gefunden, sondern eher die Tendenz "halsband ist Orientierung, Geschirr ist Freizeit und da wird auch das Ziehen nicht unterbunden" :/
Mein Video war ja auch der einfache Arbeitsmodus, leichtes Fußlaufen ohne glotzen.
Vom Freizeitmodus hab ich kein Video.
Da hab ich die Leine auf 1,5 Meter eingestellt und er darf an der Leine egal in welchem Modus eben nicht vor mir latschen.
Er hat auf der angewiesenen Seite zu bleiben und darf mit der Schulter nicht vor mich kommen.
Läuft der Hund so weit vor dir kann er sich ja auch garnicht an dir orientieren weil du komplett aus seinem Blickfeld bist.
Außerdem ist der Freizeitmodus ja viel schwerer für den Hund da er schnüffelt und Hundezeug macht aber währenddessen trotzdem noch auf dich achten muss, das geht dann eben nicht wenn du aus seinem Sichtfeld verschwindest.
So weit sollte der Hund daher nicht vor dir laufen wenn er nicht an der Leine ziehen soll.
Denk dir neben dir nen 2 Meter Kreis und das ist der Radius wo er sich eben frei bewegen darf, tritt er da raus oder ist zu schnell unterwegs (marschiert zb schon sehr zackig nach vorn) dann gehst du im Halbkreis vor ihn bis er in den erlaubten Bereich zurückweicht.
Wenn der Hund sich entzieht ist die Korrektur warscheinlich zu dolle.
Ich hab die Leine immer auf 1,5 Meter, so hat er genug Freiraum um sein Zeug zu machen, aber nicht genug Spielraum um sich zu entziehen.
Ist er schon zu weit vorgekommen oder neigt dazu sich durch vorgehen zu entziehen hilfts den Leinenarm nach hinten zu strecken, zum einen weist du ihm damit auch bisschen den Weg wo er hin soll und zum andern verkürzt du ihm damit den Spielraum nach vorn.
Weiß nicht ob ichs gut genug erklären konnte, ich kann versuchen die Tage das mal im Freizeitmodus aufzunehmen, ist halt immer schwer, vielleicht kann Samstag einer in der Trainingsgruppe mal die Kamera draufhalten.
 
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Lisa-Eileen
24. Apr. 21:59
Hina macht hat da aber schon enorme Fortschritte gemacht… das braucht auch alles seine Zeit. Suko darf auch überhaupt nicht ziehen. Weder in der Freizeit noch in der Orientierung. Ist bei einem 40 kg Hund einfach nicht drin. Und jetzt mit Kalle (20 kg) dazu erst recht nicht. Ich habe es ja am Anfang auch über die Trennung Halsband bzw. Brustring und Geschirr aufgebaut, aber dann ausgeschlichen. Und die Orientierung/Fußlaufen ist für den Hund dann ein klarerer begrenzter Raum, was helfen kann bei schwierigen Situationen. Ich habe am Anfang bei Hundebegegnungen immer umgehangen (soweit vorher wie möglich und auch sonst einfach mal so, damit das nicht miteinander verknüpft wird) um Suko dort besser den Rahmen vorzugeben. Ähnlich jetzt mit Kalle, der ja auch jagdlich ambitioniert ist, wenn der zu sehr ins außen und ins Appetenzverhalten kippt. Dann gibt es ein paar Minuten konzentriert bei mir gehen bevor es wieder mehr Raum zur Verfügung gibt. An der Schleppleine hat Suko z.B. „Langsam“ gelernt. Kurz bevor er reinläuft: Ansprache + „langsam“, wenn er Tempo rausnimmt damit die Leine locker bleibt loben, ansonsten läuft er halt ins Leinenende und bekommt den Ruck (selber stehen bleiben um nicht von den Füßen geholt zu werden). Das zurückholen wenn der Hund am Ende des Radius ist, macht mich kirre und passt somit nicht zu uns. So hat Suko gelernt welchen Radius er nutzen kann und wann der zu Ende ist. Tatsächlich kann ich das auch nutzen um den Radius zu verkleinern.
Mach ich auch so, wobei das mit der Schleppleine am Ende machte ich übers Abbruchsignal als ich sie noch halten musste.
Bei Kommandos meint er sonst jedes mal zu mir zu kommen und dann wieder vor zu preschen... ist dann voll das Hundepingpong und nicht zielführend.
Mittlerweile mach ichs im Freilauf so das ich ihm eben das Stop Signal gebe wenn er an die Grenze des erlaubten Radius kommt.
Das zieht recht fix, spätestens nach 3 mal vorsprinten und dann sitzen müssen findet ers nämlich kacke und benimmt sich.
Kann man aber auch nur mit nem Hund machen der einem da nicht einfach den Stinkefinger zeigen würde.😅
 
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Lisa-Eileen
24. Apr. 22:00
Du hast einen halben Hütehund. Der möchte sein Rudel zusammenhalten. Ich würde darauf achten, dass niemand vorausläuft, allerdings auch nicht der Hund. Der soll neben dir laufen und auch nicht die Führung übernehmen. Und dann konzentriere dich bitte wie sonst auch auf den Hund und lass dich nicht sehr ablenken. Ein Hund merkt sofort, wenn deine Aufmerksamkeit woanders ist und du vielleicht nicht auf Dinge achtest, die du sonst alleine im Auge hast. Einem Hütehund beibringen zu wollen, dass er nicht hüten darf, wird schwierig und ist nicht fair. Du musst ihm dafür eine Ersatzhandlung anbieten. Nur versuchen, das zu unterbinden, wird nicht viel helfen. Man kann den Instinkt nicht einfach so wegtrainieren.
Trotzdem kann und muss n Hüti aber eben lernen wann es angebracht ist und wann nicht.
N Schäfer kanns auch net gebrauchen wenn der Hund nie zur Ruhe kommt und nur alles anhütet was sich bewegt.
 
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Annett
24. Apr. 22:29
Trotzdem kann und muss n Hüti aber eben lernen wann es angebracht ist und wann nicht. N Schäfer kanns auch net gebrauchen wenn der Hund nie zur Ruhe kommt und nur alles anhütet was sich bewegt.
Natürlich muss er das. Aber man muss eben auch eine Alternative anbieten. Jetzt nicht sofort, aber schon zur artgerechten Beschäftigung regelmäßig.
 
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Nicole
24. Apr. 22:57
Danke für deine Antwort! Das mit dem Halbkreis im Freizeitmodus klappte bisher nur bedingt, weil sie viel weiter vor mir ist (und auch sein darf) und dann umso schneller weiter vor läuft, wenn ich ansetzen würde zum korrigieren - oder ich bin einfach zu langsam ^^ mit richtungswechseln arbeite ich auch, aber ich denke, ich habe da generell eine andere wunschvorstellung als in deinem video gezeigt, ich füge meins mal an: es geht mir um lockeres laufen, gerne auch ausnutzen der Leinenlänge, der Hund kann schnuppern, stehen bleiben etc. In aufregenden Gebieten oder mit anderen Leuten wird da aber halt leider gezogen. Bisher habe ich dazu auch nicht so richtig was passendes gefunden, sondern eher die Tendenz "halsband ist Orientierung, Geschirr ist Freizeit und da wird auch das Ziehen nicht unterbunden" :/
So ungefähr sieht das bei uns auch aus und meine Kleine wird auch etwas hektischer, wenn mehr Leute dabei sind. Das liegt eben bei uns auch daran, dass man sich ein bisschen der Geschwindigkeit der Begleitung anpasst und sich eben unbewusst anders bewegt als wenn man allein auf Hund konzentriert läuft. Nachdem ich das verstanden habe, gehts mittlerweile viel besser. Zum einen weil wir es üben. Meine Begleitpersonen wissen dann Bescheid, dass ich auch mal langsamer werde oder mal eben die Richtung wechsle. Anfangs wurde das nur kurz geübt, dann länger. Und für die Zwischenzeit, wo wir nicht üben wollen oder können gibts die Flexi dran, ihr Zeichen für 'bisschen ziehen erlaubt'. Ist halt das gleiche Prinzip wie Wechsel Geschirr/Halsband....ich wechsle lieber die Leinen 😅 und es ist nur noch selten nötig.

Also mein Tipp: Üben üben üben. Irgendwer meinte mal, der Hund muss auch das an der Leine laufen erst einmal für jeden neuen Kontext neu lernen bis erves irgendwann verallgemeinern kann. Und danach richten wir uns nun.
 
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Dogorama-Mitglied
25. Apr. 06:57
Mein Video war ja auch der einfache Arbeitsmodus, leichtes Fußlaufen ohne glotzen. Vom Freizeitmodus hab ich kein Video. Da hab ich die Leine auf 1,5 Meter eingestellt und er darf an der Leine egal in welchem Modus eben nicht vor mir latschen. Er hat auf der angewiesenen Seite zu bleiben und darf mit der Schulter nicht vor mich kommen. Läuft der Hund so weit vor dir kann er sich ja auch garnicht an dir orientieren weil du komplett aus seinem Blickfeld bist. Außerdem ist der Freizeitmodus ja viel schwerer für den Hund da er schnüffelt und Hundezeug macht aber währenddessen trotzdem noch auf dich achten muss, das geht dann eben nicht wenn du aus seinem Sichtfeld verschwindest. So weit sollte der Hund daher nicht vor dir laufen wenn er nicht an der Leine ziehen soll. Denk dir neben dir nen 2 Meter Kreis und das ist der Radius wo er sich eben frei bewegen darf, tritt er da raus oder ist zu schnell unterwegs (marschiert zb schon sehr zackig nach vorn) dann gehst du im Halbkreis vor ihn bis er in den erlaubten Bereich zurückweicht. Wenn der Hund sich entzieht ist die Korrektur warscheinlich zu dolle. Ich hab die Leine immer auf 1,5 Meter, so hat er genug Freiraum um sein Zeug zu machen, aber nicht genug Spielraum um sich zu entziehen. Ist er schon zu weit vorgekommen oder neigt dazu sich durch vorgehen zu entziehen hilfts den Leinenarm nach hinten zu strecken, zum einen weist du ihm damit auch bisschen den Weg wo er hin soll und zum andern verkürzt du ihm damit den Spielraum nach vorn. Weiß nicht ob ichs gut genug erklären konnte, ich kann versuchen die Tage das mal im Freizeitmodus aufzunehmen, ist halt immer schwer, vielleicht kann Samstag einer in der Trainingsgruppe mal die Kamera draufhalten.
Wenn der Hund vor mir läuft, kann er sich sehr wohl an mir orientieren. Er muss nur der Kopf ganz leicht zur Seite drehen, dann bin ich in seinem Sichtfeld. Das sehe ich bei Benny, wenn wir mit Fahrrad unterwegs sind. Er ist im Freilauf vorneweg, um das Tempo zu bestimmen, aber er vergewissert sich ständig, dass ich auch mitkomme.

Trotzdem ist es sinnvoll, einen Hund, der nicht an mir orientiert ist, nicht überholen zu lassen. Läuft ein Hund vorneweg, und ich sage nicht an, wo es lang geht, sucht er den Weg aus. Aufgrund der Position vorne hält er das für seine Aufgabe oder findet es zumindest selbstverständlich. Es hilft ihm, sich an mir zu orientieren, wenn ich ihn auf den Raum neben oder hinter mir begrenze.
 
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Lisa-Eileen
25. Apr. 09:43
Wenn der Hund vor mir läuft, kann er sich sehr wohl an mir orientieren. Er muss nur der Kopf ganz leicht zur Seite drehen, dann bin ich in seinem Sichtfeld. Das sehe ich bei Benny, wenn wir mit Fahrrad unterwegs sind. Er ist im Freilauf vorneweg, um das Tempo zu bestimmen, aber er vergewissert sich ständig, dass ich auch mitkomme. Trotzdem ist es sinnvoll, einen Hund, der nicht an mir orientiert ist, nicht überholen zu lassen. Läuft ein Hund vorneweg, und ich sage nicht an, wo es lang geht, sucht er den Weg aus. Aufgrund der Position vorne hält er das für seine Aufgabe oder findet es zumindest selbstverständlich. Es hilft ihm, sich an mir zu orientieren, wenn ich ihn auf den Raum neben oder hinter mir begrenze.
Machen sie aber ja nicht wenn sie am schnüffeln sind, im Freilauf ist der Radius ja nicht so beschränkt wie an der Leine, da ists nicht so schlimm.
Mindestens ein Ohr ist immer bei mir und es wird immer wieder mal nach mir geguckt, an der Leine ists halt was anderes.
Rocket darf auch nur so weit vor wie er sich benimmt.
Wenn der Hund das noch nicht kann kann man das auch noch nicht machen, ist nunmal ein Lernprozess und geht nicht von jetzt auf gleich.
Der Hund kann halt nur so viel Freiheiten kriegen wie er auch mit umgehen kann, kann er das nicht muss man mehr/ strenger begrenzen.
Hier zb mittlerweile der Stand, vorher und auch jetzt in stressigen Situationen wird natürlich mehr begrenzt, aber das hier ist halt das maximale vor mir laufen.
Wenn er komplett vor mir ist verliert er sich sonst in Schnüffeleien und Pipispuren und kann dann nicht mehr auf mich achten.
Sind eben zusammen unterwegs und nicht das jeder sein Ding macht.
Wie gesagt im Freilauf ists was anderes, aber an der Leine am schnüffeln wird halt nicht nach hinten geguckt.