Hier mal ein paar Öle die geeignet, weniger geeignet oder gar nicht geeignet sind…
Hier unterscheidet man verschiedene Sorten von Ölen, die alle mit ebenso
verschiedenen Wirkweisen punkten können. Damit die Entscheidung etwas leichter
fällt, unterscheidet man zusätzlich in Basis-Öle, die beim Barfen generell nicht fehlen
dürfen und speziellen Ölen, die z. B. bei der Beseitigung von Mangelerscheinungen
oder zur Unterstützung von Behandlungen gegen Krankheiten eingesetzt werden
können.
GEEIGNET:
Fisch-Nachtkerzenöl
Dabei handelt es sich um ein spezielles Öl für Hunde, das als Einzelfuttermittel im
Hundenapf durchaus seine gesunde Wirkweise entfaltet. Es enthält ca. 30%
ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und zusätzlich viel Vitamin E.
Kürbiskernöl
Kürbiskernöl dagegen ist sehr gesund für Hunde. Es enthält viel Selen, Chlorophyll
und weitere, sekundäre Pflanzenstoffe. Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren
kommen darin in einer hohen Anzahl vor.
Lachsöl
Lachsöl bzw. Fischöl allgemein ist ein wesentlicher Bestandteil beim Barfen und gilt
als der Topreiter im Bereich Öl für Hunde. Es wird aus verschiedenen Fischen
hergestellt und verfügt über Omega-3, Omega-6 und Omega-9 Fettsäuren. Es sollte
ein wenig fischig riechen, aber nicht allzu penetrant sein. Zudem schmeckt es den meisten Hunden auch in seiner Rohform schon gut, sodass es wahlweise über das Futter gegeben kann, aber auch allein im Napf für Begeisterung sorgt.
Leinöl
Leinöl gehört auf dem Barf-Plan zu den sogenannten Basis-Ölen und ist ein ideales Öl für Hunde. Es besteht aus ca. 50% Linolensäure (also mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren), Linolsäure und Ölsäure. Auch ein wenig Vitamin E ist enthalten. Man sollte hier jedoch darauf achten, dass es nicht erhitzt wird, da sonst alle Nährstoffe schnell verloren gehen. Außerdem verfügt es über eine entzündungshemmende und antikarzinogene Wirkung.
Sesamöl
Kann durchaus beim Barfen eingesetzt werden, da es eine hohe Anzahl mehrfach
ungesättigter Fettsäuren und einen großen Prozentsatz an Ölsäure besitzt.
Außerdem enthält es Vitamin E, Lecithin, Cholin, Phenole und vieles mehr in einer geringen Menge. Sesamöl ist lange haltbar und verfügt sowohl über bakterizide als auch insektizide Eigenschaften. Zudem wird es bei der Behandlung von trockenen Schleimhäuten und Tumoren eingesetzt, was es zu einem idealen Öl für Hunde
macht.
Walnussöl
Kann durchaus beim Barfen eingesetzt werden, da es viele ungesättigte Fettsäuren,
Ölsäure und einen hohen Gehalt an Vitamin B vereint.
Kokosöl
Kokosöl gehört ebenfalls zu den Basis-Ölen und sollte nicht auf dem Barf-Plan fehlen. Es enthält große Mengen Laurinsäure und wirkt sowohl antibakteriell als
auch und antiviral. Zudem fördert es die Darmgesundheit und ermöglicht so ein wurmwidriges Milieu. Achtung zuviel kann abführend wirken!!!
BEDINGT GEEIGNET:
Olivenöl
Sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn es sich um natives, kaltgepresstes
Olivenöl mit unter einem Prozent freier Fettsäuren handelt und zudem schonend hergestellt wurde. Es enthält Ölsäure, Linolsäure, sowie Vitamin A und E, Phosphor, Eisen und viele andere Spurenelemente. Es muss aber nicht unbedingt im Napf laden.
Haselnussöl
Haselnussöl ähnelt dem Olivenöl und verfügt über viele einfach ungesättigte Fettsäuren. Da es gesündere Varianten gibt, darf man beim Barfen darauf durchaus verzichten.
NICHT GEEIGNET:
Distelöl
Obwohl Distelöl über den größten Linolsäure-Gehalt (nämlich ca. ¾ des gesamten Öls) sowie über einen hohen Vitamin-E-Gehalt verfügt, sollte man es beim Hund
nicht einsetzen. Zahlreiche Studien haben bereits festgestellt, dass es beim
Vierbeiner stark krebsfördernd wirken kann und somit als Öl für Hunde ungeeignet ist.
Erdnussöl
Erdnussöl enthält verschiedene mehrfach ungesättigte Fettsäuren – je nach Qualität
des Öls in einer unterschiedlichen Menge. Erdnüsse (und das daraus gewonnene Öl ebenso) gelten beim Hund jedoch als Auslöser für Epilepsie. Daher ist auch
Erdnussöl als Öl für Hunde ungeeignet.
Maiskeimöl
Kein empfehlenswertes Öl für Hunde, da man Maiskeimöl eine krebserregende Wirkung nachsagt. Dennoch sind viele Omega-6-Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Rapsöl
Rapsöl verfügt über einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren und Vitamine.
Dennoch sollte es beim Barfen nicht verwendet werden, da es in Verdacht steht, Stoffwechselstörungen, Allergien, Tumorzellen und Epilepsie zu begünstigen.
Sonnenblumenöl
Sonnenblumenöl enthält zwar viel Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren, aber gilt auch als krebsbegünstigend und ist somit als Öl für Hunde ungeeignet.
Traubenkernöl
Auch Traubenkernöl verfügt über viele gesunde Inhaltsstoffe. Dennoch gelten Trauben für Hunde mitunter als giftig, dementsprechend sollte man vorzugsweise auch nicht zu Öl aus Traubenkernen greifen.