Beitrag von Karin & Nuka
in Gruppe "Reisen_mit_Hund"

Hitze-Wochenende – Tag 3 ☀️💜 Also ehrlich jetzt … Heute war ich ausgesprochen grosszügig. Ich liess meine Menschen tatsächlich bis 7:15 Uhr schlafen. Ich weiss. Eine bemerkenswerte Leistung. Aber irgendwann ist auch meine Geduld aufgebraucht. Denn ungefähr drei Meter neben unserem Wohnmobil befand sich schliesslich Nala. Und ich fand, dass Freundschaften gepflegt werden müssen. Also begann ich mit meinem bewährten Erinnerungssystem. Ein Blick zum Fenster. Ein Blick zur Tür. Ein Blick zu meinen Menschen. Dann wieder zum Fenster. Und nochmals zur Tür. Nur damit wirklich alle verstehen: „Nala ist da. Ich bin da. Der Tag ist da. Warum liegen wir eigentlich noch herum?“ Irgendwann bewegten sich die Menschen endlich. Es gab Frühstück, Kaffee und die üblichen organisatorischen Tätigkeiten, die Menschen offenbar benötigen, bevor sie funktionstüchtig werden. Danach begann mein eigentlicher Arbeitstag. Mit Nala spielen. In der Wehra baden. Gemeinsam durch den Schatten streifen. Nochmals baden. Sich trocknen lassen. Und anschliessend wieder baden. Ich verstehe ohnehin nicht, weshalb Menschen bei über 30 Grad auf Campingstühlen sitzen und schwitzen. Es gibt doch Wasser. Man geht hinein. Problem gelöst. Den restlichen Tag verbrachten wir ziemlich entspannt. Unsere Menschen sassen zusammen, unterhielten sich und beobachteten uns. Menschen nennen das Erholung. Wir Hunde nennen das Betreuung. Denn irgendjemand muss schliesslich dafür sorgen, dass die Menschen genügend trinken, nicht in der Sonne schmoren und keine unsinnigen Ideen entwickeln. Zum Beispiel einen Spaziergang um zwei Uhr nachmittags. Oder Ballspiele. Oder andere fragwürdige Freizeitaktivitäten. Am Nachmittag wurde es dann langsam Zeit, Abschied zu nehmen. Wir verabschiedeten uns von Nala und machten uns auf den Heimweg. Und plötzlich merkte ich: Ich war müde. Nicht ein bisschen müde. Sondern Freundin-getroffen, mehrfach-gebadet, Gerüche-ausgewertet und Hitze-management-betrieben müde. Also kletterte ich auf meinen Platz. Zumindest teilweise. Ein Teil von mir lag auf meinem Podest. Der andere Teil auf Frauchen. Und meinen Kopf drückte ich tief in ihren Bauch. Das ist eine sehr angenehme Position. Weich. Vertraut. Und ausserdem kann ich so kontrollieren, ob mein Mensch noch vorhanden ist. Kurz darauf schlief ich ein. Tief und fest. Ich hörte noch irgendwo aus weiter Ferne: “Nuka ist heute aber kaputt.” Kaputt? Nein. Ich habe einfach drei Tage lang ein anspruchsvolles Ferienprogramm absolviert. Freundschaften gepflegt. Gewässer überprüft. Menschen beaufsichtigt. Und sämtliche Gerüche von Wehr wissenschaftlich ausgewertet. Da darf eine Lagotto-Dame auf der Heimfahrt durchaus einmal einschlafen. Mit der Schnauze im Bauch ihres Menschen. Nur für alle Fälle. Man weiss ja nie, ob die Menschen ohne Aufsicht plötzlich doch noch auf dumme Ideen kommen. 💜🐾

Tierisch gut
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